Die problematische Theologie des Reinhard Bonnke (Marc Dannlowski)

(Quelle: Marc Dannlowski Soli Deo Gloria – Reformatorische Theologie)


Bonnke und die Wiederholung der Apostelzeit

A. Erfahrungstheologie als Ausgangspunkt und Proprium

[R. Bonnke, Der Heilige Geist, S. 9f.]

///Vor 100 Jahren brach ein neues Zeitalter des Heiligen Geistes an. (…)

Das aufbrechende Interesse am Heiligen Geist kam aus den Reihen unbekannter Glaubensmenschen, nicht von den Gelehrten, obwohl es Gelehrte hervorbrachte.

Diese Menschen- Niemanden, die vom Geist erfüllt waren und aus den Randgruppen des Christentums kamen, begegnete man, wie nicht anders zu erwarten, mit Misstrauen.

Sie hatten nur ihre Erfahrung, und für Kirchenleute hieß keine Theologie auch keine Empfehlung, keine Glaubwürdigkeit. /// [Ende]

So beginnt das Buch von R. Bonnke, „Der Heilige Geist und seine Feuermenschen“ (ER Prod.) in welchem Bonnke seine Pneumatologie (Lehre vom Heiligen Geist) darstellt. (Alle folgenden Bonnke Zitate stammen aus dem Buch)

Dieses erste Zitat zeigt schon wie der Autor die Prioritäten setzt: Bonnke ist primär Erfahrungstheologe.

Es geht ihm keineswegs um eine systematisch-theologische oder gar biblisch-exegetische Auseinandersetzung mit dem Thema.

Bibelstellen verwendet er meist nur um eigene pneumatische Erfahrungen zu untermauern. Dazu hüpft er auch ziemlich wahllos zwischen dem AT und NT hin und her und ignoriert gelegentlich auch den Kontext. In extremer Form bei 1. Kor. 12,30.

Dankenswert ehrlich ist aber Bonnkes Darstellung der Anfänge der Pfingstbewegung. Nicht biblisch-theologische Erkenntnisse standen an deren Beginn, sondern eine religiöse Erfahrung.

Theologische Erklärungen wurden dann freilich im Laufe von 100 Jahren nachgeschoben. Aber am Anfang steht die religiöse Erfahrung.

reibon

[R. Bonnke, Seite 20]

///Eine grundlegende biblische Tatsache ist, dass Gott sich mehr im Wirken als in Worten zeigt. Der Heilige Geist ist der Wirkende. ///[Ende]

Bonnkes eigener Zugang zum Heiligen Geist passt also perfekt zu dem der Pfingstbewegung.

Das Proprium beider ist eine Erfahrungstheologie die man als exegetischen Schlüssel zur Bibel betrachtet und damit de facto über die Bibel stellt.

B. Eine fiktive apostolische Zeit

[R. Bonnke, Seite 29]

///Nichts ist natürlicher als das Übernatürliche. Nicht die Wunder überraschen; das Ausbleiben der Wunder würde überraschen. Der Geist brachte die Welt mit all ihren Wundern hervor. Er schuf sie und kann sie neu schaffen, er kann heilen und retten, Zeichen und Wunder tun. Anders kann es nicht sein.

[R. Bonnke, Seite 10]

Es sah verdächtig danach aus, als erwarte man, dass das Christentum der Zeichen und Wunder des Heiligen Geistes, der grundlegende und ursprüngliche Glaube des Neuen Testamentes, niemals wiederkehren würde.

[R. Bonnke, Seite 113 ]

Im Neuen Testament ist der Heilige Geist immer mit übernatürlichen Manifestationen verbunden. Wenn eine solche fassbare Beglaubigung ausblieb, sah man es als Hinweis an, dass Menschen den Heiligen Geist nicht empfangen hatten ///[Ende]

In diesen Zitaten finden wir Bonnkes Vorstellung darüber wie die Kirche in der apostolischen Zeit ausgesehen hat.

Für ihn war es ein “Christentum der Zeichen und Wunder“.

So als wären wunderhafte Zeichen alltäglich gewesen. Das Wunderhafte gilt als das Normale.

