Was glauben wir eigentlich? [Teil 6] (Jesaja 66:2) / Versäumnis (S.Schad)

Was glauben wir eigentlich? (6)

(Quelle: Jesaja 66:2 http://jesaja662.wordpress.com)

Was uns das Wort Gottes lehrt – Glaubensüberzeugungen und zentrale Anliegen einer örtlichen Gemeinde – Ein Beispiel


Helmi Berkah

 Fortsetzung von Teil 5: Die Erlösung des Menschen (A)

 

4. Die Erlösung des Menschen (B)

4.4. Heiligung

Einmalige Stellung

Wir glauben, dass jeder wahrhaft Gläubige durch die Rechtfertigung für Gott ausgesondert, also für heilig erklärt ist und deshalb von der Schrift als Heiliger bezeichnet wird. Diese Heiligung ist eine Stellung, die ein Mensch sofort erhält, wenn er Buße tut und an Jesus Christus glaubt.

Diese Stellung der Heiligkeit darf nicht mit dem fortwährenden Prozess der Heiligung verwechselt werden. Sie hat mit der Stellung des Gläubigen als gerechtfertigte Erlöste zu tun, nicht mit seinem gegenwärtigen Wandel oder Leben.33

Fortwährender Prozess

Wir glauben, dass diese Gläubigen (Heiligen) ihrer neuen Natur gemäß in einem Leben der fortwährenden Heiligung und Absonderung von allem Bösen leben sollen,34 ihrem Herrn und Erlöser mit Freuden folgen35 und dienen sollen und in der freudigen Erwartung Seines Wiederkommens leben sollen.36

Wir glauben, dass der Heilige Geist auch diesen Prozess der Heiligung bewirkt. Ziel der fortwährenden Heiligung ist es, den Zustand des Gläubigen durch Gehorsam gegenüber Gottes Wort und durch Ausrüstung und Führung durch den Heiligen Geistes näher zur Christusähnlichkeit zu bringen. Das bedeutet, dass der Gläubige mehr und mehr nach dem Willen Gottes leben will und zunehmend ein entsprechendes Leben führt.37

In dieser Hinsicht lehrt die Schrift, dass jeder wahrhaft gerettete Mensch in einen täglichen Konflikt verwickelt ist – die neue Schöpfung in Christus kämpft gegen das alte, sündige Wesen. Jedoch gibt Gott auch die erforderliche Ausrüstung und Befähigung für den Sieg, und zwar durch die Kraft des innewohnenden Heiligen Geistes. Trotzdem wird der Kampf den Gläubigen sein ganzes irdisches Leben lang begleiten, nie vollständig beendet sein und nie zur praktischen Sündlosigkeit führen. Der Heilige Geist will uns aber für einen wachsenden Sieg über die Sünde ausrüsten, um zunehmend dem Evangelium gemäß leben zu können.38

4.5. Heilssicherheit und Heilsgewissheit

Wir glauben, dass alle Erlösten, die einmal errettet wurden, durch Gottes Kraft sicher bewahrt werden und deshalb in Christus für immer sicher sind. Ein einmal wirklich erretteter, neugeborener Gläubiger kann weder jemals die Erlösung verlieren, noch sich selbst dagegen entscheiden oder sie aufgeben. Jeder wahrhaft wiedergeborene Gläubige ist ein für allemal vom ewigen Gericht ins ewige Leben übergegangen.39 Das, was Gott in den auserwählten Gläubigen angefangen hat, vollendet Er bis zur Vollendung am zukünftigen Tag Jesu Christi.40 Durch die Heilige Schrift verbietet Gott aber, diese christliche Freiheit als Entschuldigung für sündiges Leben und Sinneslust zu gebrauchen.41

Wir glauben, dass es das Vorrecht der Gläubigen ist, durch das Zeugnis des Wortes Gottes sicher zu wissen, dass sie aufgrund ihres Glaubens an das vollkommene Werk Jesu Christi errettet sind.42 Wenn der Gläubige als Folge seiner geistlichen Neugeburt nach dem Wort Gottes lebt, bezeugt der Heilige Geist in ihm, dass er wirklich ein ewiges Kind Gottes ist.43 Jeder, der den Namen Jesu Christi bekennt und trägt, aber willentlich und andauernd in Sünde lebt, sollte seine Errettung jedoch ernstlich in Frage stellen.44

4.6. Absonderung

Wir glauben, dass die Absonderung von der Sünde durch das ganze Alte und Neue Testament hindurch eindeutig gefordert wird und dass in den letzten Tagen Abfall und Weltlichkeit zunehmen werden.45

