Papst Franziskus und das Geheimnis der Gesetzlosigkeit (Richard Bennett übersetzt von Georg Walter) / Kommentar: Quo vadis, “Allianz”? (Siegfried Schad)

Quo vadis, “Allianz”? (Siegfried Schad)

Wikipedia: [Eine Allianz (v. französ.: alliance; zu altfranzös.: aleier „sich verbinden“) ist

  • eine Vereinigung oder Interessengemeinschaft (etwa von Organisationen) …
  • (veraltet) eine Ehe …

Es ist schon sehr vieles zusammengetragen worden, so wie im nachfolgenden sehr interessanten Artikel von Richard Bennett, dass den wahren Charakter der katholischen Kirche aufzeigt und doch beschäftigt mich in diesem Zusammenhang immer nur eine Frage nachhaltig: Wo marschieren die Evangelikalen, die Allianz der Reformierten, die Deutsche Evangelische Allianz hin? Quo vadis, “Allianz”?

Verzeiht meine Deutlichkeit – die Antwort lautet: Der eingeschlagene ökumenische Weg führt direkt zu dem “Bett der Hure” – der Kirche des Abfalls, nach Rom!

Ich habe in Artikeln der vergangenen Tage mehrfach beklagt, dass die sogg. Vertreter des Evangelikalismus zu gesellschaftsverändernden Gesetzen der Homosexualisierung schweigen, einfach keine Stellung beziehen wollen, sich aber jedoch gleichzeitig in der heuchlerischen Selbstdarstellung ihrer Medien als die Bewahrer des Christentums feiern möchten. Wir lesen bei IDEA-Spektrum und gleichgeschalteten Publikationen die eitle Selbstbeweihräucherung z.B. über die aktuelle Bedeutung des (weichgespülten) Pietismus und, und, und … immer wieder die gleiche Lobhudelei der Claqueure dieser Presse als Lord-Siegel-Bewahrer des Christentums – gleichzeitig aber ein ohrenbetäubendes Schweigen zu empörenden Vorgängen bei denen wahre Christen ihre Stimme erheben sollten und wohlwollende Worte an die Adresse Roms.

Heute fand ich dann doch noch einen IDEA-Bericht (siehe hier) zu den Gesetzesvorstössen von Volker Beck und frage: Klingt so Empörung, klingt so der Protest der Evangelikalen, ist das alles was ein solches Organ zu diesen unerhörten Vorgängen zu sagen hat? Gleich auf der Startseite von IDEA-Spektrum-Online allerdings befindet sich heute ein Thema, dass noch vor Jahren pünktlich zu den Oster- und Weihnachtsfeiertagen eine Domäne des säkularen, links-liberalen Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL war: Die Fundamentalismusdebatte. Das ist die grosse Besorgnis der “Evangelikalen” dieser Tage: der christliche Fundamentalismus! (siehe IDEA-Artikel hier).

Das Anliegen meines Blogs ist sicherlich nicht ätzende Kritik zu verbreiten und diese selbstzufrieden als angemessenen Beitrag stehen zu lassen, bitte lesen Sie noch einmal was auf der Startseite steht: “Der Ruf an die Gemeinde Christi – vor dem grossen Abfall” … und ich muss bereits dringlichst hinterfragen, ob nicht schon angesichts der gewaltigen Paradigmenwechsel im Evangelikalismus die sich vor unseren Augen vollziehen, der Titel aus zwingenden Gründen lauten müsste “während des grossen Abfalls”?

Fazit: Angesichts dieser gewaltigen Veränderungen im Evangelikalismus, angesichts der Aufgabe sämtlicher evangelikaler, reformierter Positionen, angesichts der Ökumenebestrebungen ist es Pflicht für uns Gläubige, Geschwister davor zu warnen diese Trends in ihren Gemeinden und ihrem Umfeld zu ignorieren. Ja, es ist sicherlich unbequem, danach hat man womöglich weniger Freunde als vorher – u.U. sogar Feinde –  und dennoch müssen wir unseren HERRN JESUS stets bezeugen und vor dem religiösen System des Abfalls warnen, dem die Mehrheit der sogg. Evangelikalen bereits mit grossen Schritten unkritisch bis blind hinterher eilt.

pa

Papst Franziskus und das Geheimnis der Gesetzlosigkeit (Richard Bennett übersetzt von Georg Walter)

(Quelle: distomos.blogspot.de Richard Bennett übersetzt von Georg Walter)

Während Papst Franziskus die Weltbühne betritt, fragen sich viele Menschen, wie er allgemein akzeptiert werden wird. Die liebenswürdige Aura von Johannes Paul II. ist vielen noch im Gedächtnis, und auch die Defizite von Benedikt XVI. sind noch gegenwärtig. Noch wichtiger ist in Anbetracht der hohen Position des Papstes in der Welt die Frage, ob dieser neue Papst das Papsttum verändern wird. Tatsache bleibt jedoch, dass dem Papstamt seit dem frühen 19. Jahrhundert eine Richtung gegeben wurde, die kein Papst wieder rückgängig machen kann. Warum verhält sich dies so?

Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit nimmt seinen Anfang

Im Jahre 330 n. Chr. verlegte Kaiser Konstantin den Sitz des Römischen Reiches von Rom nach Konstantinopel. In jener Zeit hatte er das Dekret erlassen, welches das Christentum zur Religion des römischen Imperiums machte; Konstantin erhoffte sich, durch die Anerkennung des Christentums eine neue einigende Kraft freizusetzen, die das auseinanderbrechende Kaiserreich vor dem Zerfall bewahren sollte. Die Organisation der neuen „Staatsreligion“ erfolgte in starker Anlehnung an das Vorbild des Militärs im Römischen Reich und wurde in vier Hauptbereiche eingeteilt, wobei über jeden der Bereiche jeweils ein Haupt gesetzt wurde. Der einfache Glaube der Urgemeinde wurde ohne Verfolgung kraftlos, so dass die Gemeinde in Rom im 5. Jahrhundert nicht länger eine Gemeinschaft von Gläubigen unter Christus Jesus war. Vielmehr war sie Teil einer Institution geworden, die von Hierarchien dominiert wurde, unter denen der Bischof von Rom letztlich die höchste Macht für sich beanspruchte.

Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit manifestiert sich

Die Schrift spricht vom „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“.[1] Diese Form von Gesetzlosigkeit entwickelte sich in der Kirche allmählich, indem das imperiale Römische Reich in das Heilige Römische Reich umgestaltet wurde. Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit war in Form des „Menschen der Sünde“ über acht Jahrhunderte lang greifbar. Die Reformatoren und die allgemeine Bevölkerung des Heiligen Römischen Reiches im 16. Jahrhundert  haben es indessen erst erkannt, als das Evangelium und die Bibel wieder zu ihrem Recht kamen.

Das Resultat allen Glaubensabfalls ist die „Verführung der Ungerechtigkeit“ (2Thess 2,10). Solch ein Abfall ist charakterisiert durch Heuchelei und Verführung, obgleich er als gerecht und heilig erscheint; er zielt darauf ab, selbst die Auserwählten zu verführen, sofern dies möglich wäre. Über Jahrhunderte beanspruchte der Papst Titel wie „Heiliger Vater“ und „Stellvertreter Christi“[2], was in uneingeschränktem Sinne die Definition des Antichristen erfüllt, wie der Apostel Johannes sie überliefert hat: „Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.“[3] Der Pontifex, der diese Titel für sich selbst in Anspruch nimmt, leugnet die Herrscherwürde und Ehre, die alleine dem Vater und dem Sohn gebühren.

Ein weiteres Merkmal des „Menschen der Sünde“ ist, dass er im Tempel Gottes sitzt und sich als Gott ausgibt. Seit der Auferstehung Jesu Christi und der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahre 70 n. Chr. geht aus der Schrift klar hervor, dass es die wahren Christen sind, die den Tempel Gottes bilden.[4] Die Christen sind über die ganze Welt zerstreut. Während der Papst wahre Christen als Schismatiker (Schisma: Abspaltung) bezeichnet, weil sie nicht „seiner“ Kirche angehören, sagt er von sich selbst, das Haupt der Kirche Jesu Christi auf Erden zu sein, und stellt sich selbst unter den Bezeichnungen Heiliger Vater und Stellvertreter Christi zur Schau.

Kaiser Justinian I., mehr als jeder andere, war derjenige, der im 6. Jahrhundert die Vorherrschaft des Bischofs von Rom einführte. Er tat es auf legale und in einer formalen Weise, indem er selbst religiöse Angelegenheiten unter das Zivilrecht stellte. Le Roy Edwin Froom fasst zusammen: „Justinian I. (527-565) war der größte aller Herrscher des Römischen Reiches im Osten … Seine große Errungenschaft war die Regelung kirchlicher und theologischer Angelegenheiten, die ihren Höhepunkt in einem kaiserlichen Dekret erreichte, das den Bischof von Rom zum ‚Haupt aller heiligen Kirchen‘ machte und so die legale Grundlage für das Primat des Papstes über die Kirche schuf.“[5]

Justinians Dekret schuf nicht das Amt des Papstes, aber es legte die legale Grundlage dafür, dass die Bischöfe Roms über Zivilmacht verfügen konnten. Bald wollten die Bischöfe Roms herrschen wie Könige. Es geschah genau das, wovor der Herr gewarnt hatte: „Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Heidenvölker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber nennt man Wohltäter.  Ihr aber sollt nicht so sein; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Führende wie der Dienende.“[6]

Vitalian, der Bischof von Rom von 657 – 672 n. Chr., war tatsächlich die erste Person, die mit dem Titel „Papst“ angesprochen wurde. In Latein wurde er „Papa Vitalianus“ genannt, d. h. Papst Vitalian.[7] Es dauerte eine Weile, bis der Papst von Rom seine vom Staat verliehene Macht über die Bischöfe von Europa und Großbritanniens ausübte. Zum Beispiel, selbst in Norditalien im Jahre 800 n. Chr. erkannte der Bischof von Turin, Claude, die Autorität des Bischofs von Rom nicht an.[8]

Das Papsttum erstarkt durch Zivilmacht

Vom 4. bis zum 8. Jahrhundert wurde die Macht des Papstes dadurch gestärkt, dass der Papst Verträge mit den Kaisern des alten Römischen Reiches schloss. Gewiss gab es in diesen Jahrhunderten Evangelisation mit dem wahren Evangelium in diesen Gebieten. Allerdings unterschied sich die Religion derer, die noch Heiden waren, kaum von der Religion des Papstes und wurde daher leichter akzeptiert als das Evangelium. Hinzu kam, dass die französischen Könige im 8. Jahrhundert den Papst gegen die Sarazenen und Langobarden unterstützten und Päpsten in diesem Jahrhundert Herrschaftstitel über die Städte verliehen, die sie gegen die Sarazenen und Langobarden verteidigten oder zurückeroberten. Als Belohnung krönte Papst Leo III. am 25. Dezember 800 n. Chr. Karl den Großen und verlieh ihm den Augustustitel („Mehrer des Reiches“). Dies war der Anfang des Heiligen Römischen Reiches, welches von nun an ständig in Streitfragen über die legalen Grenzen der Rechtsprechung des jeweiligen Souveräns verstrickt war: zwischen dem Papst auf der einen Seite und dem Kaiser auf der anderen Seite. Diese Fragen konnten nur durch die Ereignisse der Geschichte entschieden werden.[9]

