Gott sucht Herzenswerte

(Quelle: distomos.blogspot.de Georg Walter)

Herzenstransformation statt Kulturtransformation

Ich staune, wie Fritz Binde (1867-1921), Evangelist und Prediger der pietistischen Gemeinschaftsbewegung, im Grunde die Probleme von heute schon damals ansprach. Heute sprechen die Vertreter der missionalen/emergenten Richtung davon, man müsse Kultur und Gesellschaft transformieren. Doch Binde schreibt zurecht, dass der Vater im Himmel nicht die Kultur der Welt, sondern allein die Kultur des Herzens als oberste Priorität im Blick hat:

“Jede Entfernung von unserem Vater im Himmel ist zugleich Kulturverfehlung auf Erden. Ist das nicht überwältigend groß, daß der Schöpfer um das Herz seines Geschöpfes wirbt? Nicht um eine bebaute Erde, nicht um die Entstehung prächtiger Städte, nicht um das Emporblühen fleißigen Gewerbes, nicht um staatliche, politische, soziale und wirtschaftliche Bildungen und Verbindungen und ihre irdischen Erträge, nicht um wissenschaftliche, technische, künstlerische Leistungen ist es unserem Gott zuerst und zuletzt zu tun, sondern allein um die Gewinnung des menschlichen Herzens. Alle Kultur ist nur Mittel zum einen Ziel. Dient das Mittel dem Ziel, so bleibt es, dient es nicht, so zertrümmert es Gott, wie der Töpfer das Tongefäß zertrümmert.

Was liegt ihm an Kulturwerten? Er sucht Herzenswerte! So allein ist es göttlich, mag es dem kleinen Menschen auch noch so ungöttlich erscheinen. Menschenkind, der lebendige Gott wirbt also um dein Herz! Schaffe du, was du schaffen kannst, erwirb, was du erwerben kannst, leiste, was du zu leisten vermagst, es bleibt dabei: dein Schöpfer, der dir alle die Kräfte zum Schaffen und Erwerben gegeben, die du so nötig brauchst, bedarf deiner Leistungen um ihrer selbst willen nicht, er bedarf nur deines Herzens.”

Fritz Binde, Harte Reden, S.12-13.

2 Kommentare

  1. “Ich staune, wie Fritz Binde (1867-1921), Evangelist und Prediger der pietistischen Gemeinschaftsbewegung, im Grunde die Probleme von heute schon damals ansprach.”

    Ich fühle mich auch wohl in der Bibelstunde bei Fritz Binde. Er ist rechter Prediger für unsere Christengeneration

    Die glückselige Bettelarmut im Geist
    3 Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel!
    4 Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden!
    5 Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben!
    6 Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!
    7 Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!
    8 Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!
    9 Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen!
    10 Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel! (Matthäus 5,3-10)
    http://www.way2god.org/de/bibel/matthaeus/5/

    Worin besteht ihre Glückseligkeit ?

    Sie sind glückselig, weil sie nicht auf sich selbst angewiesen sind.
    Sie haben sich durch Jesus an Gott verloren. Sie brauchen nicht mehr durch und für ihr armseliges Ich zu leben. Sie haben ihre fluchbeladene Selbstständigkeit aufgegeben. Sie sind in die gesegnete Abhängigkeit von Christus getreten. Sie sind nicht mehr allein in der Welt. Ihre Gemeinschaft ist mit Gott dem Vater und dem Sohn im Heiligen Geist. Sie wissen sich in Christus erwählt, errettet und ewig gesegnet und geborgen. Der Inhalt ihres Lebens heißt Christus. Er ist das ewige Glück ihrer Seele geworden.

    Sie sind glückselig, weil sie nicht mehr von sich enttäuscht werden können;
    den sie haben den Glauben an ihr eigenes Können und Vermögen aufgegeben. Sie suchen keine Kraft mehr bei sich selbst. Als die Schwachen leben sie Augenblick um Augenblick von der Kraft aus der Höhe. Im Besitz des bitteren aber heilsamen Wissens, dass in ihnen, das in ihrem Fleische, nichts Gutes wohnt, haben Selbstverbesserungsversuche drangegeben. Vom Geist Gottes überführt, überwunden und entwaffnet, sie sind, kampfunfähig in sich selbst, Gefangene Christi geworden. Nun hat er sie in seinen Dienst genommen und speist sie mit seiner Kraft. Stark zu werden in Ihm und für Ihn in der Macht seiner Stärke, das ist das Glück ihrer Seele, in dem sie alles vermögen durch den der sie kräftigt zu jedem gottgewolltem Wandel und Werk (Phil 2,13; 4,13).

    Sie sind glückselig, weil sie sich nicht mehr zu führen brauchen.
    Sei suchen keine Weisheit mehr bei sich selbst. Als die Törichten gehen sie unmündig an der Hand ihres himmlischen Vaters, hören sie willig auf die Stimme des guten Hirten, lassen sie sich leiten vom Heiligen Geist. So sind sie der Angst und der Lust der Welt entnommen, dem Betrug und Verderben der Sünde entflohen und dem Fluche des peinigenden und tötenden Gesetzes und dem Zorne künftiger Gottesgerichte entronnen. Immer geringer zu werden in ihren Augen, um sich immer sicherer herrlicher, bedingungsloser und abhängiger der himmlischen Führung zu überlassen, damit der Wille Gottesdurch sie geschehe, das ist das große Glück ihrer Seele.

    Seite 251; 255-256
    Fritz Binde
    Vom Geheimnis des Glaubens
    http://www.cvbh.de/Vom-Geheimnis-des-Glaubens-Fritz-Binde

    Es ist erstaunlich was kann Gott aus einem Atheist und Kommunist was ganz Neues schaffen. Matthäus 3,9 Und denkt nicht, bei euch selbst sagen zu können: »Wir haben Abraham zum Vater«. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken!

    Näher, noch näher – Fest an dein Herz (Christliche Lieder)
    von 777JesusRettet

    Zünde an dein Feuer – by felixandreas100
    groepfazEATEN

    1. Lieber Bruder Alex Dumler,

      vielen Dank für Deine zahlreichen Kommentare. Da ich gesehen habe, daß diese auch aus theologisch einwandfreien Hintergründen stammen, habe ich sie z.T. ungelesen (nur überflogen, da ich das zeitlich sonst nicht schaffe) auch alle freigeschaltet. Sofern Du gerne mit einem eigenen selbstgeschriebenen Artikel auf “DER RUF” etwas publizieren möchtest, dann schreibe mich doch bitte zuerst einmal unter kontakt@der-ruf.info an – vielen Dank!

      Mit freundlichen Grüßen & Segenswünschen S.Schad

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