Flüchtlingskrise – Teil I. + II. (Karl-Heinz Thiel)

(Quelle: www.evangeliums-botschaft.de)

Flüchtlingskrise – Teil I.

Kein Thema beherrscht die Medien mehr als die Flüchtlingskrise, doch dabei wird immer offensichtlicher, dass die systemkonforme Berichterstattung der Mainstream-Medien meist sehr einseitig ist. Gesendet wird in der Regel nur, was ins politische Konzept passt. Sobald jemand irgendwelche Bedenken äußert, fällt er sofort durchs Raster der politischen Korrektheit und wird (wie in vielen Fällen bereits geschehen) mundtot gemacht. Dies geschieht nach alt bewährtem Muster, in dem man solche Personen in die rechtsradikale Ecke stellt.

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Laut Grundgesetz hat man zwar das Recht auf Meinungsfreiheit, aber die wird nur solange gewährt, wie man keine unangenehmen Fragen stellt, doch genau diese Fragen müssen gestellt werden, um das falsche Spiel unseres politischen Systems aufzudecken. Ich kann nicht behaupten alles durchschaut zu haben oder alles zu wissen, aber ich möchte doch einige Punkte nennen, die uns zu denken geben sollten:

1. Warum darf man in unserem Land nicht öffentlich vor der Gefahr warnen, dass im Rahmen der aktuellen Massenvölkerwanderung auch IS-Terroristen ungehindert in unser Land strömen können? Wieso kann man solche Bedenken nicht offen ansprechen, ohne gleich als Rassist bezeichnet zu werden?

2. Die Terroranschläge in Paris sind eine schlimme Tragödie, sie haben aller Welt eindrücklich vor Augen geführt, wie skrupellos und menschenverachtend der fundamentalistische Islam ist. Doch was war nach den Trauerbekundungen das erste, das in den Medien zu hören war? Na klar, dasselbe wie immer, es wurde mal wieder von allen Seiten bekundet, dass der Islam eine friedliche Religion sei. Gegen die christlichen Werte hat man einen Feldzug unternommen, um sie nach und nach aus Gesetz und Gesellschaft zu verbannen, doch der Koran, der nachweislich zur aktiven Gewalt gegen Christen und Juden aufruft (siehe Sure 2,187; 4,91; 8,12; 48,16 uvm), der muss unter allen Umständen geschützt und geehrt werden. Natürlich unterstelle ich hier nicht, dass alle Moslems eine Bedrohung sind, aber es ist einfach nicht wahr, wenn diese Religion als Religion des Friedens hingestellt wird.

3. Wo ist die Logik, zu sagen, wir müssen den von Terror und Gewalt geplagten Flüchtlingen in unserem Land Asyl gewähren, solange man durch den Verzicht auf Grenzkontrollen tagtäglich Gefahr läuft, dass eben jene IS-Terroristen, vor denen sich die Flüchtling in Sicherheit bringen wollten, ungehindert in unser Land eindringen? Ganz davon abgesehen wäre es doch auch die Pflicht der Regierung das eigene Volk zu schützen.

4. Was bitteschön spricht gegen Außengrenzen? Soll man sagen, wir lassen uns vom IS-Terror nicht einschüchterten, so wie man dem Terror trotzen wollte, als man beschloss, das Länderspiel gegen die Niederlande trotz der Terroranschläge von Paris stattfinden zu lassen? Man kann doch gewaltbereiten Terroristen nicht trotzen, in dem man sie ungehindert in unser Land eindringen lässt. Das wäre doch genauso, als würde man kriminellen Einbrecherbanden seinen Mut beweisen wollen, in dem man Fenster und Türen offen lässt. Ist es nicht logisch, dass man sich vor Gefahr schützen muss? Warum setzt diese Logik beim Thema Grenzen völlig aus?

