Wie christlich sind die auf dem Kongress christlicher Führungskräfte propagierten Werte? (Dr. Martin Erdmann) / Den Nagel [einmal mehr] auf den Kopf getroffen (ootb)

Den Nagel [einmal mehr] auf den Kopf getroffen (ootb)

Dr. Martin Erdmann hat mit dem nachfolgenden Artikel den Nagel einmal mehr auf den Kopf getroffen – Dr. Erdmann konstatiert und fragt:

“Der Versuch der Gesellschaftstransformation ist zum Scheitern verurteilt. Ein anderes Resümee kann nicht gezogen werden, wenn man sich den NDR Bericht über den Kongress [christlicher Fürhungskräfte] sorgfältig durchliest. Wird man in den Fühungsetagen der Deutschen Evangelischen Allianz daraus die richtige Lektion erlernen?”

erdnail

An dieser Stelle wage ich eine Prognose, die sich Dr. Martin Erdmann als Theologe, Wissenschaftler und seriöser Publizist, womöglich nicht erlauben möchte … (ich weiß es allerdings nicht, ob es so ist) … nach meiner Einschätzung werden mehr Anbiederung, mehr Weltförmigkeit, mehr Evangliumsverleugnung seitens der DEA und ihres im Gleichschritt marschierenden inoffiziellen Presseorganes IDEA Spektrum, die Folge sein … oder werden sie das nächste mal etwa auf Gastredner wie Volker Kauder, Olaf Scholz und global handelnden CEOs verzichten? Nur eine von den beiden Seiten wird die andere beeinflussen zum Nachgeben: Es werden erfahrungsgemäß die weichgespülten Evangelikalen sein, die Positionen abräumen werden um hinterher am Katzen-tisch, ein Zipfelchen der Macht und Mitsprache zu erreichen und diesen faulen Kompromiß zudem noch als “Sieg des Evangliums” verkaufen.

Sollte meine Prognose falsch sein und wider Erwarten zu einer Rückbesinnung der Genannten, auf das Evangelium Christi führen, dann werde ich auch Abbitte leisten.


(Quelle: ootb www.out-of-the-blue.world)


00TB-picAutor ootb © alle Rechte vorbehalten.

VKhttps://new.vk.com/out_of_the_blue.world


newhaederootbcloudfooter


Wie christlich sind die auf dem Kongress christlicher Führungskräfte propagierten Werte? (Dr. Martin Erdmann)

(Quelle: Dr. Martin Erdmann www.veraxinstitut.ch)

“Uns geht es darum, dass wir versuchen, christliche Werte in unsere Gesellschaft einzubringen und das besonders über Führungskräfte”, erklärt Helmuth Matthies dem Journalisten des Norddeutschen Rundfunks (NDR), als dieser ihn während des diesjährigen Kongresses christlicher Führungskräfte interviewte. Der im Turnus von zwei Jahren stattfindende Kongress wurde dieses Jahr unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“ in der Hansestadt Hamburg veranstaltet. Nach Angaben der Medien kamen mehr als 3000 Teilnehmer im Congress Centrum Hamburg zusammen, um sich in den drei Tagen vom 26.-28. Februar Vorträge bekannter Persönlichkeiten aus der deutschen Wirtschaft und Politik im Plenarsaal, in diversen Seminaren und sonstigen Nebenveranstaltungen anzuhören. Auch wenn die Teilnehmerzahl leicht rückgängig ist, seitdem 2009 3.808 Teilnehmer in Düsseldorf zusammenkamen, werden die Veranstalter des Kongresses, das evangelikale Nachrichtenmagazin IDEA (Wetzlar) und die Firma tempus (Giengen bei Ulm) sicherlich am Ende des Kongresses ein positives Resümee ziehen. Dazu werden sie sicherlich gute Gründe aufzählen können.

