Wie wir Christen uns zu den gegenwärtigen Herausforderungen verhalten sollten (Rudolf Ebertshäuser) / Vorbemerkung (ootb)

Vorbemerkung (ootb)

Um allen Mißverständnissen über unsere Geisteshaltung und unseren Zielen auf diesem Blog entgegen zu wirken, möchte ich in einem Auszug auf den folgenden Artikel (und vielleicht noch einmal auf meine EINLEITUNG) hinweisen.

Rudolf Ebertshäuser schreibt: Wir können die Welt nicht durch unsere Aktionen besser machen. Wir können und dürfen uns nicht mit Ungläubigen eins machen (2Kor 6,14) in Bewegungen, die unter Umständen rasch in eine gefährliche Radikalisierung abdriften. Unser Auftrag ist es, auf Jesus Christus als den einzigen Retter von Sünde und Gericht hinzuweisen und zu bezeugen, daß allein durch Ihn, wenn Er Sein Reich aufrichtet, einmal Friede und Gerechtigkeit auf Erden verwirklicht werden. Das schafft der sündige Mensch nie!

stuttgart


Wie wir Christen uns zu den gegenwärtigen Herausforderungen verhalten sollten (Rudolf Ebertshäuser)

(Quelle: Rudolf Ebertshäuser www.das-wort-der-wahrheit.de)

[Auszug aus dem Artikel Die europäische Flüchtlingskrise als Herausforderung für bibeltreue Gläubige (Rudolf Ebertshäuser)]

Was ist unsere Antwort als gläubige Christen in dieser Situation? Auch hier werden wahrscheinlich Kinder Gottes zu unterschiedlichen Antworten kommen. Aber vom Wort Gottes her können wir einige Punkte ableiten und für uns anwenden, die in der jetzigen unübersichtlichen Situation hilfreich sind:

1. Wir sollten für die Obrigkeit und unser Land beten, anstatt in politischen Aktivismus zu verfallen

Wir sollten uns zuallererst bewußt machen, daß wir selbst in gewisser Weise Gäste und Fremdlinge in dieser Welt und auch in unserem Land sind. Wir sind in Christus, sind Himmelsbürger und ein heiliges Volk von Priestern Gottes auf dieser Erde. Unser Auftrag ist es nicht, uns in irgendeinem Lager politisch zu betätigen, um die „Welt besser zu machen“; wir sind zum Gebet für alle Menschen und besonders für die Obrigkeit aufgerufen:

So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit; denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. (1Tim 2,1-6)
Gläubige Christen sollten sich davor hüten, auf den Irrtum des diesseitigen politisch-sozialen Aktivismus hereinzufallen. Sie sollten sich auch in der Flüchtlingsfrage weder in linkshumanistischen politischen Initiativen einfangen lassen, noch von der konservativen Pegida-Bewegung. Deren Befürchtungen und Anliegen werden sicherlich in vielem von konservativen Christen verstanden und in manchem geteilt; dennoch ist der Kampf um politische Anliegen auf der Straße sowie die dazugehörige Rhetorik wie alles politische Geschäft ein gefährliches Gift für Kinder Gottes.

Wir können die Welt nicht durch unsere Aktionen besser machen. Wir können und dürfen uns nicht mit Ungläubigen eins machen (2Kor 6,14) in Bewegungen, die unter Umständen rasch in eine gefährliche Radikalisierung abdriften. Unser Auftrag ist es, auf Jesus Christus als den einzigen Retter von Sünde und Gericht hinzuweisen und zu bezeugen, daß allein durch Ihn, wenn Er Sein Reich aufrichtet, einmal Friede und Gerechtigkeit auf Erden verwirklicht werden. Das schafft der sündige Mensch nie!

Eine wichtige Konsequenz aus den sich zuspitzenden politischen Krisen heute ist es, daß wir gläubige Kinder Gottes viel bewußter unseren Auftrag und unser Vorrecht der Fürbitte wahrnehmen sollten. In dem oben angeführten Bibelwort aus 1. Timotheus 2 heißt es, daß wir vor allen Dingen Fürbitten und Gebete für allem Menschen und besonders auch für alle, die in hoher Stellung sind, vor unserem Gott darbringen sollen. Mit dieser Fürbitte erreichen und verändern wir mehr in der Welt als mit irgendwelchen Aktionen!