5. In den Medien ist zu hören, dass Menschen die Grenzkontrollen fordern einfach nur überängstlich seien. Hier stellt sich die Frage, ob dies dann auch für all jene gilt, die noch die altmodischen Ansichten vertreten, dass man nachts die Haustüre abschließen sollte? Ist es überängstlich, wenn man ein Passwort für den Computer benutzt oder seine Geheimzahl der EC-Karte für sich behält, anstatt sie ganz mutig in Facebook publik zu machen?

6. Welche Berechtigung haben eigentlich die Körperscanner an unseren Flughäfen, wenn man zeitgleich auf dem Landweg Menschenmassen unkontrolliert ins Land strömen lässt?

7. Was hat es mit Nächstenliebe zu tun, wenn unsere Politiker auf der einen Seite von der moralischen Verpflichtung reden, dass man den Flüchtlingen helfen müsse, wenn sie auf der anderen Seite keinen Skrupel kennen, die arabischen Länder mit Waffen zu beliefern? Warum nutzt man die politischen Beziehungen nur für Waffengeschäfte, anstatt mit reichen Ölscheichs darüber zu reden, wie viele Flüchtlinge sie in ihre Länder aufnehmen können? Wäre es nicht naheliegend, wenn sich unsere Politiker dafür stark machen würden, dass muslimische Flüchtlinge in Staaten wie Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Katar aufgenommen werden?

8. Warum investieren die reichen moslemischen Länder nur in den Bau von Moscheen in unserem Land, während sie keinen Cent für die Verpflegung oder die Unterkünfte ihrer verfolgten Glaubensbrüder beisteuern?

9. Wie kann es sein, dass für die moslemischen Pilger, die nach Mekka reisen, millionen von klimatisierten Zelten zur Verfügung gestellt werden, ohne dass man je auf die Idee kommt, moslemischen Flüchtlingen darin Unterkunft zu gewähren?

10. Wenn unserer Politik wirklich so sehr am Wohl der Flüchtlinge gelegen ist, warum organsiert man dann keine Sonderflüge? Wenn man bedenkt, dass die Flüchtlinge den kriminellen Schlepperbanden bis zu 10.000,- € bezahlen, um auf einem völlig überfüllten Schiff den Ozean zu Überqueren, wäre es doch weitaus besser und wesentlich sicherer, wenn sie nur für ihren Flug nach Deutschland bezahlen müssten. Darüber hinaus hätten sie dann auch noch etwas Bargeld übrig und könnten sich sogar noch an den Unkosten für Unterkunft, Nahrung und Kleidung beteiligen.
Doch so landen die ganzen Ersparnisse der Flüchtlinge in den Händen von kriminellen Schlepperbanden, denen es ohnehin nicht um das Wohl der Flüchtlinge geht, sondern nur ums Geld. Ob ein Schiff überladen ist oder ob es überhaupt seetauglich ist, spielt für sie keine Rolle, denn abkassiert wird ja vor der Fahrt.

11. Wo bleibt bitteschön die Vernunft, wenn man glaubt Deutschland könnte die ganze Welt retten? Warum versucht man nicht den Menschen dort zu helfen, wo sie herkommen? Damit meine ich das erste sichere Nachbarland, dort könnte man die Flüchtlinge mit viel geringeren finanziellen Mitteln versorgen und würde sie nicht den Strapazen und Gefahren des langen Weges nach Deutschland aussetzten, auf dem schon unzählige ihr Leben gelassen haben.

12. Wie soll das Märchen vom Facharbeitermangel und von der sinkenden Geburtenrate stimmig sein, wenn eine Politik betrieben wird, die seit Jahren alles dafür tut, um das klassische Familienbild zu zerstören und die zudem noch Abtreibungen fördert, indem die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden?
Nun will man uns weismachen, dass wir die Flüchtlinge für unseren Arbeitsmarkt brauchen, doch ist es moralisch vertretbar, wenn wir diesen Ländern auch noch Fachkräfte und Ärzte wegnehmen? Wer soll denn beim Wiederaufbau dieser Länder helfen, wenn am Ende alle in Deutschland sind?

