Erwin McManus und der barbarische Paradigmenwechsel (Roger Oakland übersetzt von Georg Walter)/ “Grüsset sie nicht!” (Siegfried Schad)

“Grüsset sie nicht!” (Siegfried Schad)

  • Kommentar zu nachfolgendem Artikel über Erwin MacManus
Angesichts des nachfolgenden Artikels über die Person Erwin MacManus, der neben Brian McLaren vielleicht den grössten Einfluss auf die Emerging-Church-Bewegung hat, stellen sich vorweg 2 brennende Fragen:

1.) Was hat dieser Mann mit dem Heiland, dem Messias, dem Erlöser und dem Herrn Jesus Christus zu tun ?

2.) Welche Rolle spielt die Emerging Church im grossen “Monopoly” der Dominionisten ?

Während sich die erste, keineswegs rhetotisch, gestellte Frage noch spielend leicht beantworten lässt, bedarf  die zweite Frage einer gewissen Hintergrundbeleuchtung, zu der Entstehung dieser seltsam anmutenden hybriden Kirche der Postmoderne.

Antwort zur 1. Frage: Erwin MacManus ist, wie nachfolgende Aussagen in dem vorliegenden Artikel von Roger Oakland, übersetzt von Georg Walter in seinem hervorragenden Blog distomos.blogspot.de, nachweisen, ein Kind des Teufels! Eine derartig zur Schau getragene, öffentlich bekundete, Lästerung der Heiligkeit unseres HERRN JESUS weist MacManus` Feindschaft in einem Format nach, das man im Vergleich und angesichts der vielen falschen Propheten und Lehrer, die dieser Tage mit unfassbaren Aussagen über das Evangelium Jesu Christi auftreten, tatsächlich suchen muss! Erwin MacManus` Aussage, dass er die Kirche zerstören wolle, ist in ihrer Singularität des Skandals, kaum mehr zu übertreffen und kein normaler Christ würde diesen Mann je noch ernst nehmen wäre da nicht seine mysteriöse Popularität und Anziehungskraft auf evangelikale Kreise wie wir in dem sehr empfehlenswerten Buch von Dr. Martin Erdmann “Der Griff zur Macht” erfahren können: (ich fasse kurz zusammen) Im Anhang des Buches, auf Seite 261, erfahren wir von einer Einladung des BESJ (Bundes Evangelischer Schweizer Jungscharen) als Hauptorganisator des Newleader Kongresses, bei dem Gastgeber St.Chrischona, einem pietistsichen Glaubenszentrum, bei Basel mit Erwin MacManus als Hauptreferenten. Nach internem Disput über die zu erwartende Qualität des vorgesehenen Vortrages mit dem Hauptreferenten zwischen den Beteiligten der Organisation, einigte man sich darauf Erwin MacManus im Vorfeld 30 Fragen zu seinem Bekenntnis zu stellen mit deren Formulierung Dr. Martin Erdmann beauftragt wurde. Dem Hauptreferent, der sich lieber als “Kultur-Architekt” denn als Pastor bezeichnen lässt, wurden die 30 Fragen zugestellt, zu denen Erwin MacManus sich jedoch nie geäussert hatte – die Einladung des fragwürdigen Redners wurde trotz diesem Affront dennoch aufrecht erhalten – MacManus hielt seinen Vortrag.

Auch hierzulande erhält die emergente (in der Entstehung begriffene) Kirche bereits eine gewisse Aufmerksamkeit, namentlich sei hier der postmodern gegelte Tobias Faix, geb. 1969 , Dozent für Praktische Theologie und Missionswissenschaft am Marburger Bildungs- und Studienzentrum, erwähnt, der sich neben anderem, an diesem Institut leitend mit einem Studienprogramm über Gesellschaftstransformation befasst. Letztere Disziplin, das sei erwähnt, die Transformation der Gesellschaften dieser Welt, ist ein explizites Ziel der dominionistischen Bewegungen.

