Alarmstufe DUNKELROT (S.Schad) / Chrislam (Georg Walter)

Alarmstufe DUNKELROT

Die Vermischung der Religionen, der Synkretismus, sollte bei uns die Alarmstufe Dunkelrot auslösen! Es steht ausser Frage, dass wenn die Mehrheit der Missionsgesellschaften, wie im nachfolgenden Artikel “Chrislam” beschrieben, eine Vermischung zwischen Christentum und Islam betreiben, dass die Hure Babylons vor ihrer Vollendung steht und der HERR JESUS bald wieder kommt.

Wir sollten uns auch nicht in falscher Weise beruhigen und gewisse Anzeichen als Einzelfälle abtun … leider handelt es sich um eine Mehrheit der abgefallenen Pastoren und Leiter die mit grossen Schritten auf die Einheitskirche mit Rom und allen Religionen hinzu eilen ( siehe Alarmstufe ROT/Miroslav Volf: Christen und Muslime beten den gleichen Gott an)

ROT

Allerdings müssen wir nicht in falscher Weise alarmiert sein, denn unser HERR JESUS hat gesagt:

Offb 3,11 Ich komme bald; halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme!

Offb 22,7 Siehe, ich komme bald! Selig, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!

Offb 22,12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeglichen zu vergelten, wie sein Werk sein wird.

(S.Schad www.der-ruf.info 25.07.2013)

Chrislam

(Quelle: Georg Walter distomos.blogspot.de)

Die amerikanische Begabung, Dinge schnell und locker mit geringer Berücksichtigung auf Qualität oder Beständigkeit zu erledigen, ist zu einem Virus geworden, der sich in der gesamten evangelikalen Gemeinde in den USA ausgebreitet hat, und durch unsere Literatur, unsere Evangelisten und unsere Missionare in der gesamten Welt.1

A. W. Tozer
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Das Buch Chrislam der Herausgeber Joshua Lingel, Jeff Morton und Bill Nikides setzt sich kritisch mit Insider-Bewegungen, kontextualisierten Bibelübersetzungen sowie neuen Strömungen der Missiologie („missionale“ Thesen, emergente Einflüsse) auseinander. Viele der Autoren, die zu dem Buch beitrugen, kommen selbst aus moslemischem Hintergrund und/oder haben viele Jahre in moslemischen Ländern als Missionare gedient. Sie lehnen die derzeitigen Trends in Praxis und Lehre ab, die dafür plädieren, dass Moslems, die zum Christentum konvertieren, ihre moslemischen Traditionen beibehalten können, oder dass Bibelübersetzungen „kontextualisiert“ werden, damit sie moslemischen Bevölkerungsgruppen kein Anstoß sind.

Bill Nikides erläutert an anderer Stelle: „Insider-Bewegungen werden verschiedentlich definiert als ‚populäre Bewegungen für Christus, welche die formellen und ausdrücklichen Ansprüche der christlichen Religion umgehen‘ (Kevin Higgins, The Key to Insider Movements, Internal Journal of Frontier Missiology, Winter 2004). Eine andere Definition von Higgins ist, dass sie ‚Bewegungen für Jesus sind, die weiterhin in unterschiedlichem Grad in die Sozialstruktur von islamischen, buddhistischen, hinduistischen oder anderen Volksgruppen verbleiben‘. Mit anderen Worten, wie John Ridgeway von den Navigators sich ausdrückt, befürworten Insider-Bewegungen ‚beständige treue Jünger von Jesus innerhalb der Kultur ihrer Volksgruppe, einschließlich religiöser Kultur.‘
Grundsätzlich sind Insider jene, die sich zum Glauben zu Christus bekennen, jedoch Mitglieder ihrer ursprünglichen Religionsgemeinschaften bleiben; Muslime bleiben Muslime, Hindus bleiben Hindus, und Buddhisten bleiben Buddhisten. In der muslimischen Welt bedeutet dies, dass sie einen alleinigen Gott anerkennen müssen, Allah, und dass Mohammed sein endgültiger und grösster Prophet ist. Sie bleiben Mitglieder der Moschee, halten sich an die fünf Säulen des Islam, leben in ihren Kulturen offen als Muslime, nehmen an muslimischen Opfern und Festen teil und identifizieren sich selbst als Muslime…“2

Nikides legt in dem ausgezeichneten Kapitel Lost in Translation (Loc 1269ff) in Chrislam die Schwächen der Schriftinterpretation der Insider-Bewegung dar. Diese besteht vor allem darin, dass sie sich vorwiegend auf narrative Texte der Schrift stützt, welche ca. 40 Prozent der Bibel ausmachen. Vertreter der neuen Missiologie wollen anhand dieser narrativen Texte beweisen, dass schon in biblischen Zeiten Insider-Bewegungen existierten. Anhand vieler Beispiele führt Nikides aus, dass die Vorgehensweise der neuen Missiologen selektiv und voreingenommen ist.

