Das prädestinatorische Paradox (Dirk Noll)

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Wie kommt man aus dem prädestinatorischen Paradox…

… und kann ein verantwortliches Glaubensleben in der Heiligung führen?

Artikel über nach meiner Ansicht eines der wichtigsten Themen in der Christenheit. Heute sind Christen häufig entweder gesetzlich und versuchen aus ihren eigenen fleischlichen religiösen Kräften im Glauben zu leben…
…oder
sie fallen auf der anderen Seite vom Pferd und werden ständig von der Sünde überwunden und rechtfertigen diese mit der Gnade Gottes.

… sie sind im prädestinatorischen Paradox gefangen. Sie erkennen nicht von der Bibel (oder oft nur ungenau), wie Christen angesichts der Souveränität Gottes ein verantwortliches heiliges Leben im Glauben führen können.

Doch die Bibel gibt darauf eine eindeutige Antwort, wie das möglich ist. Deshalb an dieser Stelle ein längerer Artikel von mir:

DIE VORSEHUNG GOTTES

Die meisten Christen kennen den Spruch: Der Mensch denkt, aber Gott lenkt.

Mit diesem Satz werden ein Wesenszug Gottes und eine sehr wichtige Lehre der Bibel ausgedrückt: Die ganze Schöpfung steht unter der Vorsehung Gottes. Zum Verständnis der Souveränität Gottes und dass er seine Kinder erwählt hat, ist es von entscheidender Bedeutung, das Christen die Vorsehung Gottes verstehen.

Was ist die Vorsehung Gottes? Was soll man sich darunter vorstellen?

Die Vorsehung Gottes ist das biblische Gegenstück zum heidnischen Schicksal. Wir Christen glauben, dass die Welt von Gott erhalten und gelenkt wird. Heiden glauben, dass die Welt durch ein unpersönliches und unberechenbares Schicksal bestimmt wird.

Dazu zwei Zitate. Vor ca. 2.500 Jahren schrieb der griechische Dichter Euripides: Dunkel sind die Wege, die das Schicksal geht. Doch auch in der neueren Zeit hat sich im Denken der Philosophen, Dichter und Denker nichts geändert. Arthur Schopenhauer schrieb im 19. Jahrhundert: Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.

Den heidnischen Schicksalsglauben nennt man Fatalismus. Das kommt aus dem Lateinischen von fatum = das Schicksal. Wenn man an das Schicksal glaubt, dann geht man davon aus, dass alle Dinge bestimmt sind und egal, was der Mensch tut, er kann nichts mehr an seinem Schicksal ändern. Dann stellt sich, die Frage: Warum sollte ich mich für irgendetwas einsetzten? Ich kann doch eh nichts an dem Schicksal ändern, und alles kommt genauso, wie es vom Schicksal bestimmt ist. Das führt zu einem prädestinatorischen Paradox und der Frage: Kann ich mein Schicksal ändern?

Dieser Schicksalsglaube, der Fatalismus, wird oft in der Literatur aufgegriffen und auch in Filmen. Ich dachte hier spontan an die Neuverfilmung der Zeitmaschine von H. G. Wells. Im Jahr 1899 macht ein New Yorker Wissenschaftler seiner Verlobten einen Heiratsantrag. Gerade als Alexander seiner Verlobten Emma in einem Park den Ring übergeben möchte werden sie von einen Räuber überfallen und die Frau wird erschossen. Darauf baut der Wissenschaftler eine Zeitmaschine, reist in die Vergangenheit und versucht den Tod seiner Verlobten zu verhindern – aber es gelingt ihm nicht. Darauf beginnt er eine Reise in die Zukunft und versucht eine Antwort auf das prädestinatorische Paradox zu finden. Kann man das Schicksal ändern?

Auch Christen stehen vor der Frage: Wenn Gott alle Dinge vor Grundlegung der Welt beschlossen hat, kann der Mensch durch seine Taten einen Unterschied machen? Die Antwort darauf ist: Ja – durch die Mittel, die Gott dem Menschen gegeben hat. Wir werden uns damit nun ausführlicher beschäftigen. Wir werden dabei den Unterschied zwischen der Vorsehung Gottes und dem Schicksalsglauben der Heiden sehen. Nach der Bibel macht der Mensch einen Unterschied durch seine Taten, in dem er die Mittel einsetzt, die Gott ihm gegeben hat. Nach dem Schicksalsglauben der Heiden ist der Mensch seinem Schicksal unabänderlich ausgeliefert. Wir können die Vorsehung Gottes und einen Schicksalsglauben nicht miteinander zusammenbringen. Wir müssen den Schicksalsglauben der Heiden ablehnen, weil er Gott entehrt.

