Cornelia Laufer: “Eine Welt aus Zuckerwatte” (Georg Walter)

(Quelle: Georg Walter distomos.blogspot.de)

Cornelia Laufer setzt sich in einem Artikel in der ZEIT mit dem Phänomen einer wachsenden Anhängerschaft in der charismatischen Bewegung auseinander und schreibt:  “Fast alles dreht sich um die ‘Charismen’ – die Gaben des Heiligen  Geistes, also Prophetie, Wundertaten und Krankenheilung. Besonders die  Krankenheilung, die hier oft öffentlich, meistens während des  Gottesdienstes geschieht, wird von vielen Theologen kritisiert. Zwar  wird auch in der Amtskirche für Kranke gebetet. Doch es bestehe die  Gefahr, dass mit Heilungsgeschichten unterschwellig Propaganda betrieben werde, sagt Hanna-Gabriele Lademann von der Hamburger Arbeitsstelle für Sekten- und Weltanschauungsfragen.

Ein Beispiel. Da berichtete eine charismatische Pastorin ihrer  Gemeinde, sie habe durch ein Telefonat ein krankes Gemeindeglied, das  Morphium gegen seine Schmerzen nehmen musste, von seinem Leiden befreit. Wenn das möglich ist, muss man dann noch zum Arzt gehen? Öffentlich  davon abzuraten, ist eine Straftat und wird also vermieden. Doch die Art und Weise, wie Heilung versprochen und betrieben wird, erweckt schnell  den Eindruck, dass Beten alleine reicht, um gesund zu werden – ganz  gleich, wie schlimm die Krankheit wütet.”

. . . . . W E I T E R L E S E N
TODD
charismatischer “Wunderheiler”: Todd Bentley
(Eingestellt von S.Schad www.der-ruf.info 18.03.2014)

2 Kommentare

  1. Warum soll den unbedingt geheilt werden? Was ist, wenn der Herr die Krankheit zu seiner Verherrlichung braucht? Ist dann eine “Heilung” ein Handeln gegen Gottes Willen?

    Ich finde ja. Für einen kranken Menschen zu beten und um Heilung zu bitten, das ist nicht schlimm. Aber dann eine sofortige Heilung erwarten und dann damit sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, dass ist einfach nur die Gier, sich selbst darzustellen.

  2. das Wort Gottes sagt uns in Jakobus 5,14-18, dass ein Bruder oder eine Schwester, der/die schwer krank ist, und damit sind
    Krankheiten gemeint, die sich mit Medikamenten nicht heilen lassen, die Ältesten seiner Gemeinde zu sich rufen LASSEN soll, d.h. die Brüder der Gemeinde kommen zu ihm/ihr nach Hause, und das Gebet der Heilung mit Ölsalbung (Gehorsam) geschieht nicht in der Öffentlichkeit sondern in der Wohnung des/der Kranken (oder im Krankenhaus). Ein Pastor ersetzt nicht die Ältesten, bestenfalls ist er einer von ihnen.

    Hieran sieht man auch eine der Aufgaben der Ältesten. Diese wird oft vernachlässigt oder sie ist nicht bewusst. Auf jeden Fall lässt die biblisch beschriebene Art und Weise keine Sensationsgier zu, zumal die Erhörung des Gebets eine Gnade Gottes ist, die auf der Basis des Gehorsams erfolgt. Es ist hierfür auch keine Gabe, weder eine natürliche noch eine geistliche Gabe (Charisma) erforderlich sondern schlicht und einfach Gehorsam.

    Naaman sollte sich 7x im Jordan baden. Er tat es und wurde gesund. Hat der Jordan ihn geheilt oder das Wasser ? Nein, der Gehorsam !
    Israel ging an 7 Tagen um Jericho und am 7.Tag ging das Volk 7x um die Stadt und veranstaltete einen Riesenlärm. Was bewirkte nun das Einstürzen der Mauern ? Gehorsam !
    Die Jünger hatten in einer Nacht keine Fische gefangen, obwohl sie Profis waren. Da sagt der Zimmermann Jesus zu ihnen : Fahrt nochmals raus und werft das Netz an der anderen Seite des Bootes aus – sie taten es und fingen viele Fische. Das Geheimnis des Erfolgs war Gehorsam.

    Wir haben hier keine charismatischen Phänomene sondern das Ergebnis von Gehorsam.
    Ich behaupte deshalb, dass charismatische Sensationsgier
    unbiblisch ist und den Heiligen Geist sogar verhindert.
    Nehmt das Wort Gottes – und gehorcht, dann wird der Segen
    nicht ausbleiben. #

Kommentar verfassen