Um nicht falsch verstanden zu werden, möchte ich ganz deutlich sagen, dass wir die Flüchtlinge, die schon hier sind, selbstverständlich nicht sich selbst überlassen dürfen. Ich sehe es auch als unsere Pflicht an, diesen Leuten zu helfen, dennoch muss uns bewusst sein, dass wir nicht alle Armen der Welt in Deutschland aufnehmen können. Mit anderen Worten, wenn die Willkommenskultur anhält und unsere Kanzlerin immer wieder signalisiert, dass es keine Obergrenze gibt, dann wird dieser Strom nicht abreisen. Es werden sich immer mehr Menschen auf den gefährlichen Weg machen und es muss doch klar sein, dass Wohnungen nicht wie Pilze aus dem Boden schießen. (Anmerkung: Asylanten dürfen nur während der Laufzeit ihrer Asylanträge in Notunterkünften und Asylheimen untergebracht werden, sobald der Antrag durch ist, steht ihnen eine Wohnung zu). Außerdem haben auch Hilfsorganisationen, Krankenhäuser und Polizei nur begrenzte Kapazitäten. Besonders in den Grenzregionen hat man bereits schon alle Kräfte mobilisiert, man ist schon auf Anschlag und kommt mit der Parole „wir schaffen das“ nicht weiter. Positives Denken allein, schafft keine neuen Umstände. Wenn meine Badewanne überläuft weil sie Rand voll ist, dann muss ich entweder Wasser ablasen, oder ganz einfach den Hahn zudrehen, aber nur dastehen und immer wieder zu sagen, „ich schaffe das“, das wird nichts an der Situation verändern. Irgendwann ist das Bad überflutet und dann das ganze Haus. Aber ich weiß, nur ängstliche Menschen greifen ein, ehe es zu spät ist, die mutigen kaufen sich eine Taucherausrüstung und sehen in aller Ruhe zu wie ihre Wohnung überflutet wird. Im übertragenden Sinn geschieht das gerade mit unserem Land und wehe dem der Bedenken äußert.
Übrigens die Erbauer der Titanik waren auch sehr mutig, sie waren so von der Unsinkbarkeit des Schiffes überzeugt, dass man es noch nicht mal für nötig befand, genügend Rettungsbote mitzunehmen. Wo diese Schiffsreise geendet hat, ist ja hinreichend bekannt. Hier haben wir ein eindringliches Beispiel dafür, dass selbst aller Optimismus dieser Welt, nicht vor dem Untergang bewahren kann, solange man nicht bereit ist, einen falsch eingeschlagenen Kurs rechtzeitig zu ändern.

Zum Abschluss möchte ich noch einmal betonen, dass es außer Frage steht, dass Gott diese Menschen liebt, sie haben vor ihm nicht weniger Wert als ein Deutscher. Es geht mir hier nicht um Rassismus, sondern nur um logisches, vernünftiges Denken. Gott hat uns Menschen doch den Verstand gegeben, damit wir ihn einsetzen. Und wenn man das macht, stellt man eben fest, dass die Berichterstattung der Mainstream-Medien immer mehr einer Gehirnwäsche gleicht. Das eigene Denken soll immer mehr durch das vorgegebene (politisch korrekte) ersetzt werden, doch was lehrte Jesus? Er sagte: „Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!“(Mk 13,37).

Als Christen sollten wir uns also nicht ständig Sand in die Augen streuen lassen, sondern die Zeichen der Zeit beobachten (vgl Mt 16,2-3).


Flüchtlingskrise – Teil II.

