Kalter oder heisser Krieg? (ootb) / Video + Artikel: Paul Craig Roberts

Kalter oder heisser Krieg? (ootb)

Paul Craig Roberts, ehemaliger stellvertretender Finanzminister in der Regierungsadministration unter Ronald Reagan, Gestalter der neo-liberalen Reagonomics, gilt nicht als “Info-Krieger”, Spinner oder Verschwörungstheoretiker, sondern er ist ein Amerikaner, wie seine vielfältigen Publikationen beweisen, der sein Gewissen nicht verbiegen läßt und gegen die Kriegspolitik Washingtons zeugt – Chapeau!

Eine persönliche Anmerkung: Als gläubiger Christ habe ich die Verpflichtung der Regierung zu gehorchen, sofern mein Gewissen in keinen Konflikt gerät. Die nachfolgenden Artikel belegen, daß alsbald junge deutsche Männer, vor der schrecklichen Frage stehen werden, ob sie als Soldaten auf Befehl töten sollen oder nicht.

Röm 13,1 Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit, außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet.

Röm 13,2 Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen.

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Nein, geehrter Leser, der Vergleich Obama/Goebbels hinkt nicht: Die Obama-Administra- tion und ihre Hintermänner haben Unruhen, Revolutionen und Kriege weltweit entfacht, wie kaum eine Regierung in jüngster Zeit vor ihr: Der sogg. “Arabische Frühling”? Angezettelt von US-NGOs und mit Söldnern und islamistischen Terroristen durchgeführt. Die Umzingelungs-Strategie Russlands, die vertragswidrige NATO-Ausdehnung auf ehemalige Sowjet-Satelitenstaaten, die “bunten Revolutionen” auf dem Territorium früherer Teile der UdSSR, w.z.B. Georgien und aktuell der Ukraine? Eine von langer Hand geplante Konfrontation der US-Geo-Strategen w.z.B. eines Zbigniew Brzezinski (siehe mehrere Artikel auf diesem Blog) mit Russland, mit dem Ziel einer Aufteilung.

Die Option auf eine Vermeidung eines Krieges schwindet gerade zusehends. Ironischerweise, wegen der zurückhaltend defensiven Strategie Russlands, das trotz Abstimmungen in der Ost-Ukraine das Risiko eines Anschlusses russischer Gebiete nicht eingehen wollte  und als Folge jetzt einen entfesselten Krieg vor der Haustüre hat. Ein weiterer kluger Schachzug war auf den ersten Blick, daß federführend Russland und China, sowie andere BRICS-Staaten aus dem Dollar-Zwangssystem aussteigen (siehe Artikel DWN: Gegen den Dollar: Russland trifft die Achilles-Ferse der Amerikaner). Die Frage, die man sich mit Bange stellen muß lautet: Was wird die hochverschuldete hochgerüstete Militärmacht No. 1  USA machen, wenn ihr Finanzkartenhaus vor dem Zusammenbruch steht? Sie wird handeln, wie ein tollwütiger Hund!

Um dem Ernst dieser düsteren Aussichten noch das berühmte Pünktchen auf das “I” zu setzen, müssen wir uns vor Augen halten, WER einen Profit in einem Weltchaos sieht:

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Ich möchte Sie bitten, das nachfolgende Interview mit Paul Craig Roberts anzuhören, das die Pressemanipulation und die Kriegsabsichten der US-Regierung zum Gegenstand hat. Der nachfolgende Artikel tritt erdrückende Beweise an, daß neue Gesetze der US-Administration, Europa zum Schlachtfeld bestimmt haben … definitiv  dafür bestimmt haben!


(Quelle: ootb www.out-of-the-blue.world)


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Paul Craig Roberts im Interview vom März 2014.
Paul Craig Roberts: http://x2t.com/317706
Quelle:http://x2t.com/317708

Washington will die “Ukraine-Krise”, die es selbst inszeniert hat, zum Krieg eskalieren

(Quelle: www.politik-im-spiegel.de)

Von Paul Craig Roberts | Institute for Political Economy | Übersetzung: Wolfgang Jung | Luftpost | – Trotz der Eingeständnisse der US-Geheimdienste, dass es keine Beweise für eine Beteiligung Russlands am Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeuges und der Auslöschung allen Lebens an Bord gibt (s. hier und hier), eskaliert Washington die Krise und treibt zum Krieg.

