Gericht am Hause Gottes? (S.Schad)

Welche Facetten und welche Dimension das Gericht am Haus Gottes hat, wurde mir kürzlich erst durch einen Kommentar von Paul Washer zu Postives-Denken- Wohlstands-Irrlehrer Joel Osteen und seinem “Dienst” besonders deutlich:               Paul Washer bezeichnete diesen Abfall von der gesunden Lehre und die Verführten und fleischlich gesonnenen Verblendeten  als dem Zeichen der im Gericht am Hause Gottes verfallenen (siehe Video Artikel Liebt Gott Amerika? – Das Wohlstands-”Evangelium” ).

Kla 3,65 Gib ihnen Verblendung des Herzens, dein Fluch komme über sie!

Joel Osteen
Joel Osteen

2Petr 2,1   Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volke, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, welche verderbliche Sekten nebeneinführen werden und den Gebieter verleugnen, der sie erkauft hat, und sich selbst schnelles Verderben zuziehen.

2Petr 2,2  Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, um welcher willen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird.

2Petr 2,3   Und durch Habsucht werden sie euch verhandeln mit erkünstelten Worten; welchen das Gericht von alters her nicht zögert, und ihr Verderben schlummert nicht.

2Petr 2,4   Denn wenn Gott Engel, welche gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern, sie in den tiefsten Abgrund hinabstürzend, Ketten der Finsternis überlieferte, um aufbewahrt zu werden für das Gericht;

Nicht nur der Verführer, Mehrfach-Millionär, Joel Osteen, der mal mit samtweicher Stimme oder gurrend die fleischlichen, materiellen Segnungen preist oder allen Ernstes das Glück seiner Ehefrau bei ihrer Parkplatzsuche tremolierend bejubelt und seinen materiellen Wohlstand unverschämt zur Schau stellt, ist dem Gericht am Hause Gottes anheim gefallen … auch die Verführten, die fleischlich Gesonnenen, die jubelnde beifallklatschende Masse ist in grösster Gefahr bzw. schon unter dem göttlichen Urteil!

Ich hatte kürzlich mit einem Joyce-Meyer-Anhänger eine sehr schwere Debatte: Kaum hatte mich dieser verortet, als einen konservativen Evangelikalen, so war ich nach meinen ersten Sätzen schon ein “armer Irrer”, ein “Ankläger”, eine Person die den “Geist dämpft” und so weiter … eigentlich Grund genug ein solches Gespräch früh abzubrechen … war mein erster Impuls, ich folgte meinem zweiten besseren Impuls: Ich sah einen Verführten, einen der nicht nur dieser anmassenden Person der Joyce Meyer und ihren Verdrehungen des Evangeliums Glauben schenkte, sondern einer weiteren grösseren Anzahl bekannter Irrlehrer anhing. Trotz dem rüden Ton meines Gesprächspartners packte mich das Mitgefühl: Wer, denn nicht ich, der jetzt gerade mit diesem Mann sprach, sollte die Gelegenheit ergreifen ein Stück Wahrheit in diese Verblendung hinein zu pflanzen? Nach allen möglichen Unterstellungen und Anfeindungen, die mein Fleisch zunächst nicht so angenehm fand,  konnte ich doch das Ohr dieses Bruders erreichen, als ich seine Skepsis an der Ökumene wahrnahm und ihn auf den Ökumenismus all dieser Bewegungen, die er schätzte, hinweisen konnte. Ich will mich sicherlich nicht rühmen, dass ich meinen Gesprächspartner vollends bekehrt hätte, aber folgendes Wort gilt, aus meiner Sicht auch für jeden Gläubigen:

Hes 33,6 Wenn aber der Wächter das Schwert kommen sieht, und er stößt nicht in die Posaune, und das Volk wird nicht gewarnt, so daß das Schwert kommt und von ihnen eine Seele wegrafft, so wird dieser wegen seiner Ungerechtigkeit weggerafft; aber sein Blut werde ich von der Hand des Wächters fordern.

Wir Alle sind Wächter, wir Alle stehen in der Verantwortung vor unserem HERRN JESUS darauf zu achten, dass unsere Geschwister sich nicht verführen lassen – nicht etwa nur vorgeblich oder tatsächlich besonders Berufene! Es wird immer unbequemer, die Zahl der Irrlehren nimmt vermeintlich täglich zu, wir stehen in einem dauerhaften Mehrfrontenkrieg (s.Artikel) gegen alle denkbaren Verführungstendenzen und Irrlehren – es scheint gar nicht mehr aufzuhören … und es wird auch nicht mehr aufhören, der grosse Abfall hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht!

Ich möchte mir zum Schluss noch einen wohlmeinenden Seitenhieb auf liebe Geschwister erlauben, die treu im Wort sind und sich von der Welt abgesondert haben, so wie es der HERR JESUS verlangt, aber sich auch andererseits hermetisch von den Menschen isoliert haben und nur noch in ihrem persönlichen frommen Schrebergarten leben. Auch diese möchte ich ansprechen, die um der gesunden Theologie willen, an jeder Haarspalterei um der Apologetik willen beteiligt sind, anstatt sich mitleidsvoll dem unbequemen Gespräch mit gefährdeten Geschwistern und bereits Verführten zu widmen. Mögen wir Alle unserem Wächterdienst an Gottes Volk vor den Augen unseres HERRN JESU gerecht werden.

(S.Schad 07.07.2013 www.der-ruf.info)

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