Bonnke ist nicht allein mit dieser Vorstellung. Auch der charismatische Theologe Jack Deere vertritt eine ähnliche Position.

Viele (auch evangelikale) Christen wünschen sich für heute die angebliche Kraft der frühen, apostolischen Kirche.

Man ist enttäuscht von der Kraftlosigkeit heutiger Gemeinden und meint alles wäre besser wenn nur die kraftvollen Zeichen & Wunder der apostolischen Zeit wieder hier wären.

Entspricht diese Vorstellung einer “wundertätigen Power-Kirche des ersten Jahrhunderts“ wirklich dem was wir im NT lesen?

Nun dazu muss man zunächst mal Fragen welche der neutestamentlichen Gemeinden man denn gerne nachahmen würde?

Sicherlich nicht die Kirche in Korinth, denn die war – wie wir aus den Briefen wissen- in einem schlimmeren Zustand als viele Gemeinden heute.

Die in Philippi und Thessalonich waren sicher besser, aber wir haben keine biblischen Grund anzunehmen, dass dort mehr wunderhafte Zeichen geschehen sind als in unseren Gemeinden heute.

Die einzige biblische Gemeinde überhaupt von der wir wissen, dass dort mehr Übernatürliches geschehen ist war die in Jerusalem.

Aber dort war es auch keine wundertätige Gemeinde, sondern wundertätige Apostel die Zeichen wirkten.

Die Kraft der Zeichen und Wunder in der neutestamentlichen Zeit wurde eben durch die Apostel gewirkt und nicht durch die ganze Kirche.

Neben den Aposteln wissen wir nur von Stepahnus und Philippus die so gewirkt haben.

Wenn wir also dem Beispiel der Gemeinden des ersten Jahrhunderts folgen wollen dann sollten wir doch eher den Gemeinden folgen und nicht den Augenzeugen und Aposteln des Herrn.

Diese ersten Gemeinden waren aber gar nicht so verschieden von heutigen, evangelikalen oder reformatorischen Bibel-Gemeinden.

Sie hatten die gleichen Probleme wie wir heute, einschließlich Ehebruch, Diebstahl, fehlende Liebe, Spaltungen etc. Einige wie z.B. in Galatien hatten gravierende Irrlehren und Irrlehrer in ihren Reihen.

Wie schon gesagt war die Gemeinde der Korinther wohl eine der Kirchen welche die schlimmsten Probleme zu bewältigen hatte.

Es sind auch die Sendschreiben der Offenbarung des Johannes (Offenb. 2-3) die uns zudem eine realistisches Bild der Gemeinden im ersten Jahrhundert der Kirchengeschichte geben.

Nur eine von diesen Gemeinden kann man als geistlich vorbildlich bezeichnen (Philadelphia), die sechs anderen hatten gravierende geistliche Probleme.

Keine von diesen Gemeinden wird besonders gelobt für Kraftwirkungen oder Zeichen & Wunder.

Es wird auch keine getadelt dafür, dass derartiges fehlen würde. Es ist schlicht kein Thema, kein Maßstab für Jesus an dem er diese ersten Gemeinden messen würde.

Was finden wir noch an Hinweisen zum normalen Gemeindeleben in der Zeit des NT ?

Nun Jakobus 5, 14-16 zeigt wie der ganz normale Umgang einer Gemeinde mit Kranken ist. Da wird kein Heilungsgottesdienst veranstaltet oder nach dem nächsten Heiler gerufen, sondern die Ältesten sollen kommen und beten für den Kranken.

Keine Spur von Wundertätern in der Gemeinde. Nichts Spektakuläres oder außergewöhnliches zu sehen. Heilung kann geschehen, wenn Gott es schenkt oder auch nicht, wenn das sein Wille ist.

Das Übernatürlich ist keineswegs das Normale im Neuen Testament.

Fazit: Die Gemeinden damals waren nicht viel anders als heute. Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel (die wir heute nicht mehr haben), nicht durch die gesamte Kirche.

Die Vorstellung eines “Christentum der Zeichen und Wunder des ersten Jahrhunderts” ist eine Fiktion die es so nie gegeben hat.

