Ein Joch: Gesellschaftspolitischer Aktivismus (S.Schad)

Es ist schwer die Nichtexistenz einer Sache nachzuweisen, es sei denn es handelt sich um die Inhalte des Wortes Gottes: Gibt es dort keine konkrete Aufforderung sich über die christliche Versammlung hinaus und die unmittelbar nächsten Menschen im Umfeld zu investieren und zu engagieren, dann existiert auch kein Mandat dies heute in einer globali- sierten Welt trotz fehlendem Gebot zu ergänzen und zu ändern. Die lauernden Gefahren eines solchen christlichen Gesellschaftsengagements, das bishin zu einer Gesellschafts- veränderung (Gesellschaftstransformation) und unbiblischen Königreichsmandaten von einflußreichen evangelikalen Gruppen expandiert wird, werden im besonderen  von Dr. Martin Erdmann und von Rudolf Ebertshäuser in ihren apologetischen Schriften gegen ein verdrehtes soziales Evangelium der Kirchen die auf dem breiten Weg der Ökumene sind, energisch widerlegt. (siehe www.dominionismus.info Rubrik publicist)

Und dennoch, man kann links oder rechts vom Pferd fallen, es ist schwer manchmal den ausgewogenen Weg einzuhalten und im Sattel zu bleiben. Wo hört die Unterstützung einer guten Sache, z.B. einer Petition auf, und wo beginnt bereits ein Engagement, daß uns zu weit in die Arme der Welt treibt? Ich glaube, daß die Trennlinie relativ einfach ist:

2Kor 6,14 Ziehet nicht am gleichen Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?

einem

Wo ist diese Trennlinie eindeutig überschritten? Ich weiß, daß von mir hochgeschätzte Brüder diesen Aspekt anders sehen und in ihrer Argumentation auf die Rechte eines Staatsbürgers pochen – ich sage aber dennoch: Demonstrationen, die ein gewisses aufrührerisches Potenzial immer darstellen werden, gleich wie gut deren Ziele sein mögen, vor allem dort wo man nicht gewährleisten kann, welche unerwünschten Gruppierungen falschen Beifall geben und womöglich die Freiheit der Versammlung mißbräuchlich nutzen, sind unbedingt zu meiden … Entschuldigung, das ist 68er-Denken und Rudi Dutschkes APO (Außerparlamentarische Opposition) und sein Widerstand und Marsch durch die Institutionen ,,, aber nicht das Zeugnis des HERRN JESUS.

Mit dem anderen Extrem der Christenheit, die sich in ihren Elfenbeinturm ihres theologischen Klein-kleins oder weltabgewandter Entrückungs- oder Israel-Euphorie befinden möchte ich heute gar nicht lange hadern, denn das Evangelium Jesu Christi fordert uns auch nicht etwa zur Realitätsverweigerung auf, sondern diese Welt mit offenen und nüchternen Augen zu beurteilen. In diesem Zusammenhang wird häufig von Geschwistern eingewandt, daß wir uns absondern sollen … ja, gewiß von den Sünden dieser Welt, da wir Bürger des Himmels sind … aber als Gäste dieser Welt dürfen wir dieses Gebot nicht als Ausrede gebrauchen um eine Weltflucht zu legitimieren die uns erlaubt uns unseren Nächsten zu entziehen und das Haupt bequem auf dem Errettungs-polster in der Erwartung auf die baldige Entrückung zu betten.

[Anm.: Nachdem ich gestern ziemlich scharf angegriffen wurde, wegen mangelhafter Ausführlichkeit in meiner biblischen Argumentation (es ging um einen Artikel von dritter Seite), möchte ich, da ich Blogger bin und nicht beabsichtige und auch nicht befähigt bin ein apologetisches Buch zu schreiben, die Beweislast umkehren: Bitte widerlege, ohne Haarspalterei, wenn meine Ausführungen oder die Texte Dritter, Dir nicht im Geist des Wortes Gottes erscheinen, an Hand von einem biblischen Kontext und einer kurzen Begründung, die nicht bei Adam und Eva beginnt – vielen Dank!]

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twitter AntiDominionist youtube AntiDominionist 21.08.2014

 

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