Betrachten wir nun von der Bibel die Lehre von der Vorsehung Gottes. Der Inhalt entspricht weitestgehend dem Westminster Bekenntnis Kap. V – Über die Vorsehung Gottes, bzw. der Institutio von Johannes Calvin, dort die Kapitel 16-18 im 1. Buch.

1. Die Vorsehung Gottes bedeutet: Die Schöpfung wird von Gott erhalten und gelenkt

Viele Menschen haben heute eine Vorstellung von Gott als von einem alten Mann, der die Schöpfung sich selbst überlassen hat und nicht aktiv in das Weltgeschehen eingreift. Die Vorsehung Gottes nach der Bibel ist genau das Gegenteil. Weil Gott die Welt geschaffen hat, deshalb handelt Gott aktiv in der Welt und er leitet den Weg der Menschen.

Der Wissenschaftler Isaak Asimov hat mal einen Roman geschrieben. Darin schildert er das Universum, das einmal wie eine Uhr aufgezogen worden ist und dann von selbst wie ein Uhrwerk abläuft. So denken sich heute viele Menschen die Welt. Gott als Erhalter der Welt und als Regent, der über die ganze Schöpfung herrscht, können sich viele Menschen nicht mehr denken.

Gott, wie wir ihn von der Bibel kennen, ist ein tätiger und handelnder Gott. Er erhält die Schöpfung und lenkt sie. Das hat damit zu tun, dass er der Schöpfer ist. Wenn Eltern Kinder bekommen, dann nicht, damit sie ihre Kinder nach der Geburt sich selbst überlassen, sondern damit sie sich um sie kümmern. So hat auch Gott die Welt nicht geschaffen, um sie sich dann selbst zu überlassen. Sondern Gott kümmert sich um das, was auf der Welt geschieht, und er greift in tätiger Weise permanent ein. Das tut er nach seinem ewigen Ratschluss.

Gott hat vor Grundlegung der Welt in seinem ewigen Ratschluss den Lauf der Welt und Menschen festgelegt. Diesen Plan führt er in der Zeit aus. Das ist Gottes Vorsehung. So sehen wir, dass die Vorsehung Gottes untrennbar mit seiner Erwählung und seinem Ratschluss vor Grundlegung der Welt verbunden ist. Gottes Ratschluss fand in der Ewigkeit statt und seine Vorsehung findet in der Zeit und Geschichte statt.

Weil Gott der Schöpfer der Welt ist, deshalb erhält er die Welt auch. Das lesen wir in Hebr. 1,3:

“Er (Jesus) ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort”.

Gott ist nicht nur der Schöpfer für einen Augenblick. Gott hat nicht nur einen Anfang mit der Welt gemacht, seine Macht ist auch gegenwärtig im Fortbestehen der Welt. Er trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort.

Nicht wenige Menschen können schon einmal ein erhebendes Gefühl bekommen, wenn sie die Größe von Gottes Schöpfung sehen. Wir Christen unterscheiden uns von diesen Menschen darin, dass wir Gott nicht nur als Schöpfer sehen, sondern dass Gott die Welt allezeit erhält, sie lenkt und regiert. Und das kann man nur durch den Glauben erkennen.

In Hebr. 11,3 sagt die Schrift:

“Durch den Glauben erkennen wir, daß die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geschaffen worden ist”.

Der Glaube bleibt nicht beim Schöpfer stehen, der mit der Welt einen Anfang gemacht hat. Er sieht weiter. Der Glaube, der aus der Schrift kommt, sieht wie Gott alles leitet und regiert, nach seinem ewigen Ratschluss.

In Psalm 33,6 heißt es:

“Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes… Der HERR schaut vom Himmel und sieht alle Menschenkinder” (V.13).

Gott beachtet ganz genau, was die Menschenkinder auf der Erde tun. Gott erhält die Menschen und er kümmert sich um sie. Ein Gott und Schöpfer, der sich nicht um seine Geschöpfe sorgt ist ganz und gar undenkbar. Wir lesen weiter in der Schrift Psalm 104,27.28:

“Es warten alle auf dich, daß du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt” (Psalm 104,27.28).

Gott lenkt die Natur und den Weg der Menschen. Wenn man die Natur betrachtet, könnte man auf den Gedanken kommen jedes Ding hat seine eigene Kraft in sich und wird dadurch gelenkt. Nehmen wir mal ein Samenkorn. Das Korn hat in sich eine Kraft, aus der eine Planze wächst. So könnte man denken die Natur wird durch die Kraft gesteuert, die in ihr selbst ist. Doch die Bibel zeigt uns, dass dem nicht so ist.

