Buchvorstellung + Leseprobe: ZORN – Das Laster der Tugendhaften (Thomas Lange)

ZORN – Das Laster der Tugendhaften (Thomas Lange)

Vom heilsamen Umgang mit negativen Emotionen

(Quelle: Betanien-Verlag)
Paperback, 124 Seiten, CMD 02/2015

Verlagstext: „Sind dir schon mal die Sicherungen durchgebrannt? Hast du schon mal aus Wut etwas zerstört? Bist du anderen Menschen schon mal im Zorn begegnet und hast Dinge gesagt, die du nachher bitter bereut hast? Oder hast du sogar die Erfahrung gemacht, wie sich Zorn und Wut die Hand reichten und du völlig ausgerastet bist? Sündiger Zorn ist in der Lage, einen Menschen völlig zu ruinieren. Viele Christen – besonders Männer – haben mit Zorn zu kämpfen. Dieses Buch kann und will dir eine Hilfe sein.“

5486_3

Der Autor beschreibt, warum es so wichtig ist, deine Emotionen im Griff zu haben. Und er zeigt, wie das gelingt. Thomas Lange unterscheidet zunächst zwischen gerechten und sündigen Zorn, zeigt dann wie Zorn entsteht, um schließlich ausführlich zu entfalten, wie Jünger Jesu mit negativen Emotionen heilsam umgehen können. Die Publikation ist mit vielen Klasse-Zitaten und drei Anhängen angereichert. Dem Autor ist ein ausgewogenes und sehr praktisches Buch gelungen.

Das Buch kann HIER bezogen werden


Leseprobe: ZORN – Das Laster der Tugendhaften (Thomas Lange)

Wie gehen wir mit Zorn und Wut um? Jay Adams formulierte es so: Was den Zorn angeht, so ist es falsch, ihm freien Lauf zu lassen. Genauso falsch ist es, ihn in sich hineinzufressen. Wer seinen Groll mit sich herumschleppt, sündigt genauso wie derjenige, der ihn hemmungslos herauslässt.
Männer neigen wahrscheinlich eher dazu, dem Zorn freien Lauf zu lassen, während Frauen dahin tendieren, ihn hinunterzuschlucken und in sich hineinzufressen. Unter den Gläubigen in Ephesus gab es Männer, die mit Zorn im Herzen beteten (1Tim 2,8). Diese Gebete blieben ohne Wirkung, denn negativer, sündiger Zorn verhindert erhörliches Gebet; aber auch Frauen kämpfen mit Zornausbrüchen. Eine junge Mutter sagte mir in einem Gespräch, dass sie sich sehr bemühe, ihre Kinder in Liebe zu erziehen. Der Ungehorsam ihrer Kinder mache ihr aber manchmal derart zu schaffen, dass sie innerlich sehr in Rage gerät. Ihr Herz ist dann über die Zornausbrüche so beschwert, dass sie darüber trauert und weint.

Was ist zu tun? Das Bekennen unseres Zornes vor dem Herrn und die Bitte um Vergebung sind ein wichtiger Teil im rechten Umgang mit dieser Sünde. Dem gegenüber steht das Bestehen im Alltag. Dazu einige praktische Tipps:

1. Lebe im Bewusstsein des Sieges Jesu!
Wenn die Versuchung an deine Tür klopft und dich herausfordert, zornig zu sein, dann denke daran, dass du für die Sünde tot bist. Sie hat kein Anrecht mehr an dich. Du lebst nur noch für Christus (Röm 6,11; 1Kor 15,57).

2. Pflege ein regelmäßiges Gebetsleben!
Der Beter bringt durch seine Hilflosigkeit zum Ausdruck, dass er unbedingt Gottes Hilfe braucht (Hebr 4,16).

3. Studiere das Wort Gottes!
Gottes Wort hat allein die Kraft, uns zu verändern. Es kritisiert unsere Wut und unser zorniges Verhalten. Wenn wir täglich darin lesen, gestatten wir dem Heiligen Geist, an unserem Herzen zu arbeiten (Hebr 4,12b).

