PROPAGANDA FÜR DEN INTERNATIONALISMUS (DR. MARTIN ERDMANN) [Update 2017 des Buches “DER GRIFF ZUR MACHT”]

(Quelle: Dr. Martin Erdmann http://veraxinstitut.ch)

Wie ist die Entwicklung des Neo-Evangelikalismus seit Veröffentlichung des Buchs Der Griff zur Macht im November 2011 weitergegangen und welche Veränderungen haben sich eingestellt? In eingehenden Recherchen bin ich diesen Fragen nachgegangen und versuche in der nahen Zukunft, die gewonnenen Erkenntnisse denen zu vermitteln, die ein Interesse am geistlichen Wohlergehen der Gemeinde Jesu haben. Vor der Beschäftigung mit neuen Themen ist es sinnvoll, noch einmal einige der wichtigen Inhalte des Buchs Der Griff zur Macht aufzugreifen. Deshalb werde ich in einer fortlaufenden Serie an Artikeln einzelne Buchauszüge veröffentlichen. Es ist dabei zu beachten, dass die Informationen auf dem Stand der Dinge gegen Ende des Jahres 2011 und davor Bezug nehmen. Manche Fakten haben sich mittlerweile etwas verändert. Beispielsweise heißen die UN-Millennium-Entwicklungsziele jetzt “Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. Angegebene Links sind gegebenenfalls nicht mehr aktuell.


Der Griff zur Macht: Dominionismus – der evangelikale Weg zu globalem Einfluss

Den Kirchen war es vorbehalten, an die Öffentlichkeit zu treten, um die Bevölkerung Amerikas, die damals internationalen Abenteuern skeptisch gegenüberstand, von den Vorzügen einer Weltregierung zu überzeugen. Man bediente sich geschickt des Ersten Weltkrieges, dessen katastrophalen Verluste an Mensch und Material eine gesellschaftliche Krise unvorstellbaren Ausmaßes heraufbeschworen hatte. Als im Jahre 1918 die Kriegshandlungen eingestellt wurden, tötete eine verheerende Grippeepidemie weltweit mehr Menschen als der Krieg selbst. Mit Ausnahme Amerikas waren die westlichen Staaten finanziell ausgeblutet. Die Weltwirtschaftskrise ließ nicht lange auf sich warten. Viele Menschen mussten in jenen ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts unvorstellbare Leiden über sich ergehen lassen. Die Hoffnungen, die alle Beteiligten in den Erfolg der Friedenskonferenz von Versailles legten, wurden bei weitem nicht erfüllt. Im Gegenteil, die schlimmsten Befürchtungen, dass sich der übersteigerte Nationalismus der Siegesmächte gepaart mit einer gehörigen Portion Rachsucht durchsetzen würde, trafen ein. Die meisten Politiker der Entente-Mächte und ihre Berater, die sich in Paris 1919 zu den Verhandlungen trafen, verfolgten ausschließlich eigensinnige Interessen, die sie mit ihrem Begehren, das wirtschaftlich und militärisch am Boden liegende Deutschland finanziell ausbluten zu lassen, verbanden.

Martin Erdmann legt in seinem Buch dar, dass der Amerikaner John Foster Dulles, einer der führenden Architekten und Propagandisten des „Social Gospels”, aus dem Versagen der Friedenskonferenz die Konsequenz zog und sich noch während seines Aufenthalts in Paris nach einer anderen Möglichkeit als der Gründung eines Völkerbundes umschaute, um die Vision einer Weltregierung zu erfüllen. Es stand ihm deutlich vor Augen, dass es unmöglich war, die versammelten Regierungshäupter zur Aufgabe ihrer Machtbefugnisse zu bewegen, damit ein föderalistischer Staatenbund gebildet werden konnte, der internationale Konflikte zwischen einzelnen Ländern künftig verhindern würde. Als Teil einer relativ kleinen Gruppe von Amerikanern und Engländern wurde Dulles am 30. Mai 1919 Gründungsmitglied des „Institutes of International Affairs”[1]. Dieses Institut erhielt etwas später eine königliche Urkunde und heiß von da an „Royal Institute of International Affairs“ (RIIA) oder kurz „Chatham House“. Das RIIA arbeitete eng mit dem amerikanischen „Council on Foreign Relations” zusammen.