David Abernathy beschäftigt sich in seinem Kapitel Jesus the Eternal Son of God (Jesus der ewige Sohn Gottes) mit dem Trend, den Begriff „Sohn Gottes“ nicht wörtlich zu übersetzen, da er für Moslems anstößig ist. „Der Begriff hat jedoch eine enorme theologische Bedeutung, sowohl für das Verständnis der Natur der Trinität als auch für das Verständnis der Gemeinschaft, die Gläubige in Christus als Gotteskinder untereinander haben“ (Loc 4338). Die Identität des ewigen Gottessohnes „ist ein Herzstück unseres Glaubens; sie ist für unser Sein als Gläubige fundamental“, so Abernathy (Loc 4819). Aus diesem Grunde ist jede Übersetzung, die den Begriff „Sohn Gottes“ verändert oder verwässert, grundsätzlich abzulehnen.

Hilki Berisha, ehemaliger Moslem, geht auf das Argument von Vertretern der Insider-Bewegung ein, dass der Heilige Geist alle erleuchten werde, die begonnen haben, „Jesus nachzufolgen“, aber weiterhin die Moschee besuchen. „Ich habe innerhalb dieser Bewegung [Insider Bewegung] eine klare Trennung zwischen Wahrheit und Falschheit, zwischen Licht und Finsternis gesehen. Mohammed wird als prä-evangelistisches Werkzeug verwendet, um Leute zu Christus zu bringen, aber ich darf ihnen niemals sagen, dass er kein wahrer Prophet ist… Die Verwirrung in ihrenm Leben wird unvermeidlich sein, und ab einem gewissen Zeitpunkt werden sie nicht mehr wissen, wer ihr wahrer Herr ist“, so Berisha (Loc7453).

In Appendix 1 wird ein Brief aus dem Jahre 2010 wiedergegeben, der von ehemaligen Moslems an die Führer von Lausanne (Südafrifka/2010) gerichtet war. Darin heißt es u. a.: „Viele von uns, die wir als Gläubige einen moslemischen Hintergrund haben, sind verletzt und fühlen sich verraten, weil wir auf diesem Kongress nicht die Freiheit hatten, unsere Erfahrungen unter unseren eigenen moslemischen Volksgruppen darlegen zu können… Wir glauben, dass die intellektuelle Unterstützung und der Eifer zur Förderung der Insider-Bewegungen unter Evangelikalen aus dem Westen oder dem Osten ohne moslemischen Hintergrund kommen, die vorwiegend als Außenstehende sprechen …“ (Loc 7417). Dies ist ein Hinweis dafür, dass ausgerechnet diejenigen, die als ehemalige Moslems am meisten zu diesem Thema beitragen könnten, von der Diskussion ausgeschlossen werden. Offenkundig will man eine kritische Auseinandersetzung gar nicht erst aufkommen lassen.

Das Buch Chrislam kommt zu dem Schluss, dass „der Einfluss der Stimmen, die sich für die Insider-Bewegungen aussprechen, in der globalen evangelikalen Gemeinschaft zunimmt… er ist real, hat Gewicht und wird nachdrücklich als das eigentliche Paradigma dargestellt, mit welchem die Gemeinde Moslems erreichen kann“ (Loc 7399). Evangelikale Missionsschulen, Missionsgesellschaften (SIL, Wycliffe), missional-emergente Veröffentlichungen sowie Missions-Zeitschriften (Mission Frontiers) haben seit Jahrzehnten die neue Missiologie vorangetrieben, ohne diese kritisch zu reflektieren. Unter anderem ist diese Entwicklung dem neuen postmodernistischen Denkens geschuldet. Erich Kahler „erkannte einen wachsenden Trend unter Gelehrten, welcher Traditionen um neuer Wege willen ablehnte, um maximale Freiheit zu erlangen. Die Leute wollten Freiheit von Zwängen, selbst auf das Risiko hin, dass sie den Sinnzusammenhang verloren“ (Loc 375).

Im Appendix 3 wirft Jay Smith viele Fragen auf in Bezug auf die neue Missiologie. Die letzten beiden Fragen sollen an dieser Stelle aufgeführt werden:

Wenn wir Angst vor Verfolgung haben, wie viel mehr sollten wir eine zukünftige Verfolgung durch moslemische Leiter fürchten, wenn sie bemerken, dass wir heilige Identitätszeichen von Moslems (moslemische Traditionen) für unsere eigene Zwecke missbraucht haben?

