MICHA-INITIATIVE SETZT SICH FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG EIN (DR. MARTIN ERDMANN) / Vorbemerkung (Siegfried Schad) [Update 2017 des Buches “DER GRIFF ZUR MACHT”]

Vorbemerkung (Siegfried Schad)

Wer sich mit der Literatur von Dr. Martin Erdmann schon näher befasst hat, dem werden meine folgenden Worte nicht übertrieben vorkommen: Nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch im internationalen Maßstab gibt es keinen Apologeten der eine präzisere Gesamtschau über die Tendenzen des Abfalls im Evangelikalismus und dessen Netzwerke und Verbindungen aufgezeigt hat, als Dr. Martin Erdmann. Zu meiner großen Freude, hat Dr. Martin Erdmann gestern angekündigt, daß er sein 2011 geschriebenes Buch  Der Griff zur Macht: Dominionismus – der evangelikale Weg zu globalem Einfluss in aktualisierten Auszügen als Artikel präsentieren wird. Meine angekündigte Buchlesung wird aus zeitlichen Gründen ohnehin erst in 1-2 Monaten beginnen und von den aktuellen Texten Dr. Martin Erdmanns auch passend ergänzt werden.

Anmerkung in eigener Sache: Mir erscheint die thematische Trennung meiner Blogs immer weniger sinnvoll … meine Überlegungen tendieren dahin, das überaus wichtige Thema des Dominionismus bzw. der Gesellschaftstransformation, das bisher auf dem Blog out-of-the-blue.world separat behandelt wurde, auf DER RUF zu integrieren … Ihr könnt mir gerne Eure Meinung dazu sagen, denn gewisse Einwände von einigen Brüdern korrespondieren mit meinen eigenen Überlegungen meinen Blog out-of-the-blue.world nicht ganz, aber einige Grade zu entpolitisieren … ich bin noch unentschlossen wie ich fortfahren möchte. 


MICHA-INITIATIVE SETZT SICH FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG EIN (DR. MARTIN ERDMANN)

(Quelle: Dr. Martin Erdmann http://veraxinstitut.ch)

Im November 2011 veröffentlichte der Betanien-Verlag das Buch Der Griff zur Macht: Dominionismus – der evangelikale Weg zu globalem Einfluss. Es fand rasch eine breite Leserschaft unter denen, die mit Besorgnis die Vereinnahmung der evangelischen Landeskirche und der freien Gemeinden und christlichen Werke für rein politische und soziale Zwecke wahrnahmen. Der Autor versuchte zu erklären, welche negativen Entwicklungen in der Christenheit der westlichen Welt am Gange waren. Der Verleger fasste den Inhalt des Buchs wie folgt zusammen: “Die Evangelikalen suchen und gewinnen immer mehr Anerkennung und Einfluss in Gesellschaft und Politik. Doch zu welchem Preis? Entspricht dieser Weg dem biblischen Evangelium oder ist er ein Irrweg? Es ist Zeit, dass die Christen die wahren Beweggründe von „besucherfreundlichen Gottesdiensten“, „Emerging Church“, Rick Warrens Bestrebungen und der „Transformation“ von Gemeinden und Gesellschaft erfahren. Dr. Martin Erdmann ist ein profunder Kenner der Zusammenhänge auf christlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene und verdeutlicht hier eine brisante und eklatante Notlage.”