22 US-Senatoren haben in der Zweiten Sitzung des 113. Kongresses den Gesetzentwurf S.2277 eingebracht; er trägt die Überschrift “To prevent further Russian aggression toward Ukraine and other sovereign states in Europe and Eurasia, and for other purposes”, Short Title “Russian Aggression Prevention Act of 2014″ (Zur Verhinderung weiterer russischer Angriffe auf die Ukraine und andere souveräne Staaten in Europa und Eurasien und für andere Zwecke oder den Kurztitel: Gesetz zur Verhinderung einer russischen Aggression 2014; dieser Gesetzentwurf ist nachzulesen unter beta.congress.gov). Er wird derzeit im Auswärtigen Ausschuss des Senates beraten.

Beachten Sie, dass 22 Senatoren bereits “weitere russische Aggressionen” verhindert sehen wollen, obwohl es keinerlei Beweise für “eine einzige russische Aggression” gibt.

An dieser Propagandakampagne zur Vorbereitung eines Heißen oder Kalten Krieges gegen Russland hat sich auch der NATO-Oberkommandierende General Philip Breedlov beteiligt; er plant, starke Militärverbände nach Osteuropa zu verlegen, um schneller reagieren und Europa besser vor einer “russischen Aggression” schützen zu können (s. dazu auch hier und hier).

Da ist sie wieder: die “russische Aggression”. Sie muss nur oft genug erwähnt werden, bis sie von allen für real gehalten wird.

Die Existenz dieser “russischen Aggression” wird nur behauptet, aber nicht nachgewiesen. Weder Breedlove noch die Senatoren können sich auf konkrete russische Kriegspläne für einen Angriff auf Europa oder irgendwelche anderen Staaten beziehen.

Es gibt weder (russische) Positionspapiere noch Dokumente, aus denen sich ein wie immer gearteter Expansionsdrang Russlands ablesen ließe, oder in denen die Russen als “außergewöhnliches unersetzliches Volk” dargestellt würden, das Anspruch auf die Weltherrschaft erhebt (ganz im Gegensatz zu den USA, wie ausführlich hier nachzulesen ist).

Es liegen keine Beweise dafür vor, dass Russland (wie die USA) zu Spionagezwecken in die Kommunikationssysteme der ganzen Welt eingedrungen ist. Es ist auch nicht erwiesen, dass Putin Mitschnitte der privaten Mobiltelefon-Gespräche Obamas oder der Töchter Obamas hat, oder dass Russland die Betriebsgeheimnisse von US-Konzernen ausspioniert, damit russische Firmen davon profitieren können.

Nichtsdestotrotz halten es der NATO-Oberkommandierende und die US-Senatoren für dringend geboten, der NATO durch grenznah positionierte westliche Truppen die Fähigkeit zu einem Blitzkrieg gegen Russland zu verschaffen. Der dem Senat vorliegende Gesetzentwurf S.2277 besteht aus drei Abschnitten, die folgende Überschriften tragen:

“TITLE I – REINVIGORATING THE NATO ALLIANCE” (Abschnitt I – Wiederbelebung des NATO-Bündnisses, s. unter beta.congress.gov, S. 5; besondere Beachtung verdient die Section 105 auf S. 13, mit der wir uns im Anschluss an den Roberts-Artikel ausführlicher beschäftigen.)

“TITLE II – DETERRING FURTHER RUSSIAN AGGRESSION IN EUROPE” (Abschnitt II – Verhinderung einer weiteren russischen Aggression in Europa, s. hier, S. 14)

TITLE III – HARDENING UKRAINE AND OTHER EUROPEAN AND EURASIAN STATES AGAINST RUSSIAN AGGRESSION (Abschnitt III – Stärkung der Ukraine und anderer europäischer und eurasischer Staaten gegen russische Aggressionen, s. hier , S. 44)

Wer wird diesen Gesetzentwurf wohl verfasst haben? Hinweis: Er wurde sicher nicht von den Senatoren und ihren Helfern erarbeitet.

In Abschnitt I geht es um die Stärkung der Position der US-Streitkräfte in Europa und Eurasien, um die Stärkung des NATO-Bündnisses durch den beschleunigten Ausbau der Basen des Raketenabwehrschildes an Russlands Grenzen, der die strategischen russischen

Raketen abfangen soll (s. hier), um mehr Geld für Polen und die baltischen Staaten und um eine engere Kooperation der USA und der Bundesrepublik Deutschland in Fragen der globalen und der europäischen Sicherheit, also um die totale Integration des deutschen Militärs in die imperialistischen Streitkräfte der USA. (Wie man sich diese Kooperation vorstellt, wird in der Section 105 des Abschnitts I ausgeführt, die wir später genauer untersuchen.)

