Transformations"theologie" (ootb) [mehrere Beiträge vom Blog Verax-Institut / Dr. Martin Erdmann]

(Quelle: ootb www.out-of-the-blue.world)

Transformations”theologie” (ootb)

Im Evangeliaklismus stimmt vieles nicht … nein, ich spreche nicht über die aktuelle Kontroverse zwischen Ulrich  Parzany vs. Michael Diener und Hartmut Steeb … nein, hier sprechen neoevangelikale Bibelkritiker und Ökumeniker unter- und gegen-einander … und vor allem Papstverehrer wie Dr. Thomas Schirrmacher und Ulrich Parzany (Buch: Lieber Bruder in Rom) … aber, ich spreche über eine evangeliums-zersetzende Theologie die neben Georg Walter und Rudolf Ebertshäuser von Dr. Martin Erdmann, bis jetzt am besten aufgedeckt wurde.

Der Neoevangelikalismus hat in den vergangenen Jahrzehnten ein irdisches “Königreich Gottes”, ganz so wie es New-Age-Anhängern und Freimaurern vorschwebt, an Stelle des Evangelisations- und Missionsauftrages gestellt und die Aussagen der Bibel im Sinne eines Weltreparatursystems und einer Religionsvermischung verdreht. Gleichlautend mit den UNO-Milleniumszielen, wird von Neoevangelikalen eine Trans-formation der globalen Gesellschaft anvisiert und von der “Kanzel”, gut getarnt hinter aus dem Kontext gerissenen Versen der Bibel, verkündigt.

Keiner hat, wie Dr. Martin Erdmann, den Finger in die Wunde des zeitgeistlich postmodernen Neoevangelikalismus tiefer gelegt und treffender analysiert welche massiven Einflüsse den dereinst gesunden Evangelikalismus unterwandert haben, als er mit seinem Buch Der Griff zur Macht (siehe Leseprobe: DER GRIFF ZUR MACHT Dominionismus – der evangelikale Weg zu globalem Einfluss (Dr. Martin Erdmann)). Gottfried Meskemper schrieb in seiner Rezension zu diesem Buch:  „Es ist für mich das – nach der Bibel – wichtigste apologetische Werk der letzten Jahrzehnte.“ (siehe Rezension von Gottfried Meskemper: Der Griff zur Macht (Dr. Martin Erdmann)). Ich kann mich Bruder Meskemper so weit anschließen und würde neben diesem Buch, nur noch einige Werke von Francis A. Schaeffer als gleichbedeutend erwähnen.

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Als Einführung in das Thema der dominionistischen Transformationstheologie möchte ich die Videos von Dr. Martin Erdmann empfehlen – siehe VIDEOS: Dominionismus, Gesellschaftstransformation / dominionism, transformation of societies auf diesem Blog.

Da Dr. Martin Erdmann eine neue Konzipierung seines Internetauftrittes des Verax-Institutes www.veraxinstitut.ch vorgenommen hat und dieser jetzt auch einen neuen Blog enthält möchte ich gerne noch einmal auf diese Veröffentlichungen hinweisen, obwohl diese bereits zu einem großen Teil auf out-of-the-blue,world (und meinem früheren Blog dominionismus.info) hinterlegt sind.


ootbAutor ootb © alle Rechte vorbehalten.


Blog Dr. Martin Erdmann

(Quelle: http://veraxinstitut.ch/blog)

Erdblog

Der Einfluss der Internationalen Koalition der Apostel verbreitet sich in Europa

Der transzendente Gott in einer modernen Welt

Die Einzigartigkeit des christlichen Denkens

Das in Christus verwurzelte Denken des neuen Menschen

Die Art des ungläubigen Denkens

Der winzige Gott

Die Amoralität der Neutralität

Die Täuschung der Neutralität

Göttliche Offenbarung als Grundlage des Wissens

Die Trinität als lebenspendende Wirklichkeit im Chaos der Kirche und Welt von heute

Calvins Lehre von der Kirchenzucht und seine ungeahnten Folgen für Gesellschaft und Politik

Calvins Erwählungslehre – ein Stein des Anstoßes

Ordnung und Freiheit aus der Balance geraten

Ist eine Gebetsstunde im Rathaus in Jesu Sinn?

Dominion City Haus Kreis

Gottes selbst bezeugende Autorität

Logos

Der König der Herrlichkeit

Micha-Initiative lässt sich von geistlich Blinden führen

Sollen Christen die Welt verändern?

Der angedichtete Griff zur Macht

Kommunitarismus

Micha-Initiative

Wie christlich sind die auf dem Kongress christlicher Führungskräfte propagierten Werte?

Wie Spurgeon Vorbild sein kann in den theologischen Kontroversen unserer Zeit.