In den vergangenen fünf Jahren haben sich viele gefragt, wie die Entwicklung im innerkirchlichen Raum weitergegangen ist und welche Veränderungen sich eingestellt haben. In eingehenden Recherchen bin ich diesen Fragen nachgegangen und versuche in der nahen Zukunft, die gewonnenen Erkenntnisse denen zu vermitteln, die ein Interesse am geistlichen Wohlergehen der Gemeinde Jesu und an der Erfüllung des Missionsbefehls haben. Vor der Beschäftigung mit neuen Themen ist es jedoch sinnvoll, noch einmal einige der wichtigen Inhalte des Buchs Der Griff zur Macht aufzugreifen. Deshalb werde ich in einer fortlaufenden Serie an Artikeln einzelne Buchauszüge veröffentlichen. Es ist dabei zu beachten, dass die Informationen auf dem Stand der Dinge gegen Ende des Jahres 2011 und davor Bezug nehmen. Manche Fakten haben sich mittlerweile etwas verändert. Beispielsweise heißen die UN-Millennium-Entwicklungsziele jetzt “Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. Angegebene Links sind gegebenenfalls nicht mehr aktuell.

Der Griff zur Macht: Dominionismus – der evangelikale Weg zu globalem Einfluss

Im deutschsprachigen Raum treten Befürworter der „Micha-Initiative“ mit großem Eifer an die Öffentlichkeit. Zahlreiche christliche Werke und Verbände in Deutschland unterstützen die Initiative.[1] Die Träger der „Stop Armut 2015“-Aktion[2], wie die „Micha-Initiative“ in der Schweiz heißt, sind unter anderem die folgenden Missionswerke: SIM International-Schweiz[3], Wycliffe[4], Schweizer Allianz Mission[5], tearfund.ch[6], HMK (Hilfe für Mensch und Kirche)[7] und frontiers[8].

Die Deutsche Evangelische Allianz[9] (DEA) wirkt im Rahmen der „Micha-Initiative“[10] an vorderster Front für die Umsetzung der UN-Millennium-Entwicklungsziele.[11] Das Buch Der Kampf gegen Armut – Aufgabe der Evangelischen Allianz[12] ist „eine Art theologische Begründung und Reflektion“ [13] dieser Initiative. Die Herausgeber sind Thomas Schirrmacher[14], Rektor des Martin-Bucer-Seminars, und Andreas Kusch[15], Dozent für Transformative Entwicklungspraxis an der Akademie für Weltmission. Der Generalsekretär der DEA, Hartmut Steeb, nennt verschiedene Gründe, wieso der „Geschäftsführende Vorstand“ beschloss, im Rahmen des Arbeitskreises Politik[16] eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich mit den Fragen der „Micha-Initiative“ beschäftigt.[17] Diese Arbeitsgruppe erhielt den Auftrag, ihre Arbeit in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen und weiteren Missions- und Hilfswerken aufzunehmen und setzte ihn in der Folgezeit um. Steebs Gründe sind aufschlussreich, wieso eine tatkräftige Solidarisierung mit einem Projekt der UN in Angriff genommen werden sollte. In einem Interview mit der Schweizer Redaktion von idea antwortete Steeb am 20. Juli 2005:

“1. Die [UN-] Millenniumsziele sind auch eine Herausforderung für Christen. Es kann uns nicht gleichgültig sein, dass Hunger, Armut, Krankheit, Bildungsmangel und viele Nöte auf dieser Welt zwar gesehen werden, aber längst nicht alles uns eigentlich Mögliche getan wird, um diesen Nöten zu begegnen. Wir haben zwar “allezeit Arme” bei uns; wir sind nicht angesteckt von einer Euphorie, die meint, Menschen könnten auf Erden paradiesische Zustände herstellen. Aber das entbindet uns nicht von der Aufgabe, die uns möglichen Schritte zur Verbesserung auch der menschlichen Nöte zu tun. […] 3. Die Evangelische Allianz hat sich von Anfang an nicht nur um die Fragen des Heils, sondern auch um die Fragen des Wohls gekümmert. Evangelisation und gesellschaftliche Verantwortung sind der evangelikalen Bewegung schon Mitte des 19. Jahrhunderts in die Wiege gelegt worden. In der Lausanner Verpflichtung von 1974 wurde das noch einmal neu gefasst. Auch viele Evangelikale in unserem Land haben diese Erklärung unterzeichnet. Es ist wie eine Selbstverpflichtung, sich für diese Ziele einzusetzen.”[18]

