Christ und Politik: Pfarrer Jakob Tscharntke nach Auftritt bei der AfD im Sperrfeuer der Presse (ootb)

(Quelle: ootb www.out-of-the-blue.world)

Vorweg: auf diesem Blog ist über das Verhältnis zwischen Christ und Politik schon sehr viel geschrieben worden. Wir beklagen einerseits Kirchen die eine Gesellschaftstrans-formation (also -Veränderung) propagieren und nach politischem Einfluß suchen, dieser Einsicht folgend können wir jedoch nicht andererseits begrüßen, wenn ein mittlerweile prominenter Pastor seine Stimme gegen etwas erhebt und bei einer politischen Veranstaltung mitwirkt, auch wenn ich seine mutige Botschaft im Rahmen seiner Kirchengemeinde ausdrücklich begrüße (siehe Artikel: Wie gehen wir als Christen mit der Zuwanderunsproblematik um? (Pastor Jakob Tscharntke) Vorbemerkung (ootb)).

2Kor 6,14 Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?

Auch wenn man als gläubiger Christ durchaus verständliche Sympathien für das wertkonservative Profil der Partei AfD u.U. haben kann, so verbietet sich gleichzeitig gemeinsame Sache zu machen. Ich berichtete bereits (verhalten und ohne Namens-nennung) über die Querelen die sich aus einer Zusammenarbeit bei der Formulierung einer Petition gegen die Benachteiligung von Christen durch die Gender-Ideologie eines Theologen und meines Beitrags einerseits ergaben, als wir als Unterstützer den Christlichen Kreis der AfD gewannen. Plötzlich waren den DEA-nahen Christen, die Unterstützer derjenigen (prominenteren) Evangelikalen, welche Allianz und Ökumene ablehnten zu gewichtig und sie rissen das gesamte Projekt letztlich an sich. Es ist kein größerer Schaden oder Verdruß aus dieser vorübergehenden Zusammenarbeit entstan-den, jedoch hat mich diese Erfahrung gelehrt, daß es auch hier selbst mit christlichen Mitstreitern in der Sache gilt, keine falschen Koalitionen und Kompromisse einzugehen! [Die Petition war letztlich ein Mißerfolg und fand kaum Unterstützer].

Ich bedauere sehr, daß Pfarrer Jakob Tscharntke durch diesen, aus meiner dargelegten Sichtweise unweisen Schritt auf einer Versammlung der AfD zu sprechen, erneut in das Sperrfeuer einer haßerfüllten Presse geraten ist, deren Redaktionen nicht zu verstehen vermögen was dieser Mann eigentlich sagt und ihm jetzt auch noch das Etikett eines Rechtspopulisten aufkleben möchte (siehe Schmähartikel HIER).

Möge der mutige Pfarrer weiterhin seine Stimme auch über die Grenzen seiner Kirchengemeinde hinaus erheben, jedoch fernab von politischen Versammlungen mit ihren wechselnden und gelegentlich politisch unberechenbaren Protagonisten.


00TB-picAutor ootb © alle Rechte vorbehalten.

VKhttps://new.vk.com/out_of_the_blue.world


cropped-outoftheblueheader560

5 Kommentare

  1. Das klar verkündigte Evangelium von Jesus Christus hat immer politische Auswirkungen! Das geschah schon im Alten Testament und auch zu Jesu Zeiten in Israel, später durch die Verkündigung der Apostel im römischen Reich. Gottes Wort verändert Menschen und hat somit auch Auswirkungen auf die Politik. Dies zeigt die Geschichte. Auch die klare Verkündigung von Pastor Tscharntke hat dies aufgezeigt. Unisono wurde er gerade von Seiten der Politiker in Oberschwaben und darüber hinaus in ganz Deutschland in allen Medien mit meist aus dem Zusammenhang gerissenen und verfälschten Zitaten scharf angegriffen.

    Pastor Tscharntke lässt wo er auftritt keine Gelegenheit aus, auf Jesus Christus und die Notwendigkeit zur Umkehr hinzuweisen.
    2Tim 4,2: Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.

    Dafür erntete er jetzt beim Fall AfD in Tübingen wiederum heftige Angriffe vom Schwäbischen Tagblatt mit mehreren äußerst tendenziösen Berichten. Was nicht der allgemein politisch korrekten vorgegebenen Meinung entspricht wird rasch als rechtspopulistisch apostrophiert. Die gegenwärtigen chaotischen Entwicklungen in Deutschland und Europa geben dem Pastor allerdings leider Recht! Was er angemahnt hat ist in unserem Land bereits eingetreten.
    Ich finde dass es wichtig ist diesen mutigen Pastor und seine Arbeit mit Gebet zu unterstützen. Seien wir doch dankbar, dass es noch solche Glaubenszeugen gibt – und nehmen wir uns ein Beispiel selbst diesen Mut zum Zeugnis zu haben!

  2. Lieber Bruder in Christus! Vielleicht liegt es an einer falschen Einschätzung dessen, was in diesen Tagen von “der Kirche” noch an Aktivität erwartet wird? Auch bibeltreue Brüder sind davon beeinflusst, was das Gutmenschentum der Landeskirchen an öffentlicher und politischer Beteiligung derzeit hervorbringt. Erst kürzlich war selbst von Olaf Latzel diese Predigt zu hören, bitte Punkt 2 dabei besonders beachten: https://www.youtube.com/watch?v=i_QMcpI7sr0 (“Annahme und Veränderung” 08.11.2015)

    Wir müssen uns doch fragen: Was hätte der HERR getan und was hat Er uns gelehrt? Es steht geschrieben: “WÄRE mein Reich von dieser Welt, so HÄTTEN meine Jünger gekämpft; nun aber ist mein Reich NICHT von hier.” (Joh 18,36) Kann man es denn noch klarer sagen?

    Beten wir dafür, dass unsere treuen Prediger in Christus sich auch bis zuletzt von der Welt nicht vereinnahmen lassen und/oder deren “Lehren” verbreiten helfen – auch wenn sie es gut damit meinen! MARANATHA

  3. Enttäuschend zu hören, daß Pastor Tscharntke nun diesen unbiblischen Schritt getan hat, die geistliche Botschaft, die er vermittelt, mit dem weltlichen Politikbetrieb zu verbinden. Ich stimme vollkommen mit den Aussagen des Artikels überein.

Kommentar verfassen