Unser Gebet für alle Menschen und für alle Autoritätspersonen (das schließt neben Politikern und Beamten gewiß auch Verantwortliche in Wirtschaft, Kultur, Justiz, Polizei, Militär usw. ein) geschieht in dem festen Glauben, daß unser Gott, der Gott der Bibel, der wahre, lebendige Gott über den ganzen Kosmos ist. Unser Gott ist der Allerhöchste, der ewige und Allmächtige. Er bestimmt letztlich die Abläufe der Weltgeschichte ebenso wie der Natur.

Aber nach Verlauf der Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel empor, und mein Verstand kehrte zu mir zurück. Da lobte ich den Höchsten und pries und verherrlichte den, der ewig lebt, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen Reich von Geschlecht zu Geschlecht währt; gegen welchen alle, die auf Erden wohnen, wie nichts zu rechnen sind; er verfährt mit dem Heer des Himmels und mit denen, die auf Erden wohnen, wie er will, und es gibt niemand, der seiner Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du? (Dan 4,31-32)

Dieser Gott antwortet auf unser Gebet! Er lenkt die Herzen der Könige wie die Wasserbäche:
Gleich Wasserbächen ist das Herz des Königs in der Hand des HERRN; er leitet es, wohin immer er will. (Spr 21,1)

So dürfen wir darum beten, daß die Verantwortlichen in Deutschland und der EU wie auch weltweit mit Weisheit, Gottesfurcht und guten Entscheidungen auf die gegenwärtigen Krisenentwicklungen reagieren. Wir dürfen darum beten, daß auch in der Massenzustrom von Flüchtlingen gute, weise Entscheidungen getroffen werden, daß die Ordnung wieder hergestellt wird und der Staat die Flüchtlingsströme sinnvoll lenken kann.Wir dürfen aber auch intensiv für die Flüchtlinge beten, daß Gott sie segnet und sie suchend macht nach wahrem Frieden und nach ewiger Erlösung, die nur der Herr Jesus Christus geben kann. Wir dürfen beten, daß Gott diese Menschen offen macht für das Evangelium und uns Wege öffnet, diese Menschen mit Jesus Christus bekanntzumachen.

Wir dürfen beten, daß Gott noch Gnade übt und die zunehmenden antichristlichen, gesetzlosen Entwicklungen in der Familien- und Erziehungspolitik und anderen Bereichen noch zurückhält und bremst. Solche Dinge müssen ja geschehen, weil sich das prophetische Wort erfüllen muß – aber wie rasch sie geschehen und wie machtvoll die negativen Entwicklungen sein können, darauf haben wir Christen nach meiner Überzeugung einen beachtlichen Einfluß, solange wir noch hier auf der Erde sind. Die Gemeinde mit ihrer Fürbitte ist meines Erachtens das, was jetzt noch die antichristlichen Tendenzen zurückhält (2 Thess 2,6-7); wenn die Gemeinde entrückt ist („aus dem Weg ist“, 2Thess 2,7), werden erst die antichristlichen Entwicklungen mit voller Macht entfesselt werden.

Wir dürfen deshalb für unser Land und die Obrigkeiten beten mit dem ausdrücklich in der Bibel festgehaltenen Ziel, „damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit“ (1Tim 2,2). Das sollten wir viel öfters, viel eindringlicher und ernsthafter tun und dabei auch bewußt fasten, so wie es die verfolgten Gläubigen in Rußland öfters taten (vgl. 2Chr 20,3-4; Esr 8,21-23; Est 4,6; Joel 1,14; 2,12; Jon 3,5).

2. Wir sollten die Flüchtlinge liebevoll annehmen und ihnen das Evangelium bezeugen

Auch wenn wir vielleicht empfinden, daß der Zustrom von Muslimen nach Europa einen gewissen Gerichtscharakter trägt, so lehrt uns die Bibel doch unzweideutig, daß wir diesen Menschen in der Liebe und Freundlichkeit Jesu Christi begegnen sollen. Unser Herr und Heiland ist auch für sie gestorben; auch ihnen gilt die Verheißung des Evangeliums! Deshalb sollten wir sie offen und freundlich annehmen, ihnen, wo möglich, praktische Hilfe leisten und ihnen unseren Glauben und unsere Hoffnung bezeugen.

