Wie nehme ich Jesus Christus an? (Dirk Noll) Nachbemerkung (Siegfried Schad)

(Quelle: Dirk Noll www.der-ruf.info)


Wie nehme ich Jesus Christus an?

Darüber wird in christlichen Kreisen mitunter sehr heftig diskutiert und gestritten. Deshalb hier ein paar Grundsätze als Leitlinie, damit man bei dieser Frage nicht irre wird oder sich vom Wort Gottes entfernt.

1. Man verwende die Begriffe, welche die Bibel verwendet, wenn es darum geht, dass ein Mensch Jesus annimmt, um gerettet zu werden.

Man nimmt Jesus an durch “Glauben”, “Buße” und “Bekehrung”. Weiter verwendet die Bibel in diesem Zusammenhang die Begriffe “Wiedergeburt” und “Errettung aus Gnade” und “wirksame Berufung”.

2. Unbiblische Begriffe. Anstatt, dass Christen bei dieser wichtigen Frage, wie man Jesus annimmt, AUSSLIEßLICH biblische Begriffe verwenden, werden häufig Begriffe aus der Philsophie verwendet, vor allem:

“Entscheidung” und “Freier Wille”.

Diese begriffe kommen jedoch aus der Philosophie und der Spekulation der Philsophen, inwieweit alle Dinge vorherbestimmt sind und in wie fern der Mensch frei entscheiden kann.

Die “Entscheidung” hat ihren Ursprung in der griech. Mythologie (Herakles am Scheideweg)

https://de.wikipedia.org/wiki/Herakles_am_Scheideweg

Der “Freie Wille” hat seinen Ursprung in der griech. Philosophie, vor allem Arisoteles ist hier entscheidend.

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Freien_Willens

3. Prüfen anhand der Bibel.

Man nehme zunächst eine Konkordanz und prüfe, ob man die Begriffe “Entscheidung” und “Freier Wille” in der Bibel findet. Man findet sie nicht, da es keine biblischen Begriffe sind, sondern heidnisch philosophische (Begriffe).

Hinter den heidnischen Begriffen von “Entscheidung” und “Freier Wille” stehen letztendlich philosphische SPEKULATIONEN über Vorherbestimmung und Freiheit des Menschen. Lässt man sich erst einmal darauf ist, dann sitzt man schon in der Falle und fängt selbst an, auf biblische Fragen spekulative Antworten zu geben:

Hat der Mensch einen freien Willen? Dann muss er sich doch für oder gegen Jesus entscheiden können? Wenn nicht, dann wäre der Mensch ja eine Marionette. Wenn der Mensch keinen freien Willen hat, dann müsste Gott ja Menschen zur Verdammnis bestimmt haben. Der Mensch muss einen freien Willen haben, sonst bräuchten wir ja nicht des Evangelium verkünden usw., usw., usw.

Alle diese Gedanken werden von der Bibel so nicht gedacht. Wer solche Gedanken hegt und wegen einer Antwort darauf spekuliert, der ist schon im Netz philosophischer Spekulationen gefangen.

Weil der Geist der Philosophen ein Geist ist, der gegen Gott gerichtet ist, fängt er dann auch sehr schnell an, mit anderen Christen über solche Fragen zu streiten.

Um aus diesem Netz der Philosophie wieder herauszukommen hilft dann nur eines: Nur noch die biblischen Begriffe verwenden und exakt nachzusprechen, was die Bibel darüber sagt, wie man Jesus Christus annimmt.


Dirk Noll © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.


Nachbemerkung (Siegfried Schad)

Der Theologe Dirk Noll spricht an, was der Laie Siegfried Schad nur um Weniges ergänzen kann: Es ist ein (arminianisches) Mißverständnis, wenn behauptet wird, daß ein Mensch alleine durch seine persönliche Erkenntnis ohne das Zutun Gottes errettet werden könnte … der Mensch kann sich nicht zu seinem Heil entscheiden ohne die barmherzige Gnade Gottes der sagt:

2Mo 33,19 Und [der Herr] sprach: Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.

Röm 9,15 Denn zu Mose spricht er: »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich«.

Dieses Erbarmen ist ein souveräner Akt Gottes … und kein Verdienst!

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