Brian Houston: “So etwas wie ein Wohlstandsevangelium gibt es nicht” (Georg Walter)

(Quelle: Georg Walter distomos.blogspot.de)

BJHI

Brian Houston

Brian Houston, charismatischer Pastor der Megagemeinde Hillsong Church in Sydney, Australien, und Vertreter der Wort-des-Glaubens-Bewegung (auch als Wohlstandsevangelium – prosperity gospel – bekannt), ist überzeugt: „Mittelmäßigkeit zu verherrlichen ist eine Tragödie. Die traurige Tatsache ist, dass zu viele Leute Entscheidungen treffen, die Erfolg und Wohlstand verwerfen.“ Ferner twitterte Houston: „So etwas wie ein Wohlstandsevangelium gibt es nicht. Es gibt nur ein Evangelium – das Evangelium der Gnade, das Evangelium Jesu.“ Damit beansprucht Houston, dass seine Auffassung des Evangeliums das wahre Evangelium sei. Folglich müssten alle, die eine abweichende Haltung zum prosperity gospel einnehmen, ihre Lehrauffassung ändern – der Bock wird zum Gärtner gemacht.

McConnell, selbst moderater Charismatiker,  hat in seinem Buch A Different Gospel (deutsche Ausgabe: Ein Anderes Evangelium; Verlag C. M. Fliß), zum ersten Mal im Jahre 1988 in den USA erschienen, die extremen Sonderlehren dieser Bewegung benannt. In der dritten Auflage vom Dezember 2004 schreibt er in einem Nachwort: »Es geht um Lehre, tödliche Lehre, Lehre, die Hunderten von Menschen das Leben gekostet hat und tausendfältig den Glauben und Gemeinden zerstört hat. Jemand wird Rechenschaft für all dies ablegen müssen. Einige von uns haben eine lange Zeit darauf gewartet, dass die Hauptfiguren unter den Leitern der Glaubensbewegung ihren Kritikern selbst Antworten geben. Wir warten noch immer darauf“ (Hendrickson Publisher, 2004, S.213; Der Angriff auf die Wahrheit, S.395). Immer wieder kommt es v. a. in den USA zu Todesfällen, da Anhänger hypercharismatischer Gruppierungen medizinische Hilfe ablehnen und auf „Glaubensheilung“ hoffen (hier, hier, hier).

Für Houston, wie für alle Vertreter dieser charismatischen Richtung, ist das Evangelium mit „überfließendem Leben“ gleichzusetzen. Die Bibel verheißt tatsächlich „Leben im Überfluss“ (Jo 10,10), macht in ihrem Gesamtzeugnis indessen deutlich, dass es nicht um Überfluss im materiellen Sinne oder den Anspruch völliger körperlicher Gesundheit geht. Die Weltanschauungsbeauftragte Annette Kick schreibt über die Wort-des-Glaubens-Bewegung und deren „Siegermentalität“ treffend:

„Oft herrscht die Auffassung vor, wer richtig glaube und vom Heiligen Geist erfüllt sei, könne alle Krankheiten, Widrigkeiten, Geldknappheit etc. besiegen. Eine besondere Steigerung erfährt diese Auffassung in der Wort- und Glaubensbewegung. Sie verbindet den pfingstlichen Impuls mit der Technik des positiven Denkens. Dabei wird behauptet, dass durch Jesu Heilstat Gesundheit, Reichtum, Glück etc. jedem durch den Heiligen Geist wiedergeborenen zustehe. Man müsse diese Gaben nur ergreifen und proklamieren. Manche der Gemeinden sind mehr oder weniger von dieser Lehre beeinflusst. Nur wenige distanzieren sich ausdrücklich von ihr.“ (hier, S.6)

Quelle: Brian Houston Says “There is no such Thing as a ‘Prosperity Gospel'”

siehe: John  MacArthur, Fremdes Feuer.

(Eingestellt von S.Schad www.der-ruf.info 22.03.2014)
PaWa
“Wenn Du Jesus nur deshalb folgst weil er Deine Ehe befestigen wird – wenn Du Jesus nur deshalb folgst, weil er Dir ein besseres Leben bieten wird, das ist Götzendienst. Folge Christus um seines Namens willen, ER alleine ist würdig!”

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