Wie nehme ich Jesus Christus an? (Dirk Noll) Nachbemerkung (Siegfried Schad)

(Quelle: Dirk Noll www.der-ruf.info)


Wie nehme ich Jesus Christus an?

Darüber wird in christlichen Kreisen mitunter sehr heftig diskutiert und gestritten. Deshalb hier ein paar Grundsätze als Leitlinie, damit man bei dieser Frage nicht irre wird oder sich vom Wort Gottes entfernt.

1. Man verwende die Begriffe, welche die Bibel verwendet, wenn es darum geht, dass ein Mensch Jesus annimmt, um gerettet zu werden.

Man nimmt Jesus an durch “Glauben”, “Buße” und “Bekehrung”. Weiter verwendet die Bibel in diesem Zusammenhang die Begriffe “Wiedergeburt” und “Errettung aus Gnade” und “wirksame Berufung”.

2. Unbiblische Begriffe. Anstatt, dass Christen bei dieser wichtigen Frage, wie man Jesus annimmt, AUSSLIEßLICH biblische Begriffe verwenden, werden häufig Begriffe aus der Philsophie verwendet, vor allem:

“Entscheidung” und “Freier Wille”.

Diese begriffe kommen jedoch aus der Philosophie und der Spekulation der Philsophen, inwieweit alle Dinge vorherbestimmt sind und in wie fern der Mensch frei entscheiden kann.

Die “Entscheidung” hat ihren Ursprung in der griech. Mythologie (Herakles am Scheideweg)

https://de.wikipedia.org/wiki/Herakles_am_Scheideweg

Der “Freie Wille” hat seinen Ursprung in der griech. Philosophie, vor allem Arisoteles ist hier entscheidend.

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Freien_Willens

3. Prüfen anhand der Bibel.

Man nehme zunächst eine Konkordanz und prüfe, ob man die Begriffe “Entscheidung” und “Freier Wille” in der Bibel findet. Man findet sie nicht, da es keine biblischen Begriffe sind, sondern heidnisch philosophische (Begriffe).

Hinter den heidnischen Begriffen von “Entscheidung” und “Freier Wille” stehen letztendlich philosphische SPEKULATIONEN über Vorherbestimmung und Freiheit des Menschen. Lässt man sich erst einmal darauf ist, dann sitzt man schon in der Falle und fängt selbst an, auf biblische Fragen spekulative Antworten zu geben:

Hat der Mensch einen freien Willen? Dann muss er sich doch für oder gegen Jesus entscheiden können? Wenn nicht, dann wäre der Mensch ja eine Marionette. Wenn der Mensch keinen freien Willen hat, dann müsste Gott ja Menschen zur Verdammnis bestimmt haben. Der Mensch muss einen freien Willen haben, sonst bräuchten wir ja nicht des Evangelium verkünden usw., usw., usw.

Alle diese Gedanken werden von der Bibel so nicht gedacht. Wer solche Gedanken hegt und wegen einer Antwort darauf spekuliert, der ist schon im Netz philosophischer Spekulationen gefangen.

Weil der Geist der Philosophen ein Geist ist, der gegen Gott gerichtet ist, fängt er dann auch sehr schnell an, mit anderen Christen über solche Fragen zu streiten.

Um aus diesem Netz der Philosophie wieder herauszukommen hilft dann nur eines: Nur noch die biblischen Begriffe verwenden und exakt nachzusprechen, was die Bibel darüber sagt, wie man Jesus Christus annimmt.


Dirk Noll © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.


Nachbemerkung (Siegfried Schad)

Der Theologe Dirk Noll spricht an, was der Laie Siegfried Schad nur um Weniges ergänzen kann: Es ist ein (arminianisches) Mißverständnis, wenn behauptet wird, daß ein Mensch alleine durch seine persönliche Erkenntnis ohne das Zutun Gottes errettet werden könnte … der Mensch kann sich nicht zu seinem Heil entscheiden ohne die barmherzige Gnade Gottes der sagt:

2Mo 33,19 Und [der Herr] sprach: Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.

Röm 9,15 Denn zu Mose spricht er: »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich«.

Dieses Erbarmen ist ein souveräner Akt Gottes … un kein Verdienst!

