Der Ruf – Rick Joyner (Kevin Reeves)

(Quelle: http://theothersideoftheriver.com/Articles/CallQuest-de.shtml)

Der Ruf – Rick Joyner

Die Bücher Rick Joyners dem Wort GOTTES gegenübergestellt
Eine kritische Betrachtung

Von Kevin Reeves

A. W. Tozer sagte: „Ich bin ein bibeltreuer Christ, und wenn ein Erzengel mit einer Flügelspanne so breit wie eine Sternkonstellation, leuchtend wie die Sonne, käme und mir eine neue Wahrheit anböte, würde ich ihn nach einer Referenz fragen. Wenn er mir nicht zeigen könnte, wo das, worauf er sich bezieht, in der Bibel steht, würde ich ihn verabschieden und sagen: „Es tut mir leid. Sie führen keine Referenzen mit sich.“

In den letzten zehn Jahren hat es ein starkes Aufkommen selbsternannter „Propheten“ gegeben, die fantastische Erlebnisse wie Reisen in den Himmel, Reisen in die Hölle und lange, innige Dialoge mit dem auferstandenen HERRN JESUS für sich in Anspruch genommen haben. Eine Liste all derer, die diese großen und kleinen Privilegien für sich beansprucht haben, würde ein Buch füllen. Vorgegebene Träume und Visionen sind in den Mittelpunkt gerückt und fesseln zahlreiche ernsthafte Christen bis dahin, dass sogar der gesunde Menschenverstand zugunsten des Sensationellen über Bord geworfen wird.

Auch wenn GOTT in der Vergangenheit auf verschiedene Arten gehandelt hat, die dem natürlichen menschlichen Verständnis zuwiderlaufen und dies sehr wohl weiterhin tun kann, sollte doch klar sein, dass Er keine genaue Prüfung fürchtet. Wenn Wunder, Träume, Visionen oder Prophetien von einem Teil der Christenheit ausgehen, müssen sie geprüft werden. Um der Integrität des Namens CHRISTI und der Sicherheit seiner Herde willen müssen alle derartigen Erfahrungen auf ihren Ursprung hin überprüft werden. Ohne diese Sicherheit gehen die Schafe in die Irre und werden von den wilden Tieren des Feldes zerfleischt. Der Hirte, der seiner Aufsichtspflicht nicht nachkommt, hat seine gottgegebene Verantwortung aufgegeben und ist zu einem bloßen Mietling geworden (Johannes 10, 12-13). Das Gemeindeglied, das die Warnungen der Heiligen Schrift vor Irreführung unter den Auserwählten nicht beachtet, wird selbst zur Beute des Betrügers (Apostelgeschichte 20, 28-31).

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Da ich gerade erst, nach zwölf Jahren, eine Gemeinde verlassen habe, die von falscher Lehre durchdrungen ist, weiß ich aus eigener Erfahrung, welchen Schaden solche Lehre im Leib CHRISTI anrichten kann. Als kirchliche Gruppe waren wir buchstäblich auf jeder „Welle“ geritten, die heranschwappte, einschließlich derjenigen, die von „Der Letzte Aufbruch“ initiiert wurde. Dieses Buch wurde in einem von unserem Pastor geleiteten Hauskreis als Dogma gelehrt, in unseren Reihen als „Wort des HERRN“ angepriesen, und es zu lesen war fast ein Muss für jemanden, der eine leitende Funktion innehatte. Als ein Ältester mit einigen Jahren Erfahrung hörte ich ständig das nicht enden wollende Lob dieses Buches, doch niemand wollte sich mit spezifischen Fragen, die regelmäßig zum Inhalt des Buches gestellt wurden, auseinandersetzen. Wenn eine problematische Lehre angesprochen wurde (und das geschah selten genug), wurde die Besorgnis der Person im Grunde als geistliche Unreife abgetan. Oft war ich von dieser Haltung persönlich betroffen.

Es ist kein Zufall, dass Paulus von der durchsäuernden Auswirkung von Sünde sprach (1. Korinther 5,6). Wenn nicht sofort etwas unternommen wird, frisst falsche Lehre um sich wie ein Krebs (2. Timotheus 2,16-18), und da die Wahrheit natürlich das erste Opfer ist, wird sich die Gemeinde noch mehr von der einfachen Erkenntnis JESU CHRISTI weg wenden und sich verlockenden Fabeln hingeben (2. Timotheus 4,3-4), die auf Sinneswahrnehmung beruhende Erfahrungen anregen sollen. Diese Entwicklung ist eine unvermeidliche Abwärtsspirale, und die Briefe des Neuen Testaments sind voller Warnungen an die Kirche, in einer Welt der Kompromisse und des unaufhörlichen geistlichen Verfalls die Wahrheit festzuhalten.