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts begann das Papsttum als Haupt der Staatsreligion damit, das Volk durch die Inquisition ihren unbiblischen Lehren zu unterwerfen, indem es sich der Zivilmacht bediente. Diese päpstliche Tötungsmaschinerie war 6 Jahrhunderte lang unermüdlich im Einsatz und ist mit dem Blutvergießen durch Stalin, Mao Tse Tung, Pol Pot und anderen Diktatoren des 20. Jahrhunderts vergleichbar. Auf diese Weise gewann das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, die vom Staat verordnete römisch-katholische Kirche mit ihrem Papstamt, im Mittelalter an Stärke und an ziviler Macht. Es hat sich Reichtümer, Ländereien und Einfluss durch die Inquisition und andere grausame, unethische und völlig unbiblische Methoden verschafft – Mord und Diebstahl eingeschlossen.

Die Reformation ermöglicht die Moderne

Im Jahre 1547 war der Abfall der Kirche Roms auf einem Höhepunkt angelangt, als sie auf dem Konzil von Trient erklärte: „Wer behauptet, der freie Wille des Menschen wirke, wenn er von Gott bewegt und geweckt wird, zu seiner Bereitung und Zurüstung für den Empfang der Rechtfertigungsgnade nichts mit, indem er dem weckenden und rufenden Gott zustimmt…, der sei ausgeschlossen… „[10]

Vom 6. Jahrhundert bis zur Reformation im 16. Jahrhundert hatte das Geheimnis der Gesetzlosigkeit große politische Macht und weltlichen Reichtum erlangt. Nichtsdestotrotz konnte die mörderische Inquisition des Papsttums die Ausbreitung der Reformation in Nordeuropa, England, Schottland und in den skandinavischen Ländern nicht aufhalten. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Tausende von bibelgläubigen Menschen erbarmungslos verfolgt. Unter Gottes Vorsehung konnten viele von ihnen in die neue Welt nach Amerika entkommen, ein Land, welches durch die Reformation geboren wurde.

Im Jahre 1648 beendete der Westfälische Friede[11] den Dreißigjährigen Krieg zwischen der katholischen Kirche und den lutherischen und calvinistischen Fürsten.[12] Vor allem hatte die Reformation die absolute Autorität des ge-schriebenen Wortes Gottes, der Bibel, wiederhergestellt.[13] Als das Evangelium der Gnade seinen Siegeszug an-getreten hatte und die Bibel in den jeweiligen Landessprachen allen zugänglich war, waren die zivilen Regierungen gezwungen, sich zu verändern, weil sich die Religion vieler Menschen verändert hatte. So wurde beschlossen, dass jede Nation souverän sein sollte; es existierte fortan kein Heiliges Römisches Reich mehr, dem sich souveräne Nationen beugen mussten. Als diese Vorstellungen durch Verträge Gestalt annahmen, war die Zeit der Moderne angebrochen. Ein so monumentaler Wandel wie die Zerstörung des Heiligen Römischen Reiches hätte im Grunde das Ende der katholischen Kirche bedeuten müssen. Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, Herz und Seele des Papsttums, war indessen noch nicht am Ende.

Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit und der moderne Nationalstaat

Im Jahre 1798, nach der Absetzung von Papst Pius VI. durch einen Generalstabschef der Armee Napoleons,[14] schien es so, als ob dem Papsttum als Institution endgültig der Todesstoß versetzt worden wäre und auch das Heilige Römische Reich sein Ende gefunden hätte. Dies war nicht der Fall. Vielmehr reorganisierte sich das Papsttum im 19. Jahrhundert erneut. Wahr ist, dass das Papsttum seine zivile Macht verloren hatte und nicht länger über einen offiziellen zivilen Status in den modernen Nationalstaaten verfügte. Allerdings hatte es sich seine sichtbaren institutionellen Strukturen, seine Infrastruktur und die Jesuiten bewahrt sowie seine religiösen Rituale, sein falsches Evangelium, seine Traditionen, sein Priestertum und seine Laien. All dies blieb unangetastet und lief reibungslos weiter.

Nach außen hin verlor das Papsttum keine Zeit, um England in Angriff zu nehmen, das so viele starke und standhafte Puritaner im 17. und 18. Jahrhundert hervorgebracht hatte. Noch im 19. Jahrhundert gehörte England zu den Ländern, die die meisten evangelikalen Missionare in die entferntesten Teile der Welt aussandte. 1844 rief das Papsttum durch John Henry Newman die Oxford Bewegung ins Leben, um die Church of England (Anglikaner) wieder unter die Kontrolle der katholischen Kirche zu bringen. Die Strategie bestand darin, die Lehren des Evangeliums und die großen Glaubenslehren der Bibel allmählich zu verwässern und diese durch Rituale und persönliche Zeugnisse zu ersetzen. Wenn dem Papsttum dies gelänge, könnte England wieder katholisch werden.