In Abschnitt II geht es um die Verhinderung “weiterer russischer Aggressionen in Europa” durch Sanktionen und die finanzielle und diplomatische “Unterstützung der Demokratiebewegung und zivilgesellschaftlicher Organisationen in Russland”. Es sollen also Milliarden von Dollars in nichtstaatliche Organisationen / NGOs in Russland gepumpt werden, um Russland auf die gleiche Art und Weise wie die Ukraine zu destabilisieren; auch in der Ukraine haben von Washington finanzierte NGOs den Sturz der gewählten Regierung betrieben.

Weil die russischen Regierungen in den letzten 20 Jahren geschlafen haben, ist es Washington gelungen, sich mit “Menschenrechtsorganisationen” und anderen NGOs eine Fünfte Kolonne (s. hier) in Russland zu organisieren. (Weitere Infos zur Funktion von den USA finanzierter NGOs sind hier nachzu lesen).

In Abschnitt III werden verstärkte Hilfen für die Streitkräfte und Geheimdienste der Ukraine verlangt und die baldige Aufnahme der Ukraine, Georgiens und Moldawiens in die NATO gefordert. Durch die Ausweitung der US-Gasexporte soll die Abhängigkeit Europas und Eurasiens von russischem Erdgas verringert werden; die Annexion der Krim durch Russland soll keinesfalls anerkannt werden, und durch verstärkten Sendebetrieb, sprich Propaganda, soll in (noch nicht westlich orientierten) Teilen der ehemaligen Sowjetunion für “mehr Demokratie und zivilgesellschaftliche Organisationen” geworben, also die gesamteRussische Föderation mit viel Geld zerschlagen werden.

Wie auch immer man diesen “Gesetzentwurf” betrachtet, er ist nichts anderes als eine Kriegserklärung.

Außerdem werden diese provozierenden und sehr kostspieligen Winkelzüge als notwendige Gegenmaßnahmen gegen eine “russische Aggression” dargestellt, für die es keinen einzigen Beweis gibt. Wie könnte man einen Gesetzentwurf charakterisieren, der nicht nur unbedacht und unnötig, sondern auch stärker von Orwell geprägt ist, als Orwells eigenes Buch (“1984″, s. hier ). Ich erwarte Ihre Vorschläge.

Die Ukraine, wie sie derzeit besteht, hat keine eigene Geschichte und nur künstliche Grenzen. Sie setzt sich zusammen aus der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine und russischen Provinzen (wie der Krim, die unter Chruschtschow an sie abgetreten wurde, s. hier ). Als die Sowjetunion zerbrach, entließ Russland die Ukraine unter US-Druck in die Selbständigkeit – mitsamt den ehemals russischen Provinzen (s. dazu auch hier ).

Als Washington im letzten Jahr seinen Staatsstreich in Kiew inszenierte, begannen die an die Macht geputschten Russenhasser die russisch sprechende Bevölkerung im Osten und Süden der Ukraine mit Worten und Taten zu bedrohen.

Die Krim-Bewohner ersuchten nach einem Volksentscheid um den Wiederanschluss an Russland und wurden aufgenommen. Diese Wiedervereinigung wurde durch die westliche Propaganda als Annexion (der Krim durch Russland) diffamiert. Als auch andere ehemalige russische Provinzen per Volksentscheid für einen Anschluss an Russland stimmten, lehnte Russland unter dem Eindruck der westlichen Propaganda (und um den USA keinen Vorwand für eine Militärintervention zu liefern) deren Aufnahme ab.

Der russische Präsident Putin forderte Kiew auf, den ehemals russischen Provinzen durch Gewährung einer weitgehenden Autonomie den Verbleib innerhalb der Ukraine zu ermöglichen. Kiew und die Strippenzieher in Washington gingen nicht auf diesen Vorschlag ein.

Stattdessen startete Kiew militärische Angriffe auf diese Provinzen und führte auch zu dem Zeitpunkt, als das malaysische Verkehrsflugzeug abgeschossen wurde, Bombardements durch. Washington und seine europäischen Vasallen haben die Situation in der Ukraine von Anfang an falsch dargestellt, ihre eigene Verantwortung für die Gewalt abgestritten und die ganze Schuld Russland anzulasten versucht. Es sind aber nicht die Russen, die Luftangriffe fliegen und diese Provinzen mit Truppen, Panzern und Artillerie angreifen.