Die im ersten Teil dieses Beitrags aufgezeigten Widersprüche, die man problemlos fortsetzen könnte, zeigen wie paradox unser politisches System, samt der politisch korrekten Medienlandschaft, mittlerweile geworden ist. Besonders auffällig ist hierbei die Tatsache, dass wohl selten zuvor, so viel von Toleranz gesprochen wurde, aber zugleich immer offensichtlicher wird, dass dies nur leere Worte sind. Denn die so hoch gepriesene Toleranz, könnte kaum einseitiger sein, als wir es derzeit erleben. Ganz besonders einseitig wird es insbesondere dann, wenn es um die Gebote geht, die Gott uns in seinem Wort gegeben hat. Hier setzt der Toleranzgedanke nämlich komplett aus, denn wer an Gottes Wort festhält, gilt sofort als intolerant, wer hingegen moralische Ansichten vertritt, die dem Gesetz Gottes entgegen stehen, der wird nicht nur toleriert, sondern erlangt in unseren Medien schon regelrecht Heldenstatus. So reicht es beispielsweise schon nicht mehr aus, dass man Homosexualität toleriert, sondern es wird einem regelrecht aufgezwungen, dass man es akzeptieren und gutheißen muss.

Man kann nur sagen, hier hat die 68’er-Bewegung ganze Arbeit geleistet. Ihr Ziel, alle bestehenden moralischen Werte, die größtenteils auf die Bibel zurückzuführen sind, umzustürzen, wird mittlerweile auf höchster Ebene, von unserer Politik, allen voran die Linken und die Grünen, nachhaltig umgesetzt. Unser Land hat innerhalb der letzten Jahre einen rapiden Werteverfall erlebt, alles was früher als normal galt, wird heute in Frage gestellt. So wird der Unterschied zwischen Gut und Böse bis zur Unkenntlichkeit verwischt. Alles ist nur relativ, nichts ist wirklich verlässlich. Dadurch schafft man eine Gesellschaft, die desorientiert und völlig verunsichert ist. Jeglicher Halt soll den Menschen genommen werden, damit sie leichter zu steuern und zu manipulieren sind. Dazu ist der Politik jedes Mittel Recht. Nach der Genderoffensive, die dazu führen soll, dass am Ende keiner mehr weiß, ob er Mann oder Frau ist, hat nun eine bewusst herbeigeführte Islamisierungsphase begonnen. Unsere Kanzlerin will, wie sie selbst bekundet hat, ein neues Deutschland schaffen. Europa und insbesondere Deutschland soll durch andere Kulturen völlig überfremdet werden, so dass sich irgendwann keiner mehr einer bestimmten Nationalität zugehörig fühlen soll. Wie das für Deutschland aussehen soll, hat Gregor Gysi, eindrücklich beschrieben, als über die schlechte Geburtenrate unseres Volkes sprach und dabei seine Freude zum Ausdruck brachte, dass die Deutschen bald aussterben würden. Muss man sich hier als Deutscher nicht langsam im eigenen Land diskriminiert fühlen?

Doch schauen wir uns einmal ganz kurz nun an, wie die aktuelle Entwicklung im Licht der Bibel zu sehen ist. Wenn wir das tun, stellen wir als erstes fest, dass sich vor unseren Augen biblische Prophetie erfüllt. Insbesondere Prophezeiungen, die Jesus im Hinblick auf die Zeit vor seiner Wiederkunft genannt hat. Um konkret zu werden, möchte ich kurz auf Matthäus 24 eingehen, da konfrontieren die Jünger unseren Herrn mit der Frage, nach dem Zeichen seiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters. Jesus warnte daraufhin als erstes vor Verführung und sprach dann weiter von Kriegen, Hungersnöten und Erdbeben. Dies alles bezeichnete er als den Anfang der Wehen (vgl Mt 24, 4-8).