Nach innen hin, um den gewöhnlichen Katholiken zu beherrschen, erklärte das Papsttum im Jahre 1854, dass Maria unbefleckt gezeugt worden war.[15] Mit seiner erhöhten Maria hatte das Papsttum eine alternative „sichtbare“ Repräsentationsfigur geschaffen, die die katholischen Gläubigen im Gebet vereinen konnte. Die Aufmerksamkeit der Gläubigen wurde auf diese Weise abgelenkt von dem „unsichtbaren“ Herrn Jesus Christus und seinem geschriebenen Wort. Ohne Christus und sein Wort konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Katholiken jedenfalls an erster Stelle auf das sichtbare Bild der Maria und machten es zum Zentrum ihrer Gebete.

Überdies, Papst Pius IX. wirkte entscheidend am Dogma der „Unfehlbarkeit des Papstes“ mit.[16] Mit bemerkenswertem Einfallsreichtum wurde diese Lehre im Zuge des Ersten Vatikanischen Konzils  1870 zum Dogma erhoben[17] – eine Absurdität, die nicht nur gegen die Schrift gerichtet ist, sondern auch im Lichte historischer Fakten unhaltbar ist, da die römisch-katholische Kirche selbst viele Päpste zu Häretikern erklärte. Diese Lehre in den Händen herrschender Päpste konsolidierte diktatorische Macht, die bis dahin in der katholischen Kirche unbekannt war. Die folgenden Päpste reorganisierten das Papsttum intern durch das römisch-katholische Kirchengesetz, dem Kodex des kanonischen Rechts (Codex luris Canonici, CIC) aus dem Jahre 1917.

Der Vatikan erlangt zivilen Status in der modernen Ära

Die scheinbar tödliche Verwundung aus dem Jahre 1798[18] wurde 1929 geheilt, als der Vatikan unter Mussolini als souveräne Zivilmacht wieder anerkannt wurde, bekannt als Heiliger Stuhl, die Vatikanstadt, die sich geographisch in Rom auf sieben Hügeln befindet. Das Konkordat mit Mussolini war nur der Anfang vieler ziviler Konkordate, eines der bekanntesten war das Konkordat zwischen Papst Pius XII. und Adolf Hitler.[19] Folglich hatte das Papsttum innerlich seine Macht durch den Kodex des kanonischen Rechts im Jahre 1917 und äußerlich durch die Konkordate mit verschiedenen Nationen gesichert. Folglich verfügt der Vatikan über eine wachsende Zivilmacht, auf die er sich stützen kann – denn die eigenen Gläubigen leben in den meisten souveränen Staaten in der Welt, welche der katho-lischen Kirche gestatten, ihre Mitglieder im katholischen Glauben zu unterweisen. Dies ist eine doppelt gesicherte Schnur. Der einzelne Katholik, der um sein Heil fürchtet und in erster Linie seiner „heiligen Mutterkirche“ verpflichtet ist, wird zu einer gefügigen Marionette in der Hand des Papsttums.

Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit verfolgt einen strategischen Wandel

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) erklärte formal einen strategischen Wandel des Papsttums in Bezug

auf die Vereinigung der Protestanten unter dem Katholizismus sowie der Einverleibung anderer Religionen in die katholische Kirche. So ließ das Konzil die Position der „Trennung von anderen Religionen“ fallen, um zu einem allumfassenden Ökumenismus überzugehen, nicht nur mit den Religionen der Welt, sondern mit den Bibelgläubigen im Besonderen. „Getrennte Brüder“ war der neue Begriff für diese Bibelgläubigen, die man zuvor als Häretiker bezeichnete. Islam, Buddhismus und Hinduismus wurden bis dahin als heidnische Religionen bezeichnet, um nun als Religionen akzeptiert zu werden, die enthalten, was „wahr und heilig“ ist.[20] Diese neue Auffassung wurde von der katholischen Kirche geschaffen, um die Welt für sich zu gewinnen, in erster Linie durch Dialog. Das Konzil formulierte seine Regeln und Ziele des Dialogs, die sorgfältig in dem post-konziliaren Dokument Nr. 42 über Ökumene verfasst wurde. Darin heißt es: „Der Dialog ist kein Ziel in sich selbst … es geht nicht nur um eine akademische Diskussion.“[21] Vielmehr dient der „ökumenische Dialog dazu, die Art und Weise des Denkens, Handelns und des alltäglichen Lebens dieser [nicht-katholischen] Gesellschaften zu transformieren. In diesem Sinn zielt er darauf ab, sie auf die Einheit des Glaubens im Schoß der einen und sichtbaren Kirche vorzubereiten.“[22]

Anders als der Leib Christi, der seine Einheit in Jesus Christus findet, strebt die katholische Kirche eine Einheit an, die eine äußerliche, sichtbare Einheit ist und die durch das Zivilgesetz durchgesetzt werden kann – wie das „Kompendium der Soziallehre der Kirche“ verschleiert zum Ausdruck bringt.

