CHÉsus oder JESUS? Bergpredigt vs. politischer Ansteckungsgefahr (ootb)

(Quelle: ootb www.out-of-the-blue.world)


Einleitung

Es gibt gerade einen besonderen Ausnahmezustand in einem Teil der (im politischen Sinne) wahrheitsbewegten Christenheit, der eine tiefere Betrachtung verdient, die ich in der einen oder anderen Weise schon öfter vorgenommen habe:

Es ist gut aufmerksam und wach die Zeichen der Zeit zu erkennen und das Böse böse zu nennen. Es ist nicht gut, an einem Joch mit der Welt zu ziehen und an ihren welt-lichen Lösungen teilzuhaben. Es ist ein Versäumnis, wenn Christen die Zeichen der Zeit nicht den ungläubigen Menschen erklären, auf Christus und die biblischen Prophetien evangelistisch hinweisen und stattdessen im Schulterschluß mit Parteien, Bürger-initiativen und auf Demonstrationen marschieren. Was unterscheidet diese Christen-heit von der Welt? Welche Gefahren lauern hier?

Welche waren die politischen Verhältnisse zur Zeit Christi?

Ein kurzer Abriss: Die Römer standen als Besatzer in Israel und außer innerreligiöser Fragen, durften die Juden nichts ohne Rom entscheiden. Roms Gesetze galten umfassend, so wie im übrigen römischen Imperium. Die jüdische Kultur wurde zwangsromanisiert, was sich sogar in der Haartracht und der Bartlänge äußerte (kurze Haare, gestutzter Kinnbart) und Israel von den Römern mit Hilfe der (verhassten jüdischen) Zöllner steuerlich ausgepresst. Das gefiel dem traditionsreichen stolzen und selbstbestimmten Israel überhaupt nicht und ein Messias wurde erwartet, der sowohl die geistliche als auch die politische Situation des besetzten Israel ändern würde. Widerstand formierte sich zu Lebzeiten Jesu und die Zeloten traten auf den Plan.

Die Zeloten waren eine von Judas dem Galiläer und einem Priester mit Namen Zadok (auch: Sadduk) im Jahre 6 n. Chr. gegründete paramilitärische Widerstandsbewegung der Juden gegen die römische Besatzung. 70 n. Chr. fielen zahlreiche von ihnen bei der Eroberung Jerusalems durch römische Legionäre. Die letzten Aufständischen, die sich nach dem Fall der Stadt in die Bergfestung Masada zurückgezogen hatten, konnten sich noch bis 73 n. Chr. den römischen Legionen widersetzen. Als sie erkannten, dass ihr Widerstand nicht mehr aufrechterhalten werden konnte, beschlossen sie gemäß der Überlieferung, als freie Bürger aus dem Leben zu scheiden, töteten alle anwesenden Frauen und Kinder und warfen das Los, um zu bestimmen, wer die Pflicht habe, seine Kameraden in den Tod zu befördern.

Wir erfahren daß Viele Jesus enttäuscht verließen, da sie erkennen mußten, daß Jesus sich weder zu ihrem Revolutionsführer noch zu ihrem König machen lassen wollte. (Joh 6,60-66) … er war nicht ihr Messias, nach ihrer Vorstellung wie er zu sein hätte!

Jesus Christus oder Chè Guevara?

Kann also Jesus Christus als Vorwand für politische Tätigkeit in jedweder Weise gedeu-tet werden? Hat Christus je in einer Weise revolutionär im Sinne eines politischen Frei-heitshelden wie Chè Guevara gesprochen und gehandelt? Lesen wir die Bergpredigt:

Die Bergpredigt
1 Als er aber die Volksmenge1 sah, stieg er auf den Berg; und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm. 2 Und er tat seinen Mund auf [zu einer Rede], lehrte sie und sprach:
Die Seligpreisungen
3 Glückselig sind die geistlich Armen2, denn ihrer ist das Reich der Himmel! 4 Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden! 5 Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben! 6 Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden! 7 Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen! 8 Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen! 9 Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen! 10 Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel! 11 Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! 12 Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.

chesusCHEsus oder JESUS?