Die Reformatoren in der Schweiz nur ein Bande von Mördern? – Johannes Calvin und das Todesurteil gegen Michael Servet.(Dirk Noll)

(Quelle: Dirk Noll www.der-ruf.info)


Die Reformatoren in der Schweiz nur ein Bande von Mördern? – Johannes Calvin und das Todesurteil gegen Michael Servet.

In verschiedenen christlichen Kreisen wird Calvin verurteilt oder sogar als “Mörder” bezeichnet, da er am Tode von Michael Servet Schuld wäre, der am 27.10.1553 vom Stadtrat in Genf wegen Gotteslästerung auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Was ist dazu zu sagen?

Michael Servet stand in einer lehrmäßigen Auseinandersetzung über die Gottheit Jesu und die Dreieinigkeitslehre mit Calvin. Im Jahr 1531 verfasste er eine Schrift gegen die Dreieinigkeit “De trinitatis erroribus – über den Irrtum der Trinität” und veröffentlicht diese.

Servet war ein sehr gelehrter Mann und studierte u. a. Philosophie und Astrologie. Wenn man sich seine Argumentation gegen die Dreieinigkeit anschaut, dann wird deutlich, dass sein Irrtum über die Trinität aufgrund der neuplatonischen Philosophie und seiner Astrologie zustande gekommen ist.

Da Servet die Dreieinigkeit Gottes offen als “dreiköpfigen Höllenhund” bezeichnete, wurde er schließlich von der Inquisition aufgegriffen. Durch eine abenteuerliche Flucht aus seinem Kerker entgeht er jedoch dem Tod auf dem Scheiterhaufen.

servet

Darauf taucht er in Genf auf, versucht einige Mitglieder des Stadtrates auf seine Seite zu ziehen und Calvin aus Genf zu vertreiben. Er beschimpfte Calvin auch in übler Weise, nennt Calvin selbst einen Irrlehrer, weil er an die Gottheit Jesu glaubte und fordert, dass man sein privates Vermögen einzieht und ihm, Servet, als Entschädigung gibt.

Servet wird nicht nur von der katholischen Inquisition gejagt, auch in sämtlichen Kantonen der Schweiz, wird er wegen öffentlicher Gotteslästerung gesucht.

Als Servet wiederum im Gottesdienst bei Calvin in Genf auftaucht wird er erkannt und von dem Sektretär Calvins verhaftet und dem Stadtrat in Genf ausgeliefert.

Darauf meldet sich die katholische Inquisition und bittet um die Auslierferung von Servet. Dieser wird nun vom Genfer Stadtrat vor die Entscheidung gestellt, entweder wird er ausgeliefert oder in Genf vor Gericht gestellt. Servet entscheidet sich für Letzteres.

Es fehlen jedoch die Beweise, dass Servet der Gotteslästerung schuldig ist und Calvin stellt 30 Briefwechsel mit Servet zur Verfügung, aus den ersichtlich wird, dass Servet die Gottheit Jesu leugnet. Der Stadtrat holt nun Erkundigungen bei den anderen Schweizer Kantonen ein (Basel, Bern, Schaffhausen und Zürich), wo er gesucht wird und kommt dann zu dem Urteil, dass Servet wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt werden soll.

Calvin versuchte noch die Todesstrafe abzumildern, dass er nicht als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, unternahm letztendlich aber auch keine Versuche, den Stadtrat aufzuhalten, was sowieso nicht möglich gewesen wäre.

Im Nachhinein verteidigte Calvin das Todesurteil an Servet mit den Worten: Wer die Seele eines Menschen durch Gotteslästerung tötet, der ist genauso schuldig, wie jemand, der den Leib eines anderen durch Mord tötet.

Dieses Todesurteil fand damals allgemeine Zustimmung unter den protestantischen Theologen, mit einer Ausnahme: Der Baseler Theologe Castellio setzte sich kritisch damit auseinander und verfasste die Schrift: “Von den Häretikern und ob sie zu verfolgen seien”.

Ist die unter manchen Christen verbreitete These “Calvin sei der Mörder von Michael Servet” aufgrund dieses historischen Hintergrundes haltbar?

Nein.