Dieses politische und soziale Engagement der Repräsentanten der Neoevangelikalen Deutschlands passt bestens in das Bild, das die DEA von sich selbst seit Jahren gibt. Es stimmt völlig mit ihren „politischen Grundüberzeugungen“ überein, die sie in der 28-seitigen Broschüre „Sucht der Stadt Bestes“ veröffentlicht hat. Mit dieser Broschüre informierte der Verband am 22. Mai 2009 über die gesellschaftlichen Ziele der Bewegung.[19]

Die Initiative zur Bekämpfung der Armut mag oberflächlich gesehen löblich erscheinen. Blickt man allerdings unter die Oberfläche, erkennt man den Dominionismus. Die „selbstlose” Gemeinnützigkeit ist nicht unbedingt das, wofür sie sich ausgibt. Soziale Dienstleistungen sind werbeträchtig so konzipiert, dass der – ansonsten höchstgradig anstößige Dominionismus – in bestem Licht erscheint. So können die öffentlichen Meinungsmacher in der Welt positiv beeindruckt werden. Zudem ist der Aufruf an die Christen, persönliche Opfer zu bringen, um das große Ziel einer von Armut befreiten Welt zu erreichen, ideal geeignet, neue „Rekruten“ für die Armee der „Milliarde von freiwilligen Fußsoldaten” anzuheuern. Es überrascht nicht, dass Rick Warren zu einem der tatkräftigsten Befürworter der „Micha-Initiative“ zählt, die er in einem elektronischen Rundschreiben im Zuge der ONE-Kampagne[20] besonders lobend hervorhob.[21]


[1] In Deutschland: Anstoß zur Hoffnung, Allianzmission, Berliner Stadtmission, Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Bund Freier evangelischer Gemeinden, Compassion Deutschland, Christoffel-Blindenmission (CBM), CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V., Deutscher Jugendverband “Entschieden für Christus” (EC) e.V., Deutsche Fernschule e.V., Deutsches Institut für Ärztliche Mission (Difäm), Deutsche Missionsgemeinschaft, EmK-Weltmission, Eudim e.V., ERF-Medien; Europäische Baptistische Mission, Förderkreis Terra Nova Mondai, Geschenke der Hoffnung, Gemeinsam für Berlin e. V., humedica, IGW Deutschland – Institut für Gemeindebau & Weltmission, Kinderhilfswerk Global Care, Kirche des Nazareners, Kindernothilfe, Koalition für Evangelisation – Lausanner Bewegung Deutschland, Kreuz des Südens, MAF Germany e.V., Missionswerk Frohe Botschaft, Missionswerk Neues Leben, Offensive Junger Christen, Opportunity International Deutschland, ORA International, Reach Across e.V., Speak Netzwerk Deutschland, Studentenmission in Deutschland, World Vision Deutschland, Weigle-Haus Essen. http://www.micha-initiative.de/channel.php?channel=72

[2] http://www.stoparmut2015.ch

[3] http://www.sim.ch/de/kontakt/sim-schweiz.html

[4] http://www.wycliffe.ch

[5] http://www.sam-info.or

[6] http://www.tearfund.ch

[7] http://www.hmk-aem.ch

[8] http://www.frontiers.ch

[9] http://www.ead.de/index.php?id=184 ; siehe auch „Über Armut reden – Christen im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten“: http://www.ead.de/fileadmin/daten/dokumente/micha/FlyerA4-Abgeordnetengespr%C3%A4che.pdf

[10] http://www.micha-initiative.de

[11] http://www.ead.de/arbeitskreise/micha-initiative/bis-2015-wollen-wir.html

[12] Bonn: VKW 2009.