Wenn wir diese ganze Flüchtlingsbewegung geistlich beurteilen, dann dürfen wir auf jeden Fall Gottes Hand darin sehen, daß diese Menschen aus Ländern, wo sie das Evangelium nur unter großen Schwierigkeiten hören konnten, hier zu uns gekommen sind. In den nächsten Jahren haben wir die einmalige und außergewöhnliche Möglichkeit, solchen Menschen, die erschütternde und notvolle Erfahrungen von Leid und Schrecken hinter sich haben, den heilsamen Trost des Evangeliums von Jesus Christus zu übermitteln.

Das sollte behutsam, einfühlsam und taktvoll geschehen, unter Berücksichtigung der Sitten und kulturellen Prägungen, nach denen diese Menschen leben. Neben dem persönlichen Zeugnis unseres Glaubens sind hier sicherlich auch gute Schriften und Bibeln bzw. Neue Testamente auf arabisch, persisch usw. hilfreich. Dabei sollte man darauf achten, daß diese das biblische Evangelium unverfälscht weitergeben und nicht verwässerte und „kontextualisierte“ Botschaften enthalten.

3. Wir sollten Gottes Ruf zum Aufwachen hören

Es hat den Anschein, als würde unser allmächtiger Gott den deutschsprachigen Ländern mehr Unruhe und Bedrängnisse senden – geistliche Spannungen in der Auseinandersetzung mit dem Islam und atheistischem Humanismus, politische Bedrängnisse in Form zunehmender Verfolgung konsequent biblischer Christen, materielle Schwierigkeiten in Form von Finanz- und Wirtschaftskrisen. Doch wenn sich das bestätigen sollte, dann wäre das kein Grund zur Resignation, zum geistlichen Rückzug. Im Gegenteil, auch hier gilt das Wort unseres Herrn: „Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht“ (Lk 21,28).

Zunehmende Schwierigkeiten auf diesen Gebieten müssen für uns nicht unbedingt negativ sein. Wenn die Verhältnisse nicht mehr ganz so zur Selbstsicherheit, Sattheit und Selbstzufriedenheit Anlaß geben, dann schafft das u. U. bessere Voraussetzungen dafür, daß Menschen in unserem Land noch nach dem Heil in Christus fragen. Und für uns Kinder Gottes mag es auch besser sein, wenn wir mehr auf den Herrn geworfen sind, mehr beten und den guten Kampf des Glaubens mit mehr Eifer und Entschlossenheit führen müssen.

So ist es gut, wenn wir die Erschütterungen in unserem Zeitgeschehen als einen Anruf unseres gnädigen, gütigen Herrn deuten, der uns aufwecken möchte aus unserem geistlichen Dämmerschlaf, damit wir Ihn suchen und Ihm mit neuem Ernst und neuer Hingabe dienen. Auch wenn die Zeiten schwerer werden, so bleibt Er doch derselbe. Er ist treu; Er ist unsere Zuflucht und unsere Stärke. Er kommt bald, und wir dürfen Seine Wiederkunft mit Wachen und Gebet erwarten. Aber wir sollten auch die uns verbleibende Zeit auskaufen, das Evangelium eifrig weiter bezeugen und trotz zunehmendem Druck vorwärtsgehen im Aufblick auf IHN.

Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, daß nämlich die Stunde schon da ist, daß wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So laßt uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! (Röm 13,11-12)

Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte; ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an noch der Finsternis. So laßt uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern laßt uns wachen und nüchtern sein! Denn die Schlafenden schlafen bei Nacht, und die Betrunkenen sind bei Nacht betrunken; wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben sollen. (1Thess 5,4-10)


siehe auch: Mögliche geistliche Hintergründe der Flüchtlingswelle (Rudolf Ebertshäuser)


00TB-picEingestellt von ootb © Rudolf Ebertshäuser alle Rechte vorbehalten.

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Ein Kommentar

  1. Danke für diesen wervollen Beitrag! Bevor ich ihn laß saß ich mit meiner Frau zusammen und wir Sprachen explizit über das Thema Christ und Politik. Der Beitrag bestättigte nur das was ich schon Wissen durfte aus Gottes Wort.
    Liebe Grüsse

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