[STA] Wenn man Sünde nicht mehr Sünde nennen darf (Rolf Wiesenhütter)

(Quelle: Rolf Wiesenhütter www.der-ruf.info)


Wenn man Sünde nicht mehr Sünde nennen darf

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pdfred[STA] Wenn man Sünde nicht mehr Sünde nennen darf (Rolf Wiesenhütter)

Ein Gastbeitrag von Dipl. theol. Dr. h.c. Rolf Wiesenhütter

Der Zeitgeist schlägt in der STA auf allen Ebenen durch. Immer deutlicher tritt zutage, dass Gottes Wort von den „Vordenkern“ unserer Gemeinschaft einem Relativismus untergeordnet wird, der sich in der Postmoderne zum willfährigen Steigbügelhalter antichristlichen Einheitsdenkens generiert. Sünde – das ist ein Wort, das man besser nicht in den Mund nimmt. Wir haben in der letzten Ausgabe der „Stimme“ einmal mehr erfahren müssen, was inzwischen mit Brüdern passiert, die der Bibel dem Zeitgeist den Vorzug geben. Man kann kaum mehr anders, als den Leitungsgremien unserer Gemeinschaft zu attestieren, dass ihnen jedwede Geistesleitung abhandengekommen ist. „Da sie den Weg der Wahrheit verlassen haben, sendet ihnen Gott nun kräftige Irrtümer“ (2. Thess. 2, 10-12), so lehrt uns Gottes Wort. Inzwischen sind bereits die Grundlagen christlicher Existenz betroffen. Die einfache Formel „Sünde trennt von Gott“ wird zunehmend von unserer elitären Leitungsebene ignoriert, die sich beharrlich gegen jeden bibelkonformen Einwand resistent zeigt. Sie haben die Gemeinschaft an Babylon verkauft und ernten nun die Früchte Satans. Zu Korrekturen erweisen sie sich zunehmend unfähig und rechtfertigen sich lapidar mit der Forderung: „Ihr habt uns gewählt, also müsst ihr uns auch folgen.“ Aber wohin führt der Weg, wenn er nicht in die Gegenwart Gottes führt? Die Antwort darauf ist längst offenbar geworden. Es geht geradewegs in die Verdammnis, wenn nicht endlich eine Umkehr stattfindet. Wir haben die Praxis vor Augen, die sich inzwischen religiös, aber nicht mehr geistlich generiert. Die Wahrheit zieht sich mehr und mehr zurück und der Irrtum ist auf dem Vormarsch. Blindheit ist auszumachen, zunehmende Unfähigkeit, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden. Sünde in der Gemeinde wird nicht mehr erkannt und daher geduldet. Wird Ehebruch in der Gemeinde offenbar und gehen Prediger und Seelsorger das Problem bibelkonform an, fliegen sie raus, während die Sünder noch hofiert werden und sogar vor Fernsehkameras posieren dürfen. Als bei uns in der Gemeinde Ehebruch offenbar wurde, hat man mir, dem vom Prediger ernannten Seelsorgebeauftragten Hausverbot erteilt, während gleichzeitig die in Sünde Gefallenen munter am Gemeindeleben teilnehmen und sogar gemeinderelevante Entscheidungen mit beeinflussen. Während ich, wie man mir sagte, mit der in der Adventgemeinde angewandten Höchststrafe, dem Hausverbot belegt wurde, haben die Sünder keine Veranlassung, ihr Tun zu beenden und umzukehren. Die Gemeinde zieht einfach die Decke des Schweigens darüber. Als ich gestern am Haus des Ehebrechers vorfuhr, stand das Auto der Ehebrecherin vor der Haustür. Morgens um halb zehn, die Kinder in der Schule, die Erwachsenen in der Arbeit, hat man es nicht eilig. Als ich nach einer Stunde zurückkomme, steht das Auto der Ehebrecherin noch immer da. Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Fahrzeuge in den Hof zu stellen um eine gewisse Diskretion zu wahren. Von der Gemeinde hat man ja nichts zu erwarten. Sollte das Thema angesprochen werden, kommt eine Erklärung wie, man habe Adventsplätzchen gebacken, oder so ähnlich. Damit ist dann die

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Sache wieder für die Gemeinde erledigt. Dass die Sünde inzwischen die ganze Gemeinde knechtet, der Heilige Geist sich zurückgezogen hat, bemerken nur ganz wenige Glieder, die man aber inzwischen ebenfalls kaltgestellt hat. Babylon hat voll durchgeschlagen in der Adventgemeinde. Der Vatikan dehnt immer dreister seinen Führungsanspruch aus und zeigt sich gegenüber der Postmoderne immer aufgeschlossener. Aktuell erleben wir die Öffnung der katholischen Kirche in Richtung Homosexualität. Und da die STA in Deutschland sich ungeniert der babylonischen Führung unterordnet, muss sie sich nun natürlich im Sinne der „babylonischen Einheit“ positionieren. Als im Januar 2014 mein Buch „Der Adventismus in der Falle des Antichristen“ erschien war darin zu lesen, dass bisher der Genderwahn in der STA noch nicht angekommen sei, man könne aber bereits am Horizont erkennen, was noch auf uns zukommen könnte. Nur sechs Wochen später erschien in unserer Gemeinde Prof. Dr. Edgar Voltmer von der theologischen Hochschule Friedensau und hielt in der Gemeinde zu Lübeck eine „Predigt“ über Homosexualität. Der Herr Professor, der sich als Gesundheitswissenschaftler vorstellte, ist natürlich eine Autoritätsperson mit entsprechendem Weitblick, der natürlich qua seines Titels prädestiniert ist, die Bibel schriftgemäß auszulegen. Da die gewöhnlichen Gemeindeglieder trotz jahrzehntelangem Bibelstudium bemitlei-denswert ahnungslos sind, wie man dem Thema aus biblischer Sicht gerecht wird, zitiere ich nachfolgend aus der mir als Tonträger vorliegenden „Predigt“ von Prof. Voltmer wie folgt:

„Etwas ist anders mit Markus. Er duscht stundenlang, er kämmt sich mehrfach am Tag die Haare. Manchmal sitzt er lange und schaut aus dem Fenster, so sinnend und gedankenschwer, manchmal entringt sich so ein tiefer Seufzer seiner Brust; und seine Eltern schauen sich manchmal so wissend an und haben es schwer, ein Lächeln zu unterdrücken, sie haben da so eine Vermutung. Markus merkt auch, dass etwas anders mit ihm ist. Seit neuestem ist da so ein Kribbeln, so eine Unruhe in seinem Bauch. Und manchmal fühlt er sich total cool und total lässig und bei anderen Gelegenheiten könnte er schier verzweifeln weil er denkt, >ich hab mich wieder so peinlich benommen<. In der Schule wandern seine Blicke häufig zum Nachbartisch, denn dort sitzt Stefan. Und Stefan geht ihm nicht aus dem Kopf. Neulich hat er sogar schon von ihm geträumt und sich nach einer Umarmung gesehnt.