4. Suche dir Hilfe bei deinem Ehepartner!
Unser Ehepartner kennt uns am besten. Ihm können wir nichts vormachen. Deshalb ist er auch der erste Ansprechpartner, wenn es um die Suche nach Hilfe bei anderen Menschen geht. Sprich deine innere Not offen aus. Anschließend solltet ihr regelmäßig gemeinsam für dieses Anliegen beten. Die Fürbitte des Ehepartners ermutigt, dranzubleiben und die Hoffnung nicht aufzugeben. Bitte deinen Ehepartner, dass er dir jedes Mal einen Hinweis gibt, wenn er merkt, dass du im Begriff stehst, dem ungerechten Zorn Raum zu geben. So kannst du sofort ins Gebet fliehen! Gib deinem Partner regelmäßig Rechenschaft in dieser Angelegenheit. Wenn du unverheiratet oder geschieden bist, suche dir einen gleichgeschlechtlichen Gebetspartner.

5. Lerne von Vorbildern!
Biographien haben oft Vorbildcharakter. Wir können von Männern und Frauen aus der Kirchengeschichte lernen, wie sie mit Jesus schwierige Situationen meisterten. Suche dir auch in deinem Umfeld Vorbilder (Spr 13,20).

6. Studiere die Person Jesus Christus!
Er ist „in allem in gleicher Weise versucht worden ist wie wir, doch ohne Sünde“ (Hebr 4,15). Es ist faszinierend wie Jesus mit den einzelnen Menschen sprach. Wir können auch von seinem Umgang mit zornigen Menschen lernen (Spr 15,1; Lk 15,28-32). Befasse dich mit dem Wesen Gottes und ahme ihn nach! (2Mos 34,6; Jak 1,19).

7. Erinnere dich, dass Zorn und Wut dem Satan dienen!                                         
Satan ist ein Spezialist in Sachen Zorn und Wut (Offb 12,12+19). Er tobt gegen Gott und die Christen und setzt alles daran, uns zum Zorn zu reizen! Jedes Mal, wenn wir wütend sind, dienen wir letztlich dem Widersacher. Satans Ziel ist Zerstörung! Zorn richtet Zerstörung an!

8. Sage NEIN! Nein, ich will nicht wütend sein, ich will nicht zornig reagieren. Diesen Reflex gewöhne dir an, wenn du in Begriff stehst, falsch zu reagieren (Ps 37,8).

9. Halte dich von zornigen Menschen fern! Wir müssen uns auch von schlechten Vorbildern trennen, die uns zu falschen Verhaltensweisen animieren (Spr 22,24+25; 1Kor 15,33).

10. Gib die Hoffnung nicht auf! Habe Geduld! Der Prozess der Veränderung ist ein mühsamer Weg, der mit kleinen Schritten begangen wird. Mitunter verursacht er Schmerzen, weil wir immer wieder hinfallen und erneut sündigen. Steh wieder auf! Harre aus! Bleib dran! Lass dich nicht unterkriegen! Der Heilige Geist, der in dir wohnt, ist stärker, als der, der dich verführen will. Es lohnt sich standzuhalten, denn dadurch wird Jesus Christus geehrt. Gott wird nie etwas von uns verlangen, wozu er uns nicht auch die Kraft und die Gnade gibt (1Kor 10,13).


S.Schad

www.der-ruf.info

05.03 2015

google-plus AntiDominionist
twitter AntiDominionist
youtube AntiDominionist


Ein Kommentar

  1. Markus 7,20 Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen
    21 Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord,
    22 Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.
    23 All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.

    Das Herz des Menschen entweder ein Tempel Gottes oder eine Werkstätte des Satans: In zehn Bildern dargestellt zur Erweckung und Beförderung des christlichen Sinnes
    von Johannes Goßner
    http://ebooks.fcdi.de/m1/fcdi-ebook1004.pdf

Kommentar verfassen