(Tobias Faix im Gespräch bei der Redaktion von IDEA-Spektrum mit Dr. Martin Erdmann – “Sollen Christen die Welt verändern?”)

Mit MacManus` Aussagen, über die heilsgeschichtliche Stellung Israels, ein neues “christliches” Barbarentum, [Zitat Roger Oakland]: … sowie andere kriegerische Bezeichnungen, die alles verspotten und erniedrigen, was sich christlich nennt [Zitat Ende] werden selbst professionelle Beschwichtiger, den Kompromiss verherrlichende Ökumene-Anhänger, Relativisten des Wortes Gottes und Anhänger gesellschaftlicher Transformation, Mühe haben diese in jedweden “christlichen” Kontext zu integrieren.

Ich schliesse die Beantwortung der Frage zu dem/den Protagonisten dieser Kirche des Abfalls mit:

2Jo 1,10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmet nicht auf in [euer] Haus und grüßet ihn nicht!

2Jo 1,11 Denn wer ihn grüßt, macht sich teilhaftig seiner bösen Werke.

Emerging Church-Mystiker Erwin McManus

Antwort zur 2. Frage: (nach der Rolle der Emerging-Church-Bewegung im Kontext des Dominionismus) Hierüber erfahren wir widerum Interessantes in Dr. Martin Erdmann´s Buch “Der Griff zur Macht”, dass es sich bei der emergenten Bewegung um eine Installation des “Leadership Network” handelt, einem donimiostischen think-tank, einer Kaderschmiede für vielversprechende Talente für die Führungsaufgaben in der “christlichen” Leiterschaft. Zur Funktion: Die erfundene Bewegung “Emerging Church” entspricht, kurz gesagt, weltlichen Marketing-Konzepten nach denen eine Nachfrage nach einem Produkt oder einer Dienstleistung erzeugt werden muss. Dass dieses Konzept nachhaltig aufgegangen ist, beweist die Existenz dieser Bewegung, die aus dem Nichts hervorkam und für die zuvor kein natürlicher Bedarf erkennbar war. Was hatten die Initiatoren also im Sinn ? Und widerum stossen wir auf den Begriff der “Transformation” , dessen umfassende Bedeutung Dr. Martin  Erdmann in seinem Buch ausführlich erklärt. Die nächste Frage schliesst sich an: Was wird transformiert und zu welchem Ziel ? Schlicht beantwortet: Die Emerging Church schliesst eine “Marktlücke”, bei der postmodernen Generation zwischen 18-35 Jahren, die in den sogg. Mega-Churches ( z.B. Saddleback Church Rick Warren, Willow Creek Bill Hybels) kaum mehr repräsentiert war und sich somit der “Transformation” wie sie der Bewegung die Rick Warren repräsentiert mit seinem Evangelium der Wohltätigkeit, seinem PEACE-Plan, oder Bill Hybels`Gemeindewachstumsbewegung, sowie den NAR-“Aposteln” C. Peter Wagner´s entzog und gewissermassen im Transformationsprozess der Gross-Strategen des Masterplans integriert werden musste.

An kaum einer der dominionistischen Aktivitäten, Strategien und Lehren, wie diesen der Emerging Church, ist so gut ablesbar, dass die Umwandlung (Transformation) eine einzige Kampagne der Zersetzung des Evangeliums Jesu Christi ist und der Destabilisierung der Evangelikalen “Festungen” dienen soll. John MacArthur deutet in einem kürzlich veröffentlichten Interview an, dass es sich (dem Sinn nach) nicht mehr alleine um eine menschliche Strategie handeln kann, die Dimension ist grösser: Der Anti-Christus etabliert sein System und destabilisert die Kirchen die auf Sand und nicht auf dem Felsen Jesus Christus gegründet sind!