Aus dem Neuen Testament lässt sich Bonnkes Sichtweise nicht begründen und er irrt darin wenn er diese Fiktion zum “grundlegende und ursprüngliche Glaube des Neuen Testamentes” und damit zum Maßstab für heute erklärt.

C. Die verlorene Fiktion: Bonnke und die Kirchengeschichte

[Bonnke, Seite 101ff. ]

///Die herrliche Wahrheit von der Gegenwart des Heiligen Geistes gehört zu den größten Freuden im Christenleben. Es ist nur schwer verständlich, warum die frühe Kirche anscheinend innerhalb einer Generation das verloren hat, was wir als biblisch-charismatische Lehre und Erfahrung verstehen, die doch so eindeutig im Wort Gottes verankert sind.

(…)

Es gab zwar jene kurze Zwischenphase, in der die Nachfolger des Montanus für ihre leidenschaftliche im Geist bekannt wurden. Doch man stempelte sie als Häretiker ab und vernichtete sie um 220 n.Chr. als Sekte. Fast zwei Jahrtausende vergingen, bis man erkannte, dass die Wahrheit von Pfingsten jedem Gläubigen gilt. /// [Ende)

Bonnke wundert sich selber darüber, dass sich in der Kirchengeschichte so wenig Spuren von seiner Vorstellung über “biblisch-charismatische Lehre und Erfahrung” finden.

Sich auf den Irrlehrer Montanus zu berufen ist heikel, denn immerhin beanspruchte er der Tröster zu sein den Jesus vorhergesagt hatte und stand damit in Konkurrenz zum Heiligen Geist.

Aber Bonnke ficht das nicht an. Wie fragwürdig auch immer: Hauptsache man hat überhaupt einen Kronzeugen in der Kirchengeschichte.

Theoretisch könnte Bonnke auch die Mormonen aufführen, denn auch dort wurden Zungenrede sowie Zeichen und Wunder behauptet.

[Mormon 9,6–9]

Buch Mormon

///Und weiter rede ich zu euch, die ihr die Offenbarungen Gottes leugnet und sagt, sie hätten auf gehört und es gebe keine Offenbarungen mehr, keine Prophezeiungen, Gaben oder Heilungen oder Zungenreden oder Auslegung der Zungen. Sehet, ich sage euch:

Wer diese Dinge leugnet, kennt das Evangelium Christi nicht; ja, er hat die Schrift nicht gelesen oder er versteht sie nicht. Denn lesen wir nicht, dass Gott der selbe ist, gestern, heute und immerdar, und dass in ihm kein Wandel und kein Schatten der Vergänglichkeit ist. ///[Ende]

Aber das war dann wohl selbst Bonnke zu häretisch. Blieben noch Irvingianer oder auch Radikalpietisten, aber die sind auch nicht viel besser.

In der normalen, ökmumenischen Kirchengeschichte, außerhalb von häretischen Sekten oder obskuren Sondergruppen, gibt es jedenfalls bitter wenig für ihn zu ernten.

In seiner dritten Fußnote bemängelt er dazu auch recht ausführlich, dass der Heilige Geist nur eine Randthema in den altkirchlichen Bekenntnissen darstellt.

Und in der Theologie sah es auch nicht besser aus.

Sollte der Heilige Geist nur unter Häreten gewirkt haben?

Wo sind sie also hin, die Wunder und Zeichen der apostolischen Zeit?

Wie konnte es geschehen, dass alles so schnell vorbei war?

Wir erinnern uns an Bonnkes Worte:

[R. Bonnke, Seite 29]

///Nichts ist natürlicher als das Übernatürliche. Nicht die Wunder überraschen; das Ausbleiben der Wunder würde überraschen. Der Geist brachte die Welt mit all ihren Wundern hervor. Er schuf sie und kann sie neu schaffen, er kann heilen und retten, Zeichen und Wunder tun. Anders kann es nicht sein. ///[Ende]

Die Kirchengeschichte zeigt aber, dass es eben doch anders sein kann. Das es sogar normal ist, wenn es anders ist.

Wie in der apostolischen Zeit ist auch in der Kirchengeschichte das Übernatürliche nicht das Normale.

