Meine lieben arminianischen Brüder! (S.Schad) / Kann ein Christ sein Heil verlieren? (reformiert 1689)

Meine lieben arminianischen Brüder! (S.Schad)

kein Streit wird so heftig, manchmal sogar fast haßerfüllt geführt, wenn man die Kontroverse um Dave Hunt`s letztes Buch vor Augen hat, wie die Frage um die Unverlierbarkeit des Heils eines Christen und die Lehre der Erwählung (einfache Prädestination) die damit verknüpft ist.

Aus meiner persönlichen Sicht ist dieses Thema, stets ausgehend von sehr ernsthaften bibeltreuen Geschwistern und Lehrern, wahrhaft das komplizierteste theologische Thema und beschäftigt schon seit Jahrhunderten die Theologen und Laien. Da ich mich zu letzeren zähle, verzichte ich fast immer auf eigene Auslegungen der Heiligen Schrift und verweise auf anerkannte aktuelle Lehrer (w.z.B.) John MacArthur, Dr. Roger Liebi, Paul Washer und in der Historie auf den großen Evangelisten George Whitfield und den Verkündiger Charles H. Spurgeon.

Vorbildhaft, liebe Geschwister, sehr vorbildhaft (!!!), nenne ich den Umgang in dieser schwierigen Frage, der beiden Brüder Dr. Lothar Gassmann und Rudolf Ebertshäuser.  Jeder Blog-Leser weiß, daß ich deren Schriften, einen besonders hohen Stellenwert einräume und daß ich die höchste Wertschätzung für diese beiden Lehrer bekunde, auch wenn beide Lehrer die Verlierbarkeit des Heils lehren. Beide Brüder sagen sinngemäß und unisono, daß sie KEINEN Hinterungsgrund im Umgang und der herzlichen Gemeinschaft mit Geschwistern sehen, die in dieser Frage eine andere Erkenntnis haben (!!!). So soll es sein, ein Zeugnis wahrer Bruderliebe!

Phil 2,3 nichts tut aus Parteigeist oder eitler Ruhmsucht, sondern durch Demut einer den andern höher achtet als sich selbst,

Röm 12,10 In der Bruderliebe seid gegeneinander herzlich, in der Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor!

bruder

Da jedoch in dieser Diskussion, ganz anders als bei den 2 erwähnten Vorbildern, bei manchem Gläubigen die Emotionen doch ziemlich hochkochen, wie ich bedauerlicher- weise erst kürzlich wieder erfahren durfte, möchte ich in Zukunft bei diesem Thema nur  noch auf Beiträge wie den folgenden verweisen und mich meiner eigenen Stimme enthalten. Unser Glaube beruht auf den Tatsachen des Heiligen Wortes Gottes, auch wenn wir diese im Ausnahmefall unterschiedlich interpretieren können, eingedenk des Wortes:

1Kor 13,8 Die Liebe hört nimmer auf, wo doch die Prophezeiungen ein Ende haben werden, das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufgehoben werden soll.

1Kor 13,9 Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise;

1Kor 13,10 wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk abgetan.

[Anm: Das Vollkommene ist allerdings nicht der biblische Kanon, wie zuweiilen behauptet wird, sondern das Vollkommene ist der HERR JESUS bei seiner Wiederkunft]

facebook AntiDominionist google-plus AntiDominionist S. Schad www.der-ruf.info

twitter AntiDominionist youtube AntiDominionist 08.08.2014

 

Kann ein Christ sein Heil verlieren? (reformiert 1689)

