F&A Präterismus & Amillennialismus (TheBereanCall)

F&A September 2011

(Quelle: http://thebereancall.org)

  • TBC Staff

Frage : Sie haben den Präterismus und die Lehre des Amillennialismus als unbiblisch kritisiert, aber Lehrer wie R.C. Sproul stellen eindeutig wohldurchdachte Schlussfolgerungen für Ihre Positionen vor. Was sagen Sie?

Antwort : Manche Gläubige bestehen darauf, dass die meisten Bibelprophezeiungen im Jahr 70 bei der Zerstörung des Tempels erfüllt wurden. Doch müssen wir fragen, wann wurde Jerusalem von den Armeen aller Nationen umzingelt? Wann berührten die Füße Christi den Ölberg? Wann begann er mit seiner Herrschaft über die Welt von Jerusalem aus? Haben jene, die Ihn durchbohrt haben, zu Ihm hochgeschaut und Ihn als ihren Messias erkannt. Weinen und trauern und glauben sie an Ihn? Wurde Israel im Jahre 70 in seinem Land etabliert, um nie wieder daraus entfernt zu werden? Können wir ernstlich glauben, dass Sacharja 12, 13 und 14; Jeremia 30,6-12; 31,27-40; 32,37-44; Hesekiel 37-40 und Dutzende anderer, ähnlicher Prophezeiungen alle im Jahre 70 erfüllt wurden? Und wenn nicht, wie und durch welche Autorität können wir solche Prophezeiungen auf die Gemeinde anwenden?

Ja, es gibt eine wachsende Anzahl von Leuten, die Präterismus und Amillennialismus begünstigen, und ob sie Kalvinisten, Charismatiker oder was anderes sind, sie teilen einen gemeinsamen Glauben, über den man sich sorgen muss.

Der verstorbene Bischof Earl Paulk nannte die Entrückung einer Fluchttheorie. Er sagte, jene, die Israel segneten, würden einen antichristlichen Geist bekunden. Er sagte auch, die Gemeinde sei Israel und Israel hätte keinen weiteren Platz in Gottes Plan. Viele sagen immer noch dasselbe. Paulk lehrte auch, wir seien „kleine Götter” und Jesus Christus könne nicht zurückkehren bevor wir zur vollen Größe unserer Gottheit aufsteigen, diese Welt übernehmen und Sein Königreich für Ihn etablieren. Manche Details mögen unterschiedlich sein, aber dies ist Dominionismus, das heißt, nur wenn Christen die Herrschaft über die Erde ergreifen, kann Christus zurückkehren – nicht um uns nach Hause in den Himmel zu entrücken, sondern um über das Reich zu regieren, das wir für Ihn errichtet haben. Mit dieser Vorstellung wird die Herrschaft Christi während des Tausendjährigen Millenniums bestritten, obgleich diese Zeitperiode spezifisch zweimal in Offenbarung 20 verkündet wird (Verse 2 und 7). Nach den ausdrücklichen Aussagen im Alten Testament wird die Erde während des Millenniums einen weltweiten Frieden erleben, wie er nie zuvor gesehen wurde (Jesaja 2,4, Joel 3,10; Micha 4,3).

Glauben wir wirklich, das Jahr 70 hätte die größte Trübsal in der Geschichte der Welt gesehen – sogar größer als das Schlachten der Juden und Christen unter Hitler, Stalin, Mao („und auch keine mehr kommen wird” – Mt 24,21); dass Christus wie ein Blitz, der vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, sichtbar kam (V. 27), dass sich die Sonne verfinsterte und der Mond seinen Schein nicht mehr gab, dass „das Zeichen des Menschensohnes am Himmel” erschien, dass Er seine Engel aussandte um „seine Auserwählten zu versammeln von den vier Windrichtungen her” (Verse 29-31), usw. Sind wir jetzt im Millennium? Ist Satan gebunden? Ist Christus der König, der jetzt über die Erde herrscht und die Welt in ein Paradies verwandelt? Man kann von keinem  dieser Dinge sagen, es hätte stattgefunden, es sei denn, man vergeistigt die Schriften.

Wie die alte Hymne lautet, „es ist so lieblich, auf Jesus zu vertrauen, nimm Ihn einfach bei Seinem Wort, ruhe nur auf Seiner Verheißung, einfach zu wissen: so spricht der Herr”.

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