[13] http://www.thomasschirrmacher.info/archives/tag/micha-initiative

[14] http://www.bucer.eu/ts.html

[15] http://www.awm-korntal.de/studium_dozenten_de,555,138.html

[16] http://www.ead.de/materialien/materialien/arbeitskreis-politik.html

[17] http://www.micha-initiative.de/upload/micha_initiative.PDF

[18] http://www.ead.de/materialien/materialien/arbeitskreis-micha.html.

[19]http://www.ead.de/fileadmin/daten/dokumente/arbeitskreis_politik/Sucht%20der%20Stadt%20Bestes.pdf ; Thomas Schirrmacher berichtet auf seinem persönlichen Weblog über die Entstehungsgeschichte und den Inhalt dieser politischen Proklamation: „Der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) hat das Ergebnis einer längeren redaktionellen erfreulichen Zusammenarbeit von Dr. Horst Afflerbach und Dr. Stephan Holthaus und mir nach vielen immer neu überarbeiteten und erweiterten Fassungen, die von vielen Entscheidungsträgern immer wieder durchgesehen wurden, nun verabschiedet und veröffentlicht als: ‚Sucht der Stadt Bestes‘: Zur Verantwortung der Christen in Staat und Gesellschaft: Eine Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz.“ http://www.thomasschirrmacher.info/archives/1224

[20] http://www.one.org/international/

[21] Rick Warren versandte am 4. Juni 2005 eine E-Mail „Will You Join Me?“. Diese E-Mail enthielt die Kopie eines Briefs an Präsident George W. Bush vom 1. Juni, den U.S.-Religionsführer unterzeichnet hatten.


12 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für Eure Kommentare! Es erscheint mir als wäre es “höchste Zeit” gewesen auf DER RUF den Dominionismus wieder zu thematisieren. Ich denke, daß die folgenden Artikel von Dr. Martin Erdmann mit seinen Updates zu seinem Buch DER GRIFF ZUR MACHT (2011) viel Licht in die Themen bringen werden – siehe die beiden Folgeartikel: https://www.der-ruf.info/errichtung-einer-totalitaeren-theokratie/ + https://www.der-ruf.info/internationale-ziele-der-angloamerikanischen-elite-dr-martin-erdmann-vorbemerkung-siegfried-schad/

  2. Liebe Geschwister im Herrn Jesus Christus

    Dass Nehemia Team in der Gegend wo ich wohne wird am 24.03.17 einen so genannten Impulsabend veranstalten.

    Hier der originale Tex zur Einladung:

    “Herzliche Einladung: Liebe Freunde, wir laden Euch ganz herzlich am Freitag den 24.3.2017 um 19:30 Uhr zu einem Impulsabend mit dem Thema „Unsere Städte mitgestalten“ ein. Als Referent konnten wir Roger Sutton aus Manchester/England gewinnen. Er hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema „Städte-Transformation“ beschäftigt. Eine seiner Aufgaben ist es, die Bedingungen und Prozesse zu untersuchen, die dazu führen, dass sich in Städten, Gerechtigkeit, Frieden, Lebensqualität und das Evangelium ausbreiten können. Wir freuen uns auf euch – Euer nehemia team”

    Wie ist das zu bewerten? Natürlich fällt uns sofort das Doppel-Wort „Städte-Transformation“ auf. Und wer ist Roger Sutton aus Manchester/England? Ich denke diese Sache passt gut zum Thema.

    Behüte euch Gott meine Lieben Geschwister im Herrn Jesus Christus.