Was ist die größte Kraft in der Natur? Die Sonne. Die Sonne gibt Licht und Wärme, und dadurch wird biologisches Leben auf der Erde erst möglich. In heidnischen Religionen wird die Sonne als Gott verehrt. Die Bibel zeigt uns jedoch wie unsinnig das ist. Die Sonne ist nur ein Bestandteil der Natur. Gott hat die Sonne geschaffen, und er kann ihre Kraft lenken und steuern wie er will.

Wenn wir Josua 10,13 lesen, dann sehen wir, dass Gott die Sonne für einen Tag angehalten hat. Sie ist einen Tag am Himmel stehen geblieben und hat ihren Lauf nicht weitergenommen. Die Sonne ist die größte Kraft in der Natur, aber Gottes Kraft ist noch größer, weil er der Schöpfer ist. Wenn wir in 2.Könige 20,11 von Hiskia lesen, dann sehen wir, dass Gott bewirkt hat, dass die Sonne sich um 10 Stunden rückwärts bewegt hat.

Wenn sich ein Mensch auf Erden wegen seiner Leistungen für groß hält, der sollte mal diese Bibelstellen lesen. Die Sonne für einen Tag anzuhalten. Das ist Größe. Das ist die Macht und Majestät unseres Gottes. Mit dieser Macht regiert Gott die Schöpfung und auch die Menschen.

Kommen wir noch einmal auf den weiterbreiteten Satz unter den Christen zurück: Der Mensch denkt, aber Gott lenkt!

Dieser bekannte Satz hat seinen Ursprung in der Bibel. Er steht in Sprüche: 16,9:

“Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt”.

Was in unserem Leben geschieht und was wir erfahren, müssen wir auf den Herrn zurückführen. Unser Lebensweg steht unter seiner Leitung. Das ist die Vorsehung Gottes. Das heidnische Gegenstück dazu ist das “Glück” oder der “Zufall”.

Wenn jemand in einer reichen Familie geboren wird, dann sagt man, er hat halt “Glück” gehabt. Wird jemand in einer armen Familie geboren, dann sagt man, er hat halt “Pech” gehabt.

Wir Christen interpretieren das anders. Sind wir arm, so hat Gott für uns diesen Weg vorgesehen und sollten wir reich sein, dann hat Gott eben jenen Weg für uns vorgesehen. Aber mit Glück oder Pech hat das gar nichts zu tun. Arm sein und reich sein kommt beides vom Herrn und hat mit seiner Regierung über die Welt zu tun:

Sprüche 22,2: “Reiche und Arme begegnen einander; der HERR hat sie alle gemacht”

Wir sehen hier, dass beides vom Herrn kommt. Er mischt auf der Erde Arme und Reiche miteinander. Das ist seine Vorsehung.

Da ist einer, der ist mit dem Flugzeug abgestürzt und kommt dabei ums Leben. Das war Schicksal, sagt man heute, er hat halt Pech gehabt. Ein anderer stürzt mit dem Flugzeug in der Wüste ab, irrt mehrer Tage in der Wüste umher, wird gefunden und überlebt. Der hat Glück gehabt, so sagt man.

Wir als Christen schreiben so etwas der Vorsehung Gottes zu, der alle Dinge bis in das Kleinste hinein regiert. Mit Glück und Zufall hat das nichts zu tun. Der Kirchenvater Basilius hat einmal gesagt: “Glück” und “Zufall” sind heidnische Ausdrücke, mit denen Christen nichts zu tun haben sollten.

Bei den vielen guten Dingen, die den Menschen geschehen, müssen wir Gottes väterliche Güte sehen. Bei den Bösen Dingen, die geschehen, müssen wir Gottes Gerichte sehen. Alles geschieht nach dem ewigen Ratschluss Gottes.

Für uns Menschen liegen jedoch oft die Ursachen im Dunkeln. Wir haben in Gottes Ratschluss keinen Einblick. Oft können wir nicht erkennen, warum mit dem einen das geschieht und mit dem anderen jenes. Deshalb kommen einige zu der falschen Meinung, dass alles durch Zufall geschieht oder andere Denken, dass Gott nicht über alle Dinge regiert.

Die Bibel zeigt uns, dass Gott dennoch über alles regiert, alles leitet und lenkt, auch wenn viele seiner Wege für uns unerfoschlich bleiben. Im Römerbrief preist Paulus den HERRN für den Reichtum seiner Weisheit und die Unerforschbarkeit seiner Wege: “O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerfoschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß Gott es ihm vergelten müßte? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.” (Röm. 11,33-36)

Wir stellen fest, dass wir nicht alles wissen, was Gott in seinem Ratschluss festgelegt hat. Wir wissen aber, dass alle Dinge bei Gott wohlgeordnet sind. Alle Dinge haben ihren Sinn und Zweck: Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.

