Welche Gemeinsamkeit besteht zwischen der BILD-Zeitung und den meissten Freikirchen?

BLONDTagein, tagaus lesen wir, dass die Griechen unser schönes und geordnetes Europa auf ihrem guten Gewissen haben und wir Deutschen voran die Suppe jetzt mit unserem ehrlich versteuerten und sauer verdienten Geld für deren Mißwirtschaft auslöffeln müssen – sollen die doch ein paar Inseln verkaufen!

Vor wenigen Tagen las ich zu meinem grössten Erstaunen, dass in erster Linie 50 deutsche Banken und danach 30 franzö-sische Geldhäuser von den Ret-tungsschirmen profitieren wer-den – hatte uns das auflagen-stärkste Print-Medium, nament-lich die deutsche BILD-Zeitung, etwa vorsätzlich belogen?

Nein, nicht vorsätzlich belogen, aber mit Halbwahrheiten verdummt!

Was das mit unseren Freikirchen zu tun hat? Ganz einfach, dort ist es ebenso: Das Gemeindemitglied erfährt nur die halbe Wahrheit über Jesus Christus, stattdessen wird die heutige endzeitliche Gemeinde fortgesetzt auf ein diffuses Königreich hingewiesen, keiner kann damit etwas anfangen, aber auch keiner gibt zu, dass er sich unter diesem Königreich wenig vorstellen kann. Hermeneutik, Exegese sind und bleiben Fremdwörter in dem überwiegenden Teil der Freikirchen, eine Ersatztheologie wird geboten statt gesunder Lehre … wer es in der modernen Versammlung der Heiligen so richtig auf dem Herzen hat und die Salbung verspürt … da wird auch nicht lange gefackelt, der darf auch alsbald vor seiner Gemeinde lehren – über was? Da wir uns Alle damit nicht wirklich auskennen, Keiner weiss Genaues nicht, so wird doch recht gerne das Thema der Errichtung eines Königreichs gewählt … inhaltliche Haftung nahezu ausgeschlossen, da wir hierzu auch keinen biblischen Kontext finden werden und man nach Herzenslust darauf los schwadronieren kann. Das macht aber dem modernen Apologeten wenig aus, Kontext hin oder her, genauere Bedeutung eher unwichtig und schliesslich hatte Jesus doch auch etwas über ein Königreich gesagt, oder nicht? Zudem klingt es doch völlig richtig! Die Hinweise auf Risiken und Nebenwirkungen dürfen wir uns dann auch in unserem Bibelstudium selber erarbeiten und werden alsbald merken: Dieses Königreich ist biblisch nicht vorgesehen.

Polemik beiseite, ich beziehe mich auf die Vorstellung eines neuen Pastoren einer Pfingst-Freikirche, der ich beiwohnen durfte, der uns euphorisch seine frischen Eindrücke aus God´s own Country in einer Mega-Church schilderte. Zum Schluss hörte ich nur noch Königreich, Königreich, Königreich … und mein Austritt aus dieser Gemeinde war besiegelt.

Die heutige Problematik liegt nicht alleine in der mangelhaften theologischen Schulung vieler angehender und arrivierter Pastoren, sondern schon an den Lehranstalten als solchen. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang was einige theologische Professoren in Tübigen kürzlich formuliert haben (s. Tübinger Aufruf), denn unsere theologischen Hochschulen und Seminare sind durchsetzt von der völlig unbiblischen Transformationslehre, bekannter unter der Königreich-Jetzt-Lehre oder dem Dominionismus. Nicht mehr die Evangelisation in den Häusern, wie wir sie im Wort Gottes nahegelegt bekommen ist in den meissten Freikirchen ein Thema, nein – ganze Regionen werden freigebetet mit dem Ziel Städte, Länder und Erdteile auch kulturell im christlichen Sinne zu transformieren. Das Königreich, von dem unser HERR JESUS sprach, dass nicht von dieser Welt ist wird kurzerhand unbiblisch vor der Widerkunft Christi hier auf diese Welt verpflanzt … wen wundert es, dass es Ausnahme-erscheinungen sind, wenn ein gläubiger Christ dieser Tage eine biblische Eschatologie vertritt, bezeugen und diese auch zureichend erklären kann. Ich unterstelle keinem Christen, auch nicht dem Pastor eine Absicht, jedoch grobe Fahrlässigkeit mit dem WORT GOTTES und letzterem dem Pastor, dem Diener am Wort Gottes droht ein schweres Urteil wenn seine Verkündigung Halbwahrheit ist und sich nicht an der biblischen Wahrheit als einziger Richtschnur mißt.

(S.Schad www.der-ruf.info 04.07.2013)

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