Neue Vorträge (Dr. Martin Erdmann) Alchemie bei den Neo-Evangelikalen? Die Transformationslehre von Rick Warren und der Evangelischen Allianz (Dirk Noll)

Einleitung (S.Schad)

Zuerst habe ich selber zwei Versuche mit den Artikeln Das Endzeit-“Triangel” + Zwei Themen und eine Brücke unternommen zu verdeutlichen wie wie wichtig Dr. Martin Erdmanns Themen sind und dabei die große Schwierigkeit gesehen, daß es allgemein verstanden werden könnte. Die Thesen sind nicht leicht zu verstehen, zumal sie auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben – Gesellschaftstransformation bzw. Dominionismus und die aufkommende Weltregierung bzw. die Neue Weltordnung sind EIN THEMA! Dr. Martin Erdmann verdeutlicht dies in seinen aktuellen Vorträgen und Dirk Noll hat die vielen Aspekte dieses großen Komplexes noch einmal zusammengefaßt – ich bin sehr dankbar dafür!

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Alchemie bei den Neo-Evangelikalen? Die Transformationslehre von Rick Warren und der Evangelischen Allianz (Dirk Noll)

Seit einiger Zeit wird innerhalb der Evangelischen Allianz in Büchern und Zeitschriften zunehmend das Wort „Transformation“ oder „Gesellschaftstransformation“ verwendet und darüber diskutiert, wie z. B. am 4./5. Januar 2013 als der Arbeitskreis für evangelikale Missiologie eine Tagung unter dem Titel „Evangelisation und Transformation“ veranstaltete. Eingeladen wurde dazu von der Evangelischen Allianz in Deutschland.

1. In der Evangelischen Allianz ist die Transformationstheologie bereits weit verbreitet.

Dabei stellte sich heraus, dass es sich um eine neue Theologie handelt, die bereits schon bei den Evangelikalen eingeführt wurde (siehe dazu das Buch von Tobias Faix, einer der führenden Vertreter der Transformationstheologie in der Allianz):

http://www.amazon.de/Die-Welt-ver%C3%A4ndern-Grundfragen-Transformation/dp/3868271228

Da in der Evangelischen Allianz bereits umfassend der Bereich der Mission und der Verkündigung des Evangeliums in die Transformationslehre umgewandelt wurde, gab es dagegen einen massiven Einspruch durch den Tübinger Aufruf von Dr. Peter Beyerhaus, der am 1. und 2. März 2013 auf dem Rolf Scheffbuch – Symposium in Tübingen erarbeitet wurde (siehe hier):

http://www.bibubek-baden.de/pdf/TueAufruf-13.pdf

2. Die Transformationslehre wird durch Rick Warren verbreitet

Rick Warren in seinem Buch Leben mit Vision:
„Die nächsten 40 Tage werden dein Leben transformieren“.

Über seinen P.E.A.C.E-Plan und sein Buch Leben mit Vision verbreitet Rick Warren die Transformationslehre.

Was kann man sich unter dieser neuen Lehre vorstellen, die im Neo-Evangelikalismus an Stelle der Evangeliumsverkündigung eingeführt wurde?

In Grunde genommen ist es keine neue Lehre, sondern eine sehr alte Lehre in einem neuen Gewand: die Alchemie.

Da sich diese „mittelalterliche Lehre“ unter dem Namen „Alchemie“ heute nicht mehr verkaufen lässt, taucht sie meistens unter den Begriffen „Allgemeine Systemtheorie“ oder „Transformationslehre“ auf.

Eine ausführliche Untersuchung der „Transformationslehre“, wie sie Rick Warren verbreitet, untersucht Martin Erdmann in seinem Buch „Der Griff zur Macht“ (siehe hier).

http://www.cbuch.de/Erdmann-Der-Griff-zur-Macht-p3502/

Professionelle Informations-Videos zu Rick Warren und der Transformationslehre findet man auch auf YouTube, herausgegeben von Dr. Martin Erdmann über das Verax-Institut (siehe hier):

http://www.youtube.com/watch?v=wYodX9lzIsY

3. Transformation und Systemtheorie

Die Systemtheorie verbreitete sich im 19. Jahrhundert zunächst durch esoterische Philosophen aus. Der Vater der Allgemeinen Systemtheorie Ludwig von Bertalanfy (siehe auch Wikipedia) legte das Konzept für die Systemtheorie vor.