Michael Servet wurde von der damaligen weltlichen Obrigkeit wegen Gotteslästerung verurteilt. Die Obrigkeit trägt das Schwert von Gott um die Übeltäter zu bestrafen (Röm 13). Zudem hatte Servet die Obrigkeit auch offensiv herausgefordert und in gewisser Weise zu einem solchen Urteil gedrängt.

Calvin war in der Weise mit daran beteiligt, dass er Servet dem Stadtrat in Genf ausgeliefert hat, durch seine Briefwechsel die Beweise für die Gotteslästerung von Servet lieferte, keine Versuche unternommen hat, den Stadtrat aufzuhalten und im Nachhinein das Todesurteil gerechtfertigt hat.

Ist Calvin damit ein Mörder oder am Tod von Michael Servet Schuld?

Mit Sicherheit nicht.

Man kann höchstens kontrovers darüber diskutieren, ob das Todesurteil und wie es dazu kam im christlichen Sinne moralisch einwandfrei ist. Und dies wird auch getan. Man sollte dabei jedoch beachten, welche Verhältnisse damals im Hinblick auf die Obrigkeit herrschten und dass Gotteslästerung unter Todesstrafe stand. Man sollte auch bedenken, ob eine neuzeitliche, humanistische Kritik hier angemessen ist, welche behauptet, dass ein Todesurteil wegen Gotteslästerung “intolerant” wäre. Im 16. Jahrhundert geschah dies im Geist jener Zeit.

Es würde mich freuen, wenn dieser Hintergrund bei Christen dazu beitragen würde, das Todesurteil gegen Michael Servet und die Beteiligung von Calvin etwas ausgewogener und schachlicher zu beurteilen.

(Dieser Artikel verzichtet auf Quellenangaben, ist aber in Übereinstimmung mit der gängigen Geschichtsschreibung, wie man sie in den Kirchengeschichtsbüchern oder Standardwerken, wie dem RGG findet.

Der Artikel soll eine mittlerweile unter Christen falsche Ansicht widerlegen, dass die Christen in der Schweiz während der Reformation eine Bande von Mördern gewesen sind. Das Gegenteil ist der Fall: Es kam zu einer Rückkehr zu dem biblischen Prinzip “allein die Schrift” und zum biblischen Evangelium, dass man allein durch die Gnade Gottes und die Vergebung durch das Blut Christi errettet wird).

Dirk Noll


Dirk Noll © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.


KURZMITTEILUNG: Abstand von einer Empfehlung für Anders Bruun Laursens Blog new.euro-med.dk

Trotz meiner Wertschätzung für gewisse journalistische Arbeiten und bedeutende Aufdeckungen, wie z.B. den euromediterranen Prozess sehe ich mich gezwungen von einer Empfehlung für Anders Bruun Laursens Seite http://new.euro-med.dk Abstand zu nehmen. Meine Hauptkritik richtet sich gegen die Tatsache, daß der bekennende Christ Laursen zu häufig Spekulationen und unbewiesene Behauptungen in seine Artikel einfließen läßt, ohne dabei erkennen zu lassen wo über harte Fakten und wo über Hörensagen und Spekulationen die Rede ist. Beispiele hierfür gibt es viele: die Inthronisation Satans in der RKK, Putins Salbung durch Chabad Lubawitsch, etc. Manche dieser Behauptungen entbehren zwar nicht eines realen Hintergrundes, sind aber in den Details oft nur mit einem Zeugen oder fragwürdigen Quellen unzureichend untermauert. Die Trennlinie zwischen Wahrheit und Gerücht verschwimmt leider häufig.

Anders Bruun Laursens eschatologisches Verständnis ist leider sehr mangelhaft. In einigen unserer Dialoge trat zu Tage, daß Laursen in Frage stellt ob das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung Johannes´, kanonisch wäre. Hier stellt sich die Frage: Wozu eine Aufklärungsseite, die einerseits das antichristliche Treiben der Eliten aufdeckt, aber andererseits nicht an Hand der Bibel erklären kann, wie der Ausgang aller Dinge ist, bis auf die letzte Tatsache der Wiederkunft Christi?