 




Erwin McManus und der barbarische Paradigmenwechsel (Roger Oakland)

(Quelle: Übersetzer: Georg Walter / distomos.blogspot.de)

Originaltitel: A Dilemma of Deception: Erwin McManus’ Barbarian Way

Autor: Roger Oakland

Quelle: Lighthouse Newsletter

Erwin McManus: The Barbarian Way

In einem Interview im Relevant Magazine sagte Erwin McManus, Pastor einer Gemeinde mit dem Namen Mosaic sowie populärer Autor und Redner, Folgendes:
„Weil Personen nicht wissen, welcher Gruppierung sie unsere Gemeinde (Mosaic) zuordnen sollen, stecken sie uns in die Kategorie ‚Emerging Church‘, aber in Wirklichkeit unterscheiden wir uns von der Emerging Church.“1

In dem Interview sagte McManus: „Unser Dilemma besteht darin, dass wir eine ganz neue Kategorie (von Gemeinde) schaffen wollen, aber die Leute versuchen weiterhin, uns in andere Kategorien einzuordnen.“2 Obwohl McManus keiner Organisation der Emerging Church angehört, verbreitet er dennoch die emergente Spiritualität. Über Dan Kimballs Buch The Emerging Church sagt er:
„Die Zukunft der Kirche in Nordamerika hängt von Innovatoren wie Dan Kimball und seinen Vorstellungen ab, die er in seinem Buch The Emerging Church vorgestellt hat. Innovatives Christentum (vintage christianity) kann in neuen und bereits bestehenden Gemeinden angewandt werden, um die nächste Generation zu erreichen.“3

Im Jahre 2003 war McManus einer der fünf Autoren des Buches Church in the Emerging Culture (Kirche in der aufkommenden Kultur). Zwei weitere Autoren des Buches waren Brian McLaren und Leonard Sweet (zwei bekannte und äußerst populäre Vertreter der Emerging Church). McManus Behauptung, dass er nicht der Emerging Church zuzurechnen ist, wird dadurch entkräftet.

In McManus Buch wendet er sich an seine Leser und sagt ihnen, dass sie „wiedererschaffen wurden, um in einer unreifen und ursprünglichen Spiritualität zu leben“ und dass „Barbaren in einer zivilisierten Gesellschaft nicht willkommen sind und von allen, die an das häusliche Leben gewohnt sind, gefürchtet werden.“4 Das Thema des Buches The Barbarian Way ist der Vergleich zwischen einer „verfeinerten und zivilisierten Art“5 und dem Barbarischen; McManus glaubt, wir sollten Letzteres werden. Das Christentum steht dem jedoch im Wege. McManus erläutert:
„Das Verhalten Jesu ist für ihre Empfindlichkeiten [für jene, die ‚zivilisiert‘ sind] allzu ungestüm… Warum ist es an der Zeit, einen mutigen Ruf an uns zu richten, den barbarischen Glauben in uns zu wecken, selbst auf die Gefahr hin, dass wir die großartige Zivilisation bedrohen, die uns als das Christentum bekannt ist?… Es wird Zeit, dass wir den barbarischen Ruf hören, um einen barbarischen Stamm zu schaffen und eine barbarische Revolte auszulösen. Lasst uns mit der Invasion beginnen.“6

Wenn McManus sagt, sein Ziel sei es, „das Christentum zu zerstören,“ dann bestätigt das vorangegangene Zitat seine Überzeugungen. Die folgende Aussage von ihm zeigt, dass McManus nicht nur gegen das Christentum revoltiert, sondern auch gegen Israel. McManus sagt, dass Jesus Israel ablehnt7 (obwohl die Bibel sagt, dass er um Israel weinte und dass wir nicht denken sollten, dass der Gott, der Israel zerstörte, nicht auch das Christentum zerstören könne.
„Vor 2000 Jahren revoltierte Gott gegen die Religion, die er selbst hervorgebracht hatte. Unterschätzen Sie niemals einen Gott, der eine Gegenbewegung zur christlichen Kirche und den christlichen Institutionen, die seinen Namen tragen, ins Leben rufen kann.“8