    KlausW

  3. Lieber Baldur,
    verwirrt durch die Sortierung der Kommentare (älteste zuunterst) habe ich vergessen zu erwähnen, dass mein Beitrag eine Replik auf den Beitrag von Johannes Reinders war. Ich bitte, dass nochmals im Kontext zu lesen, ich beziehe mich da auf keinen Deiner Beiträge (da habe ich jetzt auch auf den ersten Blick nichts zu korrigieren 😉 )
    Der Kern meiner Aussage sollte sein: wer den Barmherzigen Samariter hernimmt, um daraus abzuleiten, dass man gute Werke tun muss, hat den Text in Luk10 nicht genau gelesen und verdreht die Worte Jesu. Es geht dort um Errettung (Luk 10, 25) bzw. ewiges Leben. Und wenn ich Joh 3,16 ernst nehme, dann weiß ich, dass ich aus Glauben gerettet bin, und nicht aufgrund von Hilfeleistungen. Ein Grund mehr, Luk10 aufmerksam zu lesen. Der oberflächliche Leser identifiziert sich mit dem Samariter, wer aber den Vers 36 genau liest, der sieht, dass er die Perspektive dessen annehmen muss, der verletzt am Boden lag, um zu beurteilen, welcher von den dreien ihm der Nächste ist (den ich lieben soll wie mich selbst, Verse 27-28).
    Und der, der dort lag, wird nicht durch das Gesetz und dessen Befolgung (die Priester), nicht durch die Propheten oder Diener Gottes (Levit) errettet, sondern von Jesus (Samariter). Soweit eine ganz grobe Auslegung. Wenn man soweit ist im Verswtändnis, dann erkennt man, dass “ein Mensch” in Vers 30 in Orginalsprache “ADAM” ist (Mensch, also jeder Mensch), Jerusalem = in der Nähe Gottes, Jericho = tiefster Punkt auf Erden bzw. hier Ort der größten Gottesferne, Räuber = Sünde/ Satan/…, und dann liegt dieser Mensch dort nackt und kann, wie ehedem Adam, in diesem Zustand nicht mehr zurück in die Gottesnähe. Usw. usf.
    Im Mittelalter war diese Auslegung durchaus noch bekannt, in Frankreich gibt es in zwei Kathedralen Kirchenfenster, die Jesus einmal zeigen als den Vertreiber aus dem Paradies und unmittelbar folgend ihn als den barmherzigen Samariter, den Retter.
    Achja, Jesus wurde ja auch von seinen Verfolgern als Samariter bezeichnet, also als jemanden, der die falsche Religion / den falschen Glauben hat.
    Herberge = Gemeinde (von wegen Gast auf Erden), Wirt z.B. Seelsorger, …, Öl und Wein in Vers 34 …, also, ich in sicher, wer das Blog liest, kann das weitgehend selbst auslegen.
    Soweit erst einmal.

  4. Lieber Stefan,

    man darf sich schon einmal Gedanken darüber machen, wie sich der Barmherzige Samariter verhalten hätte, wenn hier nun Hunderte oder noch mehr von übel zugerichteten Menschen am Straßenrand gelegen hätten. Hätte er wohl alle auf seinen Esel gesetzt?

    Was heute über uns hereinbricht, kann m. E. nicht mit ein paar schönen Bibelversen gelöst werden. Wir müssen es leider täglich erleben mit welch “großer Dankbarkeit” diese armen Muslime sich über die erfahrene Hilfe erkenntlich zeigen. Sie attackieren ihre Helfer. Ich denke, ich kann es mir ersparen einmal auf die Berichte hinzuweisen die heute jedem zugänglich sind.
    Dazu finde finde, dass sich Dr. Erdmann mit seinen Ausführungen keineswegs “ad absurdum” führt.

    Ein Verlust der Realität führt in die Irre! Ich habe ja schon darauf hingewiesen, was hinter der UNO steckt. Wenn die “EA” als NGO – “Non Government Organisation” an der UNO hängt, dann zeigt sich, “wes Geistes Kind sie ist”.

    Es ist nicht angebracht einen einzigen Bibelvers aus dem Kontext zu reißen und eine neue Lehre einzuführen. Beachten wir doch das folgende Wort:

    Micha 3,7 Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Satzungen abgewichen und habt sie nicht bewahrt. “Kehrt um zu mir”, so will ich zu euch umkehren, spricht der HERR der Heerscharen. Und ihr sprecht: „Worin sollen wir umkehren?“ (Bitte das Kapitel mal lesen)

    Und Umkehr zu Gott und Buße ist das große Thema der Bibel!