Ist das Paradigma der Insider-Bewegungen nichts weiter als ein Akt der Täuschung?

Das Buch Chrislam ist engagiert geschrieben und beleuchtet in 24 Kapiteln die vielseitigen Aspekte der neuen Missiologie, welche vor allem von akademischen Theologen und Missiologen auf der Grundlage fehlerhafter Hermeneutik und Exegese entwickelt wurde. Die theologischen Aspekte werden in dem Buch ausführlich beleuchtet. Äußerst hilfreich sind die praktischen und lebensnahen Berichte der Mitautoren aus moslemischem Hintergrund, was dem Buch Lebendigkeit verleiht. Erschütternd ist, dass sich die neue Missiologie subtil über Jahrzehnte ausbreiten konnte und heute wohl als dominierend zu gelten hat. Die Kontroverse um kontextualisierte Bibelübersetzungen für moslemische Länder im Jahre 2012 zwischen Wycliffe/SIL und der Presbyterianischen Kirche Pakistans (hier) ist folglich nicht als ein isoliertes Ereignis zu betrachten, sondern als die Spitze des Eisbergs.

Das postmodernistische Denken, ein zu hoher Grad an Akademisierung der Missiologie, der verständliche aber dennoch durch Pragmatismus irregeleitete Wunsch, möglichst schnell, möglichst viele Moslems zum Glauben an Jesus Christus zu führen, sind Gründe für die Popularität der neuen Missiologie. Die neue Missiologie hat biblischen Boden verlassen und stützt sich auf einen Rationalismus, der nach Belieben seine Theorien in die Schrift hineinliest (Eisegese), statt sich unter Gottes Wort zu beugen und das Wort der Wahrheit in gerader Richtung zu schneiden (Exegese).

Dieses Buch kann und sollte auch von jenen gelesen werden, die in geistlicher Leitung oder im Dienst der Lehre stehen. Das neue missional-emergente Gedankengut ist längst nicht nur auf das Missionsfeld beschränkt, sondern es durchsäuert mittlerweile auch die missionarischen Anstrengungen hierzulande.

A. W. Tozer, der 1963 starb und erst nach seinen Lebzeiten als „Prophet des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wurde, ahnte wohl, auf welche Zeiten Evangelikale zugehen würden, als er schrieb:

„Letztlich wird jedes Gemeindeglied, jeder Evangelist, jeder Christ vor diese Wahl gestellt… Die Entscheidung, vor die sie gestellt werden, ist diese: Sollen wir die Wahrheit in Lehre und Handeln verändern, um mehr Mitglieder zu gewinnen? Oder sollen wir die Wahrheit in Lehre und Praxis bewahren und die Konsequenzen in Kauf nehmen? Die Hingabe, die Wahrheit der Gemeinde in Lehre und Praxis zu bewahren, ist das, was mich von vielen Leuten unterscheidet, die vielleicht über größere Fähigkeiten als ich verfügen. Dies ist meine Überzeugung, die ich seit langem vertrete und die von der Erkenntnis bestätigt wurde, dass sich moderne Evangeliumsgemeinden fast ohne Ausnahmen entschlossen haben, die Wahrheit ein wenig zu verändern, um mehr Mitglieder zu gewinnen und besser mit anderen auszukommen. Gemeinden stehen ständig unter dem Druck, Mitglieder zu gewinnen, zahlenmäßig zu wachsen. Und im Herrn beten wir, dass wir niemals Änderungen oder Kompromisse machen, um dies zu erreichen, sondern dass wir unsere zentralen Glaubenslehren und Prioritäten eisern festhalten.“3

Joshua Lingel, Jeff Morton, Bill Nikides, Chrislam: How MissionariesAre Promoting An Islamized Gospel, i2 Ministries Publication, Garden Grove, Kindle Edition, 2012.

Wer keinen Kindle oder kompatiblen E-Book Reader besitzt, kann sich die Software für Kindle Bücher herunterladen (hier), um das Buch am PC, Mac, iPad oder iPhone zu lesen.

2 Kommentare

    1. Herzlichen Dank für den Beitrag! Ziel ist es sicherlich auch die Juden zu involvieren, wenn auch nur am Rande, da m an sich bei den Liberaltheologen lieber mit dem Islam und seinen Interessen verbündet – gegen das Judentum.
      Liebe Grüße in Christus verbunden
      S. Schad

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