Das Ziel dieser kritischen Betrachtung liegt nicht darin, Streit heraufzubeschwören oder Anklage zu erheben, sondern das kritisch zu untersuchen, was von vielen als Lehrmeinung akzeptiert wird und es im Licht der Heiligen Schrift zu betrachten. Wir werden in 1. Thessalonicher 5,21 ermahnt: „ Prüft aber alles, das Gute haltet fest.“ Ich denke auch nicht, dass meine Äußerungen unfehlbar sind. Die Heilige Schrift sollte allerdings für sich sprechen. Sie ist unser Senkblei, unser unverrückbares Maß aller geistlichen Dinge. Ohne sie werden wir „von jedem Wind der Lehre“ umher geworfen (Epheser 4,14), und betreten bereitwillig das Reich des Erfahrbaren. Erfahrungen sind gut, müssen aber im Kontext der Bibel, dem Wort GOTTES, bleiben. Wir sollen „nicht über das hinaus […] denken, was geschrieben ist…“. (1. Korinther 4,6)

Ich habe das Buch „Der Ruf“ genauestens untersucht, es mit Rick Joyners vorherigem Buch „Der Letzte Aufbruch“ verglichen und beide dem Wort GOTTES gegenübergestellt. Nach der endgültigen Analyse, und meiner Meinung nach, können die Bibel und Rick Joyners „Vision“ nicht beide stimmen. Wenn eine „Offenbarung“ nicht dem unfehlbaren Wort GOTTES entspricht, ist die „Offenbarung“ falsch, denn es heißt in Römer 3,4: „GOTT ist wahrhaftig, jeder Mensch aber Lügner.“

Es ist sehr wichtig, sich bewusst zu machen, dass Rick Joyner im Vorwort zu „Der Ruf“ darauf hinweist, dass er einige zweifelnde Reaktionen von Leuten, die sein erstes Buch „Der Letzte Aufbruch“ gelesen haben, erhalten hat, und dass er nun die Dinge klarstellen will. Das bedeutet, dass er die in „Der Letzte Aufbruch“ dargelegten Anmerkungen und Lehren hat verteidigen müssen, da das Buch anscheinend sehr viel Kontroversen unter den Lesern hervorgerufen hat, trotz gegenteiliger Presse aus den charismatischen Kreisen. Er widerspricht rundweg einigen seiner vorigen Aussagen aus „Der Letzte Aufbruch“, obwohl die „Vision“ sogar auf der „Trance-Ebene“ erfolgt sein soll bzw. zwei Ebenen höher als die Ebene der Inspiration, unter der die Apostel das Neue Testament verfassten! Genau das behauptet er auf den ersten Seiten des Buches „Der Letzte Aufbruch“. „Der Ruf“ ereignete sich ebenfalls auf dieser angeblichen „vierten Ebene“ von Offenbarung und deckt noch einiges mehr an Spätregenlehren Joyners auf als das vorhergehende Buch. Die Spätregenlehre wurde vom General Council (Generalrat) der Assemblies of God 1949 aufgrund der Irrlehren der Bewegung abgelehnt. An vorderster Front der Spätregenlehre stehen die Leugnung der Entrückung der Gläubigen, die falsche Lehre, dass die Kirche auf der Grundlage der heutigen Apostel und Propheten gegründet ist und das Herrschaftsmandat, das behauptet, dass die Kirche die Welt überwinden und alles Böse zerstören muss, was die Wiederkunft JESU verhindert; dass, wenn die Kirche schließlich mit allen Feinden des Glaubens fertig geworden ist, CHRISTUS vom Himmel freigegeben wird, um zurückzukommen, und wenn dies erfolgt, die Christen Ihm die Welt als Seinen Fußschemel übergeben werden.

Selbst ein flüchtiges Lesen von 1. Thessalonicher 4,15-18 enthüllt die Entrückung der Gläubigen dem HERRN entgegen; dieser Abschnitt ist so klar, dass er gegenteilige Auslegung widerlegt. Epheser 2,20 besagt, dass die Kirche bereits auf der Grundlage der Propheten und Apostel der Kirche des ersten Jahrhunderts, die die Lehre des heute abgeschlossenen Kanons der Heiligen Schrift begründet haben, aufgebaut wurde. Dieser Abschnitt hat nichts mit den so genannten „heutigen“ Aposteln und Propheten zu tun. Und zur Herrschaft sagt Hebräer 1,13, dass der Vater Derjenige ist, Der die Feinde CHRISTI hinlegen wird als Schemel Seiner Füße.

Es gibt noch viele andere Irrlehren, die aus der Spätregenbewegung hervorgegangen sind und Eingang in die heutige Kirche gefunden haben. Die oben angeführten Lehren dienen lediglich als Beispiel. Eigentlich geht es hier nur um persönliche Macht. Sehen wir den Tatsachen ins Auge – viele Menschen würden viel lieber in der Kraft, Salbung und überwindenden Autorität wandeln, um die Gegner zu vernichten (wie die Spätregenbewegung geltend macht), statt wie der „Abschaum der Welt“ zu sein, von dem 1. Korinther 4,13 spricht. Tatsächlich befähigt uns der Heilige Geist zum Werk des Dienstes, aber wenn es um die Herrschaft über die Welt geht, tut mir leid, Kirche, das wird nicht passieren. CHRISTUS hat den Teil des Gerichts Sich Selbst vorbehalten.