Die offizielle Position des Papstes ist, dass „die ökumenische Begegnung nicht nur eine individuelle Aufgabe ist, sondern auch eine Aufgabe der Kirche Roms, die Vorrang hat vor allen individuellen Meinungen.“[23] Das Papsttum geht davon aus, dass dieser Prozess des Dialogs Zeit in Anspruch nehmen wird. Das deutlich zum Ausdruck gebrachte Ziel der römisch-katholischen Kirche ist es, alle „christlichen Kirchen“ unter ihrer Autorität zu vereinen. „… Stück für Stück, in dem Maße wie die Hindernisse für eine vollkommene kirchliche Gemeinschaft überwunden werden, werden alle Christen sich in der gemeinsamen Eucharistiefeier [die katholische Messe] vereinen, in der einen und einzigen Kirche … Wir sind überzeugt, dass diese Einheit in der katholischen Kirche zu finden ist als etwas, das niemals verloren gehen kann.“[24]

Papst Johannes Paul II., von dem man anfänglich annahm, er sei liberal und modern, konsolidierte die diktatorische Macht, die man ihm durch den Kodex des kanonischen Rechts aus dem Jahre 1917 übertragen hatte sowie durch seine angebliche Unfehlbarkeit durch das Erste Vatikanische Konzil. Johannes Paul II. erreichte dies, indem er den Kodex des kanonischen Rechts revidierte und ihn noch konservativer machte, als er schon war, und indem er mit Bedacht nur neue Bischöfe ernannte, die auf seiner Linie waren.

Wie ein weiterer Hildebrand (Hildebrand von Soana wurde als Papst Gregor VII. als Reformpapst im 11. Jahrhundert bekannt) war Johannes Paul II. entschlossen, Strukturen sowohl durch die Kirche als auch durch die Zivilmacht zu schaffen, durch welche das Papsttum zu gegebener Zeit erneut Macht und Autorität unter den Nationen ausüben kann. Es war auch Papst Johannes II., der große Anstrengungen unternahm, die Gesetze der römisch-katholischen Kirche auf einen neuen Stand zu bringen. Seit den Tagen Hildebrands haben Päpste die Not-wendigkeit erkannt, eiserne, unflexible Kirchengesetze zu erlassen, bevor sie über ihre Untertanen herrschten oder Nichtkatholiken mit Zwang gefügig machten. 1983 wurde die revidierte Fassung des Kodex des kanonischen Rechts durch Johannes Paul II. dem katholischen Recht hinzugefügt. Zum Beispiel, „die Kirche hat ein ihr eigenes und legitimes Recht, Zwang gegen alle christlichen Gläubigen auszuüben, die gegen das Gesetz verstoßen, und gegen diese strafrechtliche Sanktionen zu verhängen.“[25]

Die Untersuchung dieser Gesetze macht deutlich, dass diese noch absoluter und totalitärer sind als die Gesetze aus der Vergangenheit. Wenn jemand seinen Intellekt oder Willen dem Papst nicht unterwerfen will oder Dogmen des Papstes verwirft, kann er durch das Kirchenrecht streng bestraft werden. Zum Beispiel, Canon 1312 Paragraph 2 führt aus: „Das Gesetz kann andere sühnende Strafen erlassen, die dem Gläubigen geistliche wie zeitliche Güter vorenthält und die mit dem übernatürlichen Ziel der Kirche vereinbar sind.“[26]

Geheimnis der Gesetzlosigkeit: Machtspiele in der postmodernen Ära

Die römisch-katholische Kirche gibt sich nicht damit zufrieden, lediglich über ihre eigenen Gläubigen zu herrschen. Heute, mit dem Anbruch der postmodernen Ära, ist die Globalisierung[27] die vorherrschende Vorstellung dieser Zeit, eine Zeit, worauf sich das Papsttum im 19. und 20. Jahrhundert vorbereitet hatte. Das „Kompendium der Soziallehre der [katholischen] Kirche“, das unter Papst Leo am Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde, ist ein Katalog katholischer Gesetze. Es legt die päpstlichen Auffassungen und Strategien dar, um die gegenwärtige zivile und politische Welt zu restrukturieren und um die Anwendung der katholischen Gesetze auf alle Menschen dieser Welt auszudehnen. Zum Beispiel, das Kompendium erklärt, dass alle Menschen weltweit Teil des „Gemeinwohls“ sind. Jeder hat Anteil am Gemeinwohl und jeder kann etwas zum Gemeinwohl beitragen. Das Kompendium ruft alle zu „Fairness, Gleichheit, sozialer Gerechtigkeit, ökonomischer Gerechtigkeit, usw.“ auf; dies bedeutet, dass jeder verpflichtet ist, seinen Besitz mit anderen zu teilen, wer auch immer diese aus der Sicht des Staates sind, ganz gleich ob er mit diesem Standpunkt einverstanden ist oder nicht. Für eine bestimmte Zeit werden diejenigen, die eine unzeitgemäße und widerstrebende Haltung einnehmen, geduldet; schließlich muss man diese Personen zur Teilnahme zwingen.[28]

Sowohl Johannes Paul II. als auch Benedikt XVI riefen dazu auf, neue politische Strukturen in der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu schaffen. Ein neues politisches Gremium, das völlig autonom agiert und alle Mitglieder selbst ernennt, sollte Gesetze erlassen, welche die Nationalstaaten der UNO umsetzen sollten. Mit anderen Worten, es handelt sich um ein neues souveränes Weltimperium, in dem die Nationalstaaten lediglich die Gesetze durchsetzen, die sie von einer höheren, nicht gewählten Körperschaft empfangen. Alle Güter, alle Ressourcen und alles Eigentum jeglicher Art würde von der UNO verwaltet werden. Mit einem Wort, das Papsttum strebt nach einer total zentralisierten Weltregierung, in welcher die römisch-katholische Kirche die moralische und juristische Autorität besitzt. Zu diesem Zweck hat die Kirche Roms zunehmend beherzter auf allen öffentlichen Foren sowohl national wie international ihre Agenda vorgestellt, wie die zivile, säkulare Welt neu geordnet werden soll. Ganz gleich was für eine Art von Person Papst Franziskus nach außen hin abgibt, er wird dieses zentrale Anliegen des Papsttums nicht verlassen.