Dieses sieht vor, verschiedene Gesellschaftssysteme (inkl. der Kirchen) zu EINER Weltgemeinschaft zu vernetzen. Das System der EINEN Weltgemeinschaft gründet sich auf die Säulen: Regierung, Wirtschaft und Sozialwesen (Kirchen).

Ein weiterer bedeutender Vertreter der Systemtheorie Peter Drucker, der Mentor von Rick Warren, konzentrierte sich dabei besonders auf den Bereich Sozialwesen (Kirchen). Da Drucker mit den Kirchen nicht viel zu tun hatte und aus der höchsten Freimaurerfamilie Österreichs kommt, suchte er einen Mann, der für ihn die Systemtheorie unter den Kirchen verbreitet. Diesen fand er in seinem Schüler Rick Warren. Wie die Untersuchungen von Martin Erdmann zeigen, hat Rick Warren mit seinem P.E.A.C.E.-Plan und seinem Konzept von Gemeindebau die Systemtheorie von Peter Drucker nahezu perfekt für die Kirchen umgesetzt.

Mit anderen Worten geht es dabei also darum, die Welt zu einer politischen, wirtschaftlichen und sozialen (kirchlichen) Einheit zu führen. In einem Transformationsprozess soll jeder Mensch in dieses einheitliche System eingeordnet werden. Dies soll dann in die Installierung einer Weltregierung münden, indem es dann nur EINE Politik gibt, EIN gemeinsames Wirtschaftssystem und EINE Religion.

Rick Warren ist Mitglied des CFR – Council of Foreign Relations, arbeitet für diese Organisation und besucht für sie verschiedene Gipfel, wie z. B. den Weltwirtschaftsgipfel 2009 in Davos, wo er auch in einem Interview sagte, dass er für den CFR arbeitet . Der CFR ist die UNO-Organisation, die vornehmlich auf die Errichtung einer Weltregierung hinarbeitet. Den Mitgliedern des CFR ist es voll und ganz bewusst, dass sie auf eine Weltregierung hinarbeiten, ansonsten werden sie erst gar nicht in diesen Rat aufgenommen (weitere Infos dazu hier):

www.dominionismus.info/pdf/rickwarrenI.pdf

www.dominionismus.info/pdf/rickwarrenII.pdf

Rick Warren gebraucht auch oft das Bild von dem dreibeinigen Stuhl, das er von Peter Drucker übernommen hat: Politik, Wirtschaft, Kirchen. Der Stuhl mit 2 Beinen (Politik und Wirtschaft) kann nicht stehen. Er benötigt ein drittes Bein (die Kirchen), um stehen zu können. Die Kirchen sind also auf dem Weg bei der Errichtung einer Weltregierung ein wesentlicher Faktor. Über die Kirchen und das „soziale Engagement“ in der Welt sollen möglichst viele Menschen in dieses „Welteinheitssystem“ eingeordnet werden.

4. Systemtheorie und Alchemie

Die Systemtheorie, die sich zunächst erst in esoterischen Kreisen verbreitete, bevor sie als Transformationslehre zu den Neo-Evangelikalen gelangte, ging aus der Alchemie des Mittelalters hervor. Die Alchemie findet sich in den Schriften der Hermetik (siehe hier):

http://de.wikipedia.org/wiki/Corpus_Hermeticum

Diese Schriften stammen aus der Antike und wurden in der Renaissance wiederentdeckt und gelangten von Konstantinopel nach Florenz. Dort wurden sie Ende des 15. Jahrhunderts ins Lateinische übersetzt und so verbreitete sich von dort aus die Alchemie über ganz Europa.

Sehr vereinfachte und kurze Erklärung, worum es in der Alchemie und den hermetischen Schriften geht und wie sie mit der Transformation in Verbindung stehen.

Grundlage für die Alchemie bildet die Schrift Tabula Smaragdina(lat. für „smaragdene Tafel“). Diese beginnt mit den Worten: „Siehe, das Oberste kommt vom Untersten, und das Unterste vom Obersten; ein Werk der Wunder von einem Einzigen“.

Das ist die Lehre des Neuplatonismus, wonach alles aus dem EINEN göttlichen ausfließt (emaniert) und wieder hineinfließt. Dies ist auch die Lehre der Gnosis, die in der Alten Kirche als Irrlehre bekämpft wurde. Die Gnosis/Neuplatonismus hatten damals dazu geführt, dass eine leibliche Auferstehung der Toten von den Gnostikern verleugnet wurde. Dagegen haben verschiedene Kirchenväter apologetische (den biblischen Glauben verteidigende) Schriften geschrieben, z. B.