Sollten meine Bemerkungen verletzend wirken, ist das nicht beabsichtigt. Als pfingstlicher Gläubiger, der entschieden an der neutestamentlichen Lehre über die Taufe im Heiligen Geist und dem Wirken der Geistesgaben heute festhält, verfolge ich hier keine eigenen Interessen. Ich habe lediglich den Wunsch, die Lehre Rick Joyners in „Der Ruf“ kritisch zu betrachten. Man darf nicht vergessen, dass er behauptet, es handele sich hierbei um eine direkte Vision von GOTT, er sei in den dritten Himmel entrückt worden als Antwort auf ein jahrzehntelanges Gebet, und er habe JESUS CHRISTUS von Angesicht zu Angesicht gesehen. Als Christen sind wir vor eine ganz einfache Wahl gestellt: entweder hatte Rick Joyner diese Visionen und ist ein echter Prophet GOTTES, oder er hatte keine Visionen und ist entweder irregeleitet oder ein Lügner. Wenn er ein Prophet ist, müssen wir jedes Wort in „Der Letzte Aufbruch“ und „Der Ruf“ beachten, da es sich hierbei um das Wort des HERRN für Seine Kirche handelt. Wenn Joyner diese Visionen nicht hatte oder sie von einem Geist der Lüge stammen, dann müssen sie als solche entlarvt werden, und die Kirche JESU CHRISTI muss vor ihnen gewarnt werden. Dies steht in Einklang mit der ernsten Anordnung in Epheser 5,11, wo es heißt: „Habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß.“

Betrachtung des Buches „Der Ruf“ von Rick Joyner

Seite 12/13 – Joyner spricht von falscher und richtiger Prophetie. Er sagte, GOTT möchte, dass wir zwischen Richtig und Falsch unterscheiden lernen und dass alles, was wahr ist von allem, was falsch ist, auf die Probe gestellt werde, damit die Wahrheit gereinigt werde. Das ist eine rätselhafte Aussage. Das, was wahr ist, ist bereits rein und hat keine weitere Reinigung nötig.

Seite 13 – Joyner schreibt, dass diejenigen, die die Wahrheit lieben, herausfinden werden, was wahr ist. Dies muss in Bezug auf seine „Vision“ verstanden werden und wirft die Frage auf: „Welchen Maßstab wenden wir zur Unterscheidung an?“ Sonst war das immer die Heilige Schrift. Und, falls es sich hierbei um eine Trance/Vision handelte, ist dann manches davon nicht wahr? Die Andeutung des Autors scheint darauf hinzudeuten, dass das sehr gut möglich ist, da er uns ermahnt, die Genauigkeit der Vision zu prüfen.

Seite 14/15 – Sowohl in „Der Letzte Aufbruch“ als auch in „Der Ruf“ gibt Joyner einen klaren Hinweis auf die Grundlage seines Dienstes, wenn er sagt, dass vieles in seinem Leben und geistlichen Dienst sich völlig auf prophetisches Reden über ihm gründet. Dazu gehört Wegweisung für die Orte, an denen er dienen soll bzw. für seinen Reisedienst. Ist das biblisch, oder sollten wir uns bei unseren Entscheidungen nicht stärker auf das offenbarte Wort GOTTES stützen? Wenn ich mir jedes „prophetische Wort“, das in den letzten zwölf Jahren über mir ausgesprochen wurde, zu Herzen genommen hätte, wäre ich der „gesalbteste“, erstaunlichste Gläubige, den ich persönlich kennen würde. Und ich würde in einer dem Teufel wehrenden, evangelistischen und übernatürlichen Kraft in meinem täglichen Leben wandeln. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass – obwohl ich in gewisser Hinsicht in dieser Kraft wandle – die meisten dieser so genannten „Worte des HERRN“ ein Reinfall waren. 5. Mose 18,22 könnte hier sehr wohl greifen.

Seite 15 – Er bemerkt, dass das Wort GOTTES (die Heilige Schrift) „nie dazu gedacht [war], Prophetie zu ersetzen“. Was meint er damit? Ist Prophetie unentbehrlich, wenn sie neben das Wort gestellt wird? Meines Wissens nach sollen wir „… nicht über das hinaus […] denken, was geschrieben ist.“ (1. Korinther 4,6). Das hat er eindeutig und wiederholt getan; er ist über die Heilige Schrift hinausgegangen, indem er Dinge behauptet, die bestenfalls nicht nachweisbar sind.