Die Schirmherrschaft des diesjährigen Kongresses übernahm der Erster Bürgermeister Hamburgs Olaf Scholz (SPD). Als Plenarredner trat der Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière (CDU) auf. Wie zu Kongressen in zurückliegenden Jahren erschien auch dieses Mal wieder Volker Kauder, MdB und Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion, um über das Thema „Religionsfreiheit – Ein Menschenrechte“ zu referieren. Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, war ebenso geladener Gast. Andere prominente Persönlichkeiten der deutschen Grosskirchen reihten sich in die lange Liste der Referenten ein, wie etwa Dr. Michael Diener, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, Bischöfin Kirsten Fehrs, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, und Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Erzbistum Hamburg. Bekannte Redner aus dem Ausland waren unter anderem Prof. John Lennox von der Universität Oxford und Martin Daum, dem Präsidenten und CEO von Daimler Trucks Nordamerika. Die führenden Protagonisten der Gesellschaftstransformation in Deutschland, Prof. Dr. Tobias Faix und Prof. Dr. Dr. Volker Kessler vom Marburger Bildungs- und Studienzentrum bzw. der Akademie für christliche Führungskräfte durften ebenso zu Wort kommen, wie der Repräsentant der Geistlichen Gemeindeerneuerung Henning Dobers und Manfred Schaller von der Internationale Vereinigung Christlicher Geschäftsleute. Aus der Zusammensetzung der eingeladenen Referenten wird erkennbar, dass die evangelikalen Veranstalter großen Wert darauf legten, dem Kongress ein ökumenisches Gepräge zu geben.

Auf der Fachausstellung präsentierten ca. 180 christliche Werke und Firmen ihre Projekte bzw. Produkte einem interessierten Publikum. Vom ultracharismatischen Missionswerk Reinhard Bonnkes Christus für alle Nationen bis hin zu Gegnern von Schwangerschaftsabbrüchen konnten sich die Teilnehmer Informationen einholen. Bonnkes Missionswerk warb um finanzielle Unterstützung mit Hinweisen auf Dämonenaustreibungen und Wunderheilungen während Massenevangelisationen in Afrika.