Das Kompendium wird ständig auf den neuesten Stand gebracht, indem Informationen gesammelt, abgeglichen und den einzelnen Katholiken vermittelt werden. Die meisten Katholiken haben die Agenda, die hinter diesem Wandel steht, nicht verstanden. Dennoch ist es die Pflicht jedes Katholiken, das Denken in seiner jeweiligen Gesellschaft zu verändern und auf Linie mit dem päpstlichen Verständnis von Kirche und Zivilregierung zu bringen.[29] In den 50 Jahren seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist es ergebenen katholischen Laien sehr erfolgreich gelungen, die katholische Soziallehre wie ein Trojanisches Pferd in alle möglichen religiösen, politischen und sozialen Gruppierungen einzuschleusen. Die Evangelikalen haben sich größtenteils geehrt gefühlt, ihren Beitrag dazu zu leisten.

Seit nahezu 70 Jahren wurde die katholische Soziallehre im politischen Mainstream populär gemacht. Hören Sie auf die heutigen Signalworte, die nicht von Moslems, Hindus oder Buddhisten, sondern von der katholischen Kirche geprägt wurden: Umverteilung von Wohlstand, soziale Gerechtigkeit, ökonomische Gerechtigkeit, Würde des Menschen, Allgemeinwohl, Fairness, Recht auf Leben, Nahrung, Kleidung, Schutz, medizinische Versorgung, Bildung und Arbeit. Die katholische Soziallehre wird weltweit von einzelnen Katholiken oder katholischen Gruppierungen verbreitet, indem der Evangelisierung die aktuellsten Neuheiten des Papstes beigemischt werden. Das Papsttum sagt, dass dies die Hauptaufgabe der katholischen Laien ist. Folglich hat das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, das sich in der Institution der katholischen Kirche und ihrem Papsttum manifestiert, im letzten Jahrhundert erfolgreich seinen Platz in den öffentlichen Regierungen erobert und überall in öffentlichen Foren seine unbiblischen Vorstellungen verbreitet. Diese Vorstellungen sollen in diabolische und ungerechte Gesetze gegossen werden, um diejenigen zu versklaven, die unter diesen Gesetzen leben sollen. Utopien, Sozialismus, Kommunismus, Totalitarismus – all dies sind die Kinder päpstlichen Lehrens und Handelns. Auf diese ungöttlichen Auffassungen trifft man im Kompendium als einem integralen Bestandteil der katholischen Soziallehre.

Unter dem zivilen Titel Heiliger Stuhl verfügt die katholische Kirche über viele Botschafter in vielen Nationen. Der Vatikan lehnt es ab, ein Teil der UNO zu sein und sich ihr zu beugen, und nimmt lieber den Platz als Beobachter statt als Mitglied ein. Der Heilige Stuhl hat ferner in vielen anderen internationalen Organisationen Beobachterstatus. Darüber hinaus verfügt die Kirche Roms über eine funktionsfähige Infrastruktur in den meisten Ländern dieser Erde. Folglich ist sie in einer ausgezeichneten Ausgangslage, um sich die aufkeimende Vorstellung der Globalisierung in jedem Lebensbereich zunutze zu machen. Die Kirche Roms, mit ihrer „fünften Kolonne“ in allen Nationen [Fünfte Kolonne: heimliche, subversiv tätige Gruppierungen, deren Ziel der Umsturz einer bestehenden Ordnung ist], ist in der Lage, das Evangelium zu verändern, Wahrheiten der Schrift als irrelevant oder falsch darzustellen und bibelgläubige Menschen von der Liebe zur Wahrheit abzuwenden. Warum sollte sie davor Halt machen, einmal mit den Menschenseelen Handel zu treiben, indem sie sich mit den modernen Führern von Nationen einlässt um der Herrlichkeit der eigenen Macht willen?

Schlussfolgerung

Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit entstand im imperialen Römischen Reich und überlebte den Untergang dieses Reiches. Im Jahre 537 n. Chr. schuf Justinian die legale Grundlage für die Kirche Roms, um zivile Macht an sich zu reißen, was sie im Laufe der Jahrhunderte tat. Ihre irdische Macht wurde durch die Bibel und das Evangelium während der Reformation im 16. Jahrhundert aufgehalten. Sie wurde in Schach gehalten durch die Puritaner des 17. und 18. Jahrhunderts. Nichtsdestotrotz überlebte die Kirche Roms den Untergang des Heiligen Römischen Reichs, um im 20. Jahrhundert ein souveräner Nationalstaat zu werden. Heute ist sie einer der wichtigsten Institutionen im postmodernen Machtspiel.