Seite 17 – Hier kommt Joyner zu einem der wesentlichsten Aspekte seiner Ausarbeitung – der Beantwortung der Fragen über seine Gemeinschaft mit den Geistern der verstorbenen Heiligen. Er verweist auf die Begegnung von Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung mit JESUS und darauf, dass der HERR mit ihnen sprach. Er bringt dann einen Vergleich zwischen seinen (Joyners) Erlebnissen im „dritten Himmel“ und der Begegnung auf dem Berg der Verklärung. Doch dieser Bereich gehört GOTT, und JESUS ist GOTT. Sicherlich spricht GOTT mit den Geistern derer, die in den Himmel gegangen sind, denn Er ist in ständiger Gemeinschaft mit ihnen. Doch Mose und Elia (der nicht starb, sondern in den Himmel entrückt wurde) sprachen nie direkt zu den Jüngern, um ihnen Weisheit zu verleihen oder die Schriften verständlich zu machen. Dieses Gebiet der Kommunikation ist GOTT allein vorbehalten. Joyner unterlässt es, gerade die einzige Bibelstelle zu erwähnen, die jemanden zeigt, wie er versucht, Weisheit von den Toten zu erlangen (König Saul, der in 1. Samuel 28 ein Medium kontaktiert) und deswegen sein Leben einbüßt.

Seite 18 – Dasselbe Szenario. Er erwähnt, dass viele, die sein Buch gelesen haben (obwohl er nicht angibt, wer sie sind), den Apostel Johannes als den Vorläufer von Joyners Erlebnissen in der Interaktion mit Geistern von verstorbenen Heiligen ansahen. In Offenbarung 22,8 wird uns aber überhaupt nicht gesagt, dass der, vor dem Johannes sich niederwarf, etwas anderes als ein Engelwesen war. Ich persönlich bin nie auf den Gedanken gekommen, dass dieses Wesen der Geist eines verstorbenen Heiligen wäre, auch kenne ich sonst niemanden, der diese Stelle so ausgelegt hat. Keine einzige Bibelstelle deutet überhaupt darauf hin, dass wir Offenbarungen von den Geistern der Toten bekommen sollen, weder auf der Erde, noch (gegebenenfalls) im dritten Himmel. Meiner Meinung nach ist Joyners Versuch, aus dem Engel in der Offenbarung einen verstorbenen Heiligen zu machen, eine Ausrede für seine fragwürdigen Lehren in „Der Letzte Aufbruch“.

Seite 18 – Er sagt, er zweifelt daran, dass er während der Vision mit wirklichen Menschen sprach. Warum stellt er das jetzt in Frage? In „Der Letzte Aufbruch“ war er sich dessen sicher. Ohne zu zögern sagte er das. Auch behauptete er, dass JESUS ihn in den dritten Himmel entrückte, als Antwort auf Joyners 25 Jahre langes Gebet. Er ließ JESUS genau das auf Seite 48 in „Der Letzte Aufbruch“ sagen. Der „dritte Himmel“ ist keine Allegorie, sondern ein tatsächlich existierender Ort, der von sehr realen Wesen bewohnt wird. Sagt er nun, dass JESUS sich in dem, was er Joyner sagte, geirrt hat?

Seite 18/19 – Er wiederholt seine vorherigen Aussagen, indem er sagt, er fange an zu glauben, dass diese Teile der „Vision“ vielleicht nur „prophetische Erfahrungen“ gewesen seien und dass er nicht mit wirklichen Personen gesprochen habe. In „Der Letzte Aufbruch“ war er jedoch in diesem Punkt unnachgiebig. Es waren reale Personen – Paulus, Menschen, die er gekannt hatte (einschließlich einer Person, deren Tod ihm gar nicht bekannt gewesen war), und große Reformatoren. Er schreibt dies kompromisslos in „Der Letzte Aufbruch“. Warum überlegt er es sich jetzt anders?

Er äußert ebenfalls, dass alles sehr schnell verblasste, bis dahin, dass er sich der Glaubhaftigkeit seines Zeugnisses nicht mehr sicher war.

Diese Aussagen werfen einige schwerwiegende Probleme auf, wenn man sie mit den wiederholten Feststellungen in „Der Letzte Aufbruch“ vergleicht, er habe den Großteil dieser Offenbarungen in einem Trancezustand empfangen, der, so Joyner, die höchste Form prophetischer Offenbarung ist. Könnte wohl jemand diese Visionen vergessen? Und wenn Joyner wirklich in Sorge darum gewesen wäre, dass er sie vergessen könnte, hätte er diese Offenbarungen für sich behalten sollen, statt die Leser herausfinden zu lassen, was richtig war und was falsch. Man muss bedenken, dass er immer wieder behauptet hat, er habe mit dem HERRN JESUS CHRISTUS von Angesicht zu Angesicht gesprochen, und dass dies CHRISTI Worte gewesen seien. Würden Sie eine solche persönliche Begegnung mit dem auferstandenen HERRN der Herrlichkeit vergessen?

Seite 19 – Er hinterfragt seine eigene Glaubwürdigkeit und sagt hier, dass „meine Lieblingslehrmeinungen oder eigenen Vorurteile“ sich „leicht“ auf den Inhalt des Buches „Der Ruf“ ausgewirkt haben könnten. Ich hoffe, dass die Apostel, die die unfehlbaren Schriften auf einer „niedrigeren Ebene“ von Offenbarung niederschrieben, alles richtig und genau verstanden hatten, bevor die Offenbarung verblasste! Seite 19 – Uns wird hier gesagt, wir sollen alles in dem Buch „beiseite lassen, was nicht vom Herrn ist.“ Joyner sagte aber in „Der Letzte Aufbruch“, dass die Offenbarung oder Trance vom Geist GOTTES stammte, er mit JESUS von Angesicht zu Angesicht gesprochen, von seinem Kelch getrunken, Gemeinschaft mit Engeln und den Geistern der Heiligen gehabt hatte, und JETZT sagt er, manches könne falsch sein?!