Ach, das hätte jetzt nicht kommen dürfen. Eben haben wir uns noch gefreut und haben wissend mit dem Kopf genickt. Ja, Kribbeln im Bauch, junge Liebe, und haben uns vielleicht erinnert wie das damals bei uns war. Und jetzt das. Homosexualität. Schwul. Da sträuben sich einem doch gleich die christlichen Nackenhaare. Meine Lieben, Ihr merkt schon, ich habe mir für heute ein schwieriges Thema vorgenommen. Es brennt mir schon lange auf den Nägeln und ich stelle mir die Frage, warum ich noch nie eine Predigt über dieses Thema gehört habe. Ich stehe heute Morgen nicht hier um Euch zu sagen wie es richtig ist, was die Wahrheit ist. Aber ich möchte mit Euch ein paar Aspekte teilen, die mir in diesem Zusammenhang wichtig erscheinen. Wir fangen mal an mit dem, was noch ganz sicher und ganz einfach ist. Was war denn eigentlich das Ideal, das Gott im Sinn hatte? Da gehen wir mal ganz früh in die ersten Blätter der Bibel 1.Mo.1;27. Gott schuf den Menschen als ein Abbild, als Mann und Frau schuf er sie. Das lässt an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig. Gott schafft den Menschen in seiner

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geschlechtlichen Gegenseitigkeit und gibt ihnen den Auftrag: Habt auch sexuellen Kontakt miteinander, vermehrt euch.

Wenn wir uns nun Texte über die Homosexualität anschauen, dann gibt es so eine gruselige Geschichte, das ist die Begebenheit, als Männer Gottes zu Abraham kommen und ihm ankündigen, dass Sodom und Gomorrha wegen eben dieser Verderbtheit vernichtet werden. Und diese Männer kehren bei Lot zu Gast ein. Und dann heißt es da in 1. Mo. 19: Sie waren noch nicht schlafen gegangen. Und dann kamen die Männer der Stadt zu Lot und sagten: Wo sind die Männer die heute zu dir gekommen sind? Heraus mit ihnen, wir wollen mit ihnen verkehren. Lot sagte dann, sie sollten doch nicht ein solches Verbrechen begehen und bot ihnen seine beiden Töchter an. Offensichtlich galt damals Gastfreundschaft mehr als Leib und Leben der beiden Töchter. Heute käme hoffentlich niemand auf die Idee seine Töchter entsprechend anzubieten. Das zeigt nicht nur, wie verdorben Sodom und Gomorrha war, aber wir sehen, dass manchmal sich kulturelle Vorstellungen und Normen verändern, denn damals schien es dem Lot ein legitimes Vorgehen. In 3. Mo. 18 steht, du darfst nicht mit einem Mann schlafen wie mit einer Frau, das wäre ein Gräuel. Diese Texte werden im Neuen Testament noch einmal ergänzt, z.B. wenn Paulus in Röm. 1;26 schreibt: Darum lieferte Gott sie den entehrenden Leidenschaften aus, dass sie den natürlichen Verkehr aufgaben und entbrannten in Begierde zueinander.

Nun wird es schwieriger. Ich glaube wir sind uns einig, dass dieses Ideal Gottes, das wir jetzt grad kennengelernt haben, dass das im Paradies verwirklicht war, dass aber nach dem Sündenfall sich grundlegendes in unserer Welt verändert hat. Denken wir daran, dass im Paradies die Menschen und Tiere in friedlicher Koexistenz lebten, und hinterher ist plötzlich Räuberbeute vorhanden, die einen fressen die anderen. Im Paradies sollten sie die Schöpfung bewahren, den Boden bebauen, und danach haben sie es mit Dornen und Disteln zu tun. Auch heute ist unser Acker mit Dornen und Disteln voll, die uns das Leben schwermachen. Das heißt, grundlegende Ordnungen wurden nach der Vertreibung aus dem Paradies außer Kraft gesetzt und veränderten sich ganz stark. Es fällt uns nun grundsätzlich schwer, dieses Ideal Gottes zu verwirklichen. Das wird für mich immer besonders deutlich am Thema Gesundheit und Krankheit. Krankheit ist ja für uns etwas, was für den ersten Moment danach klingt, als sei es etwas Schicksalhaftes und unabänderliches. Etwa, das uns passiert, und wo wir auch nicht viel dagegen machen können. Und für einen Teil der Krankheiten ist das auch so. Ich bin Gesundheitswissenschaftler und befasse mich deshalb intensiv mit der Materie. Ich bin immer wieder überrascht, dass heute die Weltgesundheitsorganisation sagt, die Hauptkrankheiten, die zum Tode führen, sind Krankheiten, die mit unserem Lebensstil zusammenhängen. Das beste Beispiel für mich in diesem Zusammenhang ist immer der Diabetes Typ 2. 80% der Altersdiabetiker sind übergewichtig, und wiederum 80% von denen könnten, wenn sie ihr Gewicht reduzieren ihre diabetische Stoffwechsellage komplett normalisieren, bräuchten keine Tabletten mehr und wären defacto gesund. Das heißt im Klartext formuliert, diese Krankheit ist eine Folge ihres Lebensstils. Eine Folge dessen, dass wir uns nicht an Empfehlungen der Mäßigkeit oder der Bewegung im Sinne der gesunden Lebensweise Gottes gehalten haben. Trotzdem käme niemand hier

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in dieser Gemeinde auf die Idee, dass wir Typ 2 Diabetiker aus der Gemeinde ausschließen. Typ 2 Diabetiker werden eher bedauert, und sie werden auch nicht permanent unter Druck gesetzt: Du musst aber deinen Lebensstil ändern, denn der ist verkehrt. Das ist Sünde in den Augen Gottes. Und nicht unwichtig in unserem Zusammenhang ist auch, dass das, was durch die Sünde in diese Welt gekommen ist mittlerweile nicht mehr nur etwas ist, was das Verhalten ausdrückt, sondern dass dies auch über unsere Vererbung bestimmt.

