Das Primat der Gebote Jesu steht ÜBER dem Recht zum Widerstand Art 20 Abs, 4 GG (Siegfried Schad)

Matt 26 51 Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert, schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. 52 Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Platz! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen!

Was hat diesen Blogger (Siegfried Schad) da schon wieder geritten, bei solch einer Überschrift? Das Spiel mit dem Feuer vieler Christen ist es, was mich wieder und wieder bewegt! Die Überschrift verschleiert nichts und bringt klar und deutlich zur Sprache, wo eine offensichtliche Verwirrung in den Köpfen vieler Christen herrscht … jedoch, ehe ich zu dem Kernthema vorstoße, beklage ich einmal mehr, was sich in Foren und sozialen Netzwerken abspielt: Unter hanebüchensten Argumenten, Bibelzitaten die völlig aus dem Kontext gerissen werden, rechtfertigen Christen ihren unheiligen Zorn über die politischen Verhältnisse. Ja, auch mir stößt manches sehr, sehr bitter auf … unseren gesellschaftlichen Zustand würde ich als gelungene Polarisierung auf dem Weg zur vollständigen Paralyse und Anarchie beschreiben. Verstörend ist es, wenn sich dieser Tage Menschen zu Jesus Christus bekehrt haben wollen, aber einem allen Ernstes versichern, daß die Partei NPD unterstützenswert wäre … ich schrieb schon öfters, im Bezug auf theologische Fragen über selbsternannte Lehrer (ohne eine Berufung zum Lehramt), jedoch gibt es auch mindestens ebenso viele Historiker, Politologen und andere Experten diverser Fakultäten unter Christen [Ironie Ende], die natürlich keine (Experten) sind.  

Anders und auch schwerwiegender verhält sich eine Sache, wenn ein Bruder in Christus ganz offensichtlich in einem biblischen Amt der Verkündigung steht, dieses ernsthaft und sehr gut ausübt, jedoch in einer bedeutsamen Sache ein falsches Resümmee zieht … ich möchte an dieser Stelle noch einmal klar betonen, daß ich selber keinen Auftrag zu einer Verkündigung habe, jedoch als Zeuge und Hörer zu jeder Zeit einen Bruder in der Liebe Christi um Einhalt bitten werde, wenn er sich auf einem falschen Weg befindet.

Erst vor kurzer Zeit, habe ich meine Einwände gegen den Vortrag des Buchautors und Verkündigers (u.a. auf den Endzeitkonferenzen) Bruder Thomas Zimmermann CHRIST UND POLITIK – EIN UMSTRITTENES THEMA (siehe Artikel) erhoben. Auch dem von mir hoch geschätzten Pastor Jakob Tscharntke möchte ich die Folgen seines ambivalenten Plädoyers  „Seid untertan der Obrigkeit“ und das „Recht auf Widerstand“ vorhalten und die Frage stellen, ob Luthers, Melanchtons und Thomas Münzers Beteiligungen in den Deutschen Bauernkriegen etwa eine Vorbildrolle spielen dürfen, denn nichts anderes ist, auch wenn demokratisch legitimiert, die Ausübung des Rechts zum Widerstand Art 20 Abs, 4 GG – es ist ein Volksaufstand!

Deutsche Bauernkriege 1525

In der Tat hat der renommierte Staatsrechtler Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider vor 2 Jahren schon, diese legale Option ins Spiel gebracht … jedoch, kann selbst wenn es ein durch das Grundgesetz legitimierter Aufstand wäre, dies ein Gebot über dem Gebot Christi zur Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit sein?  Steht die Bewahrung der Demokratie,  für einen Christen etwa über den ewig gültigen Geboten unseres Gottes?

Ist das Primat die Verteidigung der Demokratie, oder ist es die Einhaltung und Verteidigung der Gebote Christi für einen Christen? Diese Frage ist keineswegs zugespitzt, sondern entscheidend darüber ob wir als Christen Friedensstifter sind, oder den unheilvollen Weg Thomas Münzers gewählt haben.


avatarklein

Siegfried Schad © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.