Dies unterstreicht ein großes Problem mit gegenwärtigen charismatischen Praktiken. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie oft wir von der Kanzel ermahnt wurden, „das Fleisch zu essen und die Knochen auszuspucken.“ Ich schäme mich, zugeben zu müssen, dass ich das auch predigte, bevor ich aus all diesem Trug herauskam. Sagen Sie mir, wo findet sich diese Art der Argumentation in der Heiligen Schrift? Im Gegenteil, wir werden immer wieder ermahnt, dafür zu sorgen, dass unsere Lehre unverfälscht ist (2. Timotheus 3,16-17), törichte Fragen abzuweisen, die Streitigkeiten erzeugen (1. Timotheus 6,20; 2. Timotheus 2,23) und nicht Fleisch und Geist zu vermischen (Römer 8,7; Galater 5,17). Den Gemeindegliedern oder den Lesern die Last aufzuerlegen, die Lehre durchzusieben, um das Richtige vom Falschen zu trennen (so, wie Joyner das tut), bedeutet eine völlige Aufgabe der Rechenschaftspflicht des Bibellehrers (Jakobus 3,1).

Entweder sah Joyner den lebendigen CHRISTUS und unterhielt sich mit Ihm, oder er tat es nicht. Darauf zu beharren, dass es so war, jedoch manches der Botschaft CHRISTI falsch verstanden zu haben, ist unglaublich! Ist der HERR JESUS in der Lage, dafür zu sorgen, dass Seine Diener treu sind bei der Niederschrift der genauen Gedanken und Anweisungen GOTTES? Wenn nicht, dann ist er nicht der JESUS der Bibel.

Auf Seite 13 des Buches „Der Letzte Aufbruch“ spricht Joyner von „Eindrücken“. Wiederum wird viel über „Ebenen“ geredet, etwas, von dem die Schreiber der biblischen Bücher nie etwas gehört hatten. Als GOTT Sein Wort diktierte, wurde es treu niedergeschrieben, ob diese Erfahrung durch eine Trance, eine Vision, einen Traum oder durch Meditation über Ihn gemacht wurde. Joyner behauptet, dass jeder auf der „Ebene“ von „Eindrücken“ von seinen eigenen Gefühlen, Wünschen, lehrmäßigen Neigungen usw. beeinflusst werden kann. Er sagt auch, dass er es sich zu einer Gewohnheit gemacht habe, nicht den Ausdruck „So spricht der HERR“ zu benutzen. Doch nach seiner eigenen Aussage war er auf „Ebene 4“, der angeblich höchsten Stufe der Offenbarung, und er erzählt oft, dass JESUS Selbst ihm viele Dinge sagte, die er in beiden Büchern aufzeichnet. Was ist der Unterschied zwischen „Der HERR sagt“ und „So spricht der HERR“? Ich würde sagen, es gibt keinen. In „Der Letzte Aufbruch“ erweckte er den uneingeschränkten Eindruck, dass es auf dieser Ebene von Offenbarung über das, was er empfangen hatte, keinen Irrtum geben kann.

Auf Seite 15 in „Der Letzte Aufbruch“ wiederholt er, dass er diese Offenbarungen größtenteils im Trancezustand empfangen habe. Auf der gleichen Seite gibt er ebenfalls an, dass er Erfahrungen gemacht habe – „…eine enorm gesteigerte Form der Gabe der Unterscheidung und des Wortes der Erkenntnis.“ Klarer als im „wirklichen Leben“, womit er erneut die Echtheit der Vision bestätigt. Er behauptet auch, er habe 25 Jahre lang darum gebetet, in den dritten Himmel entrückt zu werden, und in dieser Vision bestätigt der HERR, dass er damit tatsächlich Joyners Gebet beantwortet habe. Würden Sie etwas von dem vergessen, was Sie im dritten Himmel erlebt hätten? Vierzehn Jahre, nachdem der Apostel Paulus in den dritten Himmel entrückt worden war, erinnerte er sich im Einzelnen daran, und er war immer noch so beeindruckt, dass er das Erlebnis nicht einmal in Worte fassen konnte (2. Korinther 12,1-4).

Seite 29 – Er schrie zum HERRN und war fast sofort Seite an Seite mit CHRISTUS. Neutestamentliche Beispiele von Begegnungen mit dem auferstandenen CHRISTUS sind äußerst selten und die Wirkung der Offenbarung dauert ein Leben lang an. Vergleichen Sie diese beiden Aspekte mit „Der Letzte Aufbruch“ und „Der Ruf“, wo Joyners Begegnungen mit CHRISTUS häufig sind und die Offenbarungen schnell verblassen, so dass er die Genauigkeit der Vision in Frage stellt.