Für Bonnke ist das ein Mysterium.

Er hat keine wirklich Antwort, weil er von seiner fiktiven apostolischen Zeit als Maßstab ausgeht.

Auch zu seiner Sichtweise über den Heiligen Geist passt eine solche, zwei Jahrtausende lange, Ruhephase überhaupt nicht.

Fazit: Die Kirchengeschichte bestätigt schon sehr früh, dass die Wunder und Zeichen durch die Apostel geschehen waren, nicht durch die gesamte apostolische Kirche. Nach dem Verschwinden der Apostel, verschwinden auch ihre Zeichen und Wunder recht schnell.

Wunder wirkt Gott immer noch, aber direkt, und sie sind (wie schon zur apostolischen Zeit) nicht die Normalität, sondern außergewöhnlich.

D. Das zweite Pfingsten: Die Fiktion als Realität

[Bonnke, Seite 10]

///Mit dem Heiligen Geist in Aktion könnte der neutestamentliche Glaube noch einmal zu einer ganz alltäglichen Erfahrung werden.

Aber gab es überhaupt jemanden, der sich noch das Christentum des ersten Jahrhundersts , die 120 Jünger an Pfingsten vorstellen konnte?

Nun, hundert Millionen Menschen rund um die Welt sprechen heute von ihren eigenen Erfahrungen als einer Wiederholung der Apostelzeit. Die weltweiten Auswirkungen des Heiligen Geistes gingen früher vielleicht weit über die menschliche Vorstellung hinaus aber sie sind offensichtlich real und nicht zu ignorieren.

[Bonnke, Seite 61f. ]

Dieses Buch behandelt ein neues Phänomen in der Geschichte des Christentums, die pfingstlich-charismatische und Erneuerungsbewegung sowie die „Wiederentdeckung des Heiligen Geistes“.

Millionen Gläubige haben nun ein neues Verständnis der biblischen Verheißung. Diese weltweite Erweckung begann am ersten Tag des 20. Jahrhunderts in einem entlegenen Winkel der Erde (wie einst die Obersaalversammlung am ersten Pfingsttag).

[Bonnke, Seite 115 f. ]

Dieses Buch erinnert daran, wie sich die Menschheit zur Zeit der Weltkriege und um die Mitte des 20. Jahrhunderts in einer Art völliger geistlicher Stagnation zu befinden schien..

Dann kam das, was man heute die „charismatische Erneuerung“ nennt. Sie berührte alle kirchlichen Bereiche und hatte besonders unter katholischen Leitern Einfluss. Zuerst war sie „eine Wolke, so klein wie die Hand eines Mannes“ (1. Könige 18,44) und kündigte Regen an. Dann begann der versprochenen „Spätregen“ in Strömen zu fallen, um es in Joels Worten auszudrücken. (Joel 2,23)/// [Ende]

Nun lässt sich besser verstehen warum Bonnke und sein Team von so vielen Wundern berichten. Es erklärt sich aus ihrem Anspruch mit den pfingstkirchlichen Anfängen von 1900 ein “zweites Pfingsten“, eine „Wiederholung der Apostelzeit“ zu erleben.

Man behauptet einen „Spätregen“ (Latter Rain) auf den sich auch T. Bentley berufen hat; für den es aber nach dem ersten Pfingstfest keine exegetische Grundlage in der Bibel gibt.

Nun soll aber alles besser sein und werden, als nach dem schnell verlorenen ersten Pfingsten und der fast 2000-jährigen, an Heiligen Geist so bitter defizitären, Kirchengeschichte.

Bonnke braucht also die Wunder als Beweis der eigenen Sichtweise und Legitimation.

Wunder müssen belegen was weder durch das Neue Testament noch durch die Kirchengeschichte belegbar ist.

Und für einen Erfahrungstheologen wie Bonnke bieten sich erfahrbare Wunder natürlich an.

Nach seiner Sicht muss es sie ja zwingend geben. Die Fiktion soll Realität werden bzw. man erklärt sie zur Realität.

Ja, mehr noch: Man will die (weitgehend fiktive) apostolische Zeit der Zeichen und Wunder sogar übertreffen.