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AUFRUF-verlasst


8 Kommentare

  1. Lieber Herr Schad,

    danke für Ihre Antwort! Sowohl der Gesetzestext als auch die wikipedia-Erläuterung reden nicht von Gewalt. Art 20 Abs 4 GG lässt allerdings Interpretationsspielraum, wie es auch Prof. Schachtschneider formuliert. Allerdings redet selbst er nicht von Gewalt (oder habe ich möglicherweise das falsche Video geschaut?), und ob das Widerstandsgesetz Gewalt legitimiert, ist fraglich. Noch weniger redet Pastor Tscharntke von Gewalt, auf dessen Seite ich mir die Diskussion nun einmal angeschaut habe – und ehrlich gesagt etwas erschrocken war über die Heftigkeit. Daher Eines vorweg: Ich habe aus Ihrem Blog schon des Öfteren wertvolle Info – insbesondere über Dominionismus (gerade erst das Buch bestellt)- entnommen, wofür ich sehr dankbar bin, und das Allerletzte, was ich möchte, ist ein (zermürbender) Streit oder gar Verletzungen unter den letzten noch (halbwegs) “wachen” Christen! (Falls mein Kommentar sich “angriffig” angefühlt haben sollte).
    Ich kann Ihren Standpunkt nur zu gut nachvollziehen, nicht zuerst/nur politisch zu handeln, sondern primär in den Gemeinden – wo es derzeit lichterloh brennt. Tatsächlich habe ich genau das Gleiche einst Pastor Tscharntke geschrieben. Ich hatte nämlich das “Vorrecht”, in einen “Präzedenzfall” verwickelt zu sein, der letzlich (mindestens ein Haupt-)Auslöser für die Entwicklung der letzten Jahre war – so seltsam sich das auch anhört (…). Hauptakteur war/ist eine -politisch aktive, regierungsnahe- freikirchliche Gemeinde mit weitreichenden Kontakten und (extrem negativen) Einfluss auch in christlichen Kreisen, die tief verstrickt ist in Dinge wie z.B. sexuellen Kindesmissbrauch, Nutzniessen u.a. migrantischer Gewalt, Auslieferung unliebsamer Geschwister/Kinder, u.v.a.m. – UND eben auch in Dominionismus mit seinen “missionalen” Irrlehren. Ich weiss daher, wo der “Schlüssel” zu heute liegt. Es hätte (damals) dringend der Gemeindezucht – bzw. (mindestens) einer klaren Distanzierung/Abkehr anderer Gemeinden/Christen gegenüber dieser -bis heute noch vollkommen reuelos satanisch agierenden- “Gemeinde” bedurft, innerhalb deren Bundes Solches jedoch bis hin zum Präses verweigert wurde. Heute ist das Ganze (der “Sauerteig”) soweit fortgeschritten, dass das, was von Christen normalerweise primär geleistet werden müsste, sprich geistlicher Kampf (Gebet) und gemeindliche Reinigung, schon nicht (mehr) ausreicht, weil das Gift jenes eklatanten Unrechts (…) bereits tief in die Gesellschaft eingedrungen ist – wovon wiederum die aktuelle (zerstörerisch-totalitäre) Politik gespeist wird. Und nicht nur das: Vertreter dieses Gemeindebundes wirken auch selbst in Schlüsselpositionen mit – z.B. der BAMF-Chef (usw.). Köln jedoch ist ein schönes Beispiel dafür, dass (gemeinschaftlicher) Widerstand etwas ändert – und zugleich eine klare christliche Botschaft der Bruderliebe/Mitmenschlichkeit und Moral beinhaltet, nämlich dass Seele, Leib und Leben eines Menschen (für Gott) kostbar bzw. #Nicht egal sind.

    1. Lieber Bruder,NOCH EINMAL: Sie haben nicht verstanden was dort steht, oder denken Sie etwa daß eine Regierung sich mit BITTE. BITTE beseitigen läßt? Schachtschneider spricht doch klar und deutlich … machen wir uns da nichts vor! PastorTscharntke redet zwar nicht von GEWALT, aber er schließt sie auch im Sinne Christi nicht eindeutig aus und liebäugelt mit einer friedlichen Revolution, die nie friedlich sein KANN, weil die Machthaber sich nicht “einfach so” entfernen lassen … wie blauäugig möchten Sie denn sein? Auf Ihre weiteren Punkte gehe ich später ein.

