Papst Franziskus, Anselm Grün und Pro Christ (Betanien-Nachrichten März 2013)

(Quelle: Hans-Werner Deppe / Betanien-Verlag http://betanien.de/)

Der neue Papst Franziskus – ein kurzes Statement

Verlagsleiter Hans-Werner Deppe gibt eine kurze Einschätzung zum neuen Papst Franziskus ab Es wurde ein südamerikanischer Papst gewählt, weil in Südamerika die römisch-katholische Kirche am meisten Probleme mit der „Konkurrenz“ der von ihnen so bezeichneten „evangelikalen Sekten“ hat (was tatsächlich leider mehrheitlich Charismatiker sind). Bemerkenswerterweise spricht Abtprimas Notker Wolf genau dieses südamerikanische „Problem“ der Evangelikalen unmittelbar vor Präsentation des neuen Papstes an, siehe das Tagesschau-Video http://www.tagesschau.de/ausland/franziskus100.html , erste 12 Sekunden. Und es wurde ein „sozialer“ Papst gewählt, weil das „soziale Evangelium“ (das kein Evangelium ist, vgl. Gal 1,6-7) der Anknüpfungspunkt schlechthin zu den Evangelikalen ist, die immer mehr auf dieses Ziel der sozialen Weltverbesserung einschwenken, insbesondere mit dem Fokus auf die Kontinente Asien, Afrika und Lateinamerika. Übrigens: Im Gegensatz zu der Mehrzahl der evangelikalen Meinungsäußerungen denke ich nicht, dass der neue Papst (oder überhaupt irgendein Papst) ein erretteter Christ ist – zumindest kann er das nicht sein, wenn er das glaubt, was seine Kirche lehrt – und wenn er an das biblische Evangelium der Errettung allein aus Gnade, allein durch Glaube an allein Jesus Christus glauben würde, dann würde er unter die nach wie vor „unfehlbaren“ Bannsprüche der Kirche fallen, die sie im Zuge der Gegenreformation erlassen hat (dokumentiert in meinem Buch „Sind Sie auch katholisch?“) Franziskus ist schließlich Jesuit, und die Hauptaufgabe der Jesuiten war und ist die Verteidigung des Katholizismus gegen den biblischen Glauben der Reformation. Papst Franziskus ist nicht bekannt als „scharfer Hund“, der in Südamerika als Kardinal Bergoglio ausdrücklich gegen die Evangelikalen vorgegangen wäre. Vielmehr wird er den Zersetzungsprozess der Evangelikalen weiter vorantreiben, indem durch ihn in Südamerika eine neue Begeisterung für den Katholizismus aufkommt und eine Harmonie zwischen Evangelikalen und Katholiken in ihrem gemeinsamen Ziel, die Welt sozial zu verbessern. Ein kluger taktischer, jesuitischer Schachzug.

Anselm Grün für Evangelikale?

Seine Lebenshilfen im Licht der Bibel Von Thorsten Brenscheidt, Uhldingen Der Benediktinermönch Anselm Grün gehört nicht nur in der katholischen Welt zu den meistgelesenen Buchautoren. Neben den evangelischen bieten auch einige evangelikale Buchhandlungen seine zahlreichen Bestseller an. Und sogar evangelikale Zeitschriften verbreiten die überaus beliebten Lebenshilfen von Anselm Grün. Er will den Menschen von Herzen helfen, sie aufrichten in ihrem Selbstwert, in der Überwindung von Angst und Sorge und sie positiv beraten. Grün plädiert für Gelassenheit und Vertrauen und ruft vereinzelt entgegen eines Wellness- und Genuss-Christentums auch zur Verantwortung auf: „Wir sind nicht einfach nur da, damit es uns gut geht. Wir tragen Verantwortung für diese Welt. Adventliches Warten ist keine Flucht. Es will uns vielmehr sensibel machen, dass jeder seine persönliche Verantwortung hat für den Bereich, den Gott ihm zugedacht hat.“ Doch ist der allseits geschätze und gefragte Autor eine Alternative für Glaubens- und Lebensfragen bei Evangelikalen? Was glaubt und verkündigt Anselm Grün? Aus welcher Quelle schöpft er? Da seine Bücher bereits 2009 eine Gesamtauflage von über 15 Millionen Exemplaren erreicht haben und in über 30 Sprachen übersetzt wurden, ist sein Einfluss nicht zu unterschätzen … (Weiterlesen unter http://www.brenscheidt.eu/brenscheidt-anselmgruenfuerevangelikale.pdf)

ProChrist 2013: Grundsätzlich immer noch alles beim Alten von Dirk Noll

veröffentlicht auf Facebook Habe die Veranstaltung am Mittwoch gesehen. Mir ist dabei folgendes aufgefallen: Zum einen, dass Parzany nicht mehr die ganzen Begriffe aus der Psychologie verwendet hat, wie “du wirst das Gefühl des Angenommenseins bekommen”, “du wirst innerlich stabil werden” , “dein Seele wird wieder aufgepeppelt und die wirst wieder auf die Beine gestellt” etc. Stattdessen benutzt er biblische Begriffe. Vielleicht hat er hier eine gewisse Korrektur angenommen. Kritik hat er ja dafür aus dem konservativen Lager zu Hauf bekommen. Zum anderen, dass er weiterhin, die Bibel als Gottes Wort bezeichnet, Jesus als den Sohn Gottes, an der Auferstehung Jesu festhält und auf das Kreuz hinweist, an dem Jesus Christus gestorben ist. Als Parzany 1995 zum ersten Mal bei ProChrist sprach, war er einer der modernsten Verkündiger. So hat sich das Blatt nun gewendet. Denn jetzt muss man ihn als einen der konservativeren Leute in der Evangelischen Allianz ansehen, denn vom Mainstream der Allianz werden ja mittlerweile Wort Gottes, das Kreuz Jesu und die Auferstehung verworfen. Leider hat er das Grundproblem seiner Verkündigung noch nicht bemerkt: Das Evangelium ist die Botschaft von der Errettung des Sünders. Daran redet er konsequent dran vorbei. (Weiterlesen unter www.betanien.de/verlag/material/ProChrist2013.pdf)

Quelle: BETANIEN-NACHRICHTEN März 2013

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