Während die gegenwärtigen Militäraktionen Israels gegen palästinensische Zivilisten in Washington, bei europäischen Regierungen und in den westlichen Medien auf Kritik stoßen, werden die Angriffe Kiews auf die ehemaligen russischen Provinzen kaum beachtet und kritiklos hingenommen. Nur ganz wenige US-Bürger scheinen überhaupt wahrzunehmen, dass Kiew in den ehemals russischen Gebieten Zivilisten angreift, weil die zu ihrem Mutterland zurückkehren möchten. Eigentlich müssten die Sanktionen Kiew auferlegt werden, weil die militärische Gewalt von dort ausgeht.

Stattdessen erhält die Ukraine finanzielle und militärische Unterstützung, und die Sanktionen werden gegen Russland verhängt, das sich militärisch heraushält. Als der Ausbruch der Gewalt gegen die ehemaligen russischen Provinzen begann, ermächtigte die Duma, das russische Parlament (s. hier ), Putin dazu, (in der Ukraine) militärisch zu intervenieren: Anstatt von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen, hat Putin die Duma aufgefordert, die Ermächtigung wieder aufzuheben, was diese auch tat. Putin zog es vor, das Problem (mit den russischen Provinzen in der Ukraine) auf diplomatischem Wege in einer vernünftigen, nicht provozierenden Art und Weise anzugehen.

Putin hat für sein Angebot, die brisante Situation in der Ukraine – die durch den von Washington inszenierten gewaltsamen Sturz einer gewählten Regierung, die nur Monate spä – ter durch eine demokratische Wahl hätte abgelöst werden können – gewaltlos zu entschärfen, weder mit Respekt noch Zustimmung belohnt. Die Sanktionen, die Washington durchgesetzt und zu denen es durch Druck auch seine europäischen Marionetten gezwungen hat, senden ein falsches Signal an Kiew aus.

Sie sagen Kiew, dass der Westen mit der Kiewer Entscheidung einverstanden ist, die Probleme mit den ehemaligen russischen Provinzen nicht durch Verhandlungen, sondern mit Gewalt zu lösen.

Das bedeutet, dass die Kämpfe weitergehen werden, weil Washington das offensichtlich will. Nach jüngsten Berichten sollen bald US-Militärberater in der Ukraine eintreffen, um bei der Eroberung der revoltierenden ehemals russischen Provinzen zu helfen. Die sich prostituierenden westlichen Medien stellen gleichzeitig sicher, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung der USA und Europas nicht aus dem Griff der antirussischen Propaganda Washingtons befreit. Schon bald wird die russische Regierung die Tatsache zur Kenntnis nehmen müssen, dass sie keine “westlichen Partner” mehr hat.

Ihre Feinde im Westen versuchen gerade, Russland zu isolieren, Russland wirtschaftlich und diplomatisch zu schwächen, Russland militärisch zu umzingeln, Russland zu destabilisieren – indem sie von der US-Regierung finanzierte NGOs, die einen Umsturz organisieren sollen, auf die Straßen Moskaus schicken, damit auch dort eine US-Marionette installiert werden kann – und wenn das nicht gelingt, wird der Westen Russland mit Atomwaffen überfallen.

Ich respektiere, dass Putin auf Diplomatie und Entgegenkommen statt auf Gewalt setzt. Putins Problem ist nur, dass Washington nicht darauf eingeht, weil es überhaupt keine Verständigung will. Washington hat einen anderen Plan. Westeuropa hat es bereits eingefangen, weil die unfähigen Regierungen der europäischen Staaten den Führungsanspruch Washingtons nicht abschütteln können.

Ich hoffe, dass ich mich irre, denke aber, dass sich Putin verrechnet hat. Wenn Putin das Anschlussbegehren der ehemaligen russischen Provinzen akzeptiert hätte, wäre der Konflikt in der Ukraine vermutlich schon zu Ende.

Ich bin sicher, dass sich Europa einer US-Invasion zur Rückeroberung der abgefallenen russischen Provinzen für die Ukraine nicht angeschlossen hätte. Wenn Washington behauptet, Putin sei für den Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeuges verantwortlich, hat es in einem gewissen Sinn sogar recht. Wenn Putin nicht nur die Krim, sondern auch die (jetzt umkämpften) russischen Provinzen mit Russland wiedervereinigt hätte, wäre es nicht zu dem Krieg gekommen, in dem das Verkehrsflugzeug zufällig oder – um Russland diffamieren zu können – absichtlich abgeschossen wurde. Die Ukraine hätte sich Russland nicht militärisch widersetzen können und deshalb die Abspaltung der russischen Provinzen hinnehmen müssen.