    2. ich habe weiter gelesen, lieber Bruder, und das selbe was Sie umtreibt, das umtreibt auch mich, ohne jetzt dabei die Einzelheiten darüber auszuführen, ABER was bleibt uns mit unserem Gewissen vor unserem HERRN Christus? Es bleibt ein Kampf und so kämpfen wir einen guten Kampf und lassen uns nicht einfangen von einer überhitzten Welt … oder? Unsere Gerechtigkeit wird zuschanden, wenn wir uns an den Maßstäben der Gerechtigkeit dieser Welt stets orientieren …

  2. … diese Kontroverse bewegt mich auch schon länger.

    Und ich bin zu der Auffassung gelangt, dass wiedergeborene Christen kein Recht auf Widerstand haben, soweit davon nicht Apg 5,29 tangiert wird. Sieht man es geistlich, kann man nur zum Schluss kommen, dass Gott die Massen in Bewegung gesetzt hat – uns zum Gericht. Gott setzt Regierungen ein und setzt Regierungen ab – die Obrigkeit verordnet Gott und kein Widersacher, der lediglich Gottes Handlanger ist.

    Wer sitzt denn letztendlich ganz allein im Regimente?

    Wenn Gott uns den Feind ins Land setzt, haben Christen allein ihre legitimierte Waffenrüstung von Epheser 6, welche nicht gering zu achten sei.

    Auch ich persönlich würde mich, wenn ich menschlich/fleischlich reagieren würde, sehr stark einbringen im Größeren und Kleineren.

    Geistlich jedoch kann ich diesen Auftrag für Christenmenschen nicht aus der Schrift herleiten.
    Die Meinung eines Herrn Schachtschneider ist für Christen unmaßgeblich, wenngleich menschlich verständlich.

    Insofern kann ich Dir, lieber Siegfried, aus meiner Sicht nur Recht geben und Dir danken für Deine Aufklärungsarbeit, auch wenn Dir momentan der Wind entgegensteht.

    Liebe Grüße
    Ute

  3. Lieber Herr Schad,
    ehrlich gesagt finde ich vielmehr Ihre Haltung zum Thema hochgefährlich.
    Das Recht auf Widerstand gem. Art.20 Abs.4 GG bezeichnet die Verweigerung des Gehorsams gegenüber einer (faktisch) verfassungsbeseitigenden Obrigkeit. Dieses Recht hat nicht nur historisch bedingt seinen guten Grund.
    Und wo geht es hier denn um Gewalt, bzw. wo widerspricht dieses Recht denn dem Glauben? Das Gegenteil ist der Fall!
    Denn jeder Bürger, insbesondere die Staatsdiener, die Weisungen einer verfassungsbrechenden/gesetzesbruchfordernden Obrigkeit befolgen, machen sich damit nicht nur vor dem irdischen Gesetz und ihren Nächsten (Mitbürgern), sondern auch vor Gott schuldig! (Siehe dazu auch Apostel. 5,29)
    Es ist somit vielmehr CHRISTENPFLICHT – und zwar insbesondere vor dem Hintergrund deutscher Geschichte-, (jetzt noch verängstigten/eingeschüchterten) Betroffenen den Rücken zu stärken, gesetzesbrechende Befehle, sprich Unrecht eben nicht weiterhin auszuführen – und zwar bevor es für Alle zu spät ist.
    Widerstand gegen offenkundiges (Regierungs-)Unrecht ist das, was die Bibel von uns fordert – und zwar von vorne bis hinten in jedem einzelnen Buch. Ohne Wenn und Aber.

    1. Lieber Bruder, leider haben Sie nicht verstanden was dieser Paragraph aussagt! Gewaltsamer Aufstand wird hier im Gesetz legitimiert! In dem link den ich zu Pastor Tscharntkes Artikel gesetzt habe, können Sie die Ausführungen des renommierten Staatsrechtlers Schachtschneider selber anhören … GEFÄHRLICH IST ES ALLEINE, WENN CHRISTEN BEGINNEN SICH AUF SÄKULARES RECHT ZU BERUFEN GEWALT AUSZUÜBEN!

  4. ich bin ein Diener unseres HERRN JESUS CHRISTUS, und ich muss, dir Recht geben viele üben etwas aus wozu sie nicht berechtigt sind.

    Es wird auch, in sozialen Netzwerken und Foren sehr viel Bibelstellen werden genannt und Verse zitiert total aus dem Kontext, um ihre Meinungen über verschiedene Themen zu unterstreichen.

    Was ich persönlich, sehr traurig finde.

    Nun eines dürfen wir alle tun,

    Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
    Matthäus 28:19‭-‬20 DELUT

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