Auch das Beziehungsthema ist etwas, das nach dem Verlust des Paradieses mächtig in Unordnung geraten ist. Die Texte, die wir gerade zum Thema gelesen haben stehen ja im Zusammenhang mit anderen Verboten. Und das alles wurde offensichtlich praktiziert, sonst hätte man das ja gar nicht benennen müssen. Bemerkenswert in unserem Zusammenhang ist jetzt aber, dass sich bei diesem Thema so eine eigenartige Aufsplittung der Bewertung ergeben hat. Wir behandeln heute Menschen, die eine sexuelle Affäre haben oder sich scheiden lassen völlig anders als jemanden, der in einer homosexuellen Partnerschaft ist. Oder wie wir Menschen behandeln die darauf aus sind, massenhaft Kohle zu scheffeln. Da sagen wir im Zweifelsfall Hut ab und räumen denen Ehrenplätze in der Gemeinde ein. Aber bei Homosexuellen ist das anders. Und das, obwohl hier in der Bibel von Lustknaben und Knabenschändern die Rede ist, also von einer Ausprägung der Homosexualität, über die ich heute eigentlich gar nicht reden will. Ich möchte euch in diesem Zusammenhang informieren über Häufigkeit und Einflusszahlen, und ich bin überrascht, dass nur 1,5% der männlichen und 0,7% der weiblichen Bevölkerung homosexuelle Neigungen haben. Ich weiß nicht, wie es euch bei diesen Zahlen geht. Für mich ist bei diesen Zahlen eine kleine erste Erleichterung und Entwarnung verbunden, in dem Sinne, wenn wir uns entschließen könnten etwas offener mit dem Thema umzugehen, nicht zu befürchten ist, dass demnächst die Hälfte unserer Kinder mit gleichgeschlechtlichen Partnern ankommt. Wir können also die Kirche ein bisschen im Dorf lassen. Was wichtig ist, ist dass es verschiedene Ursachen gibt, die zu Homosexualität führen können. Vererbt einerseits, aber auch Hormonstoffwechsel oder familiäre Entwicklungen oder kulturelle Entwicklungen. Wir sind also in einer Verantwortung. Für vererbte oder manifestierte homosexuelle Neigungen gibt es bisher keine anerkannte und sichere Therapie. Halten wir fest: Obwohl Gott ein anderes Ideal hat, ist durch den Sündenfall in vielen Bereichen das Ideal Gottes verändert und nicht mehr so verwirklicht, wie es ursprünglich im Paradies gedacht war. Davon sind auch Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung betroffen. Aber wenn es doch nur so ein paar Menschen sind, dann sollen die sich das eben abklemmen, das hat Paulus ja auch gemacht. Aber wozu solche Unterdrückung der Neigung führen kann haben wir ja in der letzten Zeit bei den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche gesehen. Das hat ja ein negatives Bild auf das Zölibat und die Unterdrückung homosexueller Gefühle geworfen. Worüber wir heute Morgen reden, das sind Menschen, die genauso wie ich mich zu einer Frau hingezogen fühle, in gleicher Weise eben zu einem Partner ihres Geschlechts hingezogen fühlen und die mit ihm eine verantwortungsvolle Lebens- und Liebesbeziehung führen wollen. Und deshalb habe ich heute Morgen auch bewusst das Bild von der gleichgeschlechtlichen Liebe gewählt und nicht das plakative Wort der Homosexualität, unter dem sich eben ganz vieles

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subsumiert. Genau für diese Form von Partnerschaft räumt mittlerweile die evangelische Kirche das Recht ein, sich kirchlich trauen zu lassen und in 17 von 22 Landeskirchen dürfen homosexuelle Paare im Pfarrhaus zusammenleben. Für uns als Adventisten ist natürlich nicht maßgebend was die großen Kirchen machen. Für uns gilt im Zweifel: Was steht in der Bibel. Und damit wird es jetzt noch ein bisschen schwieriger und noch ein bisschen gefährlicher, dass Missverständnisse auftreten. Ich denke wir sind uns einig, dass es in der Bibel Entwicklungen gibt, die sich in der Auslegung und der Glaubenspraxis ergeben. Es geht darum, dass wir dem eigentlichen Sinn folgen. Vorher möchte ich aber nochmal in aller Deutlichkeit erklären, dass wir alle gegen Worte des Paulus und gegen klare Anweisungen des Paulus verstoßen. Beispiel: 1.Kor.11;5: „Eine Frau aber die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt.“ 1.Tim. 2;12: „Einer Frau gestatte ich nicht dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still.“ Ich kann nur festhalten, alle Frauen, die hier ohne Kopfbedeckung sitzen und sich auch noch erdreisten den Mund aufzumachen und alle Männer die daneben sitzen und nichts dagegen tun, verstoßen ganz klar gegen paulinische Anweisungen. Warum gehen wir eigentlich über diese Texte hinweg und sehen bei anderen Worten des Paulus, eben im Sinne der Homosexualität, diese als unveränderlich an? Bei den Homosexuellen, aber bei den Ehebrechern und Habsüchtigen nicht?

