[FOLGE 1] TRANSFORMATION: MANIPULATION DURCH GRUPPENZWANG (DR. MARTIN ERDMANN)

(Quelle: Dr. Martin Erdmann http://veraxinstitut.ch)

Leiter in Gruppendynamik ausgebildet

Neue Evangelisationsmethoden, die sich auf die bedürfnis- und erfahrungsorientierte Theologie des Neoevangelikalismus stützen, machen sich die Erkenntnisse der Psychologie zunutze. Deswegen können sieäußerst effektiv das Denken und Handel moderner Menschen manipulieren. Angehende Leiter diese Bewegungen werden in den neuesten Methoden der Gruppendynamik ausgebildet. Soziologen und Psychologen haben sich der Erforschung der Kontrolle des menschlichen Verhaltens über das vergangene Jahrhundert hinweg gewidmet. Sie entwickelten wirkungsvolle Methoden, die Furcht vor Ablehnung, Ausgrenzung, Entfremdung, Spott und Hohn als Druckmittel auszunützen, um das gewünschte Verhalten erzwingen zu können. Sie führten aufschlussreiche Experimente durch, die ihnen aufzeigten, dass Menschen sich selbst widerwärtige Verhaltensformen aneigneten, nur um nervenaufreibenden Situationen aus dem Weg zu gehen. Sie entdeckten, dass diese bereit sind, ihren Glauben, ihre Wertvorstellungen und Aktivitäten zu kompromittierten, nur um von einer Gruppe akzeptiert zu werden. Bereitwillig beugten sie sich dem Gruppenzwang.

Wunsch nach Akzeptanz erleichtert Kontrolle

Die Wissenschaftler erkannten, dass die meisten Menschen eher bereit sind, sich mit anderen zu arrangieren und sich deren Meinung anpassen, als sich gegen den Gruppenkonsens zu stellen. Die Psyche des Menschen ist so beschaffen, dass sie lieber der Mehrheitsmeinung beipflichtet, als eine konträre Position einzunehmen. Die Angst vor gesellschaftlichem Ausstoß äußert sich in dem Bedürfnis, von anderen akzeptiert zu werden. Schnell ist man bereit, die eigene Meinung zurückzustellen, wenn sie nicht von der Mehrheit der Gruppe geteilt wird. Das Gefühl, so wie die anderen zu sein, steht ganz oben auf der emotionalen Prioritätenliste. Die Menschen unterstellen sich oft bereitwillig einer manipulierenden Macht, die von außen an sie herantritt, ohne dass sie sich ernsthaft dagegen zur Wehr setzen. Einzelne Teilnehmer in einer gruppendynamischen Sitzung können deshalb leicht unter die Kontrolle der Gruppenleiter geraten. Sie können so gezwungen werden, ihren Lebensstil von Grund auf zu verändern und sich den Maßstäben der Gruppe anzupassen.

Stabile Verhältnisse werden aufgelöst

Die Psychologen in der Werbungsindustrie integrierten diese Philosophie der Transformation in ihre Methoden der „sanften“ Verführungskünste. Sie lernten, dass Menschen sofort jeden Aspekt ihres Lebens umgestalten, wenn sie ständig wechselnden Lebenssituationen ausgesetzt sind. Die emotionalen Grundfesten der menschlichen Persönlichkeit lösen sich unter dem Bombardement von stets neuen Anforderungen auf. Diejenigen, die sich dieser manipulierenden Methode bedienen, sind nicht weniger Despoten als Politiker, die sich als Tyrannen aufspielen. Das Potential der Verführung ist noch um einiges höher, wenn es gelingt, die beabsichtigte Lebensveränderung bei anderen so darzustellen, dass sie begehrenswert erscheint. Manipulatoren – besonders wenn sie „im christlichen Talar“ auftreten – wissen, dass sie mit ihrem Tun Erfolg haben, wenn ihnen ihre Opfer sogar Dank zollen.

Manipulationsversuchen Parole bieten

Viele Christen sind seit Jahrzehnten den manipulierenden Methoden der Neoevangelikalen ausgesetzt und erfahren Ablehnung, Verspottung und Verachtung. Es ist an der Zeit, die sich dahinter verbergende Absicht zu erkennen und ihren Befürwortern mutig Parole zu bieten! Die Heilige Schrift gibt uns an vielen Stellen Zuspruch und Trost. Nur einige wenige Verse sollen im Folgenden exemplarisch zitiert werden.

Kraft und Trost in der Auseinandersetzung

Jes. 50,10: Wer ist unter euch, der den HERRN fürchtet, der der Stimme seines Knechts gehorcht, der im Finstern wandelt und dem kein Licht scheint? Der hoffe auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott!

Jes. 51,7: Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist! Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen!

Jes. 51,12-13: Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen gefürchtet hast, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, und hast des HERRN vergessen, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und hast dich ständig gefürchtet den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, als er sich vornahm, dich zu verderben? Wo ist nun der Grimm des Bedrängers?

Ps. 118,6-8: Der HERR ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun? Der HERR ist mit mir, mir zu helfen; und ich werde herabsehen auf meine Feinde. Es ist gut, auf den HERRN vertrauen und nicht sich verlassen auf Menschen.

2. Kor. 13,5: Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig.

2. Tim 1,7-8: Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes.

Judas 17-21: Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus, als sie euch sagten, dass zu der letzten Zeit Spötter sein werden, die nach ihren eigenen gottlosen Begierden leben. Diese sind es, die Spaltungen hervorrufen, niedrig Gesinnte, die den Geist nicht haben. Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben, und betet im heiligen Geist, und erhaltet euch in der Liebe Gottes, und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.

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