Nun kann man sagen, das gab es doch schon immer. Stimmt, aber wir müssen beachten, dass Jesus hier einen Vergleich bringt. Er sagt, mit der Geburt von Gottes neuer Welt, verhält es sich, wie bei der Geburt eines Säuglings und hier wissen wir, je näher der Zeitpunkt der Geburt, je häufiger treten die Wehen auf und je heftiger sind sie. Und genau das ist in den letzten Jahren zu beobachten, doch worauf ich hinaus will, ist die Tatsache, dass in unserer Generation Gottes Wort immer mehr verachtet wird und das entspricht exakt dem was Jesus in Vers 12 sagt, wenn er davon spricht, dass die Gesetzlosigkeit überhandnehmen wird. Immer wenn Jesus von Gesetz spricht, meint er das Gesetz Gottes, also das geschriebene Wort Gottes, wie es uns heute in Form der Bibel vorliegt. Diese, von Jesus angekündigte, Verwerfung von Gottes Wort, erleben wir in unseren Tagen auf massivste Art und Weise. Der Mensch macht sich selbst zum Maß aller Dinge und will nichts mehr wissen von einem Schöpfer, dem gegenüber er moralisch Verpflichtet ist. Begonnen hat es wohl mit der Evolutionstheorie, die man korrekterweise als Evolutionslügebezeichnen müsste und fortgesetzt wurde es in der sogenannten Zeit der Aufklärung, die letztlich zum großen Abfall innerhalb der reformierten Kirche geführt hat. Heutzutage sind unsere Kirchen voll von liberalen Theologen, die alles lehren, nur nicht das Evangelium.

Der Gipfel dieses Abfalls ist eine Ökumene, die es sich zum Ziel gesetzt hat, alle Religionen miteinander zu vereinen. Hier sehen wir, wie die in der Offenbarung beschriebene „große Hure“ Gestalt annimmt (vgl Offb 17,1-5; 18,3 u. 19,2) und wen überrascht hier noch, dass diese Kirche, das Wort Gottes längst verworfen hat und ständig dem Zeitgeist hinterher hechelt. Schnell auf den Genderzug aufspringen, bevor er abgefahren ist und stets dafür sorgen, dass aus christlichen Reihen niemals ein kritisches Wort kommt, egal ob es berechtigt ist oder nicht. Das jüngste Beispiel haben wir in derReaktion auf die beiden Predigten gesehen, die Jakob Tscharntke zum Thema Flüchtlingspolitik gehalten hat und ein weiteres war der Fall mit Olaf Latzel. Solche Brüder werden sofort in den Schranken gewiesen und dass nur weil sie sich nicht an der allgemeinen Augenwischerei beteiligen.

Doch was sollen wir als Christen nun machen? Sollen wir mitmachen bei der allgemeinen Augenwischerei? Oder sollen wir einfach den Kopf in den Sand stecken und resignieren? Nein, im Gegenteil, wir sind aufgefordert, die Worte unseres Herrn zu beherzigen, die da lauten: Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen, sondern müssen uns immer wieder bewusst machen, dass unser Vater im Himmel bei allem das letzte Wort hat, daher gilt: Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben (Lk 21,18, 12,27).

Als Christen dürfen wir auf keinen Fall in eine Weltuntergangsstimmung verfallen, sondern sollten unseren Blick darauf richten, dass wir bald mit unserem Herrn vereint sein werden. Es wäre trügerisch, wenn wir unsere Hoffnung auf die Versprechen der Politik setzten, es ist ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man meint, es sei möglich, mit menschlichen Mitteln einen Weltfrieden zu schaffen. Und dies zumal man den fatalen Fehler begeht, den Friedefürsten, Jesus Christus, auszuklammern. Kein Wunder das alle Bemühungen immer mehr im Chaos enden, keine Wunder folgt man doch statt dem Wort des Herrn, dem Fürsten dieser Welt, der die Menschheit zur Emanzipation von Gott anleitet. Der Mensch ist auf die Lüge hereingefallen, dass die Unabhängigkeit von Gott der Schlüssel zu Glück und Frieden sei, doch das Gegenteil ist der Fall. Je mehr sich die Menschheit von Gott entfernt, je weiter stürzt sie sich in Unheil und Verderben. Und dennoch wird unser Herr am Ende triumphieren, denn er hat der Schlange bereits den Kopf zertreten. Er hat die Mächte der Finsternis bereits besiegt (vgl Kol 2,14) und daher stehen auch wir auf der Seite des Siegers und sind somit nicht in Erwartung eines antichristlichen Weltreiches, sondern sagen vielmehr mit den Worten des Apostel Petrus: Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt (2.Petr 3,13).