    Das Motto der Micha-Initiative “sucht der Stadt Bestes” heißt genauer nach der Elberfelder:

    Jeremia 29, 7 Und sucht den Frieden, den Schalom der Stadt, wohin ich euch weggeführt habe, und betet für sie zu dem HERRN; denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben.
    8 Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Lasst euch von euren Propheten, die in eurer Mitte sind, und von euren Wahrsagern nicht täuschen; und hört nicht auf eure Träume, die ihr euch träumen lasst. 9 Denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.

    LG Baldur

  5. Im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter ist der Nächste der Samariter, der für Jesus steht. Den soll ich lieben wie mich selbst. Luk 10,36-37. “Tue dergleichen” bezieht sich damit auf den Verletzten, der am Boden liegt und die Hilfe des Retters annimmt. Ich muß die Perspektive des Verlorenen annehmen und nicht die des Retters, um zu erkennen, wer mein Nächster ist.
    Ja, ich weiß, in 99% aller Predigten wird etwas anderes gelehrt und abgeleitet. Man muß Luk 10 schon selbst lesen und auf jedes Wort achten.

  6. Lieber Wolfgang,

    aus der Verkündigung folgt wenn das Wort auf fruchtbaren Boden gefallen ist auch die praktische Hilfe. Zuerst jedoch gilt dies für die Gemeinschaft der Heiligen.

    Gal. 6,9: Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, “allermeist aber an des Glaubens Genossen”.

    Nirgends im Wort finden wir als Nachfolger des HErrn den Auftrag, zusammen mit mit den der Organisation wie der UNO, welche die Neue Weltordnung einführt an einem Strang zu ziehen. Ich habe ja dargelegt, dass hinter dieser Organisation die Freimaurer stehen. Wie Albert Pike ausführt, beten diese Freimaurer Luzifer an, der Gegenspieler Gottes ist für sie der Lichtbringer.

    Und so kann ich Deine verharmlosenden Sätze nicht nachvollziehen. Diese Leute werden sich hüten das wahre Evangelium zu verkünden. Ihr Ziel ist, das Evangelium von Jesus Christus durch eine neue Weltreligion abzulösen. Das erleben wir heute und können es sehen, wenn wir mit wachen Augen unsere gegenwärtige Welt betrachten – und dazu als Maßstab Gottes Wort ernst nehmen.

    Wir sind nicht dazu berufen, die Armut alle paar Jahre zu halbieren. Habe dazu nichts im Wort gelesen, dass Jesus der Gemeinde dazu den Auftrag gegeben hätte. Mit dem so genannten Humanismus rettet niemand diese abgefallene Welt!

    LG Baldur

  7. Lieber Johannes, du hast absolut Recht mit: “Diakonie ist ein Teil der Verkündigung”. Aber wenn die Verkündigung verwässert wird und nicht ein konsequentes Evangelium beinhaltet, dann bringt auch die Diakonie nichts mehr.

  8. Lieber Johannes Reinders,

    Deinen Beitrag kann ich nicht nachvollziehen. Hinter dieser Formel “Micha-Initiative” verbirgt sich ein großes Verführungspotential. Diese Initiative arbeitet eng mit den Prämissen der UNO zusammen. Die UNO wird als die große Weltloge der Freimaurerei bezeichnet, mit ihrem Sitz im Glaspalast in New York.

    https://out-of-the-blue.world/2016/02/08/vernetzung-von-ev-allianz-ev-kirche-freimaurer-new-age-und-uno-baldur-gscheidle/

    Neu verabschiedete nachhaltige Entwicklungsziele der Vereinten Nationen setzen neuen Rahmen für Micha-Initiative Deutschland – Erstmals eröffnete ein katholisches Kirchenoberhaupt die UNO-Generalversammlung. Papst Franziskus rief die Staatengemeinschaft bei dieser Feier dazu auf, die Weltfinanzsysteme endlich sozial und ökologisch gerecht und nachhaltig zu gestalten.