(Bonnke, Seite 23)

///Die Apostelgeschichte beschreibt nicht den Höhepunkt der Geisteskraft, sondern nur das, was die ersten Jünger durch den Geist taten, und dies wird keineswegs als das mögliche Maximum hingestellt.

Es gibt kein Maximum. Die ersten Christen sind keine unerreichbaren Vorbilder. Ihre Geschichte fasst nur erstmals die Möglichkeiten eines Dienstes im Heiligen Geist zusammen. Das Feld ist nun uns überlassen. ///(Ende)

So erklärt sich, dass es in der pfingstlerisch-charismatische Szene eine Dynamik zur Steigerung des Wunderhaften gibt.

Bonnke wirbt offensiv mit der Auferstehung eines Toten. Benny Hinn übertrifft ihn noch (so weit ich das sehe) an behaupteten, spektakulären Wundern.

Und in Lakeland trieb T. Bentley diese Dynamik zu einem absurd– bizarren Höhepunkt der selbst vielen Charismatikern zu weit ging.

Ihnen allen gemeinsam ist, dass nicht mal im Ansatz ähnliche Wunder, wie die der Apostel von denen das Neue Testament berichtet, empirisch nachweisbar sind.

Konnten die Kritiker Jesu und der Apostel die Wunder nicht leugnen, sondern schrieben sie dem Teufel zu, so gibt es für die Wunder von Bonnke, Hinn, Bentley und Co. eben keine eindeutigen Nachweise.

Die behauptete „Wiederholung der Apostelgeschichte“ scheitert so schon empirisch an nicht nachweisbaren Wundern.

Biblisch-theologisch ist Bonnkes Sichtweise eh nicht haltbar, sondern von je her ein Irrtum der auf einer Fiktion und viel emotionaler Erfahrungstheologie basiert und das schon seit 1900.

Und so schließt sich der Kreis:

[R. Bonnke, Der Heilige Geist, S. 9f. ]

Vor 100 Jahren brach ein neues Zeitalter des Heiligen Geistes an. (…)

Sie hatten nur ihre Erfahrung, und für Kirchenleute hieß keine Theologie auch keine Empfehlung, keine Glaubwürdigkeit. ///[Ende]

Aus meiner Sicht ist dieser Ansatz bis heute kein Stück glaubwürdiger geworden.

sdg
Marc



avatarklein

Eingestellt von Siegfried Schad © Marc Dannlowski alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.

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12 Kommentare

  1. Ich denke nicht, dass Bonnke eine “problematische Theologie” vertritt. Was er vertritt ist schlicht und einfach als grobe Irrlehre zu bezeichnen. Auch wenn er dabei mal was Richtiges sagt, ist dies kein Beweis, dass er auf dem richtigen Boden steht. Wie viele Menschen er wohl mit seinen falschen Lehren verführt hat? Wenn Bonnke die Hölle plündern zu wollen vorgab, oder sich als Mähdrescher Gottes bezeichnete, muss nicht viel mehr dazu gesagt werden.

    Dazu ein Bericht: Seelen-Ernte in Nigeria: Der deutsche Prediger Reinhard Bonnke will „Afrika mit dem Blut Jesu waschen“. Seine Brandreden und angeblichen Wunderheilungen bekehren Millionen – auch viele Muslime. ….

    (http://www.focus.de/panorama/reportage/reportage-der-maehdrescher-gottes_aid_205306.html)

  2. Aus meiner Sicht von heute, gibt es wahrscheinlich keinen Diener Gottes, der 100%ige Erkenntnis hat! Aber es bleiben Männer und Frauen Gottes, wenn sie denn tatsächlich Diener des Höchsten sind. Aus meiner Erkenntnis von heute, was mir auch der heilige Geist in diesem Moment bezeugt, ist Reinhard Bonnie ein Diener des Höchsten, der eine spezielle Salbung und Auftrag hat. Ich halte es für sehr gefährlich Gesalbte Diener des Höchsten zu kritisieren. Man erinnere sich an die Situation David und Saul. David hätte die Möglichkeit gehabt Saul zu töten, was aber nicht getan hat mit der Begründung: Sollte ich die Hand anlegen an einen Gesalbten Gottes?