Weil wir nicht in alle Dinge Einblick haben und verstehen, fragen wir Gott nach Weisheit. Wir bitten Gott, dass er unser Ratgeber ist und uns recht leitet. Dazu benötigen wir das, was Gott geoffenbart hat: Die Bibel – die ewige Offenbarung Gottes.
Dort sehen wir, dass Gott uns Mittel gegeben hat seinen Ratschluss zu erkennen und auf seinen Wegen zu gehen .

2. Die Vorsehung Gottes bedeutet: Gott gebraucht Mittel, um seinen unwandelbaren Ratschluss auszuführen

Bei der Vorsehung Gottes müssen wir zwei Dinge beachten:

Nach der ersten Ursache hat Gott in seinem Ratschluss vor Grundlegung der Welt alle Dinge unwandelbar und unfehlbar beschlossen. Deshalb geschieht auf dieser Welt nichts aus Zufall oder ohne die göttliche Vorsehung.

Nach der zweiten Ursache müssen wir sehen, wie die Dinge aus der menschlichen Sicht geschehen: Sie geschehen zwangsläufig gemäß der Gesetze in der Natur, sie geschehen frei nach den Entscheidungen von Menschen oder zufällig.

Das müssen wir uns nun genauer anschauen. Nach der ersten Ursache geschehen alle Dinge unwandelbar, wie Gott sie von Ewigkeit her beschlossen hat. Die Fatalisten, also die Schicksalsgläubigen, und im christlichen Bereich die Arminianer glauben: Der Mensch kann durch sein Handeln und Tun nichts mehr ausrichten, wenn Gott bereits alle Dinge festgelegt hat. Sie geraten mit ihrem Verstand in das prädestinatorisches Paradox. Sie geraten in einen Widerspruch, den sie nicht mehr auflösen können.

Die Bibel argumentiert jedoch genau in der entgegengesetzten Weise wie die Fatalisten und Arminianer. Gott hat Mittel verordnet, die die Gläubigen gebrauchen sollen. Die Mittel machen einen Unterschied.

Warum ist das so wichtig, dass Gott Mittel gegeben hat, die einen Unterschied machen? Ganz einfach: es bewahrt den Menschen vor Angst, Aberglaube und Vermessenheit.

Wir wollen das im einzelnen erläutern:

Zunächst hat Gott als Mittel die Naturgesetze gegeben. Auf der Erde laufen die Dinge nach den Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten ab, die Gott in die Schöpfung hineingelegt hat. Damit leitet Gott die Schöpfung durch Naturgesetze. Wir lesen Jer. 31.35.36:

“So spricht der HERR, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne der Nacht zum Licht bestellt, der das Meer bewegt, daß seine Wellen brausen – HERR Zebaoth ist sein Name – : Wenn jemals diese Ordnungen vor mir ins Wanken kämen, so spricht der HERR …” (Jer. 31,35.36)

Die Natur und der Lauf der Welt gehen nach Ordnungen, die feststehen oder wie Gottes Wort sagt, die nichts ins Wanken kommen. Das bedeutet nun, dass wir auf Grund dieser Ordnungen zukünftige Folgen und Ergebnisse voraussehen können.

Wir sehen, dass Fleiß und Arbeit zu Wohlstand führen kann. Wir sehen, dass man bei Krankheiten durch Medikamente gesund werden kann. Wir sehen, dass man durch Sparen und Vorsorge durch schwere Zeiten hindurchkommen kann. Denken wir z. B. an Joseph in Ägypten, der für die 7 mageren Jahre Voratskammern mit Getreide angelegt hatte. Wenn Kinder eine gute Bildung bekommen, können sie später einmal einen guten Beruf ausüben.

Nach der Ansicht von Schicksalsgläubigen sind solche Mittel sinnlos. Doch nach der Bibel ist es Vermessenheit, die von Gott gegebenen Mittel nicht zu gebrauchen. Es ist Vermessenheit zu glauben, dass man zu Wohlstand kommt ohne dafür zu arbeiten. Es wäre Vermessenheit, dass man ohne Medikamente immer gesund werden kann. Es wäre Vermessenheit zu glauben, dass aus den Kindern etwas wird ohne dass man sie zur Schule schickt. Warum sollte ich um Kriegsgebiete einen großen Bogen machen? Warum sollte ich ein baufälliges Haus meiden? Warum sollte ich meinen Körper schonen und auf Gesundheit achten? usw. usw. Man könnte diese Liste noch mit vielen Dingen ergänzen.

Gott hat uns Mittel gegeben, mit denen wir vorsorgen können und unser Leben erhalten können. Wir sollen diese Mittel auch gebrauchen, die Gott uns gegeben hat. Sie machen einen Unterschied und bewahren uns vor einem lähmenden Fatalismus.