Dialog mit dem Juden Trypho (Justin, der Märtyrer) oder die 5 Bücher gegen die Häresien (Irenäus).

Darin wird hauptsächlich die Lehre des Apostolischen Glaubensbekenntnis verteidigt: „Ich glaube an die Auferstehung des Fleisches“. Dies hatten die Gnostiker verleugnet und damit einen zentralen Artikel des christlichen Glaubens.

In dieser Zeit (im 1. bis 4. Jahrhundert) waren die hermetischen Schriften entstanden, die eine okkulte, gnostische Geheimlehre beinhalten. Auch verschiedene Kirchenväter erwähnen und zitieren die hermetischen Schriften und verwerfen sie als gnostische Irrlehren. Nachdem diese Schriften in Europa im Mittelalter zunächst in Vergessenheit gerieten, gelangten sie am Ende des Mittelalters von Konstantinopel nach Florenz. Ab 1462 verbreiteten sie sich dann von Florenz aus über ganz Europa. Auch die jüdische Kabbala ist damals direkt aus den hermetischen Schriften hervorgegangen. Auf Internetseiten der Kabbalisten muss man manchmal auch nicht lange nach diesen Zusammenhängen suchen. Nach einer kurzen Erklärung, was die Kabbala lehrt, findet man zur weiteren Erklärung Links zur Alchemie und den Hermetischen Schriften. Die Kabbala ist also nichts anderes als Alchemie (Über den Einfluss der Kabbala auf den aktuellen amerikanischen Evangelikalismus siehe frühere Artikel).

Nach dem obersten Satz der Alchemie (in der Tabula Smaragdina) soll alles aus dem EINEN (was als Gott angesehen wird) ausgeflossen sein und alles soll wieder in das EINE einfließen. Es geht also darum, dass alles in ein einheitliches System eingeordnet wird. Vor allem auch der Mensch soll wieder mit dem EINEN eins werden. Das ist die Hauptlehre der Gnosis, Mystik, Alchemie und der Kabbala. Das EINE wird dabei als ein Makrokosmus gesehen und der Mensch als ein Mikrokosmos. Manchmal wird auch davon geredet, dass der Mensch ein Universum im Kleinen wäre. Somit wäre der Mensch mit dem Makrokosmos vernetzt und müsse wieder mit ihm vereint werden.

Dieses Eins werden mit dem EINEN geschieht durch eine Umwandlung. Dies ist auch ein wesentlicher Aspekt in der Alchemie. Dort ist es eines der wichtigsten Ziele (durch Okkultismus) unedle Metalle in Gold umzuwandeln. Gold wird in der Alchemie und Kabbala aber auch bildlich für den Menschen verwendet. Der Mensch soll bildlich in Gold umgewandelt werden, um mit dem EINEN eins zu werden. D. h. der Mensch soll vollkommen, göttlich und unsterblich gemacht werden, was Eigenschaften sind, die in der Alchemie und der Kabbala symbolisch für Gold stehen. Wenn man verschiedene Internetseiten der Kabbala aufschlägt, dann wird gleich zu Beginn dem Leser das Ziel der Kabbala mitgeteilt: Der Mensch soll vollkommen und unsterblich werden (auf alchemistische Weise durch eine Umwandlung).

Wenn man dies nun wieder mit den Worten der Systemtheorie oder der Transformationslehre ausdrückt, dann soll die Menschheit als Ganzes in ihren Vollkommenen Zustand geführt werden, indem alle Menschen in ein einheitliches Weltsystem eingeordnet werden. Auch die Ideologien des 19. Jahrhunderts gründen auf die Systemtheorie. Da heißt es z. B. bei Karl Marx, dass der Mensch oder die Gesellschaft „entfremdet“ sind. Der Mensch sollte (durch den Marxismus) nun aus seiner Entfremdung herausgeholt werden und in eine einheitliches System einer (sozialistischen) Weltgesellschaft eingeordnet werden. Das bedeutet dann auch letztlich Erlösung.

Erlösung bedeutet in der Systemtheorie, der Alchemie, Gnosis oder Kabbala, dass das gesamte System erlöst wird, indem sich alle Menschen in das System einordnen. Das System steht auch für Gott oder das göttliche Ganze. Vereinfacht kann man sagen:

Der Mensch muss Gott erlösen!

Die Bibel hat jedoch das entgegensetzte System von Erlösung: Gott erlöst den Menschen.