    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar, denn dieser belegt auch wieder, wie in Euren pfingst-charismatischen Kreisen mit dem Wort Salbung umgegangen wird: Saul hatte eine Salbung zum König Israels erhalten … woran aber die Salbung des Herrn Bonnke erkennbar sein soll, dies bleibt hier offen. Prophezeit ein Diener des Höchsten etwa falsch? Ich sehe auch hierfür kein Vorbild, daß die von Gott berufenen Propheten des AT sich je getäuscht hatten … aber Herr Bonnke schon viele male … siehe Folgebeitrag!

  3. ich habe viele wunderbare Dinge mit dem Herrn Jesus erlebt, aber nur ein einziges
    Wunder, das naturwissenschaftlich nicht erklärbar ist. Reinhard Bonnke stellt es so dar,
    als seien Wunder das Normalste der Welt. Wirkungen des Hl. Geistes sind nicht immer
    Wunder im naturwissenschaftlichen Sinn. Schon eine Bekehrung ist doch eine Art Wunder.
    Kürzlich erlebte ich, wie ein 6-jähriges muslimisches Mädchen in arabischer Sprache betete :
    “Herr Jesus, ich danke Dir, dass Du für mich gestorben bist. Vergib mir alles, was ich
    Böses getan habe. Komm in mein Herz und geh’ da nie wieder raus. Amen.
    Das Evangelium, dass wir (arabisch) verkündigt hatten, hatte sich beeindruckt und überzeugt. Wir luden die Familie zu einem Bibelkreis ein, und jeder durfte beten.
    Jeder durfte, niemand musste. Da sprach plötzlich die Mutter (Muslimin mit Kopftuch)
    ein Gebet, und zwar den gleichen Text wie Tage zuvor ihre Tochter. Jetzt beten wir
    für den Vater. Die Familie kommt jetzt jede Woche zum arabischen Bibelkreis. Das ist
    eine wunderbare Geschichte, gewirkt durch den Heiligen Geist.

    Mit Reinhard Bonnke hatte ich vor ca. 25 Jahren ein besonderes Erlebnis. Er hielt in
    Ludwigsburg einen Vortrag und lud dann die Menschen ein, nach vorne zu kommen.
    Etwa 10-12 Personen kamen nach vorne. Dann begann er, einem nach dem anderen seine Hand auf ihre Stirn zu legen, dann fielen sie hintenüber und wurden von bereit-
    stehenden Helfern aufgefangen. Das Fallen hatte also Methode. Da ich dies für
    satanisch halte (der Hl.Geist bewirkt ein Fallen nach vorne !), betete ich intensiv darum, dass Satan keine Macht haben sollte, und nach 5 oder 6 Personen ging gar nichts mehr,
    niemand fiel um, denen Bonnke seine Hand auf die Stirn legte. Bonnke wurde schier
    verrückt und rief : “Hier muss hier eine Macht im Raum sein, die gegen mich ist !” Die
    ganze Veranstaltung wurde abgekürzt und kurzfristig beendet.

    Obwohl vieles richtig sein mag, was Bonnke sagt (wenn er viel Falsches sagen würde,
    wäre er sowieso weg vom Fenster) , müssen wir sehr vorsichtig und kritisch sein in
    unserer Beurteilung.

      1. Herr Schad,
        Fan von RB bin ich sicherlich nicht aber wie sie den heiligen Geist klein reden wollen geht wirklich nicht.

        Wir geben niemand irgendeinen Anstoß, damit der Dienst nicht verlästert wird; sondern in allem empfehlen wir uns als Diener Gottes: in viel standhaftem Ausharren , in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Unruhen, in Mühen, im Wachen, im Fasten; in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungeheuchelter Liebe; im Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch die Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und Linken; unter Ehre und Schande, bei böser und guter Nachrede; als »Verführer« und doch wahrhaftig, als Unbekannte und doch wohlbekannt, als Sterbende — und siehe, wir leben; als Gezüchtigte, und doch nicht getötet; als Betrübte, aber immer fröhlich, als Arme, die doch viele reich machen; als solche, die nichts haben und doch alles besitzen. Unser Mund hat sich euch gegenüber geöffnet, ihr Korinther; unser Herz ist weit geworden! Ihr habt nicht engen Raum in uns; aber eng ist es in euren Herzen! Vergeltet uns nun Gleiches — ich rede zu euch als zu [meinen] Kindern — und lasst es auch in euch weit werden!
        2. Korinther 6:3‭-‬13 SCH2000
        http://bible.com/157/2co.6.3-13.SCH2000