Die paradoxe Einstellung der Evangelikalen zum Pragmatismus

Neoevangelikalismus

Marburger Studientag zur Gesellschaftstransformation: „Mut zum Träumen von neuen Ausdrucksformen des Glaubens

Die Priorität der Evangeliumsverkündigung

Eine gemeinsame Grundlage

Unentrinnbare Offenbarung, unentrinnbare Erkenntnis

Demütige Kühnheit, nicht unvernünftige Arroganz

Unerlässliche Vorbedingungen der Apologetik

Das neue Evangelium der Wohltätigkeit

Das schmutzige Geheimnis gemeinnütziger Stiftungen

Ein allen zusagendes und für jeden passendes „Evangelium“

Die Ursprünge der „Spirituellen Bildung“

Rick Warren unterstützt Kampagne zum Wiedereintritt in Katholische Kirche

Können Christen von “atheistischer Spiritualität” etwas lernen?

Warum ich an der Explo 15 nicht teilnehme

Evangelikale Gottesdienstgestaltung unter der Lupe (1)

Evangelikale Gottesdienstgestaltung unter der Lupe (2)

Evangelikale Gottesdienstgestaltung unter der Lupe (3)

Dem Kirchentag fehlt die Nachhaltigkeit

Die Initiative ist die perfekte Augenwischerei

Vatikan strebt „neue Einheit“ an

Funktionär der Evangelikalen vertritt Humanismus und liberale Theologie

Von der Transformation eines Missionswerkes zu einem Motivator gegen Evangelisation

Verax-Institut / Dr. Martin Erdmann © alle Rechte vorbehalten.


siehe auch aktuelle Vortragsangebote und aktuelles Buch:

Themenauswahl für einen Dienst von Dr. Martin Erdmann im Jahr 2016 (Dr. Martin Erdmann)

Buch: Dr. Martin Erdmann „Das 1000-jährige Reich – frühkirchliche Kontroversen“ (d-publikation)


2 Kommentare

  1. Ich habe in meinem Buch “Der Adventismus in der Falle des Antichristen” über die Transformationstheologie Folgendes geschrieben:

    Die Transformationstheologie

    Immerhin haben die Vertreter der Emerging Church eine
    angemessene Formulierung für ihr Vorhaben gefunden. Transformation,
    das meint umformen. Man beabsichtigt also, die bisherige
    Theologie völlig zu verändern. Das Wort „Transformation“ wird
    nicht synonym, sondern mit Begriffen wie „neues Sehen“,
    „Bewusstseinserweiterung“, oder „Paradigmenwechsel“ angewandt.
    Man spricht inzwischen von “ganzheitlichem” Glauben, der die Welt verändern soll. Das evangelische Christian Jensen Kolleg
    in Breklum stellt aktuell die Frage, ob es eine Transformationstheologie
    überhaupt gibt und kommt zu einer erstaunlichen
    Antwort:
    “Das Wort vom Glauben neu sagen, so dass es zu den
    transformatorischen Bewegungen passt, ist eine notwendige
    und dazu zutiefst spannende Aufgabe. Manches im
    lutherischen Erbe muss dabei neu entdeckt, von mancher
    Schlacke spätlutherischer Erstarrung befreit werden.”(38)
    Es kann doch nicht darum gehen, das Wort Gottes in der Form
    neu zu sagen, dass man es sinnentstellt widergibt. Auch geht es
    nicht um die Kommentierungen Martin Luthers, sondern um das
    Wort Gottes an sich, welches man so formulieren muss, dass es der
    Wahrheit gemäß ist. Inzwischen ist man in Breklum dazu übergegangen,
    Themenwochen zur Transformation durchzuführen. Einer
    der Dozenten, Christoph Quarch, spricht davon,
    “…dass der Begriff der „Liebe“ bei der Formulierung
    einer neuen Theologie der Transformation entscheidend
    sein wird. Sympathie, Zuwendung, Einfühlen, Mit-Leiden
    und Mit-Freuen, Leidenschaft, die streitet und liebt,
    schließlich auch ein Eros, spirituell und körperlich, der
    Herz und Seele wärmt – eine neue Tonalität könnte
    Einzug halten, eine Färbung, die das wortlastige und
    kopfschwere Luthertum dringend braucht.”(39)
    In diesen Zusammenhängen spricht Quarch von einer “Kirche
    der Transformation.” Abgesehen davon, dass hier alte Hüte des
    zwischenmenschlichen Miteinanders neu erfunden werden, dürfen
    doch Inhalte, selbst dann, wenn sie richtig sind, nicht dazu angewendet
    werden, die Wahrheit des Wortes Gottes außer Kraft zu setzen. Der Mittelpunkt des Evangeliums ist auch nicht die Liebe,
    sondern das Kreuz. Jesus Christus, der lebendige Gott, beansprucht
    nach wie vor den ersten Platz in unserem Leben. Natürlich kann
    man einwenden, dass Gott die Liebe in Person ist, aber gerade
    deshalb darf man die Liebe eben auch nicht entpersonifizieren. Mir
    sind religiöse Bewegungen bekannt, die eine regelrechte Liebeshysterie
    praktizieren, die dazu geführt hat, dass man ein aufkommendes
    Sündenbewusstsein regelrecht verteufelt. Dort hat man
    inzwischen den “spirituellen Eros” in der Form umgesetzt, das man
    den Ehebund zu einer dämonischen Bindung umtransformiert hat
    mit dem Ergebnis, dass nun in den Gemeinden Ehebruch und
    Hurerei in Hochpotenz betrieben wird. Eine Korrektur der
    biblischen Wahrheit in dieser Form kann man nur als satanisch
    identifizieren. Auch wenn die Transformation in der Emerging
    Church bisher nicht dermaßen aus dem Gleis gesprungen ist, so
    kann man jedenfalls am Horizont bereits erkennen, was passieren
    kann, wenn wir anfangen, den Weg der Wahrheit zu verlassen.
    Anstatt die Menschen in den Gehorsam gegen Gottes Wort zu
    Jesus einzuladen und sie auf dem Weg zu Jesus und damit in die
    Gotteskindschaft zu begleiten, sucht die Emerging Church in der
    Transformation neue Wege in gesellschaftsrelevanten Themen wie
    diakonischen Hilfestellungen und kulturellen Gegebenheiten. So
    kann man aber das Reich Gottes nicht bauen, denn das Reich
    Gottes wird nicht durch Menschen errichtet. Darum ist eine
    propagierte, “ganzheitlich” verstandene Missionsarbeit letztlich nur
    Mittel zum Zweck, um Tabus aufzubrechen, die allenfalls dem
    Zeitgeist geschuldet sind. Wenn es um die Relevanz der Glaubensfindung
    geht, so muss man auf die Ausführungen des Theologen
    Karl Barth verweisen, der entgegen dem postmodernen Anspruch,
    die Bibel gesellschaftsrelevant auszulegen und die Christen dahin gehend zu transformieren erklärt:
    “Zum Wesen des Zeugnisses der Heiligen Schrift
    gehört es, dass es über sich hinausweist auf eine
    überlegene Instanz. Die Offenbarung Gottes bezeichnet
    diesen Bezugspunkt, der das Wesen der Schrift bestimmt.
    Die Anerkennung dieses Verweisungszusammenhangs,
    d.h. der Vorgang, in dem die Schrift zur Offenbarung
    wird, ist immer zugleich ein ganz schlichtes Geschehen.
    Der Inhalt des Zeugnisses verschafft sich selbst Geltung,
    die auf Seiten des Rezipienten die Haltung des Gehorsams
    gegenüber dem Zeugnis hervorbringt.”(40)
    Barth stellt hier klar, dass der Bibel eine Selbstbeglaubigungsmacht
    zugrunde liegt. Daraus ergibt sich, dass der Gehorsam
    gegen das Zeugnis der Heiligen Schrift unveräußerlich ist. Eine
    gesellschaftsrelevante und damit dem humanistischen Zeitgeist
    angepasste Neuinterpretation der Bibel hat von daher keinerlei
    Berechtigung. Sie würde bedeuten, dass die Wahrheit in Lüge
    verkehrt wird, und die Menschen, die sich darauf einlassen, werden
    in die Irre geführt.
    Vergessen wir nicht:
    “Transformation ist ein zentraler Begriff im New Age.
    Es beginnt ganz harmlos. Jemand hat ein Problem. Daher
    wird er angehalten, mystische oder psychische Erfahrungen
    zu machen. Man ist nun neugierig geworden. Nachdem
    der Einzelne spürt, dass es etwas Wertvolles zu
    finden gibt, beginnt er mit Vorsicht oder Enthusiasmus,
    danach zu suchen. Jetzt ist der Suchende ganz in dem
    okkulten System gefangen. Er ist immer tiefer eingedrungen und lebt bereits mittendrin. Er lebt mitten in dem
    Geheimnis. Obwohl es bevorzugte Lehrer oder Methoden
    geben mag, vertraut der Mensch einem Guru. Er praktiziert
    die Übungen, die er kennen gelernt hat, mit
    Überzeugung und Bewusstsein. Jetzt wird der Jünger zum
    Verschwörer, zu einem solchen, der alle Leute von seiner
    neuen okkulten Weltanschauung überzeugen will. Er
    entwickelt einen geradezu missionarischen Eifer, um
    andere in sein System hineinzuziehen. Die gesamte
    Gesellschaft soll transformiert, soll verändert werden.
    Dazu sind ihm die okkulten Kräfte dienlich, die er
    gefunden hat. Diese Stufen der Transformation stellen
    nichts anderes als eine Einführung in den Okkultismus
    mit all seinen Folgen dar.(41)

    Ob man diese Definition von Transformation mit der transformatorischen
    Theologie der Emerging Church vergleichen kann,
    werden wir noch erfahren, wenn wir uns die “neuen Erkenntnisse”
    dieser Bewegung näher anschauen.

    38. Jörg Lauster; Prinzip und Methode: Die Transformation des
    protestantischen Schriftprinzips durch die historische Kritik von
    Schleiermacher bis zur Gegenwart; Mohr Siebeck, 2004;Kap. 5.2.1 S.258,ff
    39. M. Ferguson, Die sanfte Verschwörung, 1982
    40. Christ sein zwischen Weltflucht und Anpassung;
    http://bibelkreis-muenchen.de/?p=415#more-415
    41. ebda.

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