Wieder auf die christliche Transformation übertragen bedeutet dies, dass alle Menschen in eine einheitliche neue Weltordnung eingeordnet werden sollen. Das Reich Gottes auf Erden soll errichtet werden (Dominionismus). Dann werden angeblich auch alle sozialen Probleme wie Kriege und Hungersnöte usw. gelöst, und es kommt zu einer kollektiven Erlösung der Menschheit. Der Christenheit kommt dabei eine treibende Kraft zu, um die Welt in das Reich Gottes auf Erden zu transformieren. Dazu hat Rick Warren 2005 den P.E.A.C.E.-Plan ausgerufen, wobei Warren „1 Milliarden christliche Fußsoldaten rekrutieren“ möchte, um diesen Plan auszuführen.

Damit aber noch nicht genug. 2007 hat Rick Warren die „Chrislam-Erklärung“ unterzeichnet und setzt sich seitdem intensiv dafür ein, dass der Islam und das Christentum miteinander verbunden werden (alle Systeme sollen miteinander verbunden werden und in das Gesamtsystem eingeordnet werden, d. h. auch alle Religionen sollen miteinander zu einer Einheitsreligion verbunden werden). Seitdem finden „Chrislam-Gottesdienste“ statt, und dies auch in Deutschland, wo Muslime und Christen gemeinsam ihren Gottesdienst feiern und sowohl aus dem Koran als auch aus der Bibel lesen. Dementsprechend hat Rick Warren auch 2009 bei der Amtseinführung von Barack Obama im Weißen Haus sowohl zu Jesus als auch zum dem Gott der Muslime gebetet (was ich zu meinem Entsetzen live auf CNN mitansehen musste).

Somit wird natürlich klar: Wo die Transformationslehre eingeführt wird, dort werden die Erlösung durch Jesus Christus und das Kreuz aufgehoben.

Am Ende steht man also vor der Frage: Persönliche Erlösung durch das Blut Jesus Christi durch die Vergebung der Sünden oder eine kollektive Selbsterlösung der Menschheit durch eine Transformation. Gott erlöst den Menschen (die Bibel) oder der Mensch erlöst Gott (die Irrlehre der Transformation).

Dieser Artikel soll eine Anregung geben, um sich mit dem aktuellen Zeitgeist näher auseinanderzusetzen und sich im Gegenzug in der Erlösung durch Jesus Christus noch tiefer zu gründen.

Dazu möchte ich Ihnen, lieber Leser, die Vorträge von Dr. Martin Erdmann ans Herz legen.

(Hinweis: In diesem Artikel wurden aus Platzgründen nicht alle Aussagen mit „Links“ belegt, ca. 20 Links, die die Aussagen bestätigen, wurden weggelassen).

Dirk Noll

Neue Vorträge (Dr. Martin Erdmann)

Martin Erdmann, der durch das Buch “Der Griff zur Macht” bekannt wurde, befindet sich zur Zeit für 6 Wochen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Vortragsreise.Dabei hielt er vom 1.-3. September 2014 in der FeG in Hann. Münden drei Vorträge mit den atkuellen Informationen und neuen Entwicklungen zu diesem Thema (Link zur FeG Hann. Münden):https://www.facebook.com/pages/Freie-Evangelische-Gemeinde-Hann-M%C3%BCnden/309247765758435?fref=ts

Die Vorträge wurden in zeugnishafter Form gehalten, wie Martin Erdmann in seinem persönlichen Glaubensleben in den letzten 25 Jahren mit der Transformationslehre konfrontiert wurde. Martin Erdmann gehörte in den USA einer Mega-Gemeine mit 4.000 Gottesdienstbesuchern an. Er erlebte bis in die kleinsten Details, wie die Transformationslehre in den 80er Jahren in seine aber auch andere Mega-Gemeinden in den USA eingeführt wurde. Erdmann berichtet, zu welchen Spaltungen es dadurch in seiner und in den anderen Gemeinden kam, die schlussendlich dazu führten, dass seine und auch viele andere Gemeinden finanziell bankrott gingen.Gut verständlich erklärt Martin Erdmann, die Hintergründe der Transformation und gibt einen Ausblick, wie sich diese Lehre zukünftig auswirken wird. Die Vorträge finden Sie unter folgenden Link:

[Anm .: Die Vorträge beginnen erst nach ca. 1 Minute mit einem Orgelspiel. Am besten mit der Maus 1 oder 2 Minuten nach vorne klicken.]

https://www.dropbox.com/sh/8zbdj41eqdma5ny/AAAHQhLpKAycXvYZAGmSzk3Ya?dl=0

Ein Kommentar

  1. 2. Petrus 2,1 Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.

    Rick Warren – false teacher
    bibelchannel

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