Ansteckungsgefahr

Die Ansteckungsgefahr hat viele Gesichter: Christen sympathisieren z.B. mit der letzten Rede der Stalinistin Sarah Wagenknecht, Christen sympathisieren mit der PEGIDA-Bewegung, oder leisten ihren Beitrag zur Wahlkampfhilfe der neoliberalen AfD, der ein neues Ständewahlrecht vorschwebt (siehe hier) und die (man höre Alexander Gauland zu) warme Worte für Russland finden. Trotz einem wertkonservativen Profil der AfD, das für viele politisch heimatlos gewordenen Christen, durchaus Anziehungskraft besitzen kann, dürfen wir nicht vergessen, daß wir als Christen schnell Teil und sogar Mittel-punkt einer Polarisierung werden können, die unseren Hauptanliegen und unserer Berufung in der Welt sehr schaden können. Ein gutes Beispiel ist das des tapferen Pastors Jakob Tscharntke (siehe: Christ und Politik: Pfarrer Jakob Tscharntke nach Auftritt bei der AfD im Sperrfeuer der Presse (ootb)), mit dem sich Staatsanwalt-schaften bereits befassen “mußten”, der Hetzkampagnen der Zeitungen “entfachte” und als so etwas wie ein “brauner Pfarrer” in der öffentlichen Wahrnehmung haften blieb. Fazit: Unsere Rede sei klar, aber nie parteipolitisch!

Die Gefahren

Verlust des christlichen Zeugnisses: Christen haben an erster Stelle einen Missions- und Evangelisationsauftrag in dieser Welt. Identifiziert man uns, als rechte oder linke Kämpfer, so ist bereits unsere Integrität beschädigt.

Nein, ich komme jetzt nicht auf Christenverfolgung zu sprechen, die auch ohne unser eigenes Zutun eintreten wird, sondern auf die größte diesseitige Gefahr für unsere Nächsten und Mitmenschen:

Bürgerkrieg: Es gibt viele ernst zu nehmende warnende Stimmen, w.z.B. Udo Ulfkotte, Christoph Hörstel und Andere, die eine begründete Gefahr eines Bürgerkrieges in Deutschland erkennen können. Vor Jahren schon hatten US-think-thanks “prophetisch” angekündigt, daß Deutschland bis 2020 unregierbar sein würde und einen Bürgerkrieg prognostiziert. Was Bürgerkrieg für die Menschen eines Landes bedeutet, das konnten wir vor weniger als 20 Jahren im Ex-Jugoslawien beobachten … einen Albtraum!

Welcher Funken?

Die Frage die sich jeder Christ bei seinen Positionierungen stellen muß ist die folgende: Möchte ich Teil eines Funken sein, der das Licht der Botschaft Christi hinausträgt, oder möchte ich ein Teil des Funken sein der ein Pulverfaß zur Explosion bringt und der Unversöhnlichkeit eines Bürgerkrieges Vorschub leistet? Hier ist Weisheit geboten!


siehe auch Folgeartikel:

Die Christenfalle: 2 fatale Wege in den politischen Aktivismus und ihre Folgen (ootb)


ootbAutor ootb © alle Rechte vorbehalten.

2 Kommentare

  1. Hallo, ich habe Kinder !!! Also m u s s ich mich gegen Chemtrails, Zwangsimpfungen, Kriegspolitik aller couleur, Armut.,Genderwahn…usw wehren und finde es total daneben, wenn Christen zwar auf anderer leute Kosten in Wohlstand und Sicherheit leben, aber den Vogelstrauss machen, wenn es wichtig waere, dass sie sich einmischen. Diese Bequemlichkeit heuchlerisch mit ich bin nicht von dieser Welt zu erklaeren, entspricht n i c h t dem, was uns der Herr Jesus vorgelebt hat. Dieser hat ganz herbe das System angegriffen, in dem die Juden lebten. Nur ueber die Roemer hat er sich nicht ausgelassen. Ich wuerde auch nicht waehlen gehen, denn es aendert nicht das System. Warum haette der Herr Jesus also seine Zeit mit den Roemern verschwenden sollen. Hat er sich deswegen etwa aus dem etablierten System herausgehalten, in dem die Juden lebten, Roemer oder nicht Roemer ??

Kommentar verfassen