McManus erklärt irrtümlicherweise, dass Gott gegen den Judaismus revoltierte, was einfach nicht der Wahrheit entspricht. In Wahrheit bestätigte Gott das Gesetz und die Propheten durch den Juden Jesus, den er als „seinen Augapfel“ bezeichnete:
„Als der Allerhöchste den Heiden ihr Erbe austeilte, als er die Menschenkinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker fest nach der Zahl der Kinder Israels. Denn das Teil des HERRN ist sein Volk; Jakob ist das Los seines Erbteils. Er hat ihn in der Wüste gefunden, in der Öde, im Geheul der Wildnis. Er umgab ihn, gab Acht auf ihn, er behütete ihn wie seinen Augapfel.“ 5Mose 32,8-10

Jesus kam als ein Opferlamm, um die Menschen zu erlösen, und er unterwies seine Jünger, dass die Zeit erfüllt war – er verwarf nicht die jüdische Religion, sondern er kam, um Prophetie zu erfüllen. McManus glaubt heute, dass Gott nicht nur gegen den Judaismus revoltiert, sondern auch gegen das Christentum.

McManus verwendet Worte wie barbarisch und wild sowie andere kriegerische Bezeichnungen, die alles verspotten und erniedrigen, was sich christlich nennt. Er ermahnt seine Leser mit folgenden Worten:
„Wenn ein Gegner einen Barbaren enthauptet, macht er sich am besten auf etwas gefasst, denn wir werden mit Macht zurückschlagen… Als Volk Gottes müssen wir zusammenrücken, einen barbarischen Stamm gründen… Es geht darum, die Zukunft zu gestalten.“9

Das Buch The Barbarian Way versucht aufzuzeigen, dass ein Barbar radikal für Jesus lebt. Wenn McManus von einem barbarischen Leben (Radikalität für Jesus) spricht und Ausdrücke wie Enthauptung, Mystizismus und Verwerfung des Christentums benutzt, wird er junge Leser allenfalls verwirren.

McManus „neue Kategorie“ von Christentum weist viele Ähnlichkeiten mit der Emerging Church auf. McManus räumt selbst ein, dass er mit einem Element der Emerging Church völlig übereinstimmt – dem Mystizismus. Am Bethel Theological Seminary, an dem McManus als Professor für das Doctor of Ministry of Emerging Leaders Programm arbeitet, doziert er an der Seite seines Bruders Alex McManus, Autor von Into the Mystic (Aufbruch zur Mystik). McManus sieht in der Mystik einen notwendigen Bestandteil im „spirituellen Leben eines Barbaren.“ Er erklärt:
„Wir müssen es lernen, das Unsichtbare zu sehen und das Unhörbare zu hören. Wir sind dazu berufen, uns dem barbarischen Stamm anzuschließen und unsere Berufung als mystische Krieger zu erfüllen.“10
In einem weiteren Interview im Relevant Magazine erläutert McManus, was das „Herz“ seines Buches ist. Er sagt:
„Das Buch The Barbarian Way war in gewisser Weise der Versuch, die Leute für etwas zu begeistern, damit sie sich erheben und aktiv werden. Es ist ziemlich schwierig, eine ganze Gruppe von Menschen dazu zu bewegen, als Individuen gemeinsam in eine christliche Erfahrung einzutreten, die mystischer, glaubensorientierter und dynamischer ist. The Barbarian Way war mein Versuch zu sagen: ‚Siehe, was sich hinter Entdeckung, Innovation und Kreativität verbirgt, ist ein Mystizismus, der von Gott hört, und die Triebfeder dahinter ist eigentlich etwas Uraltes. Das war das eigentliche Ziel von The Barbarian Way.“11
Auf der Webseite von McManus – Mosaic Alliance – stößt man auf einen Abschnitt, den er als „Awaken Humanity“ (Erwachte Menschheit) bezeichnet und „dem Ziel der Geschichte dient, in jedem menschlichen Wesen das göttliche Potential in der bestmöglichen Weise zu entwickeln.“12
Auszug aus dem Buch von Roger Oakland, Faith Undone, S.206-210