Ein weiterer Aspekt hängt zusammen mit dem Begriff der gegenwärtigen Wahrheit. Das ist eine wichtige Frage. Was ist eigentlich das, was Gott uns heute aus seinem Wort direkt sagen möchte? Damals waren das so Themen wie Sabbat, Heiligtum, Wieder-kunft, die zwar in der Bibel standen, die aber so ein bisschen aus dem Focus geraten waren, und die den Gründervätern und – Müttern wieder ins Bewusstsein gerufen wurden. Nirgendwo steht aber in der Bibel ein Text wie: Du sollst nicht rauchen. Trotzdem können wir eine solche Empfehlung mit dem Wort Gottes in Überein-stimmung bringen. Erkenntnis entwickelt sich also weiter. Deshalb müssen wir uns fragen: Was ist denn heute der Wille Gottes für unsere Glaubenspraxis? Und wenn wir uns fragen, was denn das übergeordnete Prinzip Gottes in der Bibel ist, dann sind wir uns sicherlich schnell einig, dass das Gottes Liebe und Barmherzigkeit ist. Denken wir an die Geschichte von der Ehebrecherin. Da kamen sie zu Jesus und sagten: Mose hat gesagt, sie ist des Todes schuldig, was aber sagst Du? Und Jesus antwortete. Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Da gingen sie alle fort und Jesus sagte, ich verklage dich auch nicht. Aber Jesus rüttelt nicht an dem Ideal. Er sagt: Geh hin und mach es nicht wieder. Doch wer könnte jetzt behaupten dass sie das geschafft hat? Wir leben in einer gefallenen Welt. Und das geht heute bis tief in unsere Gene hinein. Darum geht es heute nicht darum, dass wir starre Regeln und Gesetze befolgen, sondern es geht darum, wie wir heute Gottes Liebe und Barmherzigkeit auch unserem Bruder und unserer Schwester erweisen können und erweisen wollen, die in Bezug auf ihre Sexualität nicht anders empfinden können. Viele sagen dazu, dass sie denen ja gerecht werden wollen und meinen dann, die sind halt krank oder die sind halt Sünder. Die Betreffenden können das schwer ertragen. Sie empfinden ihre Neigung als etwas, wofür sie nichts können und es ist sehr schmerzlich für sie, wenn sie dann als krank bezeichnet werden. Oder als Sünder. Wobei das eigentlich kein Problem wäre. Wenn wir uns einig

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werden, dass wir alle Sünder sind, dann wäre es ja gut. Aber wir sind nicht einig und sagen: Ja, wir sind Sünder, aber wir sind nicht solche Sünder, wie diese Homosexuellen. Und das ist die Problematik, und deswegen geht es mir nicht um die Begriffe, sondern um das Gesamtfazit. Und das lautet, ich formuliere es für mich: Ich möchte, dass dieser Bruder und diese Schwester sich in meiner Gemeinde wohl fühlen und vollkommen angenommen werden können. Dass sie sich nicht verstecken und mir nichts vorheucheln müssen. Denn ich glaube, dass nur so die Möglichkeit besteht, dass sie ein lebendiges Glied am Leib Christi sein können, so dass sie in Jesu Nähe sein können und dass Jesus selbst so an ihnen wirken kann, wie er es selbst für richtig hält. Aber da fehlt noch was. Gott muss ja auch etwas an mir tun, er muss an mir Erkenntnis und Einstellung in der Weise ändern, damit ich verstehe, warum Gott z.B. dann, wenn jemand intensiv darum betet, dass Gott ihm eine heterosexuelle Neigung schenkt, er das nicht tut, sondern ihn mit dieser homosexuellen Neigung weiter leben lässt. Und möglicherweise einen ganz anderen Plan mit ihm hat. Das kann mich aber dann ganz ruhig und gelassen sein lassen, und zwar darin, dass ich meiner Überzeugung nach rede, lebe und handle, einschließlich meiner Sexualität, dass ich einem anderen aber genau diesen Raum auch gebe und mir sicher bin, dass Gott mit uns beiden dann seinen Weg gehen wird. Amen!

Diese „Predigt“ ist verkürzt wiedergegeben, aber sie zeigt den gegenwärtigen Umgang mit Gottes Wort auf. Bibeltexte werden aus ihren Kontexten gerissen und der Willkürlichkeit preisgegeben. Die Rede ist von Gottes Ideal, so als gäbe es exegetischen Stufen untergeordnete Modelle vom Ideal, die ebenfalls in der Akzeptanz Gottes sind. Die professoralen Aussagen relativieren Gottes Wort bis zur völligen Sinnentstellung. Offenbar will Gott uns heute etwas anderes sagen als in früheren Zeiten. Dabei hat Gott offenbar keine Probleme sich zu widersprechen. Da wir alle Sünder sind, haben wir keine Veranlassung, den anderen in offenkundiger Sünde zu ermahnen. Homosexualität ist zwar keine Krankheit, aber genetisch bedingt. Während wir die „gegenwärtige Wahrheit“ bisher so verstanden, dass Gott uns fortschreitend ein tieferes Verständnis seines Wortes schenkt, sind wir nunmehr aufgefordert, bestehende Bibeltexte völlig neu zu interpretieren. Und wenn Gott keine Veränderung durch Gebet schenkt, dann ist es wohl sein Wille, dass Menschen weiterhin ihre Homosexualität leben. Was müssen wir aus dieser Predigt lernen? Zunächst, dass großartige Titel keine Garantie für bibeltreue Verkündigung sind. Man darf mit Recht die Frage stellen, nach welchen Kriterien heute die Leute ausgesucht werden, die auf unseren Kanzeln Gottes Wort verunstalten dürfen. Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn unsere Gemeinden nicht nur nicht wachsen, sondern sogar kleiner werden, wenn wir Gottes Wort zur Willkür verkommen lassen. Ich empfinde es als Armutszeugnis, dass ein Gesundheitswissenschaftler, wenn er sich denn zur Homosexualität äußert, nicht auf dem aktuellen Stand der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zur Homosexualität ist. In einschlägiger Fachliteratur ist nachzulesen, dass weder in der Gehirnforschung, noch in der Hormonforschung, der genetischen Forschung, oder der Zwillingsforschung ein biologisches Korrelat ausfindig zu machen ist, das Homosexualität bedingt. (Siehe Homosexualität und Seelsorge, 22 Ärzte, Psychologen und Seelsorger veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse; Aussat Verlag Neukirchen – Vluyn) Die Ausführungen von Prof. Voltmer unterliegen von daher allenfalls der zeitgeistigen Erscheinung, die von den entsprechenden Lobbyisten unaufhörlich wiederholt werden, nicht aber belastbaren Erkenntnissen über biologische Gegebenheiten.