Die Europäer hätten die Entschlossenheit Russlands erlebt und sich von Washingtons provokanten Plänen distanziert. Diese europäische Reaktion hätte Washington daran gehin – dert, die Krise durch eine konstante Temperatursteigerung weiter anzuheizen; diese Temperatursteigung findet in kleinen Schritten statt, damit sie der europäische Frosch nicht merkt und vorzeitig aus dem Topf springt (in dem er weichgekocht werden soll).

Im Umgang mit Washington hat sich Europa an die Wirksamkeit von Bestechungsgeldern, Drohungen und Druck gewöhnt. Die vereinnahmten europäischen Staaten haben sich mit der Machtlosigkeit der Diplomatie abgefunden. Die Europäer haben gelernt, dass nur der Schwächere die schwache Karte der Diplomatie spielt. Und natürlich wollen alle Europäer Dollars, die Washington immer hemmungsloser drucken lässt.

Russland und China sind in ihrem Konflikt mit Washington im Nachteil. Russland und China sind erst vor Kurzem der Tyrannei entronnen. Die Bewohner beider Staaten stehen noch unter dem Eindruck der US-Propaganda im Kalten Krieg. Damals wuchsen Menschen heran, die auch heute noch glauben, die USA seien ein Hort der Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit, der Bürgerrechte und des Wohlstandes für alle und hießen alle willkommen, die das Gleiche wollen.

Das ist ein gefährlicher Irrglaube. Washington hat ganz andere Vorstellungen. Washington hat einen Polizeistaat errichtet, um die eigene Bevölkerung in Schach zu halten, und Washington glaubt, es sei von der Geschichte zur Weltherrschaft auserkoren. Im letzten Jahr hat Präsident Obama vor aller Welt erklärt, er glaube fest daran, dass die USA die auserwählte Nation und zur Führung die Welt bestimmt seien. Mit anderen Worten, alle anderen Staaten und Völker zählen nicht. Ihre Forderungen sind unwichtig.

Ihre Sehnsüchte haben sich Washingtons Führungsanspruch unterzuordnen. Diejenigen, die sich Washington noch nicht beugen – Russland, China, der Iran und neuerdings auch (Washingtons Hilfstruppe) ISIS (s. hier ) – werden als Hindernisse betrachtet, die dem geschichtlichen Auftrag Washingtons im Weg stehen. Alles, sei es eine Idee oder ein Staat, was Washington auf dem Weg zur Weltherrschaft behindert, muss beiseite geräumt werden.

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert stand Europa unter dem Eindruck der Französi – schen Revolution, und alle europäischen Staaten strebten nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Washingtons heutiger Ehrgeiz ist größer. Es will die Herrschaft über die ganze Welt. Wenn Russland und China sich nicht unterwerfen, bedeutet das Krieg. Wie wir bereits auf S. 2 angekündigt haben, folgt jetzt eine Übersetzung der Section 105 des Gesetzentwurfs S.2277:

Gesetzentwurf S.2277, S.13, Section 105

105. VERSTÄRKTE KOOPERATION ZWISCHEN DEN USA UND DEUTSCHLAND IN FRAGEN DER GLOBALEN UND DER EUROPÄISCHEN SICHERHEIT

(a) POLITIK – Es ist die Politik der US-Regierung, eng mit der Regierung der Bundesrepublik Deutschland in allen Problemen der globalen und der europäischen Sicherheit zusammenzuarbeiten, besonders im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse in Europa und Eurasien.

(b) EINRICHTUNG EINER GEMEINSAMEN ARBEITSGRUPPE DER USA UND DEUTSCHLANDS ZUR GLOBALEN UND EUROPÄISCHEN SICHERHIET – Der Präsident soll eine Gemeinsame Arbeitsgruppe der USA und Deutschlands zu Sicherheitsfragen einberufen, die sich um gemeinsame Belange kümmert, zum Beispiel um die Entwicklung in der Ukraine, und die politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit beider Staaten verbessert – einschließlich des Informationsaustausches zwischen den Geheimdiensten beider Staaten.

(c) REGELMÄSSIGE TREFFEN – Die unter (b) beschriebene Arbeitsgruppe soll sich regelmäßig treffen: auf Ministerebene und darüber jährlich, auf Staatssekretärsebene und darüber halbjährlich und auf Ebene der Abteilungsleiter und darüber vierteljährlich.