Bis dahin gilt es die Zeit auszukaufen und am Wort Gottes festzuhalten, auch wenn der Gegenwind immer stärker wird. Die wahre Gemeinde ist die Säule und Grundfeste der Wahrheit, nur solang wir diese Wahrheit hochhalten, können wir in dieser Welt, die in Gottes Wort, zu Recht, als dunkler Ort bezeichnet wird, ein Licht sein. Trotz all den negativen Entwicklungen, dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen, denn wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein? Wenn es um die Wahrheit geht, dürfen wir uns auch nicht den Mund verbieten lassen, Jesus hat angekündigt, dass uns alle Welt hassen wird und dass es soweit kommen wird, dass Menschen so verblendet sein werden, dass sie sogar zur Überzeugung kommen, sie würden Gott einen Dienst erweisen, wenn sie uns töten (vlg Joh 16,2). Auch wenn das nicht bedeuten muss, das wir alle als Märtyrer sterben, gelten uns hier die Worte: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle (Mt 10,28).

Denken wir auch an die Apostel, was mussten sie nicht alles um des Glaubenswillen erdulden, man hatte sie misshandelt und ihnen eindrücklich geboten nicht mehr im Namen des Herrn Jesus zu sprechen, doch haben sie sich einschüchtern lassen, oder sprachen sie etwa: „Herr, du siehst wie gefährlich es ist die Wahrheit der Evangeliums zu verkündigen, wir müssen jetzt etwas diplomatischer vorgehen und können nur noch eine politisch korrekte Botschaft weitergeben. Auf keinen Fall können wir den Leuten sagen, dass du der einzige Weg zur Erlösung bist, wir müssen eher den Dialog mit den anderen Religionen suchen und sie als gleichwertig ansehen!“
Nein, das taten sie zum Glück nicht, sondern vielmehr lesen wir: Sie nun gingen aus dem Hohen Rat fort, voller Freude, dass sie gewürdigt worden waren, für den Namen Schmach zu leiden; und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und Jesus als den Christus zu verkündigen (Apg 5, 41-42).

Wer weiß vielleicht bewirkt die bevorstehende Krise innerhalb unserer Bevölkerung eine neue Offenheit für das Wort Gottes und wenn sie nicht hören, so können wir dennoch den Auftrag unseres Herrn erfüllen, der da lautet: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur (Mk 16,15). Nur mit dem Unterschied, dass wir nicht mehr in ferne Länder reisen müssen, sondern Menschen aller Kultur und aller Rassen direkt vor der Haustür haben. Viele Gemeinden wurden in den letzten Jahren immer kleiner, wer weiß, ob die leeren Plätze nicht bald wieder gefüllt werden. Es gibt in jeder Generation einen Überrest und unser Herr hat auch in unseren Tagen noch ein Volk (vgl Apg 18,10) für sich ausgesondert. Erst wenn die Vollzahl der Nationen erreicht ist, wird er wiederkommen, denn der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr im Gericht erfunden werden. Da dies alles so aufgelöst wird, was für Leute müsst ihr dann sein in heiligem Wandel und Gottseligkeit, indem ihr die Ankunft des Tages Gottes erwartet und beschleunigt, um dessentwillen die Himmel in Feuer geraten und aufgelöst und die Elemente im Brand zerschmelzen werden! Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Deshalb, Geliebte, da ihr dies erwartet, befleißigt euch, unbefleckt und tadellos von ihm im Frieden befunden zu werden! (2.Pt 3,9-14)


00TB-picEingestellt von ootb © Karl-Heinz Thiel alle Rechte vorbehalten.

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