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Theologisch völlig widersprüchlich und damit unhaltbar ist, wenn Prof. Voltmer feststellt, dass Sodom und Gomorrha eben wegen der verdorbenen sexuellen Sitten ausgelöscht wurde, Gott uns nun aber aktuell mitteilt, dass er an gewissen Menschen, die in der Homosexualität leben, seinen Willen ausdrückt. Gottes Wort widerspricht sich nicht, auch nicht nach zweitau-send Jahren. Wäre es anders, müsste man sich sofort vom Dogma der Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift trennen. Offenbar hat dem Professor noch niemand erklärt, dass die Bibel Sünden offenbart, die unmittelbar zum geistlichen Tod führen. Inakzeptabel ist auch die Aussage, dass man Homosexualität differenziert betrachten muss, und dass die Bibel nur von einer bestimmten Form der Homosexualität spräche, die ausschließlich auf sexuelle Lustbe-friedigung aus sei, und dass man gelebte Partnerschaft in Liebe und Verantwortung vom Wort Gottes her anders bewerten müsste. Nirgends lässt sich eine solche Unterscheidung in der Bibel ausfindig machen. Daher ist auch diese Aussage allenfalls der zeitgeistigen Entwicklung der Welt geschuldet. Prof. Voltmer fragt, was denn die richtige christliche Lebensführung für die heutige Zeit ist. Der historisch- kritische Ansatz ist unüberhörbar, der nach einer Neuinterpretation alter Texte verlangt. Was ist der richtige Ansatz? Das wir daran festhalten, dass Jesus derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit ist!! (Hebr. 13;8) Gottes Wort ändert sich nicht und wenn wir es uminterpretieren, ist es nicht mehr Gottes Wort. Deshalb muss Gott auch nicht meine Haltung in Richtung Babylon ändern, sondern diejenigen, die sich durch Babylon verführen ließen, sind aufgerufen zum Wort Gottes zurück zu kehren. Leider irrt Prof. Voltmer auch, wenn er selbstverschuldete Krankheiten der Homosexualität gegenüberstellt. Er selbst erklärt ja sogar, dass Homosexualität explizit keine Krankheit ist. Wie kann er dann unterschwellig den Vorwurf durchklingen lassen, dass wir mit zweierlei Maß handeln, wenn wir den Diabetespatienten der sündhaft seine Krankhaft verschuldet hat in der Gemeinde belassen, während wir den in Sünde lebenden Homosexuellen rauswerfen? Diesen Vergleich kann man so gar nicht anstellen. Ebenso abenteuerlich ist die Feststellung, dass mit dem Rauswurf aus dem Paradies grundlegende Ordnungen sich veränderten, so als würde die Sünde relativiert. Auch kulturelle Veränderungen sind nicht geeignet, Gottes Wort zu ändern oder außer Kraft zu setzen. Zurückweisen muss man auch die Feststellung, dass die Zahl der Homosexuellen ziemlich klein ist, wodurch auch das Problem überschaubar sei. Die Wahrheit ist: Grundsätzlich trennt die Sünde von Gott und was Sünde ist, unterliegt nicht unserer Interpretation. Festzustellen ist: Gott hat niemals den Plan, Menschen in der Sünde zu belassen. Wir dürfen Sünde nicht einfach akzeptieren weil wir der Meinung sind, man könne gegen die Sünde nichts ausrichten. Jesus macht frei von allen Sünden, auch von der Homosexualität.

Was ist die Wahrheit über Homosexualität? Der bekannteste Schwulenaktivist aus den USA, Michael Glatze, lässt die Bombe platzen. Lest nachfolgend seine klare Stellungnahme zu den Mythen über Homosexualität, die sich nun auch die wissenschaftlichen Vertreter der STA zu eigen machen und sein großartiges Zeugnis, wie er durch Hinwendung zu Jesus Christus frei wurde:

„Er lässt größte Homo-Lüge platzen – Gründer von Young Gay America wurde Hetero

(New York) Er lässt die größte Homo-Propagandalüge wie eine Seifenblase platzen. Und dafür wird er von den Homo-Ideologen gehasst. Platzen ließ Michael Glatze, einer der

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führenden Vertreter der Bewegung für „Homo-Rechte“ die Lüge, dass Homosexualität „angeboren“, eine „Variante der Natur“ oder gar eine Schöpfungsvariante Gottes sei: „so wie Gott mich geschaffen hat“, gehört zum dreisten Standardvokabular von Homosexuellen und Homophilen. Geändert hat sich weder die Natur, noch die Heilige Schrift, noch gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die Homosexualität als „angeboren“ bestätigen würden. Die WHO-Klassifizierung als sexuelle Verhaltensstörung wurde lediglich durch die Homo-Ideologie ersetzt. Das berühmte „Homo-Gen“, das noch vor wenigen Jahren in aller Munde war, konnte nie gefunden werden.

„Endlich frei“ – Anführer im Kampf für „Homo-Rechte“ wird normal – von Michael Glatze