Dulles setzte in der Folgezeit besonders die Propaganda als wichtigstes Mittel ein, um die öffentliche Meinung in Amerika von ihrer traditionellen Position der Isolation zu einer neuen der gegenseitigen Abhängigkeit, nämlich der so genannten Interdependenz, umzustimmen. Es gelang ihm, eine groß angelegte Kampagne zu starten, um in einem ersten Schritt besonders das Kirchenvolk in Amerika für den Internationalismus zu gewinnen. In einem weiteren Schritt beabsichtigte er, die Kirchen, die sich dem ökumenischen Dachverband des „Federal Council of Churches”[2] (FCC) angeschlossen hatten, für seine politischen Zwecke einzuspannen. Alles lief darauf hinaus, dass die Kirche für die Errichtung einer Weltregierung eingespannt werden sollte. Die Methoden, die Christen in ihrem fehlgeleiteten Idealismus zur Einführung einer diktatorischen neuen Weltordnung anwenden, sind damals wie heute fast identisch: 1) die Entwicklung einer gemeinsamen Ethik. 2) Die Zusammenführung verschiedener Weltreligionen zu einer Einheit. 3) Die Zusammenarbeit von Personen in Regierung, Geschäftswelt und Gemeinnützigkeit. 4) Die Initiierung einer massiven Propagandakampagne. 5) Die Heraufbeschwörung des Weltfriedens. 6) Der emotionale Appell, sich an einer „höheren” Sache zu beteiligen, wie zum Beispiel der Ausmerzung der Krankheit und des Leidens. 7) Der Missbrauch der Heiligen Schrift zur Rechtfertigung der sozialpolitischen Globalisierung beziehungsweise eines Prozesses, der auf eine Weltregierung hinausläuft.


[1] http://www.chathamhouse.org.uk; http://de.wikipedia.org/wiki/Chatham_House

[2] Zu Deutsch: „Bundesrat der Kirchen”; heute NCC (National Council of Churches);

7 Kommentare

  1. Liebe Viktoria,

    was Du hier ansprichst geht quer durch alle Familien. Und oft sind es die nächsten Angehörigen die von Jesus nichts wissen wollen. Das ist schmerzhaft. Ich kenne Missionare, die das selbst bei ihren Kindern erfahren mussten. Da können wir in der Tat nur beten!

    LG Baldur

  2. Lieber Baldur,

    der Satz, auf den du Bezug nimmst, war eher eine rhetorische Frage, wird aber bestens durch dein Bibelzitat beantwortet.
    Es fällt einfach schwer zusehen zu müssen, wie so viele Menschen ohne diese “Liebe zur Wahrheit” leichtfertig dahinleben und man weiß genau, welches Ende sie haben werden. Erstaunlich ist auch die Vehemenz der Abwehr, wenn sie mit dem, was sie retten könnte, konfrontiert werden. Es steht wirklich Macht gegen Macht. Besonders betroffen macht es einen, wenn es um die eigene Familie und nahe Freunde geht und nur die Möglichkeit, für sie zu beten und zu hoffen, macht den Blick in ihe Zukunft erträglich.
    “Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, so dass sie tun, was nicht recht ist.” (Röm.1:28)

    LG
    Viktoria

  3. Liebe Viktoria,

    Du schreibst: Es entzieht sich meinem Verständnis, warum gläubige Menschen weltweit sich diese Sozial-Religion aufdrücken lassen.

    Die Antwort dazu finden wir im Wort:

    2. Thess. 2, 7 Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden; 8 und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der HERR umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen, 9 ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern 10 und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden. 11 Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, 12 auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit.

    Das Wort des Herrn ist abgemeldet, die Leute laufen wie einst in Israel den falschen Hirten und falschen Propheten nach.

    Das Ende ist das von Gott schon beschlossene Gericht!

    LG Baldur

  4. Die UNO- Agenda 2030 spricht mehrfach explizit von einer Weltgemeinschaft und es müsste jedem normal denkenden Menschen klar sein, dass diese sehr ambitionierten Ziele rein organisatorisch nur von einer Welt-Regierung umgesetzt werden können. Machen wir uns doch nichts vor- deutlicher als in dieser Agenda kann man nicht zum Ausdruck bringen, dass man den Menschen nur dann alle Wohltaten angedeihen lassen wird, wenn man ihnen auf Kosten ihrer persönlichen Freiheit eine technokratische Diktatur vor die Nase setzt. Es wird eine Diktatur sein, die sich aufgrund ihrer positven Zielsetzungen für die Menschen als solche nicht erkennlich machen wird. Aufgewacht wird später!

    Auf Seite 30 unter Punkt 60 lesen wir:

    “Wir bekräftigen unser nachdrückliches Bekenntnis zur vollen Umsetzung der neuen
    Agenda. Wir sind
    uns dessen bewusst, dass wir unsere ehrgeizigen Ziele und Zielvorgaben
    nicht ohne eine neu belebte und verstärkte Globale Partnerschaft und gleichermaßen ambitionierte Umsetzungsmittel erreichen werden. Diese mit neuem Leben erfüllte Globale
    Partnerschaft
    wird ein intensives globales Engagement zur Unterstützung der Umsetzung
    aller Ziele und Zielvorgaben erleichtern, indem sie die Regierungen, die Zivilgesellschaft,
    den Privatsektor, das System der Vereinten Nationen und andere Akteure zusammenbringt
    und alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert.”

