Ich lebe mit Muslimen im Frieden (S. Schad)

Ich lebe mit Muslimen im Frieden, genauso wie mit den (deutschen) Atheisten … ich kenne viele Muslime und habe mich auch stets mit Kurden, Türken und Marokkanern (und anderen Nationen die dem muslimischen Glauben angehören) völlig unverblümt und sehr häufig unterhalten … wie das? Ob ich ihnen nach dem Mund geredet habe? Im Gegenteil, ich habe höflich auch Dinge des Glaubens angesprochen … völlig frei und unverblümt … ich habe mich auch zuvor damit beschäftigt was der Koran sagt. Zudem habe ich sie auf die Widersprüche des Korans hingewiesen – in Respekt und Achtung der Person, versteht sich … und aus dem Motiv der Nächstenliebe, das meine Gesprächspartner auch stets wahrnehmen konnten. Das ist NIE schlecht angekommen – im Gegenteil, daraus wurden gute Bekanntschaften und manchmal sogar auch Freundschaften.

junge-muslime-deutschland

Hältst Du mich jetzt für eine Person, die die Wahrheit beugt und das Gemeinsame an den Religionen sucht? Weit gefehlt! Es gibt keine Gemeinsamkeiten, auch wenn diese geradezu von vielen Muslimen (noch mehr als von abgefallenen Christen) bemüht werden – Allah ist nicht JAHWE … und der SOHN GOTTES ist auch nicht Isa der Prophet, der laut Koran (ausdrücklich) NICHT am Kreuz starb, aber die selbe Person meint, als einen Propheten, aber nicht als den SOHN GOTTES – es ist unvereinbar!

Was ich sagen will? LIEBE DEINEN NÄCHSTEN WIE DICH SELBST… und lasse Dich vor allem nicht aufhetzen, gleich was die Zeitungen schreiben, welche Bürgerbewe-gungen auf die Straße gehen (PEGIDA) oder welche Terroranschläge (wie in Frank-reich aktuell) gerade die Gemüter verstören, oder welche falschen oder echten Islamisten was auch immer getan haben, tun oder zu tun gedenken.

Braucht es eine besondere Bibelübersetzung, eine besondere Auslegung, oder gar eine spezielle Predigt für diese ur-biblische Botschaft? Ich glaube nicht!


S.Schad

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10.01.2015

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3 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen bezeichnenden Beitrag, lieber Bruder Schad! Genau so erlebe ich es seit vielen Jahren, kann dir also nur beipflichten. Viele Muslime sind überaus dankbar über gelebte Nächstenliebe – besonders in der heutigen Zeit – und ich glaube, dass sie gerade dadurch unseren Herrn “hautnah” erleben können. 🙂
    Herliche Segenswünsche, Manuela

  2. Drei Anmerkungen zu diesem Artikel, die ich nicht nur als Kritik, sondern als Ergänzung verstanden haben möchte:

    1. Zur Frage des Auftretens: Es ist bezeichnend für unsere Zeit, dass wir heute – wenn es um den Dialog mit Muslimen geht – erst beschwichtigend darauf hinweisen, dass wir sie respektieren, uns zuvor mit ihrer Lehre beschäftigt haben und in jeder Hinsicht mit ihnen vorbildlich umgegangen sind. Warum das? Mal im Ernst: Vor 50 Jahren wäre das nicht nötig gewesen. Es ist aller Ehren wert, aber darin zeigt sich schon wieder die Gefügigkeit, die wir uns als Christen heutzutage zu eigen machen, weil wir als “Fundamentalisten” von den Medien schon längst in die feindselige Ecke gedrängt wurden und Muslime inzwischen aufgrund der Medien die “Guten” sind – egal wie viel ihre Extremisten morden und schlachten. Kann es sein, dass diese Unterwürfigkeit bereits Zeichen einer latenten Verfolgung ist? Dass es bei Muslimen dabei keine zwei Paar Stiefel gibt, zeigt folgendes englische Zitat, dem ich zustimme:

    ‘Radical’ Islam is believing the Koran & doing as it says. ‘Moderate’ Islam is not believing it and/or ignoring what it says.

    2. Zur Frage der Nächstenliebe: Als Christen sind wir nicht nur zur Liebe berufen, sondern auch zum Bekenntnis der Wahrheit (Joh 17,17). Das ist auch Bestandteil der Nächstenliebe und als Reaktion darauf kann es durchaus auch Ablehnung geben! Die Reaktion auf das Evangelium, lieber Bruder Schad, ist bekanntlich Annahme oder Ablehnung. Man muss nur auf die Frage zu sprechen kommen, wer Jesus ist, dann ändert sich so manches Verhältnis, das ist meine Erfahrung. Oftmals sind wir nicht klar genug im Umgang mit Muslimen, aus Furcht das Verhältnis zu belasten. Nettigkeit und Höflichkeit sind jedoch keine Attribute der Bibel.

    3. Zur Frage der Auseinandersetzung: Was ich aus dem Gespräch Jesu mit Nikodemus herauslese, ist, dass Jesus das Reich Gottes aufgezeigt hat, nicht aber gefragt hat, was der andere lehrt. Wer vom Geist erfüllt ist, braucht keine Auseinandersetzung mit anderen Lehren. Er will nur von seiner Erlösung erzählen und von dem was Jesus für ihn getan hat. Was ich vor allem brauche, ist eine lebendige Beziehung zu Jesus. Das ist das Wichtigste. Insofern ist die zentrale Fragestellung für einen Christen nicht, wie ich mit allen Muslimen in Frieden lebe, sondern wie verhalte ich mich in der religiösen Auseinandersetzung mit Muslimen. Dass ich meinen Nächsten versuche stets gut zu behandeln, ist als Christ vielmehr eine Selbstverständlichkeit.

    1. Lieber Bruder Tilman, ich lasse Deinen Beitrag als ERGÄNZUNG gerne stehen, bedanke mich herzlich und teile was Du sagst. Du hast sicherlich herausgelesen, daß es mir in diesem Kontext um etwas anderes ging: Eine Art von Islamophobie der Christenheit die sich mehr und mehr ausbreitet. Gewiß sollen wir keine “Bücklinge” machen und daß Christen ihre Nächsten mit Liebe behandeln sollte auch wieder deutlicher sichtbar werden.

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