Leonard Sweet´s bittere Wasser (S.Schad) / Inkarnative Verirrungen (Georg Walter)

Leonard Sweet´s bittere Wasser (S.Schad)

Jak 3,12 Kann auch, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven tragen, oder der Weinstock Feigen? So kann auch eine salzige Quelle kein süßes Wasser geben.

Der nachfolgende Artikel von Georg Walter über die inkarnativen Verirrungen des Leonard Sweet belegt erneut wie weit sich der neo-evangelikale Mainstream und in diesem Fall ein Protagonist der Emerging Church von der Wahrheit des Wortes Gottes hin zu den Fabeln entfernt hat. Ohne Frage steht auch Rick Warren einmal mehr, wie dieser ältere Artikel belegt (siehe hier), ganz auf der Seite dieses “Erneuerers” der biblischen Lehren.

ls

Eine weitere Quelle bitteren Wassers und wieder eine neue Quelle bitteren Wassers und viele Quellen bitteren Wassers verbinden sich dieser Tage zu einem schmutzigen Strom aus Pseudo-Christentum, New-Age-Lehren, Chrislam und zuletzt zu der Kirche des Abfalls – der Hure Babylons.

Gal 1,8 Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium predigen würde außer dem, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!

(www.der-ruf.info 14.09.2013 S.Schad)

Inkarnative Verirrungen (Georg Walter)

Leonard Sweet: In jeder Epoche wird das Wort jedoch auf eine andere Art und Weise Fleisch.

„Es gibt keine Materie ohne Geist. Es gibt kein Fleisch ohne das Wort. Die Dimension des Glaubens lehrt uns, dass es ohne das Wort, das Fleisch wurde, kein Wort gibt, das Kraft wurde. In jeder Epoche wird das Wort jedoch auf eine andere Art und Weise Fleisch … Logos [Verstand] materialisiert sich in Pathos [Emotion] in einer Weise, die der Zeit fundamental entspricht und in Formen, die die Zeit wiederspiegeln.“1

Leonard Sweet

„Gott inkarnierte sich nicht zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort, indem er für die Erde sichtbar wurde, sondern das Evangelium inkarniert sich in jeder Kultur mit einer Absicht …

Inkarnative Energien sind es, die die rastlose Intelligenz christlicher Tradition so sehr danach streben lassen, das Neue aufzunehmen; sie machen Christen so offen dafür, das Alte zu verändern, so frei, dass sie im Umgang mit der Welt kreativ sein können. Inkarnativer Glaube garantiert Generativität, die Möglichkeit jeder Kultur, Dinge über Gott zu ‚erkennen‘, die sie nie zuvor ‚erkannten‘…

Die frühen Christen lernten von Vorstellungen, Ausdrücken, Metaphern und Gebräuchen heidnischer Kulturen, die sie als ‚Samen‘ des göttlichen Wortes betrachteten, das in Christus und in der Gemeinde Fleisch wurde.“2

Leonard Sweet

Das Wort wurde in der Person und nur in der Person des Herrn Jesus Christus einmal und nur ein einziges Mal Fleisch…

Das Evangelium Christi ist die Wahrheit darüber, wer Jesus Christus ist und was er für uns tat. Das Evangelium wird nicht in jeder Kultur von Neuem Fleisch! Noch wird das Wort in jeder Zeitepoche auf eine andere Art und Weise Fleisch! Aber Christen in einem Christentum im Wandel und in ihrem Streben nach neuen „Wahrheiten“ und einem neuen „Glauben“ werden so offen, das Alte zu verändern, und so empfänglich für Neues, dass sie sich sogar von heidnischen Kulturen beeinflussen lassen.

Tamara Hartzell, Reimagining God, S.93.

Anmerkungen

1 Leonard Sweet, Quantum Spirituality, S.101.

2 Leonard Sweet, So Beautiful, S.165-167.

Obige Zitate von Leonard Sweet machen deutlich, dass er wie viele andere Vertreter der Emerging Church den Pluralismus und Inklusivismus vertritt (alle Religionen sind mehr oder minder legitime Wege zu Gott). Wenn Sweet schreibt, dass sich Gottes Wort in der jeweiligen Zeit, in der wir leben, in einer der jeweiligen Zeit angemessenen Weise “inkarniert” (praktisch ausgelebt wird), dann meint er damit, man müsse Gottes Wort an die jeweilige Zeit anpassen (Kulturrelevanz). Für Sweet ist nicht mehr allein der Logos (sola scriptura) oberster Maßstab, sondern der Logos muss sich aus seiner Sicht mit dem Pathos (Gefühl, Beziehung) verbinden. Sweet betrachtet es als fundamental für das postmoderne Christsein, dass nicht Lehrsätze oder biblische Wahrheiten im Zentrum des Glaubens stehen, sondern dass Beziehungen zu Gott und Mensch eine wichtigere Rolle einnehmen. Hiermit öffnet er Tür und Tor für ein subjektives Christentum.

Zwei Zitate von Sweet machen seine inklusivistische Haltung deutlich:

„Dieser Unterschied, wie und wo man dem Heiligen [Gott] begegnet – in Lehrsätzen oder in Beziehungen – ist fundamental.“

Leonard Sweet (So Beautiful, S.128.)

„Wie ein Physiker die Wahrheit nicht durch ein Modell alleine verstehen kann … so ist ein Modell nicht ausreichend, um Gott vollkommen zu verstehen … Man kann ein treuer Jünger Jesu Christi sein, ohne zu leugnen, dass es Hinweise auf das Heilige [Gott] in den Nachfolgern von Yahweh [Judentum], von Kali oder Krishna [Hinduismus] gibt.“

Leonard Sweet (Quantum Spirituality, S.130.)

(Quelle: distomos.blogspot.de Georg Walter)

7 Kommentare

  1. Was Leonard SWEET propagiert, ist Pantheismus ‘reinsten’ Wassers, der ebenfalls in der New-Age-Bewegung beheimatet ist.
    SWEET ist Protagonist eines anderen – falschen! Evangeliums, u. a. einer der Vordenker der Emerging-Church- und Missionalen Gemeindegründungs-Bewegung.
    Er formuliert die gleichen verschwurbelten Ideen wie sein (Un-)Geistes-Verwandter Alan HIRSCH, bei denen mystische, pseudo-evangelische und pseudo-wissenschaftliches Denken verquirlt werden, um daraus eine ‘neue’ Art spiritueller Grundlage für Gemeindewachstum und allerlei andere abstruse Theorien, wie die des ‘kosmischen’ Christus – s.a. Matthew FOX – zu kreieren.
    Hier wird das betrügerische Sortiment des ‘Marktes der Möglichkeiten’ um ein weiteres irriges Element erweitert.
    Gequanteltes Christentum – Irrer geht’s nimmer!.

    Es bestätigt sich immer wieder die Weisheit der Heiligen Schrift – in diesem Falle dieses:

    Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden;
    sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen,
    nach denen ihnen die Ohren jucken,
    und werden die Öhren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. – 2. Tim. 4;3-4

    1. Lieber Bruder, keine Ursache! Leider kann ich das mit den Übersetzungen nicht leisten, dazu fehlt mir schlicht die Zeit! Allerdings gibt es einen Google-Translator auf der Seite … sehr nützlich, ausser bei sehr akademischen Texten.

      Gottes Segen und ebenfalls ein schönes, gesegnetes Wochenende wünscht Dir
      S. Schad

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