Es ist unbedingt notwendig, sich im Klaren darüber zu sein, dass „Der Letzte Aufbruch“ sofort ein Bestseller auf dem christlichen Markt geworden ist und reißenden Absatz gefunden hat. Er ist vermutlich in die Hände von Millionen von Gläubigen gelangt, da wir wohl davon ausgehen können, dass ein Exemplar von Einem zum Nächsten weitergegeben wird, wie das in meiner früheren Gemeinde der Fall war. Nun zu sagen, dass manches der dargelegten Lehre falsch sein könnte, doch dann nicht bereit zu sein, das Buch zurückzurufen und andere vor dem Inhalt zu warnen, ist unerhört. „Der Letzte Aufbruch“ und „Der Ruf“ werden von vielen in den charismatischen Kreisen als reine Lehre behandelt, die von ihnen vehement als „das Wort des HERRN für die Kirche heute“ verteidigt wird.

Seite 32 – Er trifft Lot

Seite 35 – Joyner trifft Jona, der ihm erzählt, dass GOTTES Gegenwart Sünde in ihm aufgedeckt habe und er deshalb das Gefühl gehabt habe, er müsse nach Tarsis rennen. Die Schrift scheint aber sehr stark anzudeuten, dass Jona vor dem HERRN fortlief, nicht weil seine Sünde aufgedeckt wurde, sondern weil Jona nicht in Ninive prophezeien wollte (Jona 3,10 – 4,1-2).

Seite 41 – Lot spricht über die Kraft der Predigt, die der Kirche in den letzten Tagen gegeben werden wird und durch die viele sich zum HERRN hinwenden werden. Matthäus 24; 2. Thessalonicher 2,1-12; 2. Timotheus 4,1-4 behaupten etwas anderes.

Seite 54 – Er trifft Abel

Seite 55 – Er trifft Adam – Die berühmten biblischen Persönlichkeiten, von denen Joyner behauptet, mit ihnen gesprochen zu haben, erschweren die Glaubwürdigkeit. Interessant ist, dass er die biblischen Charaktere mit Namen nennt, das ist in „Der Letzte Aufbruch“ allerdings nicht der Fall mit den berühmten Kirchenreformatoren, die er trifft. Warum nicht?

Seite 57/58 – Diese superapostolische Lehre zeigt sich auch, als Joyner Adam über die Hungersnöte, Erdbeben und Kriege befragt, die auf Erden ausgelöst werden würden von – nein, nicht GOTT, sondern – Sie haben es erraten – der elitären Gruppe erhabener, überwindender Gläubiger der letzten Tage. Auch das wiederum steht einzig und allein GOTT zu. Das Buch der Offenbarung stellt in Kapitel 16,1 klar dar, dass die Engel die Schalen des Zornes GOTTES auf die Ungläubigen ausgießen, und das erst auf Befehl der lauten Stimme aus dem Tempel im Himmel. Wir können vermuten, wer das ist, und es sind nicht die „Apostel“ und „Propheten“ der Endzeit. Die Tatsache, dass die Geister der verstorbenen Heiligen Joyner von diesen christlichen Supermännern erzählen, während er im dritten Himmel ist, ist sehr aufschlussreich, doch die Vorstellung, dass ein solches Volk existieren würde, ist der Bibel total fremd.

Seite 59/60 – Joyner scheint mit mehr Offenbarungen der Propheten vertraut zu sein als jeder andere Mensch, der jemals gelebt hat! Adam beschreibt sein Leben auf der Erde – dies geht weit über die Grenzen der Bibel hinaus.

Seite 60 – Adam beeindruckt Joyner mit noch mehr angeblichen Heldentaten der christlichen Endzeittruppe. Dieser Teil ist eigentlich etwas erschreckend, da Adam behauptet, dass Satan zwar geprahlt habe, CHRISTUS könne die Menschen nicht ändern, in der Finsternis und Bosheit der letzten Tage GOTTES Auserwählte aber ein lebendiges Zeugnis dafür sein würden, dass sie nicht nur von Sünde rein gewaschen sind, sondern dass JESUS sie auch von Sünde befreite. Er sagt dann, dass durch GOTTES Gesalbte „… er die ganze Erde von Sünden befreien“ wird.

Wird GOTT Menschen gebrauchen, um die Erde von Sünde zu befreien? Darüber muss man sich wirklich Gedanken machen. Das bibeltreue Christentum geht seit zwei Jahrtausenden davon aus, dass am Ende des Zeitalters CHRISTUS leibhaftig zurückkehren wird, um Sein Königreich unter den Menschen aufzurichten und dass GOTT die Feinde CHRISTI zum Schemel Seiner Füße machen wird (Hebräer 1,13). Die Vorstellung, dass eine sündlose Kirche (vgl. 1. Johannes 1,8), die in übernatürlicher Kraft von einer noch nie da gewesenen Art wandelt, diese Welt von Sünde befreien wird, widerspricht dem unfehlbaren Wort GOTTES völlig.