Auf der Webseite des Norddeutschen Rundfunks werden Bilder von den verschiedenen Ausstellern gezeigt, die nach Ansicht des Journalisten tendenziös radikale Themen aufgegriffen haben. In der Berichterstattung kann man den unterschwelligen Ton der Missbilligung nicht überhören. Einige exemplarische Zitate belegen diese Tatsache. Als Einleitungsworte zur Bildergalerie steht folgender Text: „Um christliche Werte soll es auf dem Kongress christlicher Führungskräfte gehen. Vertreten sind dort auch radikale Missionswerke und Abtreibungsgegner.“ Im Artikel selbst erscheinen ausführlichere Aussagen der Aussteller, die dem Journalist äußerst suspekt vorkamen: „Hier [Fachausstellung] werben zahlreiche, teils extrem radikale Missionswerke für Einsätze in arabischen Ländern, in Afrika oder in Indien. Sie wollen andere Länder ‚von der Macht Satans‘ befreien, wirbt eine von ihnen. Ein anderer Missionar meint, in Afrika Seelen retten und ‚Dämonen‘ vertreiben zu müssen – und ‚die Hölle zu plündern‘. An einem anderen Stand liegen kleine Föten aus Plastik und Füße von Föten aus Metall, um vor Abtreibungen zu warnen. Ein paar Meter entfernt hat die Gesellschaft ‚Wort und Wissen‘ ihren Stand aufgebaut. Sie versucht, die Evolutionslehre zu widerlegen, und gibt Schulbücher für den Bio-Unterricht mit der Schöpfungsgeschichte heraus.“ Dass die interviewten Missionare und Mitarbeiter christlicher Werke Vokabeln wie Satan und Dämonen in den Mund nehmen, wenn sie über die Eigenart ihrer missionarischen Arbeit befragt werden, sollte keinen verwundern, der über die biblische Lehre von unsichtbaren Geistesmächten informiert ist, die sich gegen die Ausbreitung des Christentums stellen. Dass entschiedene Christen sich gegen die Unmenge an Schwangerschaftsabbrüche und die Verbreitung der Evolutionstheorie stellen, ist genauso wenig überraschend, wie der Aufruf zur Verstaatlichung wesentlicher Teile der Volkswirtschaft an einem Parteitag Der Linken. Die Veranstalter des Kongresses sollten jedoch nicht erstaunt darüber sein, dass Journalisten, die den christlichen Glauben ablehnen, abschätzig über diese ihnen zuwiderlaufende Themenpalette und Ausstellungsgegenstände berichten. An diesem Punkt wird deutlich, wie gering der Erfolg ist, in der völlig säkularisierten Gesellschaft Deutschlands christliche Werte überzeugend zu vermitteln. Kampagnen gegen Schwangerschaftsabbrüche sind geradezu ein rotes Tuch für solche, die keine Vorstellung mehr davon haben, was christliche Ethik eigentlich ist und wie sie sich im alltäglichen Lebensvollzug auswirkt. In einem vom Sozialismus geprägten Weltbild hat die Ehrfurcht vor dem Leben und die Würde eines im Bilde Gottes geschaffenen Wesens keinen Platz mehr. Die Illusion der Veranstalter, die dominionistische Zielsetzung der Deutschen Evangelischen Allianz umzusetzen, durch soziales und politisches Handeln die Gunst eines großen Anteils der Bevölkerung zu gewinnen, wird sich wohl nie verflüchtigen, auch wenn man ständig vor den Kopf gestoßen wird, wie die von Vorurteilen und Widerwillen geprägte Berichterstattung des Norddeutschen Rundfunks erneut unter Beweis stellt. Die offenkundige Anbiederung der Evangelikalen Deutschlands an die einflussreichen Amtsträger der Bundesregierung und Großkirchen ist schon deshalb nahezu wirkungslos, wenn man Stimmen aus der Redaktionsstube des NDR hört, man habe Bürgermeister Olaf Scholz in einem von diesem abgelehnten Interview fragen wollen, ob er die Gelegenheit als Schirmherr des Kongresses ergreifen würde, die Veranstalter mit seiner, vermeintlich säkularisierten, Weltsicht zu konfrontieren. Enttäuscht sei man, dass Herr Scholz keine Kritik an den Positionen der Veranstalter zum Islam, zur Homosexualität oder zur Abtreibung geäußert habe, sondern nur auf die im Grundgesetz verankerte Würde des Menschen hinwies und dazu aufrief, alle Menschen gleich zu behandeln. Im Weiteren meinte Scholz, dass zu den Werten “unseres Wirtschaftssystems” auch die Weltoffenheit sowie Toleranz gehöre – im Sinne von Respekt gegenüber anderen Religionen und derer, die keine Religion haben.[1] Das sind zwar alles schön klingende Worte, die jedoch mehr einer humanistischen Weltsicht entnommen sind, als dass sie substantiell eigenständige christliche Werte widerspiegeln. Kein echter Christ wird Anhängern anderer Religionen respektlos begegnen, denn es ist ihm wichtig, die frohe Botschaft des Heils in Jesus Christus effektiv zu übermitteln. An dem Grundsatz der Exklusivität, dass das ewige Heil einzig und alleine durch den Glauben an das stellvertretende Sühneopfer Jesu am Kreuz empfangen werden kann, wird er aber nie abrücken. Liegt in diesem Grundsatz nicht gerade das Anstößige am christlichen Glauben? Es ist leicht sich vorzustellen, welche Erwiderung ein Nichtchrist geben würde, wenn er mit dem Ausschließlichkeitsanspruch des Christentums konfrontiert werden wird. Ich frage mich auch, wie oft Herr Kauder das Thema der Religionsfreiheit auf christlichen Kongressen, zuletzt wohl beim Christus-Tag in Stuttgart, anspricht, ohne dabei seine evangelikalen Zuhörer so zu langweilen, dass sie ihre Ohren verschließen, weil sie von ihm nichts anderes zu hören bekommen. Was könnte dieser auch anderes sagen, wenn er nur deshalb eingeladen wird, auf christlichen Kongressen zu sprechen, weil er in der Politik eine einflussreiche Position belegt? Wäre er nur ein Bäcker an der Straßenecke, aber ein sich selbst aufopfernder Christ in der Verbreitung des Evangeliums, dann käme kleiner der Veranstalter auf ihn zu, um ihn zu bitten, über das zu berichten, was Jesus Christus von seinen Jüngern als oberste Pflicht ansieht. Das Nachrichtenorgan der Katholischen Kirche Kath.net zitiert Kauders Aussagen auf dem Hamburger Kongress wie folgt: „Der evangelische Politiker betonte, dass man nicht alle Muslime in die Nähe von Terroristen rücken dürfe. 99 Prozent der Muslime in Deutschland lebten ihren Glauben friedlich. Für Extremisten gelte aber: ‚Auf der Grundlage des Islam werden Menschen zu Terroristen.‘“ Nicht ein einziges Wort kam aus Kauders Mund, aus dem man schließen könnte, dass Christen in der Pflicht stehen, einem Moslem in aller erster Linie das Evangelium des Heils in Jesus Christus zu verkünden; denn jeder, der das Heilsangebot Gottes nicht kennt oder ihm nicht gehorsam ist, drückt Paulus wie folgt aus: “Die Strafe, die diese Menschen erhalten, wird ewiges Verderben sein, sodass sie für immer vom Herrn und von seiner Macht und Herrlichkeit getrennt sind.” (2. Thess. 1,9; Neue Genfer Übersetzung)

