Im Glaubensleben meilenweit voraus? (Norbert Fehr)

Gestern hat wieder mal eine Person bekundet, sie hätte den Eindruck, ich sei ihr im Glaubensleben meilenweit voraus.

Mich betrüben solche Aeusserungen….Wenn ich mich öffentlich zumeist ausschweige über mein Versagen als Christ, bedeutet dies noch lange nicht, dass ich heiliger als Paulus wäre. Papier ist geduldig. Es war nie und wird nie mein Bestreben sein, mich besser darzustellen als ich es in Wahrheit bin. Aber soll ich deshalb die Wahrheit vorenthalten und verschweigen? Ich werde mich auch zukünftig nicht jedem offenbaren, da es erfahrungsgemäss nur sehr wenige Väter gibt. Ich bitte euch darauf zu achten, meine Person nicht höher anzusehen als jede andere. In der Gegenwart Gottes gibt es keine Liebedienerei vor menschlichen Grössen.
Alle Ehre und Lob gebührt einzig und allein Jesus Christus.

sohn-verloren-vaterVergeben, obwohl er sich unter Schweine begeben hatte: Gemälde von Rembrandt zum biblischen Gleichnis „Der verlorene Sohn“. 

Mich haben vor Jahren die demütigen Worte von William MacDonald in seinem Buch “Wahre Jüngerschaft” sehr berührt……im Schlussabschnitt zu seinen Ausführungen über die “Bedingungen an die Jüngerschaft”…..schliesst er das Kapitel mit folgenden Worten ab:

“Dieses sind also die sieben Voraussetzungen zur Nachfolge Christi. Sie sind klar und unzweideutig. Der Schreiber dieses Büchleins ist sich darüber im Klaren, dass er sich selbst durch diese Aufstellung als einen unnützen Knecht verurteilt. Sollte aber Gottes Wahrheit durch das Versagen des Volkes Gottes für immer verschwiegen werden? Ist es nicht wahr, dass die Botschaft immer größer ist als der Botschafter selbst? Ist nicht Gott allein wahrhaftig und jeder Mensch ein Lügner? Sollten wir nicht mit einem alten Weisen sagen: »Dein Wille geschehe, wenn auch durch meine eigene Unzulänglichkeit«? Indem wir unsere begangenen Fehler bekennen, lasst uns den Ansprüchen Christi an uns mutig begegnen und von jetzt an danach trachten, wahre Jünger unseres herrlichen Herrn zu sein. »… der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollführen …« (Phil 1,6)

In Jeremia 9,22-23 heisst es: “So spricht der HERR: Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmt, rühme sich dessen: Einsicht zu haben und mich zu erkennen, dass ich der HERR bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit übt auf der Erde; denn daran habe ich Gefallen, spricht der HERR.”

Es ging mir darum aufzuzeigen, dass man aus Postings nicht ohne weiteres verbindliche Rückschlüsse auf das Glaubensleben ziehen sollte, sei es nun was den Charakter betrifft, die Liebe zum Nächsten, Beziehung zu Gott usw……weder kenne ich die Motive des anderen noch sein Herz. noch bin ich in seinen Fussstapfen gelaufen…..

Norbert Fehr, St. Gallen 19.01.2014

Kommentar S. Schad: Diesem Bekenntnis meines geliebten Bruders Norbert Fehr, schließe ich meines gleichlautend OHNE WENN und ABER an! Wir sind schwache Kreaturen!


S.Schad

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20.01.2014

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