Eine Falle in die viele Aufklärer tappen mögen, ist bedingt durch den Mangel an überprüfbaren Informationen über die Eliten und ihre Geheimlogen, daß per se die gut sichtbaren und öffentlich handelnden Protagonisten, zumeist jüdische Bankhäuser, oder jener hohe Anteil der Mitglieder der US-Administration jüdischer Abstammung oder mit israelischer Doppelstaatsangehörigkeit, in eine besondere Verantwortung genommen werden und der Hauptaspekt der Einführung des babylonischen Religionssystems durch Freimaurer, Illuminaten, Jesuiten, Papsttum und jüdische Kabbalisten (Zionisten) unterbeleuchtet bleibt – in der Folge dieser Einseitigkeit entsteht  der (falsche) Eindruck daß an dieser Stelle kruder Antisemitismus verbreitet wird, oder zumindestens eine falsche Substitutionstheologie zu Grunde liegt. Ein Autor mit einem christlichen Bekenntnis hat in diesem Kontext unbedingt auch auf den exklusiven Heilsplan Gottes mit seinem Volk Israel hinzuweisen, wenn er nicht dem Vorwurf Antisemitisches zu verbreiten Nahrung bieten möchte.

Leider schreibt und recherchiert Anders Bruum Laursen offensichtlich nicht Ergebnis offen: Fakten, Meinungen und Meldungen die es zu hinterfragen gilt (Beispiel KOPP-Verlag “nächtliche Flüge Köln/Bonn”) werden vermischt um eine vorgefasste Meinung zur Tatsache zu erheben. Ich unterstelle Anders Bruun Laursen nicht, daß er vorsätzlich falsch informiert, jedoch kritisiere ich, daß er bei all seiner Leidenschaft in der Sache, das rechte Maß der Nüchternheit verläßt.

Der jüngste Artikel (siehe screenshot) ist ein trauriger Beweis, daß alleine Leidenschaft und die geballte Faust in der Tasche, nicht hilfreich sind, eine gute Aufklärungsarbeit zu verrichten. Anders Bruun Laursen hat in vielem recht, was er schreibt, aber in manchem eben nicht. Ich wünsche ihm Gottes Segen, Weisheit und Führung bei seiner Arbeit!

euromeddk


Siegfried Schad © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.


[Leseprobe] Buch: LEBENS-WENDE (Thomas Lange) / Empfehlung (Siegfried Schad)

Empfehlung (Siegfried Schad)

(Quelle: Siegfried Schad www.der-ruf.info)

Kann man etwa eine Rezension (lat. recensio, Musterung‘) über ein Buch abgeben, das 10 Zeugnisse von Menschen die zu dem Erlöser und Herr Jesus Christus umgekehrt sind enthält, und diese mustern und beurteilen? Mitnichten! Jedoch kann man die Absicht von Herausgeber und Zeugnisgeber Thomas Lange beurteilen und anschlies-send nur gutheißen und wärmstens empfehlen.

Zum Hintergrund des Buches: Welch eine Schneise geistlicher Verwüstung hatten 40 Jahre sozialistischer Atheismus in den Osten Deutschlands geschlagen. Blühende Landschaften, in einem materiellen Sinne eines gesunden Wohlstandes, wie sie nach der Wende dereinst Bundeskanzler Helmut Kohl versprach, sind bis heute weitgehend ausgeblieben. Jedoch, wie uns Herausgeber und Zeugnisgeber Thomas Lange mit seinem Buch darlegt, wuchsen im Verborgenen aus dem kargen Boden der früheren DDR, allmählich gesunde Pflanzen des Glaubens. 10 bewegende, sehr lebendige und facettenreiche Zeugnisse sprechen von einem Erblühen der Wüste in den 5 neuen Ländern.

LEBENS-WENDE ist ein Buch. das man für unbekehrte Freunde mit Ost-Hintergrund auf der Geschenkeliste eintragen sollte … oder ohne festlichen Anlaß warmen Herzens einfach so mal verschenkt.


Siegfried Schad © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.


