Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns (Dirk Noll)

(Quelle: Dirk Noll www.out-of-the-blue.world)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns

Vor uns liegen die Weihnachtsfeiertage und wir werden an die wunderbare Tatsache erinnert, dass Gott Mensch wurde. So sagt es die Bibel im 1. Kapitel des Johannes-Evangeliums:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ (Joh 1,1.14).

Doch viele Menschen auf der Welt ziehen daraus keinen Nutzen, entweder aus Unwissenheit, weil sie diese Wahrheit nicht kennen, oder aus Zweifel, weil sie daran nicht glauben.

Aber Johannes bezeugt hier, dass in Jesus das Leben ist und wer an Jesus glaubt der hat das Leben in Ewigkeit, er wird aus Gott geboren und als Kind Gottes adoptiert (Vers 12 u. 13).

Um der Unwissenheit und dem Zweifel zu begegnen, haben Christen in diesen Tagen eine besondere Gelegenheit, diese Worte des Heils den Menschen zu verkünden und zu erklären. Auch innerhalb der Christenheit muss heute wieder dem Zweifel begegnet werden, dass Gott in Jesus Mensch wurde, denn in letzter Zeit müssen Christen vermehrt die Gottheit Jesu verteidigen und aus der Bibel wieder neu herausstellen, dass Jesus Gott ist.

Um die Gottheit Jesu in der Bibel zu erkennen, muss man die Bibel wörtlich verstehen – man muss Gott eben bei seinem Wort nehmen.

Was bedeutet es, die Bibel wörtlich zu nehmen? Nun ganz einfach: Man beachtet beim Lesen der Schrift die Regeln der Sprache und Grammatik, so wie man dies auch selbstverständlich tut, wenn irgendjemand mit uns redet, und wir verstehen wollen, was er meint.

Hier heißt es bei Johannes: „… und das Wort (Jesus) war Gott“.

Nach den Regeln der Sprache und Grammatik redet die Bibel hier unzweifelhaft davon, dass Jesus Gott ist.

Jede Grammatik zum griech. NT gibt hier an, dass Gott (griech. theos) an dieser Stelle ein Prädikatsnomen ist.

Auch wenn es manch einem aus seiner Schulzeit vielleicht nicht mehr geläufig ist, was ein Prädikatsnomen ist, so werden wir doch im Alltag regelmäßig daran erinnert. Wenn wir z. B. beim Metzger Fleisch einkaufen gehen, benutzen wir ein Prädikatsnomen. Wir werden an der Theke gefragt: Wollen Sie Schwein, Rind oder Geflügel?

„Schwein“ oder „Rind“ sind Prädikatsnomen. Wenn wir ein paar Scheiben Wurst kaufen und wir z. B. sagen „Rind“, dann erwarten wir nicht, dass wir ein ganzes Rind bekommen, sondern Wurst, die vom Rind ist, also Wurst die von dem Wesen und der Qualität nach Rind ist.

Wenn hier also für „das Wort war Gott“ ein Prädikatsnomen verwendet wird, dann wird damit eindeutig ausgesagt, dass Jesus das gleiche Wesen wie Gott, der Vater, hat; es wird die Wesenseinheit von Gott, dem Vater, und Gott, dem Sohn, ausgedrückt.

Die frühen Christen hatten damals über Jesus den Lehrsatz aufgestellt: Jesus ist wesenseins mit dem Vater (325 in Nizäa) und daraus folgerten sie: “Jesus ist wahrer Gott aus wahrem Gott”. Das zeigt, dass sie die Bibel wörtlich verstanden haben und nach den Regeln der Sprache und der Grammatik gegangen sind.

Deshalb tun auch wir heute gut daran, den ersten Christen und auch ihrem Glauben an Jesus nachzufolgen. Denn nur über diesen Weg kann ich wahrhaftig an Gott und seinen Sohn Jesus glauben. Und dieser Glaube ist notwendig für die Rettung meiner Seele für die Ewigkeit.

Für diesen Glauben gibt es auch ein sichtbares Kennzeichen, dass er echt ist. Ich rufe im Gebet den Namen Jesus an:

„Denn »wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden«“ (Röm 10,13).

Das ist die wunderbare Verheißung, die allen Menschen auf der Erde verkündet wird: Wer den Namen des Herrn Jesus anruft, der soll gerettet werden. Und zu diesem Wort steht Gott uneingeschränkt. Rufe den Namen des Herrn Jesus Christus an und du wirst gerettet!

Alle, die das getan haben, gehören zur wahren Gemeinde des Herrn. Auch die Gemeinde der Christen, die sich heute versammelt, trägt dieses Zeichen: Sie glaubt daran, dass Jesus Gott ist und ruft und betet deshalb seinen Namen, den Namen Jesus, an:

„Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort…“ (1.Kor 1,1.2).

Allen Glaubensgeschwistern, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, wünsche ich gesegnete Feiertage und große Freude an dem Heil, dass uns unser Herr Jesus Christus geschenkt hat, als er Mensch wurde. Gott segne euch!


dirkDirk Noll © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.

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