Das gleiche gilt auch für den geistlichen Bereich. Wir können nicht erwarten, dass im Reich Gottes etwas vorwärts geht, wenn wir die geistlichen Mittel nicht anwenden, die Gott uns gegeben hat:

Wir können nicht erwarten, dass Menschen zum Glauben kommen, wenn wir ihnen nicht das Evangelium verkündigen und für sie beten.

Ich kann nicht erwarten, dass ich im Glauben gestärkt werde, wenn ich nicht in der Bibel lese, nicht den Gottesdienst besuche und keine Gemeinschaft mit Christen habe.

Ich kann nicht erwarten, die Sünde zu überwinden, wenn ich nicht bereit bin, in der Heiligung zu leben.

Auch im geistlichen Bereich gibt es göttliche Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten. Gott sagt, dass sein Wort nicht leer zurückkommen wird. Das Wort Gottes wird ausrichten, wozu er es gesandt hat. Das Wort Gottes ist kräftig und wirkmächtig. Das Wort ist eine Kraft Gottes, Menschen zu retten.

In dem Gleichnis vom Sämann vergleicht Jesus das Wort Gottes mit einem Samen. Der Same hat in sich die Kraft, zu einer Pflanze zu wachsen. So hat das Wort Gottes auch in sich die Kraft, Menschen zum Glauben zu führen und Christen im Glauben zu halten und darin zu bewahren. Wenn ich den Samen nicht ausstreue, kann nicht erwarten, dass irgendetwas wächst. Wenn das Wort Gottes nicht gesät wird, kann ich nicht erwarten, dass Menschen zum Glauben kommen oder geistlich wachsen.

Ein anderes Mittel, das Gott manchmal benutzt, ist der scheinbare Zufall. Nehmen wir ein Beispiel aus dem Buch Könige. Der König Ahab möchte in die Schlacht ziehen und der Prophet Micha wird gerufen, um vorauszusagen, wie die Schlacht ausgeht. Micha sagt, Gott hat beschlossen, wenn du in die Schlacht ziehst, wirst du umkommen.

Der König hört nicht auf Micha und zieht dennoch in die Schlacht. Doch er verkleidet sich und denkt, dass er in der Schlacht nicht als König erkannt wird. So hofft er, den Ratschluss Gottes umgehen zu können. Irgendein Bogenschütze schießt dann zufällig auf das Geratewohl mal einen Pfeil ab und trifft den König neben seinem Panzer und der König stirbt.

“Ein Mann aber spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den König von Israel zwischen den Tragbändern des Panzers und dem Panzer…” (1.Könige 22,34).

Obwohl Gott Mittel benutzt, um seinen Ratschluss auszuführen, ist er aber nicht sklavisch an sie gebunden. Gott ist von seinen Mitteln, die er selbst festgelegt hat, nicht abhängig. Das zeigt uns, dass er wirklich Gott ist. Gott leitet die Schöpfung durch Naturgesetze. Aber Gott ist nicht von den Naturgesetzen abhängig, um seinen Ratschluss auszuführen. Das sehen wir daran, dass Gott Wunder tut und die Naturgesetze überwinden kann, wenn er will.

3. Die Vorsehung Gottes bedeutet: Das Böse geht von den Geschöpfen aus und nicht von Gott

Wir sehen in der Bibel, dass Gott in seinem Ratschluss vor Grundlegung der Welt alle Dinge beschlossen hat. Und was Gott beschlossen hat, das führt er auch aus. In den Ratschluss Gottes ist auch miteingeschlossen, dass die Menschen im Paradies fallen würden und dass Gott sie dann durch Jesus Christus am Kreuz erlöst.

Wir lesen Apg. 4,27.28: “Wahrhaftig, sie haben sich versammelt in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels, zu tun, was deine Hand und dein Ratschluß zuvor bestimmt hatten, daß es geschehen soll”.

Jesus wurde gekreuzigt durch Pilatus und die Juden und die Schrift sagt, sie haben getan, was Gott in seinem Ratschluss zuvor bestimmt hat.

Einige kommen an dieser Stelle auf den Gedanken, dass das Böse und die Sünde von Gott ausgehen und dass Gott am Bösen Schuld ist. Weil die Arminianer die Lehre von der Erwählung Gottes nicht verstehen, haben sie nun an dieser Stelle einen Kunstgriff vorgenommen. Sie sagen, dass Gott vorhergesehen hätte, dass Jesus von Pilatus und den Juden gekreuzigt wird.

Aber das steht hier und an vielen anderen Stellen der Bibel nicht geschrieben. Wir lesen im Wort, dass Pilatus und die Juden das getan haben, was Gott in seinem Ratschluss bestimmt hat, dass sie es tun werden. Wir können die Bibel hier nicht biegen. Wir müssen sie stehen lassen, wie es geschrieben steht. Und die Worte der Bibel sind hier klar. Gott hat es in seinem ewigen Ratschluss bestimmt, dass Jesus gekreuzigt wird, aufersteht und die Gemeinde damit erlöst.