    Auch für Deutschland und die bundesdeutsche Politik bedeuten die SDGs (Sustainable Development Goals) eine neue Aufgabenstellung. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ebenfalls auf dem UN-Gipfel sprach, zog auf der Bundestagssitzung vor ihrer Abreise nach New York ein klares Resümee für die gegenwärtige globale Situation: Noch nie in ihrer Geschichte stand die Menschheit vor so großen gemeinsamen Aufgaben. Armut müsse „endlich in ihrer schlimmsten Form überwunden werden, um allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen.“

    http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/neu-verabschiedete-nachhaltige-entwicklungsziele-der-vereinten-nationen-setzen-neuen-rahmen-fuer-mic.html

    SDGs – Ziele: siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung

    Arbeit der Micha-Initiative geht weiter
    Die Vereinten Nationen (UN) haben in ihrer Vollversammlung am vergangenen Wochenende nachhaltige Entwicklungsziele verabschiedet. Sie folgen auf die Millenniumsziele, die die weltweite Armut bis 2015 halbieren sollten. Damit nimmt auch die Arbeit der Micha-Initiative der Deutschen Evangelischen Allianz wieder Fahrt auf.
    Die Micha-Initiative der Deutschen Evangelischen Allianz nimmt also wieder Fahrt auf! – Die Armut wird weiter halbiert. Die Micha-Initiative sehe die besondere Chance, „unseren christlichen Ruf nach Gerechtigkeit in der Welt an den Ziele-Kanon der Vereinten Nationen anzubinden“.

    https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/2015/09/28/arbeit-der-micha-initiative-geht-weiter/

    Da habe ich nun einen Hinweis auf die Militärausgaben in unserer Welt gefunden. Mit einem Schlag könnten alle Armuts- und Hungerprobleme dieser Welt gelöst werden – wenn – ja wenn – alle Staaten dieser Welt ihre militärische Aufrüstung stoppen würden.
    Rund 1,60 Billionen Dollar gaben die untersuchten 171 Staaten dieser Welt demnach 2014 für das Militär aus. Das sind umgerechnet 1,4 Billionen Euro. USA führen mit großem Abstand. Kein Land gibt so viel aus wie die USA: 581 Milliarden Dollar, rund 513 Milliarden Euro.
    Zum Vergleich: Das ist mehr als China, Russland, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Japan, Indien, Saudi-Arabien und Südkorea zusammen. Und: Die 156 Staaten mit dem geringsten Militärbudget kommen zusammen gerade mal auf 296 Milliarden Euro.

    http://www.bild.de/politik/ausland/militaerwaffen/so-viele-milliarden-werden-weltweit-fuer-waffen-und-soldaten-ausgegeben-39725274.bild.html

    Hinter der UNO steht die “Rockefeller Foundation”, welche die UNO kräftig unterstützt. Die UNO steht außerdem mit Rockefeller hinter dem Abtreibungsprogramm sowie auch hinter dem Märschen des von Menschen hervorgerufenen Klimawandels.
    Gender gehört ebenfalls zum Programm dieser Organisation.

    Die Vereinten Nationen fördern die „Homo-Ehe“ unter ihren Angestellten. Die UNO erweitert die Anerkennung der „Ehe“ zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern für die eigenen Mitarbeiter. Zur Förderung der „Homo-Ehe“ haben die Vereinten Nationen diese Bestimmung grundlegend verändert. Nun gelten auch alle als „verheiratet“ mit allen sich daraus ergebenden Steuer-, Urlaubs- und Pensionsbestimmungen, die irgendwo im Ausland „geheiratet“ haben, wo die „Homo-Ehe“ oder „eingetragene Partnerschaften“ homosexueller Partner anerkannt ist, weil das Heimatland „Homo-Ehen“ nicht anerkennt.

    http://www.katholisches.info/2014/07/10/uno-foerdert-homo-ehe-unter-ihren-angestellten/

    Hier noch eine Ergänzung von N. Homuth

    Um zu erkennen, wer die UNO wirklich ist, muß man ihr ins Herz schauen. Das Herz des UNO-Gebäudes in New York aber ist der Meditationsraum, den der erste UN-Generalsekretär, Dag Hammarskjöld, hatte einrichten lassen.