Aus tiefer Dankbarkeit für die empfangene unverdiente Gnade Gottes und weil unser herrlicher Gott völliger Hingabe würdig ist sollen alle Gläubigen so leben, dass ihre anbetende Liebe zu Gott sichtbar wird und sie keine Schande auf ihren Herrn und Retter bringen. Wir glauben auch, dass Gott die Absonderung von jeglicher Verbindung zu religiösem Abfall sowie weltlichen und sündigen Praktiken verlangt.46

Wir glauben, dass sich die Gläubigen für ihren Herrn Jesus Christus absondern sollen,47 d.h. dass sie sich einzig und allein an Gottes in der Bibel geoffenbarten Wertmaßstäben, Prinzipien und Seinem Willen orientieren. Wir glauben, dass das Leben der Erlösten daher ein Leben in gehorsamer Rechtschaffenheit im Sinne der Seligpreisungen48 sowie ein beständiges Streben nach Heiligung ist.49

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33 Apg. 20:32; 1Kor. 1:2.30; 6:11; 2Thes. 2:13; Heb. 2:11; 3:1; 10:10.14; 13:12; 1Pet. 1:2
34 Röm. 6:12-19, 8:1-16; 1Kor. 5:11-13; 2Kor. 6:14-7:1; Gal. 5:16-25; Eph. 4:17-6:9; Phil. 4:8-9; Kol. 3:1-25; 1Thes. 4:3; 2Thes. 3:6.14-15; 2Pet. 1:3-11; 1Joh. 2:29, 3:9, 4:7, 5:1.4.18; 2Joh. 7-11
35 Röm. 7:4; 2Kor. 5:15; Eph. 2:8-10; 1Thes. 1:9; Tit. 2:14, 3:8; Jak. 2:14-26
36 1Kor. 11:26; 1Thes. 1:10, 2:19-20, 3:13; Tit. 2:12-13; Lk. 12:35-37
37 Joh. 17:17.19; Röm. 6:1-22; 2Kor. 3:18; 1Thes. 4:3-4; 5:23
38 Joh. 14:20; Röm. 8:1-14; 2Kor. 3:3, 4:10, 12:9; Gal. 5:16-25; Eph. 4:22-24; Phil. 3:12; Kol. 3:9-10; 1Pet. 1:14-16; 1Joh. 2:6, 3:5-9
39 Joh. 5:24; 6:37-40, 10:27-30; Röm. 5:9-10, 8:1.10-11.28-39; 1Kor. 1:4-9; Eph. 4:30; Heb. 7:25, 13:5; 1Pet. 1:4-5; Jud. 24
40 Phil. 1:6; Heb. 12:2; vgl. Lk. 22:31-32
41 Röm. 6:15-22; 13:13-14; Gal. 5:13,16-17+25-26; Tit. 2:11-14
42 1Joh. 5:13
43 Röm. 8:14-17; 1Joh. 4:13
44 1Joh. 2:3-6, 3:9-10; 2Kor. 13:5; Eph. 2:8-10; Tit. 2:14
45 2Kor. 6:14-7:1; 2Tim. 3:1-5
46 Röm. 12:1-2; 1Kor. 5:9-13; 2Kor. 6:14 – 7:1; 1Joh. 2:15-17; 2Joh. 9-11
47 2Thess 1:11-12; Heb. 12:1-2
48 Mt. 5:2-12
49 Röm. 12:1-2; 2Kor. 7:1; Heb. 12:14; Tit. 2:11-14; 1Joh. 3:1-10

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Teil 1 <–                             –> Fortsetzung:  6. Die Gemeinde (A)

> Überblick über die gesamte Serie HIER <


Versäumnis (S.Schad)

Liebe Leser,

Ich möchte es ein Versäumnis nennen, daß ich nicht schon vorher, und dies kontinuier- lich,  Artikel von dieser hervorragenden apologetischen Seite, Jesaja 66:2, die mit theolo- gischem Tiefgang brilliert, Artikel auf “Der Ruf” übernommen habe … mea culpa maxima. Leider kann man nicht alles gleichzeitig im Auge behalten, der Tag hat nur 24 Stunden, es gibt stets viel zu lesen und die vielen, vielen e-mails möchten auch beantwortet werden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich auf diese hervorragende Internetseite verweisen, die zudem einen newsletter bietet, der mit dem gleichen Word- Press-System versehen ist wie dieser Blog.

(Bitte das Bild anclicken)

jesajaHerzliche Grüße und Segen beim lesen wünscht Euch

S.Schad

 


S.Schad

www.der-ruf.info

04.11 2014

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4 Kommentare

  1. Die Beschreibung in Hebräer 6/4 (metechos) wird auch in Hebr. 3/1,14 und Hebr. 12/8 für Gläubige verwendet, daher wird hier von echten Christen gesprochen.