Zur Homosexualität kam ich recht leicht, weil ich bereits zerbrechlich war. Meine Mutter ist gestorben, als ich 19 Jahre war. Mein Vater, als ich 13 war. Ich war ganz jung und durch die Pubertät mit dem neuen Phänomen Sexualität verwirrt. Ich traute mich bei Mädchen nicht und so blieb ich in der homoerotischen Übergangsphase der männlichen Entwicklung stecken. Das machte mich dann immer konfuser und so meinte ich schon mit 14 Jahren, homosexuell zu sein. Mit 20 Jahren erklärte ich mich offen als homosexuell gegenüber allen, die ich kannte. Ich wollte „bekennen“, war überzeugt und wollte das offen zeigen, auch mit Trotz gegen die anderen. Mit 22 Jahren wurde ich Verleger der ersten Zeitschrift für junge Homosexuelle. Das veröffentlichte Bildmaterial grenzte hart an Pornographie, aber ich war der Meinung, es benützen zu können, um immer größere Erfolge zu erzielen. Das war die Geburtsstunde von „Young Gay America“. Diese Zeitschrift zielte darauf ab, die Lücke zu schließen, die eine Zeitschrift aufgerissen hatte, für die ich vorher gearbeitet hatte. Es sollte etwas nicht zu pornographisches sein und als Zielgruppe junge amerikanische Homosexuelle ansprechen. “Young Gay America“ wurde zum Erfolg. Das Homo-Publikum nahm die Zeitschrift begeistert auf. Sie erhielt Auszeichnungen, Anerkennung, gesellschaftliche Auf-merksamkeit, unter anderem den National Role Model Award des Equality Forum, der bedeutendsten Homo-Organisation. Der Preis wurde vom kanadischen Premierminister Jean Chrétien überreicht. Und es gab viele Auftritte in den Medien von PBS bis zur Seattle Times, von MSNBC bis zur Titelseite des Time Magazine. Ich habe mit dem Equality Forum und der Hilfe von Gesellschaften, die mit der PBS verbunden sind, einen Dokumentarfilm über Selbstmord unter jungen Homosexuellen (Jim In Bold) herausgebracht der sofortigen Zugang zu fast allen Fernsehstationen weltweit fand und ausgestrahlt wurde. Das Thema Homosexualität zieht. Auch er wurde mit Auszeichnungen und Ehrungen überhäuft. „Young Gay America“ organisierte eine Fotoausstellung über junge Homosexuelle, die in ganz Nordamerika, in Kanada und auch in vielen Teilen Europas mit großem Aufwand und viel Applaus gezeigt wurde. 2004 startete Young Gay America eine weitere Zeitschrift mit dem Namenskürzel YGA. Sie hatte das ehrgeizige Ziel, ein „virtuoser Zwilling“ zu anderen Zeitschriften für junge Homosexuelle zu sein. In Wahrheit war YGA genauso schädlich wie jede andere Homo-Zeitschrift. Sie war nur „respektabler“, weil sie nicht so offen pornographisch daherkam. Ich brauchte fast 16 Jahre um zu entdecken, dass Homosexualität nicht wirklich „virtuos“ ist. Es war nicht leicht, Klarheit in mir zu schaffen über meine Gefühle zum Thema, da es ja mein ganzes Leben in Anspruch nahm.

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Homosexualität ist von Natur aus pornographisch und zerstörerisch

Homosexualität ist von Natur aus pornographisch. Sie ist zerstörerisch und schafft Verwir-rung in den Köpfen junger Menschen genau in jener Phase, in der sich ihre sexuelle Identität im Übergang vom Kind zum Erwachsenen erst formt. Ich wurde mir dessen nicht bewusst bis zum 30. Lebensjahr. Die erste Nummer der Zeitschrift YGA war in zahlreichen nordameri-kanischen Städten ausverkauft. Der Erfolg der Zeitschrift war enorm. Regierungsorga-nisationen, Bibliotheken, Schulen, Elterngruppen, alle schienen sie haben zu wollen. Sie nützte die derzeit geförderte Tendenz der „Akzeptanz und Förderung“ von Homosexualität und galt als Richtschnur. 2005 wurde ich gebeten, eine Rede beim renommierten JFK Jr. Forum der Harvard Kennedy School of Government zu halten. Als ich danach eine Video-aufzeichnung dieses Auftritts anschaute, genau da kamen mir die ersten Zweifel. Und ich begann ernsthaft daran zu zweifeln über das, was ich aus meinem Leben und mit meinem Einfluss tat. Da ich in meiner Homo-Einbunkerung niemand kannte, mit dem ich über meine Zweifel und Fragen reden konnte, wandte ich mich in meiner Einsamkeit an Gott. Ausgelöst wurde der letzte Schritt dazu auch durch mich schwächende Darmkrämpfe, die durch meine Lebensgewohnheiten verursacht waren. Ab da begann ich schnell Dinge zu verstehen, von denen ich mir bis dahin nicht einmal vorstellen konnte, dass sie real sind, angefangen bei der Tatsache, dass mir klar wurde, dass ich der Anführer einer Bewegung der Sünde und der Verführung war. Dabei hatte ich noch nicht irgendein Dogma gehört oder davon gelesen. Nein, mir wurde das plötzlich ganz alleine klar. Als ich ernsthaft nachdachte und betete, wurde mir klar, dass die Homosexualität weder naturgegeben noch befreiend ist, sondern vielmehr verhindert, unsere wahre Identität zu finden. Wir können die Wahrheit nicht mehr sehen, wenn wir von der Homosexualität geblendet werden. Wir glauben, von der Homo-sexualität beeinflusst, dass Unzucht nicht nur akzeptabel, sondern sogar eine Tugend sei. Es existiert aber kein homosexuelles „Sehnen“ und „Wollen“, das von der Unzucht getrennt werden kann.

Homosexualität verhindert es über die Oberflächlichkeit und egoistische Begierde hin-aus in die Tiefe zu gehen

Ich wollte diese Wahrheit aber nicht wahrhaben und versuchte anfangs, sie um jeden Preis zu ignorieren. Ich war durch die Homo-Kultur und beeinflusst von den führenden Homo-sexuellen überzeugt, dass ich das Richtige tue. Andererseits ließ mich der Drang, die Wahrheit zu suchen, nicht mehr los. Ich spürte, dass in mir etwas war, was nicht passte. Jesus Christus empfiehlt uns mehrfach, auf niemanden zu vertrauen, außer auf Ihn. Und dann habe ich das getan. Und plötzlich wurde mir klar, dass das Reich Gottes im Herzen und im Geist eines jeden Menschen grundgelegt ist. Was ich plötzlich über die Homosexualität entdeckte und erfuhr, war ganz erstaunlich. Es wurde mir plötzlich sonnenklar, dass ich Schlechtes getan hätte oder riskiert hätte, anderen Personen Schlechtes zu tun, wenn ich mein bisheriges Leben fortgesetzt hätte. Ich begann zu heilen, als ich das erste Mal die Aufmerksamkeit auf mich lenkte, nicht auf etwas, was ich wollte. Jetzt erst entdeckte ich, wie abhängig, ja süchtig ich war. Jedes Mal, wenn ich die Versuchung spürte, in die Unzucht zurückzufallen, versuchte ich das nicht zu verdrängen, sondern machte es mir bewusst, hielt inne und befasste mich damit. Ich nannte die Versuchung bei ihrem Namen und dann wartete ich, dass sie mit Hilfe