    Es ist eine Stätte durch und durch verdichtet mit Magie, in der Okkultismus und Kabbala auf engstem Raum eine Verbindung eingegangen sind und von 300 Eingeweihten aus allen 6 Weltreligionen rituell bedient wird.
    Will man den Meditationsraum betreten, muß man einen dunklen Gang passieren, so daß man beim Betreten des Raumes symbolisch von der Finsternis ins Licht tritt. Der Raum selbst liegt in einer Nord-Ost-Richtung und hat die Form einer auf der Seite liegenden Pyramide, deren Spitze durch ein seltsames Wandgemälde, das aus 72 geometrischen Figuren (Tetragrammaton!) besteht, abgetrennt ist und der Besucher sich somit im Inneren eines Pyramidenstumpfes befindet.

    https://gedankenfrei.wordpress.com/2008/06/05/pyraminati/

    Hier liegt der Ansatz! Was will denn hier die Allianz mit der „Micha -Initiative“ bewirken? Die gutgläubigen Christen werden lediglich an der Nase herum geführt! Wer mit dieser Organisation in Verbindung ist, disqualifiziert sich selbst!

    LG Baldur

  9. Lieber Bruder Johannes Reinders, ich sage dies jetzt völlig ohne Überheblichkeit: Du hast über den Themenkomplex Gesellschaftstransformation offensichtlich nichts gelesen oder verstanden. Diese Initiative ist Teil einer großen Sammlung zur Ökumene und Interreligiösität. Das was man sich dort auf die Fahnen geschrieben hat (Hilfe gegen den Hunger) ist gewiß ein sehr gutes Anliegen, allerdings nur zum Schein. Dr. Martin Erdmann hat 2011 das wegweisende Buch “Der Griff zur Macht” abgeliefert … ich kann nur raten: UNBEDINGT LESEN! Hilfreich sind auch seine Videos: https://out-of-the-blue.world/dominionismus-gesellschaftstransformation-dominionism-transformation-of-societies/ Diese Initiative ist nichts anderes als ein “trojanisches Pferd”, die Christenheit in ein falsches soziales Evangelium zu lenken. Rudolf Ebertshäuser hat auch mehrere Aspekte aufgegriffen, ebenso Georg Walter, jedoch in der Hauptsache hat Dr. Martin Erdmann hier eine gewaltige Forschungsarbeit geleistet und nachgewiesen, wie der Evangelikalismus unterwandert ist. Ich bitte dies zur Kenntnis zu nehmen und zu studieren vor allem.

  10. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. – Dieses Gebot Gottes und auch des Herrn Jesus wird in den Hilfsprogrammen
    realisiert. Und wer in dieser Form wie in diesem Blog zu lesen ist, gegen die diversen Hilfsaktionen schreibt und spricht, muss
    wohl sehr weit von der Liebe entfernt sein. Wer den Nächsten nicht liebt, ist ein Lügner, wenn er behauptet, Gott zu lieben.
    Diakonie ist ein Teil der Verkündigung. Wie wird die Liebe Gottes zu den Menschen, die er uns durch Jesus Christus erwiesen hat, glaubhaft, wenn wir nicht mit Taten lieben ? Im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter sagt der Herr Jesus : “Gehe hin und
    tue desgleichen.” – Dieser Artikel von Dr. Erdmann stellt ihn selbst infrage und entwertet alles, was er bisher geschrieben hat.

Liebe Geschwister im Herrn Jesus,