    Hebräer 3/12,14
    12 Sehet zu, liebe Brüder, daß nicht jemand unter euch ein arges, ungläubiges Herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Gott;
    14 Denn wir sind Christi teilhaftig geworden, so wir anders das angefangene Wesen bis ans Ende fest behalten.

    Hebräer 6/4-6
    4 Denn es ist unmöglich, die, so einmal erleuchtet sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig geworden sind des heiligen Geistes 5 und geschmeckt haben das gütige Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt, 6 wo sie abfallen, wiederum zu erneuern zur Buße, als die sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und für Spott halten.

    Lukas 8/13
    Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab.

    1. Hallo Tom, bist Du Tom as auf facebook?

      ich möchte diese Diskssion schließen mit der Bemerkung: So kann man mit dem Wort Gottes nicht umgehen … Verse aus dem Kontext reißen! Zu wem spricht Jesus in Lukas 8/13 ? … der Heilige Geist wohnt noch nicht in den Nachfolgern und Jüngern (erst ab Pfingsten) und wie wir wissen gab es Judas, den Jesus berufen hatte, der ihm aber nur äußerlich nachfolgte und ihn verriet … das ist ein Modell falscher Nachfolge, bis heute… ebenso verhält es sich mit den Warnungen an Mitläufer, die äußerlich Christen sind, aber innerlich noch nicht umgekehrt sind. Der Schlüssel ist Unkraut und Weizen – Christen, die in eine äußerliche Nachfolge getreten sind, aber nie die Vergebung gesucht haben und umgekehrt sind – JA, sie werden abfallen und in der Endzeit sogar gegen ihre Mitchristen ( die Wiedergeborenen) vorgehen.

      Man beachte bei dem Vers 4 die Wortwahl, dass sie “teilhaftig geworden sind des Heiligen Geistes” … teilhaftig (!!!), was nicht etwa bedeutet, dass der Geist Gottes in diesem Menschen wohnen würde und man beachte gleichzeitig das Wort “erleuchtet” – was bedeutet das Wort “erleuchtet” in diesem Zusammenhang ? John MacArthur kommentiert in der populären sogg. “John MacArthur Studienbibel” zu diesem Vers, dass sie erleuchtet bzw. unterwiesen waren das Evangelium intellektuell zu verstehen, was nicht etwa bedeuten würde, dass Menschen die das Evangelium verstanden haben, wiedergeboren wären

      hervorragende Auslegung von James Wgite zu Hebräer 6, der im Unterschied zu Dave Hunt des GRIECHISCHEN mächtig ist: http://www.der-ruf.info/hebraer-6-james-white/

  2. Gläubige können wieder verloren gehen, z.B. wenn sie anderen nicht vergeben (Mt. 6/15; Mt. 18/21-35) oder wenn sie den AC anbeten oder dessen Bild oder freiwillig dessen Zeichen annehmen (Off. 14/9-12) oder wenn sie gänzlich faul sind ohne Buße darüber zu tun (Mt. 25/26,30; Joh. 15/2a).

    Der freie Wille bleibt auch nach der Bekehrung bestehen, ein Gläubiger kann aus eigener Entscheidung sich aus Gottes Hand reissen. Es gilt jeden Tag sein Kreuz auf sich zu nehmen, sich selbst zu verleugnen und zu überwinden. Nur wer bis zuletzt überwindet wird endgültig errettet.

    Matthäus 25/30
    Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappen.

    Johannes 15/4-6
    4 Bleibet in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen.

    1. Ich will nur sehr verkürzt argumentieren: Wir kennen das Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen. Das Unkraut DARF mitten im Weizen wachsen und wird nicht ausgerissen, da der Weizen sonst Schaden erleiden könnte – so weit. Wir erfahren alos, daß es mitten in unseren Versammlungen Unkraut (sprich: Nicht wiedergeborene Christen) gibt. Diese haben zwar eine Erleuchtung erlebt, geschmeckt ( wie Hebr 6,4) sagt, sind teilhaftig geworden der Früchte des HEILIGEN GEISTES und haben sich dennoch widersetzt ( und keine Buße getan ). Diese können abfallen (weil sie nicht von uns ausgegangen sind) … jetzt kommen Viele mit dm Buch des Lebens, gerade so als würde GOTT “würfeln” wenn ein Heiliger sündigt … siehe Charles H. Spurgeon … im BUCH DES LEBENS steht zuerst einmal JEDER MENSCH, jeder Mensch ist zum LEBEN berufen … und JEDER MENSCH gleich in welchem Kulturkreis wird auch von GOTT gerufen … und wie wir wssen, wird nicht jeder Me nsch der den Ruf gehört hat, umkehren … somit wird dieser aus dem Buch des Lebens ausgelöscht … sorry, in der Kürze ohne Buch/Versangaben.

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