Lebens-Wende

10 Berichte aus Ostdeutschland

Thomas Lange

Inhalt:

  1. Vorwort …………………………………………………………………………..………..4
  2. Hilde Stenzel: Meine lange Suche nach dem Sinn…………………………7
  3. Klaus Siedler: Mein größter Wunsch war ein liebender Vater …….12
  4. Linda Tetzel: Meine Seele war leer………………………………………………17
  5. Andrea Grund: Meine Odyssee durchs Leben……………………………..20
  6. Synett Spallek: Ich hatte Bulimie………………………………………………….25
  7. Kay Brüggemann: Ich war so stolz………………………………………………..33
  8. Christina : Das du überlebt hast, ist ein Wunder…………………..…….40
  9. Sarina Kühn: Ich hoffte auf die Esoterik……………………………………… 45
  10. Gisela Lauenroth: Eine Stimmungskanone findest Seelenruhe…..66
  11. Thomas Lange: Musik war mein Leben………………………………………..70
  12. Nachwort …………………………………………………………………………89

Vorwort

Ostdeutschland, das Territorium der ehemaligen DDR ist eine wunderschöne Gegend. Unberührte Landstriche mit Wäldern, Wiesen und Feldern, sowie einmalige Heide – und Teichlandschaften zieren dort die Natur. So mancher Wanderer entdeckt sie hier noch, die entlegenen Ecken, an denen sich „Fuchs und Hase“ Gute Nacht sagen. Allerdings ist es auch ein Landstrich, in dem bis 1989 der Kommunismus herrschte. Dessen Ziel war es u.a. jede Wurzel Glaubens an eine höhere Intelligenz auszumerzen.

Die DDR Kult-Rockband Karat, sang in ihrem Titel „Der blaue Planet“ den Text: „Uns hilft kein Gott, diese Welt zu erhalten.“

Und so versuchte die Ideologie von Marx und Engels zu überzeugen, dass zu einem anständigen, produktiven und erfolgreichen Leben kein Gott nötig sei. Dieses Denken war in den Köpfen der meisten Ostbürger fest verankert. Und da „die Partei immer Recht hatte, fing sie schon in den Kindergärten damit an, die Kleinsten in ihrem Sinne zu erziehen und zu belehren.

Etliche Kornfelder verzierte ein großes Schild mit der Aufschrift „Ohne Gott und Sonnenschein, bringen wir die Ernte ein!“. Siegessicher glaubte man, Schmied seines eigenen Glücks zu sein.

Die Macht des Sozialismus entpuppte sich allerdings in ihren letzten Jahren als marodes Gerüst, welches schließlich einstürzen musste. Die deutsche Wiedervereinigung war ein geschichtlich einmaliger Akt, der wohl kaum einem Zufall zuzuschreiben war. Die gesamte DDR Regierung, das sogenannte Politbüro war wie gelähmt und handlungsunfähig. Der große Bruder, die damalige Sowjetunion, gab grünes Licht zur politischen Wende und Wiedervereinigung. Plötzlich fiel die Mauer, die Grenzen waren offen und Reisefreiheit konnte genossen werden. Die Regale der Kaufhallen füllten sich mit bunten Waren aus dem „goldenen Westen“ und so manches Konsumgeschäft verwandelte sich in Windeseile in ein Einkaufszentrum. Nun war alles anders, schöner und Besser! Ab jetzt sollte das Leben einen Sinn haben.

Aber es gab auch Schattenseiten. VEB-Betriebe, die Standbeine der Planwirtschaft der DDR wurden kurzerhand durch die Treuhand abgewickelt. So schnell, wie die Mauer fiel, so flink saßen auch Tausende Menschen arbeitslos auf der Straße.

Was nun? Ernüchterung machte sich breit. Bei vielen Menschen schwand die Hoffnung auf eine rosige Zukunft. War doch nicht zuletzt die Arbeitsstelle der Garant für ein sinnerfülltes Leben.

Im Laufe der Jahre renkte sich Vieles wieder ein. Die Wirtschaft wuchs, Ostdeutschland wurde Investitionsland und Arbeitsplätze entstanden. Ganze Städte wurden modernisiert und Straßen bekamen neue Asphalt-Beläge. Nach und nach verschwanden bestimme Straßennamen, wie „Ernst-Thälmann-Weg“ oder „Straße der Oktoberrevolution“.