[Auszug] Die Bedeutung der unklaren Passagen im Neuen Testament, die scheinbar von der Verlierbarkeit des Heils reden, sind (im Vergleich zu Aussagen wie in Johannes 6:37-39) dagegen nicht so einfach zu verstehen. Daher sollten wir den unklaren Versen besondere Aufmerksamkeit bei der Interpretation (d.h. durch Beachtung des Kontextes und Definition griechischer Worte) widmen. Der Kontext allein hat schon oftmals die Bedeutung einiger unklarer Stellen klar gemacht. Deswegen sollte jeder, der Gottes Wort fürchtet, sich im Klaren sein, dass die Schrift sich selbst nicht widerspricht. An einer Stelle kann nicht gesagt werden: „Das Heil ist unverlierbar!“, während eine andere sagt: „Das Heil ist verlierbar!“. Nur eine der beiden Aussagen ist richtig und muss verkündet werden. Beide können gleichzeitig nicht wahr sein, denn dann würde die Schrift in sich selbst uneins sein und dadurch nicht mehr als von Gott inspiriert gelten. Daher werden Menschen, die der „Verlierbarkeit des Heils“ anhängen Gewissensbisse bekommen, wenn sie Stellen im Neuen Testament lesen, wo die „Unverlierbarkeit des Heils“ unwiderlegbar zum Vorschein kommt. Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die die „Verlierbarkeit des Heils“ vertreten, die Schrift weder im Kontext studieren noch die Bedeutung griechischer Worte umfassend kennen. Sie lesen nur (bestimmte, ausgewählte, isolierte, kontextlose) Verse, die sie glauben anstatt das zu glauben, was sie lesen. [Auszug Ende]

Den kompletten Artikel siehe hier

weitere Artikel zum Thema Unverlierbarkeit des Heils siehe hier

 

 

3 Kommentare

  1. Wenn ich in die Schriften von Rudolf Ebertshäuser schaue, kann ich dort keine Position erkennen, die irgendwie für die Verlierbarkeit des Heils steht. Vielmehr betont er, dass Gott jedes seiner wahren Kinder ans Ziel bringen wird. Allerdings sind die wahren Kinder Gotte auch dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Leben in der Heiligung führen. Also kein “Einmal bekehrt, für immer gerettet, also kann ich leben wie ich will”.

    Siehe z. B. Die Schrift “Die Gnade Gottes”, Kapitel 4.
    Oder “Seid heilig, denn ich bin heilig”.
    Herunterzuladen von seiner Website.

    Das zieht sich durch alle seine Schriften und seine Lehre. Ich weiß nicht, wie er es in persönlichen Gesprächen ausdrückt aber ausgehend hiervon ist seine Position klar gegen die Möglichkeit des Heilsverlustes bei wahren, wiedergeborenen Kindern Gottes. Vielleicht überprüfst du das noch einmal.

    Weiterhin Gottes Segen für deine Arbeit auf dieser Seite! Ist mir schon vielfach nützlich gewesen. Vielen Dank!

    1. ich kann diesen Beleg leider auch nicht erbringen dafür. Mir ist vom Hörensagen bekannt, daß er die gleiche Position in dieser Frage einnimmt wie Karl-Herrmann Kaufmann und Dr. Lothar Gassmann.

      Vielen Dank! Dir auch Gottes Segen, lieber Bruder.

  2. Ich halte es mit einem Theologen, der sagte: “Man kann das Heil nicht verlieren, aber man kann es verlassen.” Das Heil ist keine Sache, die einem im Eifer des Gefechts aus der Tasche fallen kann. Das Heil ist der gekreuzigte und Auferstandene, also eine Person! Und es kann dem Teufel gelingen, uns von Jesus zu einem anderen Jesus zu führen!
    Es gibt Stellen, die scheinbar deutlich von der Unverlierbarkeit des Heils reden(Johannes 10, 27ff), genauso gibt es Stellen, die genau anders herum reden(Hebräer 6; Kolosser 2, 21-23; “. Petrus 2; etc.). Aber wer legt jetzt einfach so fest, was deutlich und was undeutlich ist? Das ist doch für jeden verschieden! Die scheinbaren Widersprüche lösen sich auf, wenn ich nicht an ein Verlieren des Heils denke, sondern an ein Verlassen.

Kommentar verfassen