Pfingstler, Charismatiker und der Papst werden zum Motor der Ökumene (TOPIC)

(Quelle: TOPIC)

Unser Artikel aus der letzten Ausgabe „Ist Franziskus ein katholischer Gorbatschow?“ hat für etliche Reaktionen gesorgt. Erstmalig erfuhren viele Christus-Gläubige, was auf höchsten Kirchenebenen hinter den Kulissen bereits läuft. Zeitgleich mit unserer August-Ausgabe erschien in der US-Zeitung Boston Globe ein Artikel, in dem der Papst-Biograph Austen Ivereigh schildert, wer den entscheidenden Impuls für die Annäherung von Katholiken und Evangelikalen, inklusive der Pfingstler und Charismatiker, gegeben hat. Es war der Pfingstpastor und Bischof der Community of Evangelical Episcopal Churches (eine charismatische Kirche mit anglikanischen Wurzeln, die 1995 gegründet wurde) Anthony (Tony) Palmer. Wer ist dieser Tony Palmer?

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Palmer wurde durch den US- Charismatiker Kenneth Copeland „gläubig“ und 2003 als südafrikanischer Pfingstpastor von der katholischen Kirche nach Italien gerufen, um den charismatischen Katholiken zu dienen. In seinem Einsatzgebiet unter Katholiken in Südamerika lernte Palmer den argentinischen Erzbischof Bergoglio kennen, den heutigen Papst. Palmer, der Mitte Juli 2014 durch einen Motorradunfall ums Leben kam, bezeichnete Papst Franziskus als seinen Freund und einen „seiner geistigen Mentoren“.
Im Februar 2014 nahm Palmer eine in Bild und Ton aufgenommene Grußbotschaft des Papstes an eine Leiterkonferenz von Pfingstgemeinden in den USA mit. Im Beisein des Predigers des Wohlstands-Evangeliums, Kenneth Copeland, wurde diese abgespielt und bejubelt. Anschließend beteten die Versammelten für den Papst – auch in „Zungen“.

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Kenneth Copeland – satanistisches Handzeichen

Es ist unübersehbar: Der derzeitige starke Impuls in Richtung Ökumene geht von einer Koalition aus Pfingstlern, Charismatikern und dem Papst aus.  Palmer war dabei der Brückenbauer zu der pfingst-charismatischen Szene und auch zur Weltweiten Ev. Allianz (WEA). Doch welche Ökumene wird dies sein, die 2017 (s. TOPIC 8/2014) durch eine gemeinsame Erklärung besiegelt werden soll? Hat sie überhaupt eine Chance, zustande zu kommen?

Papst Franziskus jedenfalls wäre der richtige Mann, tatsächlich viele Glaubensrichtungen unter einen Hut zu bringen. In seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ skizziert der Papst ein Modell, nach dem praktisch jeder Mensch irgendwie zu Gott kommen kann. Selbst Nichtchristen, die auf ihr „Gewissen“ hörten, seien „durch Gottes Gnade gerechtfertigt.“ Muslime wohl per se. Der Papst in seinem Schreiben: „Nie darf vergessen werden, dass sie [die Muslime] sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“

Wie kein Papst zuvor bietet Franziskus Glaubenden – welcher Couleur auch immer – Einstiegsmöglichkeiten in eine Struktur, die in einer Welteinheits-Religion münden könnte. In ihr kann jeder nach seiner Fasson selig werden. Dabei möchte der Papst auf keinen Fall Vorschriften machen oder einen bestimmten Weg als den allein seligmachenden unzweideutig benennen. In einer Frühmesse am 17.10.2013 griff der Papst diejenigen an, die einen festen Glaubens-Standpunkt haben und diesen verteidigen. Solche Leute seien keine Jünger Jesu, sondern „Anhänger einer Ideologie“. Der Papst: „Jesus ist Zärtlichkeit, Liebe, Sanftmut“, und Glaube entwickele sich im Gebet. Durchaus. Doch zu welchem Jesus wird gebetet? Zu einem katholischen? Einem charismatischen? Einem ökumenischen? Vieles in den theologischen Aussagen des jetzigen Papstes bleibt aus biblischer Sicht widersprüchlich und schwammig. Dafür bastelt Franziskus an einem ökumenischen Konstrukt, das wie ein Schwamm alles Religiöse aufsaugen könnte.

TOPIC  Nr. 09/2014

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twitter AntiDominionist youtube AntiDominionist 25.09.2014

Ein Kommentar

  1. Zeugnis – Ich war ein Pfingstler – Karl Hermann Kaufmann 1-7 – by lannopez
    groepfazEATEN

    Die Endzeitrede unseres Herrn Jesus Christus beginnt mit den bezeichnenden Worten:
    “Sehet zu, daß euch niemand verführe!”

    Zungenreden 1-2 – Karl-Hermann Kaufmann – by MaranathaChannel
    groepfazEATEN

    Gibt es in unserer Zeit noch das biblische Zungenreden, oder nicht? Dieses Thema wird hier von dem Prediger Karl-Hermann Kaufmann behandelt.

    DIE CHARISMATISCHE VERFÜHRUNG – Alexander Seibel – by jeremyyyTM

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