Derzeit ist Papst Franziskus das sichtbare Haupt der römischen Kirche; aber das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirkt noch immer hinter dem Thron. Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist nichts weiter als die satanische Täuschung des Geheimnisses der Gottesfurcht. Die Schrift sagt: „Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.“[30]

Das „Geheimnis der Gottesfurcht“ ist die große Offenbarung Gottes, die ihren Höhepunkt in der Person Christi hatte. So erklärt die Schrift: ” Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.“[31]

Wenn wir die Macht, Weisheit und Güte des Vaters betrachten, erkennen wir auch die Macht, Weisheit und Güte des Herrn Jesus Christus; denn als Mittler hat auch er die Natur und Eigenschaften Gottes selbst. Der Herr Jesus Christus alleine kann die Herzen sättigen. Es gibt absolut kein kirchliches System, das einem Herzen den Frieden bringen kann. Nur unsere persönliche Beziehung zu unserem Herrn kann unser Herz wahrhaft erfüllen. Sein Wort drückt es so aus: „Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden.“[32] Wie trivial und nichtig sind die Versprechungen des päpstlichen Systems verglichen mit dem Herrn Jesus Christus, der „hervorragend ist unter Zehntausend!“[33]

Hätte es nicht die Wiederentdeckung der absoluten Autorität der Bibel allein und des Evangeliums der Gnade allein zum Heil während der Reformation im 16. Jahrhundert gegeben, wäre das Geheimnis der Gesetzlosigkeit möglicherweise noch immer unentdeckt. Trotz der Tatsache, dass das Geheimnis der Gesetzlosigkeit in der Welt derart um sich greift, überführt der Heilige Geist noch immer einzelne Menschen von ihrer Sünde vor dem heiligen Gott und leitet sie zur Buße, die ins ewige Leben in Christus Jesus führt. „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“[34] Der wahre Gläubige wird „begnadigt in dem Geliebten. In ihm hat er die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade.“[35] Die erschreckenden Worte des Herrn in Matthäus 7,21 sollten jenen nachgehen, die ihr ganzes Leben damit verbracht haben, einem religiösen System Glauben zu schenken: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“

Keine Person, die nichts weiter tut, als die Autorität Christi zu befürworten, Christi Göttlichkeit für wahr zu halten und seine Vollkommenheit und den unendlichen Segen seines Erlösungswerks formal zu bekennen, wird irgendeinen Anteil an Gott in der Herrlichkeit haben, sondern nur derjenige, der den Willen des Vaters tut. Der Herr hat es auf den Punkt gebracht, als er sagte: „Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“[36] Und auch Paulus und Silas verkündeten: „Glaube an den Herrn Jesus Christus, und du und dein Haus werden errettet werden.“[37] Die Gottesfurcht Jesu Christi steht ebenso fest wie sein Ruf an uns. Bevor Sie weitere Fragen stellen: Haben Sie das Geheimnis der Gottesfurcht geschmeckt? Jesus Christus persönlich zu kennen, bedeutet die ewigen Arme des allerheiligsten Gottes zu kennen. Ruft Ihr Herz und Ihre Seele zu ihm: „Abba, Vater“?[38] Das Wasser des Lebens wird Ihnen in der Fülle der Gnade angeboten, die alles Böse der Sünde weit übersteigt. Darum ruft der Herr durch die Schrift: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“[39]

Wenn ein überführter Sünder durch Gnade allein, aus Glauben allein, an Jesus Christus allein als seine einzige Gewissheit und seinen einzigen Zufluchtsort vor dem allheiligen Gott glaubt, dann wird er nicht nur frei von Sünde, sondern er „wird im Leben herrschen … Denn wenn infolge der Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft kam durch den einen, wie viel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen.“[40] Diejenigen, die die Fülle der Gnade durch Christus empfangen, werden nicht nur von der Herrschaft des Todes erlöst, sie leben und herrschen mit Christus und werden täglich durch sein Wort und seinen Geist geheiligt in der ständigen Gemeinschaft mit ihm. Mit Christus werden sie ewig herrschen und ihn in alle Ewigkeit verherrlichen. Glaube an Christus allein, und du wirst in ihm sicher sein „zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.“[41] Dann wirst du das „Geheimnis der Gottesfurcht“ schauen. „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“[42]

Mit freundlicher Genehmigung von Richard Bennett.

Richard Bennett, Pope Francis Elected, Mystery of Iniquity Moves On.

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[1] 2Thessalonicher 2,7b.

[2] Aus dem Lateinischen Vicarius Christi, was bedeutet, dass eine Person den Platz Christi einnimmt oder an seiner Stelle handelt; ein Ersatz.

[3] 1Johannes 2,22.

[4] 2Korinther 6,16; Hebräer 3,6.

[5] Le Roy Edwin Froom, The Prophetic Faith of Our Fathers: The Historical Development of Prophetic Interpretation, Review and Herald Publishing, Washington, 1950, Vol. I, S.507-508.

[6] Lukas 22,25-26.

[7] URL: www.answers.com/topic/Pope-vitalian.

[8] Erst nach dem Tod des Bischofs Claude und nachdem die Bibel und das Evangelium verworfen wurde, wurde sein Gebiet dem Papst in Rom unterstellt. Ähnlich verhält es sich in unseren Tagen; nur durch das Verwässern des Evangeliums und durch die Abkehr von der Verkündigung des ganzen Ratschlusses Gottes konnte die römisch-katholische ökumenische Bewegung bislang gesunde Gemeinden infiltrieren. Von hier aus ist es nur ein kleiner Schritt in die neue Emerging Church Bewegung; und die Emerging Church ist einfach der Weg zurück in die römisch-katholische Schafhürde.

[9] Philip Schaff, History of the Christian Church, Hendrickson Publishers, 1885, Vol. 4, S.250-253.