(d) GENEHMIGUNG VON FINANZMITTELN – Der (US-) Außenminister erhält von 2015 bis 2017 in jedem Haushaltsjahr 5.000.000 Dollar, die für die unter (b) und (c) aufgeführten Aktivitäten zu verwenden sind.

(e) BERICHTSPFLICHT – Nicht später als 180 Tage nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes und danach jährlich soll der Präsident den zuständigen Kongressausschüssen einen Bericht über die Treffen der Arbeitsgruppen zu den unter (b) genannten Themen vorlegen, der neben einer Darstellung der von der jeweiligen Arbeitsgruppe diskutierten Themen und gefassten Beschlüsse auch alle Bemühungen enthalten soll, die unternommen wurden, um die Beziehungen zwischen der Regierung der USA und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland zu verbessern, auszuweiten und zu vertiefen.

Unser Kommentar: Die Analyse des US-Autors Dr. Paul Craig Roberts (Infos über ihn sind hier nachzulesen) ist wie immer messerscharf, aber in einem wichtigen Punkt teilen wir seine Ansicht nicht.

Wir glauben nicht, dass es besser gewesen wäre, wenn Putin auch noch den Anschluss des Donezbeckens an Russland zugelassen hätte. Die Menschen im Westen, die sich für die Erhaltung des Friedens in Europa und für gute Beziehungen zu Russland einsetzen, hätten es dann noch viel schwerer gehabt, sich der aus jahrzehntelang anerzogenem Antikommunismus entsprungenen Hetze gegen den russischen Präsidenten Putin und das wieder erstarkte Russland entgegenzustellen.

Leider muss Putin der Welt immer wieder beweisen, dass sein Angebot einer vertrauensvollen, für alle Beteiligten vorteilhaften Zusammenarbeit ernst gemeint ist, weil er nicht über den Vertrauensvorschuss verfügt, der dem “Friedensnobelpreisträger” Obama völlig zu Unrecht gewährt wird.

In der Section 105 des Gesetzentwurfs “Russian Aggression Prevention Act of 2014 – S.2277″ geht es um die “engere Kooperation der USA und der Bundesrepublik Deutschland in Fragen der globalen und der europäischen Sicherheit”, die Roberts als “totale Integration des deutschen Militärs in die imperialistischen Streitkräfte der USA” interpretiert. Aus der Übersetzung der ganzen Section 105 (s.o.) geht jedoch hervor, dass damit noch viel mehr beabsichtigt ist.

Äußerst befremdlich ist zunächst einmal, dass sich der US-Kongress anmaßt, einfach die Regierung der Bundesrepublik Deutschland zu einer vom Präsidenten der USA zu berufenden Arbeitsgruppe vergattern zu können, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob die deutsche Regierung das überhaupt möchte; sie könnte ja – streng genommen – noch nicht einmal selbst darüber entscheiden, wen sie in diese Arbeitsgruppe entsenden möchte. Schon daran wird deutlich, wer in dieser Arbeitsgruppe das Sagen hätte.

Es geht also keineswegs darum, “die politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit beider Staaten zu verbessern”, es geht nur um die regelmäßige Einbestellung und Vergatterung wichtiger deutscher Befehlsempfänger.

Von der Bundeskanzlerin bis zum General im Verteidigungsministerium sollen alle Entscheidungsträger immer wieder so eingenordet werden, dass die Bundesrepublik Deutschland keinesfalls aus der Vorbereitung und Führung eines mit Atomwaffen ausgetragenen völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen Russland ausschert.

Wegen der zahlreichen wichtigen Befehlszentren und Basen der USA und der NATO in der Bundesrepublik (s. hier) würden vorrangig die Deutschen dadurch ausgelöscht. Deshalb müssen die deutschen Politiker und Militärs besonders fest an die Kandare genommen werden.

Die vorgesehene Intensivierung des Informationsaustausches zwischen den Geheimdiensten soll wohl die Verunsicherung der US-hörigen deutschen Politiker beseitigen, die durch den NSA-Überwachungsskandal entstanden ist, und die bedingungslose Unterwerfung der deutschen Regierung unter die US-Regierung wieder her stellen.

Erstaunlich ist die relativ geringe Budgetierung der vollständigen Entmündigung der Deutschen. Sind ihre politischen und militärischen Entscheidungsträger wirklich mit nur 15 Millionen mehr oder weniger wertloser Dollars zu korrumpieren?

Quelle: Luftpost

Mit freundlicher Genehmigung. Vielen Dank!

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