In „Der Letzte Aufbruch“ und „Der Ruf“ wird der Fokus von CHRISTUS weg auf eine Elitetruppe von Aposteln und Propheten geschoben, die laut Joyner in den letzten Tagen aufstehen werden. Dies steht in völligem Widerspruch zur Heiligen Schrift. Laut Joyner wird diese Gruppe der letzten Tage mehr Kraft haben und in stärkerer „Salbung“ wandeln als jede Generation vor ihr. Vergleichen Sie das mit Matthäus 24, wo JESUS sagt, dass die letzten Tage eine Zeit großer Bedrängnis sein werden, und „ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen“ (Vers 9). Vergleichen Sie dies mit Markus 13, Lukas 17 und 2. Timotheus 3,12. Alle Berichte in den Evangelien und Briefen sagen bezüglich der letzten Tage Prüfungen und Versuchungen für die treuen Gläubigen in CHRISTUS voraus.

Zu den unbesiegbaren Aposteln: Denken Sie daran, wie Paulus sein Leben und das derer, die mit ihm waren, in 1. Korinther 4,9-13 beschreibt: „Denn mir scheint, dass GOTT uns, die Apostel, als die Letzten hingestellt hat, wie zum Tod bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als Menschen. Wir sind Narren um CHRISTI willen, ihr aber seid klug in CHRISTUS; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet. Bis zur jetzigen Stunde leiden wir sowohl Hunger als Durst und sind nackt und werden mit Fäusten geschlagen und haben keine bestimmte Wohnung und mühen uns ab und arbeiten mit unseren eigenen Händen. Geschmäht, segnen wir; verfolgt, dulden wir; gelästert, reden wir gut zu; wie Auskehricht der Welt sind wir geworden, ein Abschaum aller bis jetzt.“

Lesen Sie die Stellenbeschreibung und versuchen Sie dann, sie mit der in „Der Ruf“ in Einklang zu bringen. Glauben wir ernsthaft, dass GOTT Seinen Standard des Aposteldienstes verändert hat?

Seite 56 – Auch hier ist die Kraft in den letzten Tagen das Thema. Adam erzählt Joyner von der Gruppe von Propheten, die in den letzten Tagen erweckt werden und die darüber entscheiden werden, wo GOTT sich gnädig erweist und wo Sein Zorn entbrennt. Doch dies ist etwas, was nur GOTT zusteht. Der Mensch verteilt nicht GOTTES Güte oder Vergeltung. Die Heilige Schrift sagt in 2. Mose 33,19: „[Ich werde] mich erbarmen, über wen ich mich erbarme“, und das ist auch die Aussage von Römer 9,16. Auf Seite 57 sagt Adam, dass GOTT Sich Selbst durch die Heldentaten Seiner „Auserwählten“ offenbaren werde. Joyner behauptet immer wieder, dass es ein Volk, eine Elitetruppe von Aposteln, Propheten und Überwindern geben wird, die erweckt werden, um Autorität auszuüben und Nationen dazu zu veranlassen, sich ihnen unterzuordnen. Absolut nirgends im Neuen Testament finden wir etwas, das dieses Argument stützen würde. Stattdessen wird uns berichtet, dass dem Tier (dem Antichrist) Autorität gegeben wird, „…mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden…“. (Offenbarung 13,7)

Seite 63 – Laut Joyner sagte der HERR: „Weil du nicht die Heilige Schrift schreibst, werden die Worte, die du niederschreibst, dich in sich tragen.“ Joyner ist jedoch angeblich auf einer höheren Ebene der Offenbarung als die Apostel, als sie die unfehlbaren Schriften niederschrieben. Joyners Worte sollten folglich sogar mehr Gewicht haben als die Schriften der Apostel.

Seite 83 – Als er in seiner „Vision“ mit einem jungen schwarzen Mann spricht, erzählt Joyner ihm, dass JESUS nicht der GOTT des weißen Mannes war, weil CHRISTUS selbst nicht einmal weiß war. Die Heilige Schrift schweigt sich dazu aus. Da es heute noch hellhäutige Araber und Israeliten gibt, gab es sie vielleicht auch zu der Zeit JESU. Es handelt sich um einen außerbiblischen Aspekt.

Seite 144/145 – Joyner erklärt: „Ich sah den Vater.“ Er beschreibt GOTT detailliert, was, soweit ich weiß, nicht einmal die Schreiber der Bibel taten. Das erste Kapitel des Johannesevangeliums sagt uns in Vers 18: „Niemand hat GOTT jemals gesehen.“ Man könnte argumentieren, dass die Schrift keine Anwendung findet, da Joyner im Geist war, doch bestenfalls ist das nur eine Vermutung oder Theorie. In 2. Mose 33,20 sagt GOTT außerdem: „…kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben.“ Nach Joyners Aussage sah er sogar das Gesicht des Vaters, er erwähnt nämlich ausdrücklich die Krone auf dem Haupt des Vaters.