Nun haben wir aber die falsche Behauptung von einigen. Sie sagen: Wenn das so ist, dann geht das Böse von Gott aus und Gott ist am Bösen Schuld. Auch hier wird das Wort Gottes in sein Gegenteil verkehrt. Wenn wir die Bibel von Anfang bis Ende durchlesen, sehen wir über Gottes Wesen nur eine Sache:

Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis. Gott ist gerecht und heilig, und er ist völlig abgeschieden von jeder Art von Sünde und Bösem. In keinem einzigen Vers der Bibel ist erkennbar, dass jemals etwas Böses oder Sündiges von Gott ausgegangen wäre. Alles Böse geht von den Geschöpfen aus. Die Geschöpfe, die Menschen, handeln böse und sündig, deshalb bedürfen sie der Erlösung durch Jesus Christus, der selbst sündlos war und für die Sünde gestorben ist.

Einige Bibelstellen. Das Böse geht vom Menschen aus. Nach der Sintflut lesen wir in 1.Mose 8,21: “… Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf…”

Röm. 3,23: “Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten”

Röm 3,10-12: “…Da ist keiner der gerecht ist, auch nicht einer… Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.”

Ganz und gar das Gegenteil vom Menschen ist Gott. Er ist rein und ohne jede Sünde. Wir lesen in Hebr. 4,15 über Jesus Christus: “…der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde…”

Wir kennen die Versuchung Jesu, als er in der Wüste vom Teufel dreimal versucht worden ist. Er blieb ohne Sünde.

Auch Jakobus sagt es an einer Stelle nochmal sehr klar, dass von Gott nichts Böses ausgehen kann, sondern dass alle Sünde vom Menschen ausgeht:

“Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt.” (Jak. 1,13.14)

Die Bibel lehrt, dass Gott alle Dinge in seinem Ratschluss vor Grundlegung der Welt bestimmt hat. Doch dürfen wir ihm nicht das Böse zuschreiben. Die Sünde kommt immer vom Menschen. Nehmen wir als Anschauung ein Beispiel aus der Natur. Ein Stück Fleisch liegt unter freiem Himmel in der Sonne. Nach einer Weile fängt das Fleisch an zu stinken. Es ist Fakt: Die Sonnenstrahlen bewirken zwar, dass das Fleisch stinkt, aber es wäre unsinnig daraus zu schlussfolgern, dass die Sonnenstrahlen oder gar die Sonne selbst stinken.

Durch Gottes Ratschluss wird zwar bewirkt, dass Menschen auf der Erde böse und sündig handeln, aber daraus darf man nicht automatisch schließen, dass Gott dann selbst böse und sündig ist und dass das Böse von ihm ausgeht.

Deshalb hat man in den 5 Punkten gegen die Arminianer gleich als erstes gelehrt, dass der Mensch völlig verderbt ist. Der erste Punkt der 5 Punkte des Calivinismus laut: Die völlige Verderbtheit des Menschen. Weil der Mensch beim Sündenfall gefallen ist, ist er durch und durch von der Sünde verderbt. Deshalb kann er nur noch aus Gott erlöst werden.

Nur durch das Heil, das Gott vorgesehen hat, gibt es Rettung für den Menschen: Die Vergebung der Sünden durch das Blut Jesu vom Kreuz von Golgatha. Die Rettung kann nicht mehr aus dem Menschen geschehen, nicht mehr aus seinen Kräften und Möglichkeiten. Die Rettung und Wiederherstellung des Menschen kann nur aus Gottes Kraft geschehen und das ist das Evangelium von Jesus Christus.

4. Die Vorsehung Gottes bedeutet: Gott überlässt seine Kinder für bestimmte Zeit dem Bösen, um sie zu erziehen

Wenn jemand zum Glauben an Jesus gekommen ist, dann wird er nicht sofort in den Himmel entrückt und verherrlicht. Als Kinder Gottes bleiben wir noch für eine Zeit auf der Erde. Wir sind hier dem Bösen und der Sünde ausgesetzt. Warum ist das so? Die Bibel beantwortet das mit der Vorsehung Gottes.

Gott überlässt seine Kinder für eine bestimmte Zeit dem Bösen, um sie zu erziehen. Wenn wir unsere irdischen Kinder erziehen, so sollte es keine allzugroße Überraschung sein, dass Gott seine himmlischen Kinder hier auf Erden auch erzieht.