        Mit freundlichen Grüßen
        Malte Gunnesson

        1. Ist Bonnke mit dem Heiligen Geist gleichzusetzen? Rede ich Bonnke klein? Nein, seine Handlungen zeugen gegen ihn … eine verquere Logik, die Sie hier offenbaren, auch wenn ich dem Versen voll und ganz zustimmen kann, aber wie so häufig (und das sage ich als ehemaliger Charismatiker) ist der Kontext bei solchen Ausführungen nicht gewahrt. Der Apostel spricht in diesem Kontext nicht, über den Umgang mit Leuten, die einen falschen Christus lehren, die falsch prophezeien und die sich zudem noch bereichern … für diese falschen Lehrer hat der Apostel andere und viel schärfere Worte, wie wir wissen.

        2. Wenn die Wesen am Anfang des Buches Hesekiel schon vom Geist geleitet waren und die Räder ihnen folgten wohin sie der Geist trieb sollen wir uns nicht auch durch unseren Tröster und Helfer leiten lassen?

          Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist; bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. Und erbarmt euch über die einen, wobei ihr unterscheiden sollt ; andere aber rettet mit Furcht, indem ihr sie aus dem Feuer reißt, wobei ihr auch das vom Fleisch befleckte Gewand hassen sollt. Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.
          Judas 1:20‭-‬25 SCH2000
          http://bible.com/157/jud.1.20-25.SCH2000

          Ich bin kein Charismatiker und kein bitterer geschlossener Bruder. Einfach Christ.

          Zeichen und Wunder sind nicht allein der Maßstab eines echten Nachfolgers, denn es gibt auch lügenhafte Zeichen und Wunder in den letzten Tagen. Und Jesus warnt sogar diese Generation die ein Zeichen verlangt dass sie eine böse sei und ihr kein Zeichen gegeben werde, außer das Zeichen des Jona. Wobei da Jesus zu den Pharisäern spricht die von ihm wohl das messianische Zeichen fordern was er doch gegeben hat. So sehe ich aber auch eine heutige Generation die Zeichen fordert als böse an. Jesus sagt ja auch zu Thomas selig ist der der glaubt und nicht sieht, du glaubst weil du mich gesehen hast. Das größte Wunder meines Erachtens ist wenn jemand voll und ganz an die Bibel glaubt und sich allein vom Wort Gottes korrigieren lässt (als erster Instanz) im Heiligen Geist und ich rede hier nicht von irgend einer charismatischen Wunder Erfahrung sondern von dem was Gott sagt über seine Kinder, dass sie seinen Geist haben und in ihm wandeln. Wer seinen Geist nicht hat ist nicht sein ich mag das nicht wie sie das Wirken des Heiligen Geistes schmälern, ich kann verstehen dass Ihnen diese Zeichnung Wunder Bewegung auf den Geist geht.
          Mit freundlichen Grüßen
          Malte Gunnesson

          1. Ich stehe hier nicht und verteidige Reinhard Bonnke das werden wir am Gerichtstag sehen. Ich wollte nur darauf hinaus wie sie doch sagen dass das Wirken des Geistes nicht so im Vordergrund stand und ich bin da anderer Meinung, Es gehört für mich dazu zum Glaubensleben und gerade um den Kontext zu wahren poste ich ihn nicht nur einen Satz an Bibelstelle sondern zum Teil fast ein ganzes Kapitel Kapitel, nicht immer nach der Nummern Zählung sondern nach der Überschriften Einteilung.

          2. JA, um den Heiligen Geist geht es mir auch, den Bonnke (und da möchte ich keine zu starken Aussagen machen) zumindestens betrübt!

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