    Durch “globale wirtschaftliche Ordnungspolitik” (Seite 61 Punkt 63) wird man die Ziele “ambitioniert” umsetzen. Nicht umsonst ist wohl eine der Übersetzungsvarianten von “ambito – Parteilichkeit”. Welcher Parteilichkeit die Schöpfer dieses Gedankengebäudes unterliegen, dürfte jedem Christen klar sein. Wenn man sich im letzten Satz anschaut, wer denn die Umsetzenden dieser Agenda sind, fällt auf (wie auch im gesamten Text), dass weder Kirchen noch Glaubensgemeinschaften jemals genannt werden. Spielen sie denn bei der Umsetzung keine Rolle? Oh, doch! Sie spielen eine Rolle, aber sie sind in die Rubrik “andere Akteure” gerutscht und sind eins geworden mit der Transformations-Doktrin durch einen neuen, ebenfalls transformierten, sozialen Glauben und decken damit das Bedürfnis der Menschen nach einem transzendenten Bezug ab. Sie müssen nicht extra aufgeführt werden, da sie systemimmanent sind. Der Frosch muss nur noch eine Weile weiter erhitzt werden.

    http://www.un.org/depts/german/gv-70/a70-l1.pdf

  5. Es entzieht sich meinem Verständnis, warum gläubige Menschen weltweit sich diese Sozial-Religion aufdrücken lassen. Wenn es denn so ist, liegen dieser Tatsache doch sicher relevante Ursachen zugrunde. Zum Teil wird man sie in den Religionsanhängern selbst finden, die keine wirkliche Bekehrung erlebt haben. Sie haben in KIrchen nicht gefunden, was dazu geführt hätte, oder sie haben es dort auch gar nicht gesucht. Ein echtes Evangelium vertreibt natürlich viele, aber es bliebe ein Kern, der es ernst meint. Das Soft-Evangelium dient der Unterhaltung und beruhigt das Gewissen des Gottesdienst-Gängers und gibt ihm das Gefühl wichtig zu sein, wenn er für den Basar häkeln oder sägen kann oder gar in der Betreuung Alter, Armer, Kranker oder Fremder mitarbeitet. Das Problem ist, dass Jesus nicht erkannt wird, was auch immer als eine Gnade Gottes anzusehen ist. Aber mit Jesus geht es auch ans Eingemachte und das ist schon zu Jesu Lebzeiten für viele ein Problem gewesen, sich nicht anzuschließen. Die endzeitlichen Voraussagen über das Wesen und das Verhalten der Menschen spielt auch eine Rolle. Wo Jesus ist, ist auch Intimität unter den Glaubensgeschwistern und diese Intimität kann nicht von Menschen gelebt werden, deren Herzen erkaltet sind. In Mega-Gemeinden oder unter Teilnehmern an Friedenskonferenzen ist man nicht intim – man ist sachlich verbunden, um indoktriniert zu werden…ein guter Weg in die Technokratie.
    Immer dort, wo geballte Mengen Gläubige zu tausenden auftreten, kann man heute mit Sicherheit davon ausgehen, dass es eine Veranstaltung endzeitlichen Abfalls ist. Nichts Großes kennzeichnet mehr die treue Herde der Endzeit und es wiederholt sich genau das, was schon vor 2000 Jahren geschehen ist. Dennoch möchte ich vor etwas warnen, was mir immer wieder in Äußerungen von Christen auffällt. Wir als die kleine Herde sollten uns niemals darüber erheben, dass wir Erkenntnis haben über die Vorgänge in der Welt. Wir sollten uns nicht entrüsten über Gläubige oder Menschen, die noch nicht einen gewissen Erkenntnisstand erreicht haben. Bei allem Wissen müssen wir immer noch Respekt und Liebe zeigen, wie unser großes Vorbild Jesus. Noch gehen die Pläne des Widersachers auf, der sich die Herrschaft über die Menschen erschleichen will, aber wie dieser Blog es hier tut, sind wir aufgerufen, die Wahrheit zu verbreiten und Menschen für die Ewigkeit zu erretten.
    Ein dickes Dankeschön an all die Mitarbeiter dieses Blogs, denn dadurch habe ich erst vertanden, was in unserer Welt wirklich läuft und wie ich mich entsprechend verhalten muss.

    1. Herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar, liebe Schwester Viktoria! Das Verständnis warum sich weltweit Christen von einem sozialen Evangelium indoktrinieren lassen, erhält man erst richtig, wenn man Dr. Martin Erdmanns Schriften liest, die auch historische Quellen aufzeigen WER ein Interesse an der Förderung dieser falschen Religion haben konnte. “ein guter Weg in die Technokratie” … dies ist auch ein Gedanke der mich gerade sehr bewegt: Welche Anzeichen sprechen für Technokratie im DEA/WEA-Allianzchristentum? … ich sehe da die Teilhabe an den UNO-Zielen voran.

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