Wir haben bereits gesehen, dass durch die Vorsehung Gottes die Erde und die Menschen erhalten werden und geleitet werden. Die Vorsehung Gottes ist also die Fürsorge Gottes für seine Schöpfung. Gott streckt seine Hand aus und gibt seinen Geschöpfen Nahrung und erhält sie am Leben.

Die Vorsehung Gottes erstreckt sich über die ganze Schöpfung. Jede Sekunde, jede Minuten, jeden Stunde, jeden Tag, jedes Jahr erhält und lenkt Gott die Schöpfung, damit sie weiter fortbesteht. Gott handelt permanent in jedem Augenblick aktiv in seiner Schöpfung und unter den Menschen, um alles zu tragen und zu erhalten. Das geht solange, bis Himmel und Erde vergehen werden und Gott eine neue Schöpfung machen wird.

Neben der allgemeinen Fürsorge Gottes für die ganze Schöpfung hat Gott eine besondere Fürsorge für seine Kinder, für die Gemeinde.

In der Bibel sehen wir nicht nur den Gang der Weltgeschichte, sondern der Blick liegt in ganz besonderer Weise auf dem Volk Gottes. Wir sehen zwar auch, wie Gott mit dem ganzen Menschengeschlecht handelt. Aber der Focus ist in besonderer Weise auf sein Volk, auf die Gemeinde gerichtet. Die Kinder Gottes werden von Gott in ganz besonderer Weise gelenkt und versorgt.

Greifen wir nur ein paar wenige Beispiele heraus. Gott sagt zu seinen Kindern: “… Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an” (Sach. 2,12). Das sagt Gott nicht zu allen Menschen. Das sagt der Herr nur zu seinen Kindern. Die Gläubigen stehen unter dem ganz besonderen Schutz Gottes.

Wie weit gehen der Schutz und die Fürsorge Gottes? So weit, dass uns noch nicht einmal ein Haar ausgehen kann, ohne dass es an Gottes Ratschluss vorbeigeht:

“Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge.” (Mt. 10, 29-31).

Wenn die Kinder Gottes nun unter solch einer Fürsorge und so einem Schutz stehen, wieso geschieht es dann, dass die Gläubigen für gewisse Zeiten, der Sünde und dem Bösen ausgesetzt sind? Das hängt mit der Vorsehung Gottes zusammen. Weil Gott seine Kinder erzieht.

Nicht wenige werden daran irre und haben im Glauben Schiffbruch erlitten, weil sie das nicht verstanden haben. Es ist deshalb sehr wichtig, dass wir die Vorsehung Gottes verstehen, besonders wenn er uns für gewisse Zeiten dem Bösen und der Sünde überlässt, um uns zu erziehen.

Wenn Christen in Sünde fallen oder leiden müssen? Wieso überlässt Gott sein Kinder für eine gewisse Zeit solchen Dingen.

Die Arminianer und Vertreter des freien Willens sagen, dass Gott sehen will, ob sie treu sind und den Glauben bis zum Ende bewahren. Wobei sie denken, dass die Christen den Glauben aus ihrer menschlichen Fähigkeit bewahren müssen. Wenn sie das tun, dann gewährt Gott ihnen Beistand durch seine Gnade und Kraft. Wenn Christen nicht diesen Weg gehen, dann zieht Gott sich zurück, lässt seine Kinder vom Glauben abfallen und für immer verloren gehen. Die Arminianer lehren, dass wiedergeborene Christen vom Glauben abfallen können und verloren gehen können und das aus ihren eigenen Möglichkeiten heraus.

Wenn Christen in Sünde fallen und leiden, ziehen wir von der Bibel jedoch einen anderen Schluss. Wir glauben, dass Gott seine Kinder im Glauben bewahrt. Wenn Gott seine Kinder erwählt hat und in Christus erlöst hat, sie sein Eigentum geworden sind und ihm gehören, lässt er sie nicht mehr los. Er wird sie im Glauben bis zum Ende bewahren.

Wir lehren von der Bibel hier den 5 Punkt des Calvinismus. Das Beharren der Heiligen im Glauben. Wie lehren nicht, dass ein Kind Gottes sündigen kann wie es möchte. Das ist ein verwerflicher Glaube, wo selbst Paulus zu solchen Leuten sagt: Sie seien verdammt. Wir lehren, dass die Gläubigen trotz Versuchungen, Sünde und dem Bösen im Glauben bewahrt werden. Wir sagen: Gottes Kinder bekommen des Geschenk der Bewahrung im Glauben.

Was hat es aber nun für einen Zweck, wenn Gott seine Kinder für gewisse Zeit der Sünde und dem Bösen überlässt? Betrachten wir die Beispiele der Gläubigen in der Bibel. Was hat Gott dadurch bewirkt? Schauen wir auf unsere Glaubensgeschwister, was wurde in ihrem Leben dadurch bewirkt?

