Neue Herausforderungen durch Sonderlehren (Dr. Martin Erdmann) / Kommentar (Siegfried Schad)

Neue Herausforderungen durch Sonderlehren (Dr. Martin Erdmann)

(Quelle: Dr. Martin Erdmann http://veraxinstitut.ch)

In dieser Adventszeit denken die Christen in allen Ländern besonders an die Geburt Jesu Christi, die vor mehr als 2000 Jahren in einem kleinen Dorf namens Bethlehem stattfand. Der Sohn Gottes wurde Mensch und erwirkte durch seinen Tod am Kreuz einige Jahrzehnte später das ewige Heil für all diejenigen, die vor Grundlegung der Welt von Gott auserwählt wurden und an ihn glauben. Das Evangelium ist die frohe Botschaft, wie sie uns der Apostel Paulus im Römerbrief vermittelt hat:

“Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen! Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens! So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes.” Röm. 3, 21-28

Diese gute Nachricht, dass der Mensch durch den Glauben gerecht wird, ohne Werke des Gesetzes, werde ich auch weiterhin kompromisslos verkündigen.

In unserer Zeit des Abfalls vom biblischen Christentum stehen wir jedoch immer wieder vor neuen Herausforderungen. Die Aufgabe des Verax Instituts wird auch weiterhin darin bestehen, neben biblischer Unterweisung die Wahrheit des christlichen Glaubens gegenüber dem Mystizismus und Humanismus zu verteidigen. Ich möchte die Freunde des Instituts darin unterstützen, klar unterscheiden zu können, was im Bereich des Evangelikalismus und darüber hinaus biblisch und unbiblisch ist. Unsere Glaubensgrundlage beruht unverbrüchlich auf dem irrtumslosen Wort Gottes. Das Erste Londoner Bekenntnis der englischen Baptisten von 1646 dient mir als Zusammenfassung der wichtigsten Lehren der Schrift.

Die organisatorische Konsolidierung des Evangelikalismus nimmt klarere Konturen an, die für jedermann sichtbar zutage treten. Da sich die Ergreifung gesellschaftlicher und politischer Macht der evangelikalen Elite nur über geistliche Verführung verwirklichen lässt, dringen in vielen Gemeinden Sonderlehren ein, wie zum Beispiel die soziale Trinitätslehre. Die Verbreitung von Büchern bekannter Pastoren und Theologen – John Piper und Tim Keller seien exemplarisch genannt – und die Durchführung von überregionalen Konferenzen, wie die des Netzwerkes Evangelium 21, stimmen konservative Christen auf den Sirenengesang eines anderen Evangeliums ein, ohne dass man dies sofort bemerkt. Im Laufe der kommenden Wochen werde ich mich intensiv mit der Theologie des Neocalvinismus auseinandersetzen. Meine Meinung darüber ist, dass die Gemeinde Jesu mit einer subtil agierenden, aber deshalb umso gefährlicheren Bewegung konfrontiert wird, deren Lehre entschieden abgelehnt werden sollte. Gesunde biblische Unterweisung wird mit Vorstellungen aus anderen Religionstraditionen vermischt. Mehr denn je ist es wichtig, wachsam zu sein, um nicht auf eine falsche Fährte geleitet zu werden, die nicht an das gewünschte Ziel führt.

In diesem Informationsbrief möchte ich Sie besonders auf den in der Dezemberausgabe des Verax Magazins enthaltenen Artikel hinweisen: „Systematische Verführung durch die evangelikale Machtelite“. Der Inhalt dieses Artikels ist auch in einer Kurzfassung zusammengefasst. Als weitere Ressource steht Ihnen ein Argumentationsblatt zur Verfügung.


Kommentar (Siegfried Schad)

Ich bin schon öfters gefragt worden, warum ich nicht diesen oder jenen Lehrer (Name…) auch verbreiten würde … und meine Antwort war stets, wenn das gleiche z.B. Lothar Gassmann oder Rudolf Ebertshäuser differenzierter und besser lehren, warum soll ich mich dann verzetteln mit Rednern oder Vorträgen, die keine besseren theologischen Qualitäten aufweisen? Die letztgenannten Brüder in Christus verbreite ich auch nicht mehr in dem Maß, wie ehedem, da ihre Seiten sehr bekannt sind oder ihre newsletter bei Vielen kursieren und meine Zeit begrenzter ist als in den Jahren 2012-2014 als ich DER RUF neu startete.

Anders ist das bei dem Theologen Dr. Martin Erdmann, der eine überaus positive Rezension von Dr. John MacArthur auf sein letztes Buch erhielt (siehe HIER), dessen Bekanntheit leider noch nicht den Grad erreicht hat, den seine Arbeiten verdienen würden. Liebe Geschwister, ich habe länger überlegt mit wem ich Erdmann vergleichen könnte und mir fiel immer nur ein Name ein, der das akademische und theologische Niveau beschreibt: Francis A. Schaeffer. Wer seine Bücher kennt, versteht wenn ich sage, daß ich keine höhere Auszeichnung für ein Werk geben kann, wenn ich Erdmann mit Schaeffer vergleiche.

Es ist manchmal etwas schwer gewesen Dr. Martin Erdmanns vielfältige Arbeiten auf mehreren Internetauftritten (zuletzt 4) in Englisch und Deutsch zu verfolgen. Für sehr vorteilhaft erachte ich, daß das VERAX-Institut jetzt nur noch einen Auftritt pflegt http://veraxinstitut.ch und sich besser fokussiert trotz einer sehr großen Themenvielfalt.

In der obigen Ankündigung und aus einer persönlichen e-mail von Dr. Martin Erdmann , interpretiere ich (da ich es bisher nicht gänzlich verstanden habe), daß Dr. Erdmann bedeutende apologetische Argumente ins Feld führen wird, dabei geht es um die Einflüsse des sogg. Neocalvinismus … vielleicht ähnlich wie in seiner Kampfansage gegen den Dominionismus bzw. die sogg. Transformationstheologie, die eine politische Dimension in sich trägt und daher vorwiegend auf meinem Blog http://out-of-the-blue.world behandelt wird, ist dieses Thema (vorläufig USA) auch bald hier angekommen und wird den ohnehin durch Sonderlehren verwirrten Evangelikalismus auch in den bisher noch konservativen bibeltreuen Bastionen erreichen.

Kurzum: Dr. Martin Erdmanns Arbeiten werden ab hier konsequent verbreitet.


avatarklein

Eingestellt von Siegfried Schad © Dr. Martin Erdmann alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.

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