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des Gebets von allein verschwand. Und so war es. Jedes Mal. Es besteht ein enormer und vitaler Unterschied zwischen oberflächlicher Bewunderung für sich selbst oder für andere und einer wirklichen Bewunderung. Wenn wir uns selbst ganz lieben, hören wir auf, Sklaven unzüchtiger Begierden zu sein. Unsere sexuellen Impulse werden wirklicher Teil unseres Seins statt Trieb und sie werden frei von neurotischer Verwirrung. Die Homosexualität verhindert es, das wir in die Tiefe gehen, über die Oberflächlichkeit und egoistische Begierde hinaus. Und dieser Trieb und diese Verwirrung drängt darauf, sogar eine gesetzliche Billigung zu erhalten. Viele Homosexuelle meinen das ganz ernst und sind überzeugt, so wie ich es als einer ihrer Anführer auch war, völlig das Richtige zu tun. Weil sie von ihren oberflächlichen Begierden abgehalten werden zu graben, in sich hinein zu graben, zu ihrer wahren Identität, abgehalten werden, die Wahrheit zu suchen und zu finden. Der Kampf um „Gesetze“ und erst recht, wenn sie einmal verabschiedet sind, führt nur dazu, dass ganz viele die Gelegenheit verpassen, ihr wahres Ich kennenzulernen. Das Ich, das nach dem Abbild Christi geschaffen ist, das uns Gott geschenkt hat. Meine Homosexualität endete, als ich die Größe und Tiefe meines mir von Gott geschenkten Ichs entdeckte. Die Homosexualität begann bei mir im Alter von 13 Jahren und endete, als es mir gelang, mich von äußerer Beeinflussung durch die Homo-Propaganda zu isolieren und mich intensiv auf die innere Wahrheit zu konzentrieren. Sie endete, als ich im Alter von 30 Jahren die Größe und Tiefe meines mir von Gott geschenkten Ichs entdeckte. Gott wird von vielen von Homosexualität oder anderen unzüchtigen Verhaltensweisen beherrschten Menschen als Feind betrachtet, weil Er ihnen zeigt, wer und was sie wirklich sein sollten. Diese Menschen ziehen es vor, „in unseliger Ignoranz“ zu verharren, indem sie die Wahrheit abwürgen. Und sie tun das, indem sie jene als „Rassisten“, „Lieblose“, „Bösartige“ und „Diskriminierer“ verurteilen und beschimpfen, die diese Wahrheit aussprechen. Es ist nicht leicht, von den Wunden, die durch die Homo-sexualität verursacht werden, geheilt zu werden. Die Unterstützung dafür ist schwach und kaum wahrnehmbar. Die Homo-Ideologen haben in ihrer Verblendung verbrannte Erde hinterlassen. Wer ihnen helfen will, wird als Feind bekämpft. Die wenige Hilfe, die es gibt wird, als niederträchtig dargestellt, wird lächerlich gemacht, rhetorisch zum Schweigen gebracht oder neuerdings sogar durch Gesetzbestimmungen für illegal erklärt.

Die größte, erstaunlichste und schönste Befreiung

Es ist Teil der Homo-Agenda, die Menschen davon zu überzeugen, sich keine Fragen mehr zu ihrem Verhalten, zu dessen Richtigkeit zu stellen. Den „Ausstieg“ aus der Homo-Beeinflus-sung zu schaffen, war für mich die größte, erstaunlichste und schönste Befreiung, die ich in meinem Leben, das so viele gesellschaftliche Höhepunkte und Anerkennungen gesehen hatte, erlebt habe. Die Unzucht beraubt uns regelrecht unserer Körper, um unseren Geist auf die physische Form, das Äußerliche eines anderen Menschen zu fixieren. Deshalb ist der homo-sexuelle Geschlechtsverkehr – genauso wie jede andere Form sexueller Unzucht – nie befriedigend: es ist nur ein neurotischer Prozess. Die Anormalität ist die Normalität, und sie heißt so, weil es einen guten Grund dafür gibt. Abnorm meint das, „was uns schädigt, was die Normalität schädigt“. Die Homosexualität beraubt uns unserer Normalität, unseres Einsseins mit der Natur. Homosexuelle Menschen suchen nach der „wahren Liebe“. Die wahre Liebe existiert wirklich, aber sie kommt erst, wenn wir nichts haben, was sie daran hindert, aus unserem Inneren in ihrer ganzen Pracht hervorzutreten. Und wir können nicht wirklich wir

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selbst sein, solange unser Kopf und unser Verlangen in einer Spirale, in einer Gruppen-mentalität, die auf einer geschützten, gesetzlich bewilligten und ausgelebten Unzucht beruht, gefangen ist. Es entspricht der Liebe zur Menschheit, für unser Leben schädliche Verhaltens-weisen zu verbieten. Gott ist mir entgegengekommen. Er tut es bei jedem, der es zulässt. Er sagte mir, als die Zweifel über mein ganzes Verhalten und Sein hervorbrachen, im Gebet, dass ich nichts zu fürchten habe, dass ich keine Angst haben brauche, dass ich nun zu Hause bin. Ich musste nur ein wenig meinen Kopf entrümpeln und reinigen, etwas psychische Hygiene betreiben. Ich bin überzeugt, dass grundsätzlich jeder die Wahrheit kennt, ganz in seinem Innersten kennt oder zumindest erahnt. Ich denke, dass das gerade der Grund ist, warum das Christentum so viele Menschen erschreckt. Weil sie in ihrem Innersten spüren, dass ihnen die Wahrheit begegnet und dass diese Wahrheit ihr Gewissen anrührt. Und das Gewissen hilft uns zu sagen, was richtig und was falsch ist. Und das wollen viele nicht. Man redet zwar viel von „Wahrheit“ und „gut“ und „richtig“ und vor allem von „Freiheit“ und „Freisein“, aber wirklich will man das gar nicht, weil man spürt, dass das Änderungen mit sich bringt, teils radikale Veränderungen. Aber die Wahrheit macht immer frei. Und sie bringt uns dem wahren Menschsein immer näher, statt uns davon zu entfernen. Deshalb können wir heute sogar von eigenen Menschenrechten für Homosexuelle sprechen, die aber das genaue Gegenteil von Menschenrechten sind. Weil die Verwirrung in unseren Köpfen gut und falsch durcheinanderwirft und uns nicht mehr erkennen lässt, worin das wahre Menschsein und die wahre Menschlichkeit bestehen. Der Ausstieg aus der Sünde und der Unwissenheit ist immer möglich. Die sexuelle Wahrheit, abseits ideologischer Verzerrungen wie jener der sexuellen Revolution kann gefunden werden, wenn man bereit ist, zu akzeptieren, dass es der Liebe zur Menschheit entspricht, für unser Leben schädliche Verhaltensweisen zu verbieten. Die Homo-sexualität hat mir 15 Jahre meines Lebens geraubt und mir ein Leben zwischen Kompromissen, Selbstbetrug und Lügen aufgezwungen. Und ich habe sie durch meine Medien und wegen meiner führenden Rolle durch viele andere Medien noch gefördert und verbreitet und damit viele andere junge Menschen verführt. Aber Schuldgefühle sind kein ausreichender Grund, um sich dieser Auseinandersetzung zu stellen.