Als Hiob für eine Zeit dem Bösen ausgesetzt war und er von der Sünde soweit getrieben wurde, dass er sagte: Ich verfluche den Tag, an dem ich geboren wurde. Was hat Gott dadurch bewirkt? Wollte Gott, dass Hiob verloren geht? Nein, Gott sagte zum Teufel ausdrücklich, dass er Hiob versuchen darf, aber sein Leben taste nicht an.

Gott überlässt seine Kinder nicht dem Bösen, damit sei abfallen können und verloren gehen. Das Leben der Gläubigen darf der Teufel nicht antasten.

Was bewirkt es aber nun:

– die Kinder Gottes erkennen in Versuchung und Sünde die Verdorbenheit ihres Herzens. Das führt sie in Demut.
– Die Gläubigen werden in eine noch tiefere Abhängigkeit zum Herrn geführt. Die Hoffnung auf Besserung aus uns selbst heraus, aus unseren Mitteln und Möglichkeiten wird zerstört. Wir sehen unsere Hilfe nur noch in Jesus und in seiner Kraft. Das bindet uns noch stärker an unseren Herrn
– Bei zukünftigen Anlässen zur Sünde werden wir vorsichtiger

Nachdem David mit Bathseba die Ehe gebrochen hat, war er vor dem Ehebruch und der Sünde gewarnt. So etwas ist ihm nicht noch einmal passiert.

Wenn Kinder Gottes von der Sünde und vom Bösen angegriffen werden. Welchen Schluss ziehen wir daraus? Das Gott uns prüft, damit wir möglicherweise verlorengehen? Nein.

Alle Prüfungen im Glauben dienen zu unserer Besserung. Alles wird nach dem Ratschluss Gottes am Ende zu unserem Besten dienen.

“Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind” (Röm. 8,28)

Als Anschauung dafür kann uns die Geschichte von Joseph dienen. Gott hat Joseph für einige Zeit dem Bösen überlassen. Seine Brüder haben treuelos an ihm gehandelt, ihn verraten und nach Ägypten verkauft. Aufgrund des bösen Handels der Frau von Potifar kam Joseph in das Gefängnis.

Ich stelle mir vor, wie Joseph in dieser kalten Zelle bei Wasser und Brot gesessen hat. Er konnte das nicht verstehen. Warum sind ihm diese bösen Dinge wiederfahren?

Erst später konnte er den Ratschluss Gottes verstehen, der dahinter stand. Erst als er sich Jahre später wieder mit seinen Brüdern versöhnt hatte, da sagte Joseph:

“Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk” (1.Mose 50,20)

Dadurch wurde das Volk Israel erhalten. Das sind die Gedanken Gottes. Das ist der Ratschluss Gottes. Er überlässt seine Kinder ein gewisse Zeit dem Bösen. Nicht um sie zu verderben, nicht damit sie abfallen können oder verloren gehen. Gott möchte dadurch Rettung wirken. Und manchmal verstehen wir die Führung und den Ratschluss Gottes erst später.

Ich denke es ist wichtig, dass wir uns mit der Vorsehung Gottes einmal beschäftigt haben Die Vorsehung Gottes ist eine Lehre der Bibel. Sie betrifft unser persönliches Glaubensleben im Alltag. Wie wird unser Leben als Christen von Gott gelenkt und wie versorgt und erhält uns Gott.

Es lohnt sich hier einige Zeit zu nehmen und sich mit der Bibel zu beschäftigen und über das eigene Glaubensleben nachdenken.

Wir lernen Gottes Wesen dadurch kennen: Er hat vor Grundlegung der Welt seinen Ratschluss gefasst. Gott führt seinen Ratschluss in der Zeit aus. Damit erhält, lenkt und leitet Gott die Welt und in besonderer Weise seine Gemeinde. Ihm sei alle Ehre und Anbetung dafür.


dirkDirk Noll © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.

Ein Kommentar

  1. Ein Artikel, den ich mir raus kopiert habe, um ihn mir in Ruhe durchzulesen, die Fremdworte zu analysieren (prädestinatorischen Paradox…) und dann mit meinem wenigen Verstand das Ganze für mich zu verstehen.

    Was mir allerdings schon beim Überfliegen des Textes mal wieder aufgefallen ist ( wie bei vielen Andachten, Gottesdiensten und Gesprächen mit Menschen ) dass Jesus mal wieder zu kurz kommt, wie (leider) fast immer.

    Bis her habe ich nur einmal den Namen Jesus in dem Text gefunden. An allen anderen Stellen ist immer nur von Gott die Rede.

    Mir ist Jesus wichtig

    Er ist der erste in meinem Leben.

    Sollte er da nicht öfter erwähnt werden?

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