[10] Henry Denzinger, The Sources of the Catholic Dogma, B. Herder Book Co., 1957, #822, Canon 12. Konzil von Trient, 6. Sitzung 1547.

[11] URL: www.milestonedocuments.com/documents/view/treaty-of-westphalia.

[12] Le Roy Edwin Froom, The Prophetic Faith of Our Fathers: The Historical Development of Prophetic Interpretation, Review and Herald Publishing, Washington, 1950, Vol. II, S.599. „… durch ihn [den Frieden von Westfalen] kamen die katholischen, calvinistischen und lutherischen Fürsten überein, sich gegenseitig zu tolerieren – innerhalb sorgfältig bestimmter Grenzen. Die Unterdrückung der Wahrheit des Evangeliums war letztlich die Folge der päpstlichen Dominanz.“

[13] Auch Jesus Christus sagte, dass die Schrift nicht gebrochen werden kann (Jo 10,35). Die Bibel zeugt selbst von ihrer Wahrheit. „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit“ (Ps 119,160). Das geschriebene Wort ist das „Wort der Wahrheit“ (Ps 119,43; 2Kor 6,7). Gott sagt über sein geschriebenes Wort: „Diese Worte sind wahrhaftig und wahr“ (Offb 21,5). Das geschriebene Wort Gottes ist unfehlbar und irrtumslos auf allen Gebieten, geistlich wie irdisch (Jo 3,12).

[14] General Louis Alexandre Berthier, Generalstabschef unter Napoleon, drang am 10. Februar 1798 in Rom ein und ernannte es zu einer römischen Republik. Er zwang den Papst, seiner zeitlichen Macht abzusagen. Der Papst weigerte sich und wurde als Gefangener nach Frankreich gebracht, wo er kurz darauf verstarb.

[15] Die meisten der anderen traditionellen Dogmen in Bezug auf Maria ruhen auf der Lehre der unbefleckten Empfängnis Marias. Superlative Anbetung Marias ist heute gängige Praxis. Im Katechismus der Katholischen Kirche heißt es im Paragraph 2677: „Wenn wir Maria bitten, für uns zu beten, bekennen wir uns als arme Sünder und wenden uns an die ‚Mutter der Barmherzigkeit‘, an die ganz Heilige.“

[16] Die päpstliche Überlieferung wird angeblich an die Leitung des Heiligen Geistes gebunden und ist im engeren Sinne Blasphemie gegen den Heiligen Geist.

[17] Papst Honorius (625-638) wurde auf dem 6. Ökumenischen Konzil (680-681) zum Häretiker erklärt. Er wurde auch von Papst Leo II. zum Häretiker erklärt sowie von jedem weiteren Papst bis ins 11. Jahrhundert. So gab es also „unfehlbare“ Päpste, die andere „unfehlbare“ Päpste zu Häretikern erklärten.

[18] Im Jahre 1798, nach der Absetzung von Papst Pius VI. durch einen Generalstabschef der Armee Napoleons, schien es so, als ob dem Papsttum als Institution endgültig der Todesstoß versetzt worden war und auch das Heilige Römische Reich sein Ende gefunden hatte.

[19] John Cornwell, Hitler’s Pope: The Secret History of Pius XII, Viking, New York, 1999, S.7: „1933 traf Pacelli in Bezug auf das Reichkonkordat auf den erfolgversprechenden Verhandlungspartner Adolf Hitler. Ihr Vertrag autorisierte den Papst, die neuen Kirchengesetze auf die deutschen Katholiken anzuwenden. Der Vertrag räumte katholischen Schulen und den Klerikern großzügige Privilegien ein. Im Gegenzug zogen sich die katholische Kirche in Deutschland sowie ihr politischer Arm im Parlament und die vielen Hundert von Vereinigungen und Zeitschriften ‚freiwillig‘ aus allen sozialen und politischen Bereichen zurück. Die Verzichtserklärung des deutschen politischen Katholizismus im Jahre 1933, die von Pacelli im Namen des Vatikan und mit Zustimmung von Papst Pius XII. erfolgte, stellte sicher, dass sich das Nazitum ohne Gegenwehr der katholischen Gemeinschaft in der Welt frei entfalten konnte…“

[20] The Conciliar and Post Conciliar Documents No. 56, Nostra Aetate, 1965, Zweites Vatikanisches Konzil.

[21] Vatican Council II Document Reflections and Suggestions Concerning Ecumenical Dialogue, S.549.

[22] Ebd., Nr.42, S.540-541.

[23] Ebd., S.545.

[24] Ebd., S.541.

[25] Code of Canon Law Latin-English ed., Canon Law Society of America, 1983, Canon 1311.

[26] Canon 1336, Abschnitt 2.

[27] Die Haltung, die Interessen der ganzen Welt über die Interessen einzelner souveräner Staaten zu stellen.

[28] Compendium, Sect. 167, 173, 177-179, 191.

[29] Ebd., Sect.83, 80; Catechism of the Catholic Church, 1994, Par. 168, 169, 181.

[30] 1Timotheus 3,16.

[31] Hebräer 1,1-3.

[32] Psalm 73,25.

[33] Hohelied 5,10.

[34] Epheser 2,8-9.

[35] Epheser 1,6-7.

[36] Johannes 6,29.

[37] Apostelgeschichte 16,31.

[38] Römer 8,15: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!“

[39] Offenbarung 22,17.

[40] Römer 5,17.

[41] Epheser 1,6.

[42] 2Korinther 5,17.

 

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