newsletter Verax-Institut: Die Umrisse der christlichen Mission (Dr. Martin Erdmann)

(Quelle: Dr. Martin Erdmann www.veraxinstitut.ch)

Themen:

° Die Umrisse der christlichen Mission

° Interview von Dr. Martin Erdmann mit Dr. Chris Little (Videos)

Liebe Freunde des Verax Instituts

° Die Umrisse der christlichen Mission

Was denken Sie, wenn Sie folgende Aussage hören: In dem großen Land USA, in dem so viele Pastoren und Missionare in christlichen Hochschulen ausgebildet werden wie in keinem anderen Land der Erde, gibt es nur noch einen einzigen Professor der Missiologie, der der Verkündigung des Evangeliums höhere Priorität beimisst als dem sozialen Engagement und der sich auch in der Öffentlichkeit mit Artikeln und Büchern dazu bekennt. Nun gut, ich weiß nicht, wie Sie darüber denken. Vielleicht zweifeln Sie sogar am Wahrheitsgehalt dieser Aussage. Ich sage Ihnen, wie ich darüber denke: Diese Aussage ist völlig richtig. Ich kenne diesen Professor persönlich. Kürzlich machte ich ein Interview mit ihm in seinem Büro an der Columbia International University. Er heißt Dr. Chris Little. Keiner seiner Kollegen an diesem Seminar teilt seine Ansicht. Der Rektor hat ihn noch nicht entlassen, weil ihm seine Einstellung gefällt. Diese war die traditionelle Position, die für das Seminar seit seiner Gründung vor knapp 90 Jahren richtungsweisend war.

Wahrscheinlich gibt es noch weitere Professoren der Missiologie, die ebenfalls von der Priorität der Evangelisation ausgehen, in der öffentlichen Debatte über diese Position hört man aber deren Stimme nicht. In einem gewissen Sinne verhalten sie sich klug, dass sie ihre wahre Ansicht verbergen, denn diese wurde von den Dekanen und Rektoren der Seminare, den Vorstandsmitgliedern und Unterstützern längst verworfen. Es ist auch kein Geheimnis, dass die meisten nordamerikanischen Missionsgesellschaften nur zögernd einen Missionskandidaten annehmen würden, der sich für die Priorität der Evangelisation ausspricht. Wenn Sie mir das nicht glauben, nehmen Sie einfach Kontakt zu einer evangelikalen Missionsgesellschaft auf und fragen nach. Sie können auch das Leitbild und die Strategie der Missionsgesellschaft auf deren Homepage lesen. Schnell werden Sie feststellen, welche Ansicht vertreten wird.

Ich teile völlig die Ansicht von Dr. Little und gebe der Evangelisation höchste Priorität. Auf den folgenden Videoabschnitten von jeweils zwei bis vier Minuten begründet Dr. Little seine Meinung. Ich würde mich freuen, wenn sein Statement zur Klarheit beiträgt und Sie die Links weiterempfehlen. Die Aufnahme ist in englischer Sprache.

° Interview von Dr. Martin Erdmann mit Dr. Chris Little (Videos)

Die Umrisse der christlichen Mission
Columbia International University, Dienstag, 22. April 2014
Herzliche Grüsse,
Dr. Martin Erdmann

facebook AntiDominionist google-plus AntiDominionist S. Schad www.dominionismus.info

twitter AntiDominionist youtube AntiDominionist 07.05.2014

2 Kommentare

  1. kann man ohne Berufung durch den Heiligen Geist Missionar sein ? – Nein !
    Ist eine Berufung durch den Heiligen Geist abhängig von einer Missionsgesellschaft ? – Nein ! – Missionar wird man nicht, Missionar IST man oder eben nicht. Dies ist zunächst
    eine Frage der Lebenseinstellung und dann der biblischen Qualifizierung als Christ und
    schließlich ein Hinhören, sich vom Heiligen Geist im Detail leiten zu lassen mit der Frage :
    “Herr Jesus, hier bin ich, sende mich. Was ist Dein Wille, was ich tun soll ?” – Über kurz
    oder lang wird die Antwort des Herrn kommen.

    Der praktische Einsatz als Missionar KANN im Zusammenhang mit einer Missionsgesell-schaft sein, die praktische Hilfe zur Durchführung bietet.
    Die Frage ist doch : Wenn ich eine Berufung habe, wie kann ich sie realisieren ? Gibt es
    über meine Gemeinde hinaus eine Missionsgesellschaft, die mir dabei hilft, also einen
    Service bietet, der mir den Rücken freihält, damit ich mich auf meine missionarischen Aufgaben konzentrieren kann ?
    Und die Frage ist eben NICHT : Da ist eine Missionsgesellschaft, die bestimmte Ziele hat und dafür Mitarbeiter sucht. Schön, Firmen suchen auch Mitarbeiter. Aber hat das was mit Berufung zu tun ?

    Warum scheitern so viele Missionare ? Weil sie sich in die Abhängigkeit von einer
    Missionsgesellschaft begeben, und dann ist es wie bei einer zu kurzen Bettdecke, Du
    frierst entweder oben oder unten. Was machst Du, wenn das Geld fehlt ? Viele Missionare kehren zurück, weil das Geld fehlt. Und manche kommen dann nicht auf die Idee, wie in Zeltmacher zu arbeiten und eben nur teilzeitlich missionarisch zu arbeiten.

    Ich nenne ein Beispiel : Ich kenne einen italienischen Missionar, der 65 Jahre alt wurde
    und damit Rentner. Seine deutsche Missionsgesellschaft entließ ihn und zahlte nicht weiter. – Wie dumm !!! Der Bruder hatte sich doch bewährt und wollte auch weiterhin Menschen zu Jesus führen, aber die Missionsgesellschaft entließ ihn und zahlte nicht weiter anstatt einen neuen Modus zu finden. Jetzt steht der Bruder auf einem Abstellgleis.

    Kürzlich lernte ich einen Arzt kennen, der viele Jahre in der Mission war. Ich fragte ihn,
    warum er zurückgekommen sei. Er sagte “Nun ja, wenn man 65 wird, dann wird man eben
    pensioniert.” – – Hört die Berufung mit 65 auf ? – Natürlich kann man nicht mehr so große
    Sprünge machen als älterer Mensch im Vergleich zu einem jüngeren.
    Aber bei mir ist es so, ich bin 64 Jahre, dass ich mich frage, und je älter ich werde umso
    mehr : “Wieviel aktive Zeit bleibt mir noch, um Menschen zu Jesus führen zu können bzw. mitzuhelfen, dass Andere in der Lage sind, Menschen zu Jesus zu führen ?”
    Wer eine Berufung hat zur Evangelisierung oder in der Belehrung der Gemeinde(n), der
    hat eine generelle Priorität, und daran ändert weder das Alter etwas noch eine Missions-gesellschaft. Amen.

    1. Vielen Dank, lieber Bruder, Du bringst es einmal mehr auf den Punkt: Dieses organisierte Christentum bringt wenig gute Frucht hervor. Ein Missionar ist ein Berufener und weniger ein Angestellter im Missionsdienst.

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