Kinder schon in Volksschule gezwungen, Bücher über „homosexuelle“ Kinder zu lesen

In den europäischen Staaten gilt Homosexualität inzwischen als so normal, dass die Kinder schon in der Volksschule gezwungen werden, Bücher über „homosexuelle“ Kinder zu lesen. Polen, das die zerstörerische Wirkung von Ideologie für das Volk nur zu gut kennt, versucht mutig standzuhalten und die Versuche abzuwehren, mit denen die Europäische Union auch dort versucht, die Kinder homosexuell zu indoktrinieren. Deshalb bezeichnete die EU den polnischen Ministerpräsidenten als „abstoßend“. Ich, ich war für lange Zeit abstoßend. Ich versuche noch immer all diese ganze Schuld, die ich dabei auf mich geladen habe, zu metabolisieren. Als Anführer der Bewegung für die „Homo-Rechte“ hatte ich oft Gelegenheit in der Öffentlichkeit zu sprechen. Wenn ich das, was ich gesagt habe, löschen könnte, würde ich es sofort tun. Jetzt weiß ich, dass Homosexualität Unzucht und Pornographie zugleich ist. Und ich weiß, dass sich jeder befreien kann von diesen Ketten. Es spielt keine Rolle, wie überzeugt Sie sein mögen, oder wie traurig Ihre Lebensgeschichte sein mag oder wie eloquent und schlüssig Sie Ihre Homosexualität zu vertreten verstehen. Wenn Gott uns die Wahrheit offenbart hat, dann hat das einen Grund, einen guten Grund. Sie wurde uns geschenkt, damit

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wir wirklich wir selbst sein können. Damit wir wirklich unsere wahre Natur als Gottes Eben-bild erkennen und leben können und damit in der Welt wirken können. Es geht nicht um Trugbilder, um Phantasien und Scheinwelten, wie sie die Homosexualität bietet, sondern um die Wahrheit. Man kann sich nicht von heute auf morgen von allen Sünden dieser Welt befreien, aber es ist möglich und es geschieht, wenn wir uns dieser Reinigung nicht selbst verweigern. Gott siegt am Ende immer, falls Ihr es nicht wissen solltet. (Artikel siehe Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft: http://www.homosexualitaet-veraenderung.de/lebensberichte/michael-glatze-nicht-mehr-schwul Text: omosessualitaeiden-tita.blogspot.it Übersetzung: Giuseppe Nardi)“

Ich frage mich immer wieder, warum so viele in der STA sich entschlossen haben, den einfa-chen, breiten Weg zu gehen, anstatt Gottes Wort stehen und für sich sprechen zu lassen. Den Weg Babylons zu gehen, sich antichristlichen Religionssystemen und einer Politik ohne biblische Werte anzubiedern ist der falsche Weg. Leider ist unsere Gemeinschaft inzwischen in einem Zustand, wo wir sorgfältig prüfen müssen, was von unseren Kanzeln verkündigt wird. Wir sind aufgefordert, gegen den unbiblischen Weg, der sich immer deutlicher abzeichnet, mutig unsere Stimme zu erheben und Widerstand zu leisten gegenüber denen, die den Weg der Wahrheit nicht kennen oder vergessen haben und uns ohne schlechtes Gewissen in die Irre führen.


rolfkl

Rolf Wiesenhütter © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.          Bitte besuchen Sie auch mein Forum www.irrglaube-und-wahrheit.ch


2 Kommentare

  1. als adventist bin ich sehr beeindruckt von dem artikel..
    ich teile die ansicht von br. rolf..in der grossen adventgemeinde…..STA kirche… ist es wie im alten volk israel..es gibt keine denkbare sünde , die dort nicht auch vorkam..
    häten wir nicht den geist der weissagung, könnte man sich mit der falschen predigt anfreunden..aber jesus sagt uns in der bibel und im geist der weissagung, was wir über das thema denken sollen…
    ich bin adventist, aber nicht in dieser STA kirche , sondern nur noch in der adventbewegung…weil das ist die reformationsbewegung heute..es ist
    keine kirche , sondern eine bewegung mit einer klaren Botschaft.
    ich bin adventist, weil ich daddurch das meiste licht aus der bibel haben kann, aber ich nehme nicht teil am abfall einer STA kirche..es werden auch einige adventisten einmal im himmel sein…

    1. Werter Hans Neufeld,

      ich hatte das schon einmal angesprochen: ich möchte nicht auf jedem Kommentar von Ihnen Ihren link genehmigen, da ich Ihre Inhalte nicht teile und sie wieder und wieder Ihren link bewerben wollen, den ich EINMAL hingenommen habe, jedoch nicht mit jedem posting von Ihnen wieder veröffentlicht sehen will. Daher mein Vorschlag: Sie verzichten auf Ihren link und kommentieren ganz einfach, oder Sie verzichten nicht und ich lösche den Kommentar … vielen Dank im voraus für Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen S.Schad

      P.S.: Dieses mal habe ich Ihren link vom Kommentar entfernt.

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