Seite 150/151 – Der Apostel Paulus spricht mit Joyner und erzählt ihm Dinge, derer sich die Kirche zweitausend Jahre lang nicht bewusst war, nämlich, dass Paulus sich am Ende seines Lebens wie ein Versager fühlte. Die Erinnerung an den Märtyrertod des Stephanus zu Paulus’ Füßen Jahre zuvor führte dazu, dass, wie Paulus sagte, die Gnade GOTTES über ihn kam und sein „letzter Tag auf Erden der wunderbarste von allen“ war. Einiges daran wundert mich. Zum einen ist nie ganz bestätigt worden, weder von der Heiligen Schrift noch von geschichtlichen Verweisen, dass Paulus tatsächlich hingerichtet wurde. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass es so war, doch wieder macht Joyner den Sprung von der Wahrscheinlichkeit zur Sicherheit, und wir müssen unser Vertrauen allein in sein Wort setzen. Außerdem möchte ich noch augenzwinkernd auf einen kleineren Punkt eingehen: die Heilige Schrift sagt an keiner Stelle, dass Stephanus zu Paulus’ Füßen starb, sondern es heißt in Apostelgeschichte 7,58: „Und als sie ihn (Stephanus) aus der Stadt hinausgestoßen hatten, steinigten sie ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes mit Namen Saulus.“ Nicht Stephanus’ Körper lag zu Paulus’ Füßen, sondern Kleidung! Da er ein religiöser Jude von höchstem Format war (Philipper 3,4-6), wäre Paulus wohl kaum in die Nähe eines toten Körpers gegangen und das Risiko eingegangen, ihn zu berühren und dadurch unrein zu werden. Wenn Joyners „Paulus“ sich an ein solch nebensächliches Detail nicht erinnern konnte, würde ich zögern, ihm bei den wichtigen Themen zu vertrauen.

Joyners Paulus sagt ebenfalls, dass er sich wie ein Versager fühlte, aber 2. Timotheus 4,7-8 klingt eher triumphierend. Er wusste, wohin er ging und war zufrieden damit, dass er „…den guten Kampf gekämpft“ hatte.

Auf den Seiten 151-153 zieht Joyner den Mantel der Demut aus und alle Heiligen verschwinden. JESUS sagt, dass wegen des Ablegens des Mantels Joyner „eine wichtige Offenbarung verpasst“ habe. Wer sollte das Betreffende denn offenbaren? Sollten es die verstorbenen Heiligen sein, wäre dies von der Heiligen Schrift her verboten. Sollte CHRISTUS es offenbaren, ist die Frage: Bestraft Er jemanden für einen Fehler, und enthält Er ihm eine Offenbarung vor, die denjenigen in seinem geistlichen Wandel weiterbringen würde?

Meiner Meinung nach gibt es mit den beiden Büchern Joyners große Probleme in Bezug auf diese „Vision“. Er würde uns dazu bringen zu akzeptieren, dass JESUS ihn in den dritten Himmel entrückte, er von Angesicht zu Angesicht mit CHRISTUS sprach, Geister großer christlicher Reformatoren und sogar von Menschen aus seiner Zeit, die entschlafen sind, mit ihm sprachen und ihm ihr Leben auf Erden offen legten, dass er von Weisheit geleitet wurde und Weisheit hatte, die ihm von Engeln verliehen wurde, und dass all das auf der (wie er es nennt) höchsten Ebene von Offenbarung geschah; er uns dann in „Der Ruf“ sagt, dass wir all dies durchsehen und entscheiden müssen, welche von ihm dargelegten Aspekte stimmen und welche nicht! Wenn Sie sagen „Der HERR sagte“ (wie Joyner das wiederholt in beiden Büchern tut), dann verleihen Sie Ihrer Aussage himmlisches Gewicht. Wenn Sie jedoch im nächsten Atemzug die Verlässlichkeit der Offenbarungen leugnen, zerstören Sie damit effektiv Ihr Zeugnis.

Frage: Wenn Rick Joyners Bücher allein auf der Grundlage ihres Zeugnisses beurteilt werden sollten, würden sie dann vor einem Untersuchungsgericht bestehen können, ohne Schaden zu leiden?

2 Kommentare

  1. Frage: Wenn Rick Joyners Bücher allein auf der Grundlage ihres Zeugnisses beurteilt werden sollten, würden sie dann vor einem Untersuchungsgericht bestehen können, ohne Schaden zu leiden?

    Antwort: Rick Joyner muß sich nicht vor einem Untersuchungsgericht mit seinen Büchern verantworten, sondern vor dem heiligen Gott. Er wird nur dann keinen Schaden erleiden, wenn er Jesus Christus als seinen Erlöser angenommen hat, alle seine Sünden ihm bekannt und bereut hat, und die Bibel als Gottes heilige Wort für sein Leben anerkannt hat, ohne an irgend einer Stelle sie zu kritisieren, Aussagen aus dem Zusammenhang zu reisen und in Demut und Sanftmut nach Gottes Wort zu handeln.

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