Weit entfernt davon, deutlich auszusprechen, was das biblische Evangelium tatsächlich über die Sündhaftigkeit aller Menschen und ihrem verlorenen Zustand ohne Jesus Christus aussagt, bleibt dem Hauptorganisator Herrn Matthies nur übrig, zu betonen, dass die zentralen Themen des Kongresses der „Kampf gegen Korruption und Menschenhandel, Einsatz für Religionsfreiheit, Transparenz und Ehrlichkeit seien.“ Sein Mitveranstalter Jörg Knoblauch, Geschäftsführer der Firma tempus, brachte auch nicht viel mehr über seine Lippen, als dem NDR Journalisten zu bekunden, dass „95 Prozent der Moslems friedliebend und integriert seien, aber wenn du einen Moslem vor die Frage stellst, Demokratie oder Koran, dann muss er in der Regel nicht nachdenken, dann sagt er Koran. Und dann beginnen die Probleme.”[2]

Auf dem Hintergrund des Hauptanliegens der Herren Matthies und Knoblauch, positiv in die deutsche Gesellschaft hineinzuwirken, erscheint mir die Herausstellung des NDR geradezu ironisch zu sein, der in seinem Bericht über den Kongress darauf hinweist, dass die Nähe der Veranstalter zum Rechtsradikalismus offenkundig sei. Matthies wird vorgehalten im Dezember 2009 „einen Preis der rechtskonservativen Zeitung ‚Junge Freiheit‘ angenommen und für sie – genauso wie mehrere andere idea-Mitarbeiter – als Autor geschrieben“[3] zu haben. Die Osnabrücker Theologin Sonja Strube äußerte ihre Kritik in einem Artikel in der “Theologischen Revue” dahingehend, dass auf der Internetpräsenz der Deutschen Evangelischen Allianz regelmäßig Artikel aus “neurechten, rechtspopulistischen und islamfeindlichen Medien” veröffentlicht würden. Im Zusammenhang mit Äußerungen bezüglich der Religionsfreiheit und Christenverfolgungen würden dort “mit antimuslimischer Hetze und umfassender Ablehnung des Islam verknüpft”. Wiederholt seien über dieses elektronische Nachrichtenmedium “in optisch und sprachlich seriöser Form unseriöse Positionen und Texte des extrem rechten Spektrums” veröffentlicht worden.

