Berliner Institut für urbane Transformation – Gesellschaftstransformation, oder doch nicht? (S.Schad)

Versteht etwa Ulrich Parzany, ehemals Leiter von ProChrist, die Frage der Transforma-tion der Gesellschaft ebenso falsch, wie ich? Oder, wollen uns gewisse Kreise einre-den, daß je nach Gusto Transformation gerade das ist was paßt? Mir erscheint es so!

Lesen wir einmal was Herr Parzany zu dem Thema Gesellschaftstransformation sagt:

Kritik: “Transformation” statt “Evangelisation”

Einen Mangel an evangelistischer Verkündigung macht der ProChrist-Leiter [Ulrich Parzany] aber nicht nur in der Volkskirche aus; auch in den Freikirchen und pietistischen Gemeinschaften werde sie zunehmend vom Begriff “Gesellschaftstransformation” abgelöst: Christen versuchen, dem Evangelium zum Durchbruch zu verhelfen, indem sie die Gesellschaft verändern. Parzany lehnt dieses Bemühen nicht rundweg ab, kritisiert aber die Zielvorstellung: “Wer meint, er würde durch diakonisches und politisches Handeln Relevanz in der Gesellschaft gewinnen und könnte dadurch dem Evangelium mehr Gehör verschaffen, der täuscht sich!” Bei allen positiven Veränderungen, die aufgrund der Bekehrung Einzelner und des vorbildhaften Lebens der Gemeinden möglich seien, habe sich Gott die endgültige Transformation der Gesellschaft vorbehalten – “durch die Auferweckung der Toten, das Weltgericht und die Schaffung des neuen Himmels und der neuen Erde”. Darauf vertrauten Christen; sie handelten nicht aus der Vermessenheit heraus, dass sie das selbst schaffen könnten.

Ohne Christus in Ewigkeit verloren

Nach Parzanys Auffassung mangelt es den Christen zurzeit am Bewusstsein “über die Dramatik, dass alle Menschen ohne Jesus Christus in Ewigkeit verloren gehen, also von Gott getrennt und verdammt sind”. Ferner fehle “das Vertrauen in die Wirksamkeit des Wortes Gottes”. Der Glaube komme aus der Predigt (Römerbrief 10,17). Parzany: “Ein soziale Pantomime reicht daher nicht aus!”

Fundamentalismus-Keule gegen Evangelikale

Die Verkündigung dürfe sich nicht auf private Gespräche beschränken, denn die öffentliche Predigt signalisiere den Anspruch auf verbindliche Gültigkeit der christlichen Botschaft für alle Menschen. Doch das sei, so Parzany, “nach postmodernem Verständnis unerträglicher Fundamentalismus”.

(aus: idea online, 02.05.2012: “Warum kommt Mission so mühsam voran?” – Artikel nur für Abonnenten zugänglich)

Die Vorgeschichte war, daß ich von Dr. Martin Erdmann einen Hinweis erhielt, daß ein neues Institut ins Leben gerufen wurde, das Berliner Institut für urbane Transformation. Ich schrieb daraufhin den Artikel Transformationsbewegung auf dem Vormarsch (S.Schad), den ich nach einem sehr freundlichen Anruf des Institutleiters Dr. Rainer Schacke revidierte und ihm die Gelegenheit gab, seine persönliche Definition und Stellungnahme abzugeben – siehe hier: Stellungnahme des Berliner Instituts für Urbane Transformation (Dr. Rainer Schacke) / Kommentar (S.Schad) Im Punkt 3. seiner Stellungnahme schrieb Herr Dr. Schacke:

[Zitat]  3.  Wir verstehen „Transformation“ im Sinne von Veränderung von Herzen und Verhältnissen im Sinne dienender Nachfolge Jesu und christlicher Nächstenliebe, nicht wie oben zitiert im Lemma. [Zitat Ende]

Offensichtlich jedoch verstehen die Dozenten des Kurses UM 5 Theologie der Transformation am Institut, namentlich Prof. Dr. Johannes   Reimer, Dr. Thomas Weißenborn, Dr. Tobias Faix, Dr. Stefan Bösner, doch etwas anderes als Herr Dr. Schacke – der Kursinhalt auf dieser Seite lautet wie folgt:

[Zitat]

Dieser Kurs führt in   die Theologie der Gesellschaftstransformation ein.
Welche Veränderungen   bringt eine ganzheitliche Mission aufgrund der Integration von Mission und   sozialem Wandel mit sich? Was bedeutet die inkarnatorische Dimension von   Liebe und Tat im Prozess der Transformation im jeweiligen gesellschaftlichen   und kulturellen Kontext für die Gemeinden, die Theologie und insbesondere für   die Missionstheologie? Stichworte wie Verantwortung, Ganzheitlichkeit,   Frieden und Gerechtigkeit werden aus biblisch-theologischer Perspektive   erörtert und gemeinsam diskutiert.
 
Themen des Kurses:
·           Theologie der Transformation 1 – 4   (Kontextuelle Theologie, Theologische Grundlegung des gesellschaftsrelevanten   Gemeindebaus, Ekklesiologie & Missiologie, öffentliche bzw. politische   Theologie etc.)
·           Transformation & Heil 1 – 2 (New Perspektive of Paul, Third Quest of Jesus,   Transformation & Eschatologie)
·           Transformation & Konsum („Theologie des   Konsums“, strukturelle Sünden)
·           Projekte (u.a. Fundraising)
[Zitate Ende]
Die Lern- und Qualifikationsziele werden w.f. verlautbart mit:
[Zitat]
 
·           Grundkenntnisse der Missionstheologie:   Theorie, Dimension und Praxis
·           Grundkenntnisse einer   gesellschaftlich-sozialverantwortlichen Theologie der Veränderung
·           Praxisbedeutung für gemeindliche   Veränderungsprozesse
·           Wahrnehmung der Dimensionen einer Theologie   der
·           Gesellschaftstransformation

[Zitat Ende]

nachzulesen auf der folgenden Web-Präsenz die auf das Kursangebot am BIT (Berliner Institut für urbane Transformation – Institutsleiter Dr. Rainer Schacke) hinweist:

BIT-urbane-Transformation

http://urbane-mission.blogspot.de/p/theologie-der-transformation.html

Wie schrieb doch gleich der Blog-Autor narjesus Emergente Nebelkerzentaktik um Johannes Reimer (narjesus) ? … wir müssen schon die Frage hartnäckig stellen: Gesellschaftstransformation, oder doch nicht? Transformation der Herzen, oder post-moderne Soziologie und Gesellschaftsveränderung vs. dem Evangelium Jesu Christi?

Die Protagonisten Prof. Dr. Johannes Reimer und Doktorvater ( an der UNISA) von dem treuen Schildknappen in Sachen Gesellschaftstransformation, Dr. Tobias Faix, haben uns mit widersprüchlichen oder diffusen Aussagen vielfältig beschäftigt , wir meinen Verneblungen, ihrer wahren Ziele: Die Einführung einer Ersatzreligion der Transformation und Missiologie, und wie beschrieben in den Arbeiten von Dr. Martin Erdmann, Rudolf Ebertshäuser, Georg Walter und im Tübinger Aufruf Weltevangelisierung oder Weltveränderung? von Prof. Dr. Peter Beyerhaus und anderen namhaften Theologen schärfstens abgelehnt wurden.

Siehe auch Artikel:

Nicht Ihr habt mich erwählt, oder etwa doch “gemeinsam für Berlin”? (S.Schad)

Die evangelikale Zerstörung des biblischen Glaubens (TOPIC)

Wie biblischer Glaube in Deutschland verändert werden soll (TOPIC)

Gesellschaftstransformation, oder die soziale Reparaturwerkstatt in “Gottes Reich” (S.Schad)

Wahrheit, Erkenntnistheorie und Evangelium nach Tobias Faix (narjesus)

facebook AntiDominionist google-plus AntiDominionist  S. Schad www.der-ruf.info

twitter AntiDominionist youtube AntiDominionist   15.04.2014

Kommentar verfassen