Heute, über ein Vierteljahrhundert später hat sich unzähliges verändert. Kaum noch etwas erinnert an die „alten Zeiten“. Hier und da sieht man noch Spuren von damals, z.B. den himmelblauen Trabi, erkennbar an der ebenso blauen Abgaswolke, die er hinter sich herzieht. Oder manch altgewordener Zeitgenosse trägt noch seinen grauen Anorak von 1980. Die jüngeren Leute haben vielleicht noch das blaue oder das rote Pionier- Halstuch zu Hause, welches sie in der Schulzeit zu bestimmten Veranstaltungen tragen mussten. Oder auf ihren MP3-Playern spielen die alten Klassiker von City, Karat und den Puhdys. Bis auf diese vereinzelten Zeitzeichen erinnert jedoch kaum noch etwas an früher.

Eines allerdings ist gleich geblieben: die Menschen. Sie sind immer noch die Selben. Der Marxismus/ Leninismus hat bis heute seine Spuren hinterlassen. Die Saat von damals ist in vielen Herzen aufgekeimt und gewachsen. Der Osten Deutschlands zählt heute zu den Gegenden auf der Welt, in welchen prozentual die wenigsten Menschen leben, die an eine höhere Instanz, also an einen Gott, ganz gleich aus welcher Religion glauben.

Die Folge ist, dass sehr viele Menschen hoffnungslos geworden sind und in ihren Herzen die quälende Frage nach dem Sinn des Lebens unbeantwortet vor sich her schieben.

Die sich schnell verändernden Lebensumstände bilden außerdem Anlass zur Sorge und werden aus Sicht mancher „Ossis“ immer schwieriger und unerträglicher. Da ist man schnell geneigt, zurück zu blicken und zu sagen: „Früher war alles besser! Zu DDR-Zeiten gab es sowas nicht!“

Doch im Grunde weiß jeder, dass solche „Floskeln“ keine Substanz haben und gleich nachdem sie gesagt wurden, vom Winde verweht werden. Das Herz bleibt trotz solcher Sätze leer! Und wieder steht man da und schaut ungewiss in die Zukunft. Die Euphorie, welche die Wiedervereinigung mit sich brachte, hat sich bei vielen Menschen in Ernüchterung verwandelt.

Doch es gibt auch gute Nachrichten! In diesem Buch berichten 10 Menschen, die in der ehemaligen DDR aufwuchsen, aus ihrem Leben und wie es sich durch ein einschneidendes Ereignis verändert hat. Die Geschichten stammen von älteren und jüngeren Männern und Frauen und sie sind unterschiedlich, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Doch alle eint eine bestimmte Erkenntnis, zu der sie gelangt sind. Alle haben erfahren, dass der Glaube an Jesus Christus keine leere Hülle, keine menschliche Phrase oder Einbildung, noch Sektiererei, sondern Wirklichkeit ist und letztlich allein die Sinnfrage in unserem Leben beantworten kann. In schwierigen Zeiten kann absolut alles unter unseren Füßen wegbrechen – doch der Glaube an Gott ist ein sicheres Fundament und das Einzige, was trägt.

Die Veränderungen im Leben, von denen die Schreiber berichten, waren so tiefgreifend, das sie einem Wunder gleichen. Es bleibt nur die Erklärung: Gott selbst hat ihre Leben neu gemacht und hat ihnen Sinn und Hoffnung gegeben und damit das Vakuum in ihren leeren Herzen gefüllt.

Doch lesen sie selbst.


Das Buch kann HIER auf www.leseplatz.de bezogen werden.

Lebens-Wende

 


Thomas Lange © alle Rechte vorbehalten.


DAS PFERD VON HINTEN AUFZÄUMEN (Georg Walter)


kurze Vorbemerkung (S.Schad)

Nachdem Georg Walter seinen Blog distomos.blogspot.de aufgegeben hat (siehe Artikel HIER) , werden neue Schriften wie die nachfolgende (50 Seiten) neben jesaja66:2 wie zuvor angekündigt im Rahmen einer Gastautorenschaft (siehe Gastautoren HIER) auch auf DER RUF veröffentlicht. Repostings sind stets mit einer Quellenangabe zu versehen und somit auch von Georg Walter authorisiert.


DAS PFERD VON HINTEN AUFZÄUMEN (GEORG WALTER)

(Quelle: Georg Walter www.der-ruf.info)

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