Wie glaubwürdig ist es, wenn entgegen der aufgezeigten Sachlage IDEA und die DEA bestreiten, rechtsradikale Ansichten in der Öffentlichkeit zu verbreiten, auch wenn Vorwürfe dieser Art eher einem Keulenschlag gleichen, der rundherum all diejenigen trifft, die sich gegen ein sozialistisches Weltbild stellen?

Es sei noch einmal hervorgehoben, dass es den Christen nicht gelingen wird, durch Veranstaltungen wie dem Kongress für Führungskräfte, Nichtchristen zur bereitwilligen Akzeptanz christlicher Werte zu motivieren. Denn diese werden mit dem Rechtsradikalismus gleichgesetzt. Und dieser ist so ziemlich das Schlimmste, was jemand in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft befürworten kann. Es kommt dem NDR Journalisten geradezu spanisch vor, feststellen zu müssen, dass es unter den Teilnehmern des Hamburger Kongresses viele gibt, die so verbohrt zu sein scheinen, um begreifen zu können, dass die einzigen wirklichen Werte in einer westlichen Gesellschaft die des Humanismus sind.

Der Versuch der Gesellschaftstransformation ist zum Scheitern verurteilt. Ein anderes Resümee kann nicht gezogen werden, wenn man sich den NDR Bericht über den Kongress sorgfältig durchliest. Wird man in den Führungsetagen der Deutschen Evangelischen Allianz daraus die richtige Lektion erlernen? Obgleich die Hoffnung besteht, dass man dies tut könnte, wird die Realität wohl eine andere sein. Man wird der Versuchung auch in zwei Jahren wieder nachgeben, Referenten einzuladen, die frisch und munter über Themen reden, wie sie z.B. Martin Daum, Präsident und CEO Daimler Trucks Nordamerika, ansprach: Globalisierung – Segen oder Fluch?[4] Welche Antwort er darauf gab, hätte mich auch interessiert, aber ob ich hinter den Aussagen eine Propagierung christlicher Werte entdeckt hätte, sei einmal dahingestellt. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber das ist es gerade: Wie spezifisch christlich war dieser Kongress für christliche Führungskräfte? Was bedeutet es wirklich, wie Helmuth Matthies dem NDR Journalisten gegenüber zum Ausdruck brachte, dass man darauf bedacht sei, „christliche Werte in unsere Gesellschaft einzubringen und das besonders über Führungskräfte“? Wie wird der Begriff „christlich“ von den Veranstaltern definiert, wenn keinerlei Anstalten übernommen werden, die teilweise gravierenden theologischen Unterschiede auch nur ansatzweise hervorzuheben, die zwischen den eingeladenen Referenten herrschen? Sind die Wertvorstellungen einer feministischen Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche Norddeutschlands mit denen gleichzusetzen, die ein katholischer Bischof im Erzbistum Hamburg einnimmt? Wohl kaum. Ein gemeinsamer Konsens wird wahrscheinlich nur auf der Grundlage einer angestrebten Gesellschaftstransformation zu finden sein, wie sie der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz Michael Diener und die Theologen des Marburger Bildung und Studienzentrums befürworten. Wie ich in meinem Buch Der Griff zur Macht auf vielen Seiten ausführte, ist es durchaus möglich, das Anliegen der Gesellschaftstransformation als etwas anzusehen, das nichts mit dem eigentlichen Christentum zu tun hat, ja ihm letztlich sogar diametral entgegensteht.


[1] http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Scholz-unterstuetzt-Kongress-radikaler-Christen,fuehrungskraeftekongress100.html

[2] Ebd.

[3] Ebd.

[4] http://www.fuehrungskraeftekongress.de/programm/plenum.html